DE958280C - Schlagschrauber zum Festziehen oder Loesen von Schrauben oder Muttern - Google Patents
Schlagschrauber zum Festziehen oder Loesen von Schrauben oder MutternInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 14. FEBRUAR 1957
F 12780 Ib187a.
Frankfurt/M.
Die Erfindung betrifft einen vorzugsweise motorgetriebenen Schlagschrauber, bei dem zwischen
dem Motor und dem Werkzeug, z. B. Schraubenschlüssel oder Schraubenzieher, ein sogenanntes
Stoßgetriebe eingebaut ist, welches im wesentlichen aus einem Antriebs- und Abtriebsglied mit
dazwischenliegender Kupplungseinrichtung besteht.
Die Eigenart eines Schlagschrauber - Stoßgetriebes liegt bekanntlich darin, daß die Drehbewegung
des Motors nur kraftschlüssig auf das Werkzeug übertragen wird, daß also das angetriebene
Glied sich selbsttätig entkuppeln kann, wenn der Widerstand der betreffenden Schraube od. dgl.
gegen weiteres Drehen zunimmt oder diese bereits angezogen worden ist. Alsdann werden bei den
noch folgenden Umdrehungen des Antriebsgliedes infolge erneuter Kupplung und Entkupplung des
Getriebes nur noch Drehschläge durch die Kupplungsteile auf das Abtriebsglied übertragen, welche
dazu benutzt werden, die Schraube entweder wei- so testgehend nachzuziehen oder im Falle des Herausschraubens
diese allmählich zu lösen. Dagegen wird die Schraube bzw. Mutter gleichmäßig bewegt, solange
das vorhandene Drehmoment der Maschine durch die Gegenkräfte an der Schraube bzw.
Mutter nicht überschritten wird.
Die meisten der bekannten Schlagschrauber sind in ihrem Aufbau sehr verwickelt, woraus sich der
Nachteil eines erhöhten Verschleißes der vielen Einzelteile ergibt, der neben den hohen Anschaffungskosten
eines solchen Schlagschraubers an sich noch zu kostspieligen Reparaturen führt und
darüber hinaus die Betriebssicherheit bzw. Einsatzbereitschaft stark beeinträchtigt.
Etwas einfacher ausgebildet ist ein bekannter motorgetriebener Schlagschrauber zum Festziehen
oder Lösen von Schrauben oder Muttern, bei dem als Antriebsglied des Stoßgetriebes ein antriebsseitig
geschlossener Hohlzylinder mit einer auf seinem Innenmantel achsparallel verlaufenden Mitnehmerleiste
und als Abtriebsglied ein in dem Antriebsglied drehbar, jedoch axial unverschiebbar
angeordneter Vollzylinder vorgesehen ist, in welchem ein Schieber radial verschiebbar gelagert ist,
gegen dessen in Arbeitsstellung vorgeschobenen Teil die Mitnehmerleiste des Antriebsgliedes anschlägt.
Der Schieber ist in einer durchgehenden Querbohrung des Abtriebsgliedes geführt und weist
an jedem Ende eine Nase auf. Bei jeder Umdrehung des Antriebsgliedes trifft also dessen Mitnehmerleiste
auf beide Nasen des Schiebers auf und erteilt somit dem Abtriebsglied zwei Drehschläge. Bei diesem
bekannten Stoßgetriebe mußte jedoch eine zuao sätzliche Bremseinrichtung eingebaut werden, um
den jeweils nach einer halben Umdrehung des Antriebsgliedes in die Schlagbereitschaftsstellung für
den nächsten Schlag gelangten Schieber in dieser Stellung festzuhalten und dadurch die Abgabe einer
as ausreichenden Schlagenergie zu gewährleisten. Das
hat aber einen entsprechend größeren Verschleiß der Einzelteile zur Folge.
