DE95504C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE95504C DE95504C DENDAT95504D DE95504DA DE95504C DE 95504 C DE95504 C DE 95504C DE NDAT95504 D DENDAT95504 D DE NDAT95504D DE 95504D A DE95504D A DE 95504DA DE 95504 C DE95504 C DE 95504C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- piston
- valve
- filling
- housing
- pin
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 10
- 239000002775 capsule Substances 0.000 claims description 6
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 235000013405 beer Nutrition 0.000 description 9
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 4
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 3
- 238000005187 foaming Methods 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 2
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N carbonic acid Chemical compound OC(O)=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 210000004907 gland Anatomy 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67C—CLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
- B67C3/00—Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
- B67C3/30—Filling of barrels or casks
- B67C3/32—Filling of barrels or casks using counterpressure, i.e. filling while the container is under pressure
Landscapes
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 64: Schankgeräthe.
Fafsfüll- und Spundvorrichtung.
Vorliegende ErOndung bezieht sich auf eine Fafsfüll- und Spundvorrichtung, welche in
erster Reihe zum Gebrauche in der Bierbrauerei bestimmt ist.
Der Apparat weist die Eigentümlichkeit auf, dafs die in das Gefäfs einzufüllende
Flüssigkeit während der ganzen Dauer der Operation mit der äufseren atmosphärischen
Luft nicht in Berührung kommt, so dafs, insbesondere wenn schäumende bezw. Gase enthaltende
Flüssigkeiten, z. B. Bier, abgefüllt werden, keine Verluste entstehen und die zu
füllenden Gefäfse (Fässer, Flaschen) vollständig bis an den Rand des Gefäfses gefüllt werden
können.
Der Apparat arbeitet verhältnifsmäfsig sehr rasch, nach vielen Seiten hin automatisch und
ist dauerhaft gebaut; er ist in den beiliegenden Zeichnungen zur Darstellung gebracht. Fig. 1
zeigt eine Ansicht des ganzen Apparates, während die anderen Figuren herausgezeichnete
Details nach Schnitten verschiedener Richtungen und zumeist (gegenüber der Fig. 1) 'im vergröfserten
Mafsstabe darstellen.
Der ganze Apparat (Fig. 1) ist auf einer Fundamentplatte A montirt, in deren vier
Ecken hohle Tragsäulen (Rohre) A1 festgemacht sind. Wie aus Fig. 21 ersichtlich, sind
diese Rohre A1 in Vertiefungen t eingeschraubt
und an ihrem oberen Ende mit aufgeschraubten Kapseln s verschlossen. Diese Rohre dienen.
als Cylinder und sind in ihrem mittleren Theil mit einem Längsschlitz s1 ausgestattet.
X (Fig. 1) ist ein Hülfsrohr, durch welches
comprimirte Luft von 10 bis 15 Atm. Spannung
zugeführt wird. Da in den meisten Brauereien ein Luftcompressionsapparat ohnehin vorhanden,
welcher comprimirte Luft für verschiedene Zwecke zu liefern bestimmt ist, so ist der
Betrieb mit comprimirter Luft als der zweckmäfsigste anzusehen.
Vom Rohr X zweigt ein Nebenrohr X1 ab (Fig. 22), welches in ein Ventilgehäuse A2 einmündet,
das central unterhalb der Fundementplatte A untergebracht und in Fig. 25 und 26
in Längs- und Querschnitt dargestellt ist.
Zu beiden Seiten des Ventilgehäuses Ä2 und, mit dessen Innern communicirend, in der Längsrichtung
der Fundamentplatte A verlaufen Rohre s'2, welche vermittelst der sich von
denselben beiderseits abzweigenden Rohre s3 mit dem unteren Ende der oben erwähnten
Rohre A1 communiciren (Fig. 21). In der Querrichtung der Fundamentplatte A verlaufen
weiter vom Ventilgehäuse A^ aus Rohre s4 s4,
von welchen sich beiderseits Rohre s6 abzweigen (Fig. 22). Diese Rohre s5 communiciren
mit verticalen Rohren sa, die parallel zu den Rohren A1 laufen und in das obere Ende
dieser Rohre A1 (Fig. 1) einmünden.
