DE96002C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
- C11B3/00—Refining fats or fatty oils
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Description
PATENTAMT
.Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein
Apparat, mit welchem in der denkbar einfachsten. Weise die Raffinirung von Fetten,
Oelen.und;Laugen möglichst vollständig durchgeführt;
werden kann.
Dies geschieht dadurch, dafs die abzudämpfende
Flüssigkeit gleichmäfsig auf einer Heizfläche, in äufserst dünner Schicht ausgebreitet
und auf derselben bei einer bestimmten Temperatur, z. B. Siedetemperatur,
erhalten wird, welche höher ist als die Verdampfungstemperatur
der zu verflüchtigenden Verunreinigungen. Um das Abziehen der sich bildenden Dämpfe zu beschleunigen, wird der
abzudampfenden Flüssigkeit zugleich auf der Heizfläche eine continuirliche Bewegung ertheilt,
infolge welcher sowohl die lebendige Kraft der aus der Flüssigkeit sich entwickelnden Dampfe
vergröfsert wird, als auch immer neue Elemente der Heizfläche mit weiteren Flüssigkeitstheilchen
in Berührung gelangen.
Die während des Abdampfungsprocesses, z. B. bei verschiedenen Fettsorten, sich ausscheidenden
flockigen Bestandtheile, welche sich infolge der Einwirkung der verschiedenen Verunreinigungen auf einander unter dem Einflufs
der zugeführten Wärme bilden, werden möglichst umgehend entfernt. Jene Bestandtheile,
deren Natur noch nicht vollständig aufgeklärt ist und die nach den angestellten Ermittelungen
feste Kohlenwasserstoffe zu sein scheinen, hindern die Verflüchtigung der Verunreinigungen
im hohen Grade, indem sie dieselben einmal mechanisch am Entweichen hindern, sodann aber auch dieselben chemisch
zu binden bestrebt sind. Es mufs daher während des Abdampfungsprocesses zugleich eine
Filtration vorgenommen werden, da nach Beendigung des Processes die .flüssigen Fette
leicht erstarren und dann sich wiederum mit jenen schädlichen Verunreinigungen äufserst
innig verbinden. In der mit der Abdampfung verbundenen gleichzeitigen Filtration liegt das
wesentlichste Merkmal der Erfindung.
Der Apparat zur Durchführung des soeben gekennzeichneten Verfahrens ist in den Fig. 1
bis 3 der beiliegenden Zeichnung zur Darstellung gebracht und besteht aus einer feststehenden
Säule n>, welche auch beweglich als Welle eingerichtet sein'und rotiren kann, deren
Hohlraum durch eine Scheidewand in die beiden Abtheilungen α und b getheilt ist. Diese
Säule ist mit einer Anzahl linsenförmiger Hohlscheiben S1 S2 S3 . . . . versehen, die auf der
Säule festsitzend angeordnet sind und deren Innenraum mit den Abtheilungen α und b
durch Oeffnungen d bezw. e in Verbindung stehen. Zwischen genannten Hohlscheiben sind
die Filtrirvorrichtungen A1 A2 As . . . . mit den
Filterböden J1 bis f3 angeordnet, welche dem
oben angegebenen Zweck dienen und mit Heizschlangen ^1 bis S3 versehen sind, um die
zu filtrirende Flüssigkeit auf ihre bestimmte Temperatur zu erhalten.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Der zur Abdampfung nothwendige
Heizdampf tritt durch das Dampfzuleitungsventil D und Rohr g in die Abtheilung b der
Säule w, gelangt durch Schlitze e in das
Innere der Scheiben S1 S2 . . . . und durch
Oeffnungen C1 in das Innere der Heizschlangen S1
bis s3, wobei er seine latente .Wärme durch
Claims (2)
- die Wandungen der Scheiben bezw. Schlangen hindurch an die abzudampfende Flüssigkeit abgiebt, während das sich dabei bildende Condensationswasser durch Schlitze d bezw. C2 in die Abtheilung α der Säule fliefst und von dort durch Stutzen E abgeleitet wird.Die abzudampfende Flüssigkeit gelangt in das obere. Vertheilungsgefäfs V und rieselt durch die in demselben vorgesehenen Ausflufsöffnungen in äufserst dünner Schicht über die Scheiben S1 S2 S3 S4 S5, wobei sie sich zunächst der oberen und sodann der unteren Fläche der Scheibe S1 entlang bewegt, darauf auf die obere Fläche der Scheibe S2 gelangt u. s. w. Von der unteren Fläche der Scheibe Sr gelangt die abzudampfende Flüssigkeit zur Filtrirvorrichtung A1, woselbst die sich während des Abdampfens bildenden flockigen Ausscheidungen abfiltrirt werden, überrieselt sodann in derselben Weise wie vorher die Scheiben S6 bis S10 u. s. w., bis die vollständig raffinirte Flüssigkeit schliefslich in den Behälter Z gelangt, aus welchem sie durch Stutzen m abfliefsen kann.Die sich an den Wandungen des Gefäfses B condensirenden Dampftheilchen fliefsen längs der Wandung herab und sammeln sich in der Rinne r an, von wo sie durch einen dort vorgesehenen Stutzen abgezogen werden können.Es ist klar, dafs, falls die abzudampfenden Körper bei gewöhnlicher Temperatur fest sind und erst nach Einwirkung der Wärme in den flüssigen Zustand übergehen, das Vertheilungsgefäfs V noch mit Dampfmantel zu versehen ist. Auch kann das Abdampfen, falls es in besonderen Fällen vortheilhaft erscheinen sollte, unter theilweiser Luftleere stattfinden, wozu das Gefäfs B mit Dunstabzugsrohr, Condensator und Luftpumpe zu versehen ist.Patenτ-Ansprüche:ι . Apparat zum Abdampfen von Fetten, Oelen, Laugen und ähnlichen Flüssigkeiten durch Berieselung tellerförmig gestalteter Heizflächen, dadurch gekennzeichnet, dafs zwecks Entfernung der unter dem Einflufs der Wärme sich bildenden und sowohl die Dampfbildung als auch das Entweichen der Dämpfe hindernden Ausscheidungen zwischen die Verdampfungselemente Filter eingeschaltet werden.
- 2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch ι geschützten Apparates, dafs die feststehende Säule oder rotirende Welle u> mit den auf ihr festsitzenden Hohlscheiben S1 S2 S3 .... und den Filtern A1 A2 AB derart verbunden ist, dafs der durch Ventil D und Rohr g in die Abtheilung b der Säule einströmende Heizdampf durch die Oeffnungen e und C1 in die Hohlscheiben S1 S2 S3 bezw. in die in den Filtern A1 bis ^3 vorgesehenen Heizschlangen S1 bis s& eintreten mufs,-während das in den Hohlscheiben und ' Schlangen sich niederschlagende Condensationswasser durch Oeffnungen d bezw. C2 in die Abtheilung α der Säule übertritt und von dort durch Stutzen E zum Abflufs gelangt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96002C true DE96002C (de) |
Family
ID=367174
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96002D Active DE96002C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96002C (de) |
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