Dieser Nachteil wird durch die Erfindung vermieden, und zwar besteht die Erfindung im wesentliehen
darin, daß bei einem Schlagschrauber der zuletzt beschriebenen Art der. im Abtriebsglied radial
beweglich gelagerte Schieber im Verhältnis zum Durchmesser des zylindrischen Abtriebsgliedes
flach ausgebildet, nur mit einer einzigen sich nahezu über die ganze Länge der Mitnehmerleiste des
hohlzylindrischen Antriebsgliedes erstreckenden und. geneigte Anschlagflächen aufweisenden Nase
versehen und durch eine innerhalb des Abtriebsgliedes angeordnete Feder ständig im Sinne des
Vorschiebens in die Arbeitsstellung belastet ist. Da demnach beim Erfindungsgegenstand auf den Schieber
sowohl die Fliehkraft als auch eine Federkraft einwirkt, ist ein schnelles und vollständiges Überführen
des Schiebers aus der Entkupplungs- in die Kupplungsstellung sichergestellt. Ein weiterer Vorteil
des Erfmdimgsgegenstandes ist darin zu sehen, daß der Schieber nur eine einzige Nase aufweist
und somit bei jeder Umdrehung des Antriebsgliedes dessen Mitnehmerleiste nur einmal gegen
die Nase des Schiebers anschlägt, wodurch dem Abtriebsglied ein stärkerer Drehschlag erteilt
wird als bei dem erwähnten bekannten Schlagschrauber, bei dem schon nach jeder halben Umdrehung
des Antriebsgliedes eine der beiden Nasen des Schiebers einen Drehschlag erhält und auf das
Schraubwerkzeug überträgt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die den Schieber belastende Feder
zwischen einem in das zylindrische Abtriebsglied einschraubbaren Widerlager und einem als Federteller
dienenden Bund des Schiebers eingespannt ist, wobei sowohl der Schieber als auch das Widerlager
mit je einem Führungszapfen für die Feder versehen sein kann. Die Vorspannung der Feder
kann durch verschieden weites Einschrauben des Widerlagers in das Abtriebsglied eingestellt werden.
Zweckmäßig sind die seitlichen Führungsflächen des Schiebers durch zwei die Feder und ihr
Widerlager umgreifende Verlängerungsteile des Schiebers vergrößert.
Der erfindungsgemäße Schlagschrauber arbeitet in bekannter Weise sowohl bei Linksdrehung als
auch bei Rechtsdrehung des Antriebsmotors. Gegebenenfalls können beim Erfindungsgegenstand
außer einer Anschlagleiste am Antriebsglied und einem Schieber im Abtriebsglied auch zwei oder
mehrere solcher Teile vorgesehen werden. Dieses richtet sich stets nach der ausgelegten Leistung des
Schlagschraubers und seiner Verwendungsart, wobei erhöhte Schlagzahlen erwünscht und zweck- ti0
mäßig sein können.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Beispiel für die Ausführung eines Schlagschraubers nach der
Erfindung, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Schlagschrauber,
wobei der Schieber in Ansicht dargestellt ist, und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Schlagschrauber nach Linie H-II der Fig. 1.
Bei dem dargestellten Beispiel handelt es sich um einen von einem Preßluftmotor angetriebenen
Schlagschrauber für Sechskantmuttern oder Schrauben mit Sechskantkopf. Der Motor ist in
einer der Einfachheit halber nicht gezeichneten Verlängerung des Gehäuses α untergebracht, welches
bekannterweise am hinteren Ende einen Faustgriff oder zwei seitliche Handhaben zum Festhalten
der Maschine besitzt. Zwischen dem Motor und dem Stoßgetriebe ist ferner, nach bekannter
Art, ein Planetengetriebe b, c eingebaut, welches von dem Ritzel d der Motorwelle angetrieben wird.
Das einseitig durch einen Boden e' abgeschlossene hohlzylindrische Antriebsglied e ist im Gehäuse
α drehbar gelagert. Es stützt sich stirnseitig einerseits auf dem Grund der vorderen Gehäusenabe
a' ab und andererseits auf einem vor dem Planetengetriebe b, c angeordneten Spurkranz /, wodurch
es gegen axiale Verschiebung gesichert ist. Der Antrieb dieses Gliedes erfolgt durch die in
seinem Boden e' gelagerten und daher als Mitnehmer wirkenden Zapfen V der Planetenräder b.
Das konzentrisch im Inneren des Antriebsgliedes e angeordnete zylindrische Abtriebsglied g
besitzt an seinem rückwärtigen Ende einen runden Zapfen g', welcher im Boden e' des Antriebsgliedes
gelagert ist, und am vorderen Ende einen zylindrischen Schaft g", welcher in der Nabe a' des Gehäuses
gelagert ist. Die Anordnung ist hierbei so ;etroffen, daß das Abtriebsglied g ebenfalls gegen
Axialverschiebung gesichert ist, indem dessen iao Stirnflächen gegenüber dem Grund des Bodens e'
des Antriebsgliedes sowie der Nabe a' des Gehäuses nur geringes Laufspiel aufweisen. Ferner ist der
Außendurchmesser des Antriebsgliedes, in bezug auf den Innendurchmesser des Antriebsgliedes so 1*5
bemessen, daß im eingebauten Zustand dieser Teile
ein freier Ringraum h zwischen ihnen verbleibt.·
Zwecks Befestigung des Steckschlüssels i ist das aus der Gehäusenabe a' herausragende Ende des
Schaftes g" des Abtriebsgliedes als Vierkant ausgeführt, welcher in bekannter Weise mit einem entsprechenden
Innenvierkant im Hals des Schlüsselkopfes i in lösbarer Verbindung steht, um dadurch
ein Auswechseln des Schlüsselkopfes gegen einen anderen zu ermöglichen.
ίο Das Antriebsglied e ist mit einer nach innen
vorstehenden, nahezu über seine ganze Länge achsparallel verlaufenden Mitnehmerleiste k versehen,
welche die Mitnehmerfläche bildet, die gegen die vorstehende Nase m' des radial beweglich im Abtriebsglied
angeordneten, in einem entsprechenden Schlitz / geführten flachen Schiebers m anstößt,
während sie an der zylindrischen Mantelfläche des Abtriebsgliedes ebenso frei vorbeikommt wie die
Nase m' des Schiebers m an der Innenmantelfläche
ao des Antriebsgliedes e. Um ein ordnungsgemäßes
Entkuppeln des erfindungsgemäßen Stoßgetriebes herbeizuführen, weist sowohl die Mitnehmerleiste k
als auch die Nase m' des Schiebers m geneigte Anschlagflächen
auf, deren endgültige Form zweckmäßig durch Versuche bestimmt wird, da sie je nach Leistung bzw. Anwendung der Maschine verschieden
sein kann.
Um den gegenseitigen Kraftschluß zwischen der Mitnehmerleiste k und der Nase m' des Schiebers m
auch für niedrigste Drehzahlen zu gewährleisten, wobei sich die aus Masse und Drehzahl des Anschlages
resultierende Fliehkraft noch nicht auswirken kann, und um den Schieber m nach jedem
Schlag schnell wieder in die Ausgangsstellung zurückzuführen, ist gemäß der Erfindung eine den
Schieber in im Sinne des Vorschiebens in die Arbeitsstellung belastende Druckfeder η vorgesehen,
welche in der Bohrung 0 im Abtriebsglied g untergebracht und auf deren Verschlußschraube p
abgestützt ist. Hierbei ist es durchaus möglich, die gleiche Wirkung auch durch den Einbau geeigneter
Flachfedern zu erreichen. Um dabei jedoch eine Berührung der Nase m' des Schiebers m mit der
Innenmantelfläche des Antriebsgliedes e zu vermeiden, ist die für den Einbau der Feder η vorgesehene
Aussparung s so ausgebildet, daß der Federteller r als Anschlag dient und das Ausfahren
des Schiebers m auf ein bestimmtes Maß begrenzt, wobei dieser auf dem Grund der Bohrung ο für die
Feder im Abtriebsglied g aufsitzt. Der Federteller r und die Verschlußschraube p weisen außerdem
Führungszapfen t bzw. t' für die Feder η auf.
Wie aus dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung erkennbar ist, besitzen alle bewegliehen
Teile genügend große Lagerflächen, wodurch deren spezifische Flächenbelastungen auf ein Minimum
herabgedrückt werden, so daß selbst bei rauher Handhabung die wesentlichen Einzelteile
nur einer äußerst geringen Abnutzung unterworfen sind. Hierdurch wird eine entsprechende Verlängerung
der Lebensdauer des erfindungsgemäßen Schlagschraubers erreicht. Außerdem hat die verhältnismäßig
einfache Ausbildung des Erfindungsgegenstandes noch den Vorteil, daß die wenigen
einfachen Einzelteile geringe Herstellungskosten 6g erfordern. Weitere Vorteile sind eine geringe
Lagerhaltung von Ersatzteilen sowie ein schnelles und von jedermann durchführbares Austauschen
von verbrauchten Teilen am Einsatzort des Schlagschraubers. fo
Claims (5)
1. Vorzugsweise motorgetriebener Schlagschrauber zum Festziehen oder Lösen von
Schrauben oder Muttern, bei dem als Antriebsglied des Stoßgetriebes ein antriebsseitig geschlossener
Hohlzylinder mit einer auf seinem Innenmantel achsparallel verlaufenden Mitnehmerleiste
und als Abtriebsglied ein in dem Antriebsglied drehbar, jedoch axial unver- §0 schiebbar angeordneter Vollzylinder vorgesehen
ist, in welchem ein Schieber radial verschiebbar gelagert ist, gegen dessen in Arbeitsstellung
vorgeschobenen Teil die Mitnehmerleiste des Antriebsgliedes anschlägt, dadurch gekennzeich- 8g
net, daß der Schieber (m) im Verhältnis zum Durchmesser des zylindrischen Abtriebsgliedes
(g) flach ausgebildet, nur mit einer einzigen sich nahezu über die ganze Länge der Mitnehmerleiste
(k) des hohlzylindrischen Antriebsgliedes (e) erstreckenden und geneigte Anschlagflächen
aufweisenden Nase (mr) versehen und durch eine innerhalb des Abtriebsgliedes
angeordnete Feder (n) ständig im Sinne des Vorschiebens in die Arbeitsstellung belastet ist.
2. Schlagschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schieber (m) belastende
Feder (n) zwischen einem in das zylindrische Abtriebsglied (g) einschraubbaren
Widerlager (p) und einem als Federteller dienenden Bund (r) des Schiebers (m) eingespannt
ist.
3. Schlagschrauber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Schieber (m)
als auch das Widerlager (/>) mit je einem Führungszapfen (t bzw. t') für die Feder (n) versehen
ist.
4. Schlagschrauber nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung
der Feder («) durch verschieden weites Einschrauben des Widerlagers (p) in das
Abtriebsglied (g") einstellbar ist.
5. Schlagschrauber nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen
Führungsflächen des Schiebers (m) durch 115. zwei die Feder (n) und ihr Widerlager (p) umgreifende
Verlängerungsteile (m") des Schiebers vergrößert sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Pätentschriften Nr. 2 425 793, 2 514 914,
636 583.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF12780A DE958280C (de) | 1953-09-06 | 1953-09-06 | Schlagschrauber zum Festziehen oder Loesen von Schrauben oder Muttern |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE958280C true DE958280C (de) | 1957-02-14 |
Family
ID=7087118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF12780A Expired DE958280C (de) | 1953-09-06 | 1953-09-06 | Schlagschrauber zum Festziehen oder Loesen von Schrauben oder Muttern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE958280C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0149874A3 (en) * | 1984-01-05 | 1985-08-21 | Kabushiki Kaisha Kuken | An impact wrench |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2425793A (en) * | 1943-02-10 | 1947-08-19 | Independent Pneumatic Tool Co | Impact wrench |
| US2514914A (en) * | 1945-08-06 | 1950-07-11 | Reed Roller Bit Co | Impact wrench |
| US2636583A (en) * | 1948-03-31 | 1953-04-28 | Aro Equipment Corp | Impact wrench |
-
1953
- 1953-09-06 DE DEF12780A patent/DE958280C/de not_active Expired
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