In jedem der Rohre A1 ist eine Kolbenstange s1 (Fig. 21) untergebracht, welche oben
einen dichtgehenden Kolben ss und unten (unterhalb des Längsschlitzes s1) einen Kolben s9
trägt. Im Ventilgehäuse A2 (Fig. 25) ist ein
Drehventil s10 untergebracht, welches auf einen
Zapfen s1J aufgesteckt ist, der eine Stopfbüchse
in der unteren Wandung des Gehäuses A2 durchsetzt. Der Zapfen s11 ist von einer
Spiralfeder s12 umgeben, welche zwischen der unteren Fläche des Drehventils s10 und der
Grundplatte des Gehäuses A2 eingelegt ist und welche constant das Bestreben hat, das Drehventil
nach oben hin zu pressen, so dafs unterhalb des Ventils ein ringförmiger Hohlraum s13
verbleibt.
An zwei diamentral einander gegenüberliegenden Stellen des Gehäuses A2 sind (Fig. 26)
Austrittsöffnungen sli vorgesehen; dagegen sind
im Ventil sw vier Kanäle s15 eingearbeitet,
welche nach unten hin mit dem oben erwähnten Ringkanal s13 communiciren, so dafs
diese Kanäle s15 bei der Drehung des Ventils
abwechselnd mit den Rohrleitungen s2 bezw. s4
in Communication kommen.
Zwei andere, im Ventil eingearbeitete Kanäle s 10
haben den Zweck, bei der Drehung des Ventils abwechselnd auch eine Communication zwischen
den Austrittsöffnungen su und den Rohrleitungen
s2 und s4 herzustellen. Schliefslich
ist auf dem Ventilzapfen s11 ein Kurbelzapfen s17
aufgesteckt (Fig. 22), welcher unter Vermittelung einer Kurbelstange sls, eines mit dieser
gelenkig verbundenen Winkelhebels sw (Fig. 23) und eines Traghebels in Verbindung steht mit
einem Handhebel s20 (Fig. 24), der in einer in der Platte A festgemachten Führung s21 gerade
geführt wird.
Mit den Kolbenstangen s1 (Fig. 1 und 21)
sind Tragarme B in Verbindung, welche den später zu beschreibenden Füll- und Spundapparat
tragen. Die Enden der Tragarme B gleiten in den Schlitzen sl der Rohre A1, und
die Strebarme B1, welche von den Tragarmen B
nach oben abzweigen, gleiten längs der Oberfläche der Rohre A1.
Wenn der Handhebel s20 in die in Fig. 1
und 24 gezeichnete Stellung gebracht wird, so nimmt das Drehventil gerade die in den Fig. 25
und 26 gezeichnete Stellung ein, und die durch Rohrleitung X kommende comprimirte Luft
strömt durch Rohrleitungen s2 und s3 in den
unteren Theil der Rohre A\ hebt den Kolben s9 in die in Fig. 21 gezeichnete Stellung,
und die Tragarme B nehmen in den Schlitzen sl
die in Fig. 21 und Fig. 1 dargestellte Position
an, während die oberhalb des Kolbens ss befindliche
Luft durch die Rohre S6S5S4" und
das Drehventil s10 ins Freie gelangt.
Durch Heben der Handhebel s20 wird das
. Drehventil s10. gedreht, so dafs die unterhalb
der Kolben s° befindliche Druckluft entweichen kann und comprimirte Luft durch Rohrleitungen
s4 s5 sa oberhalb der Kolben s8 eintreten
kann. Dieses bewirkt, dafs die Kolben ss,
die mit ihnen in den Schlitzen i1 gleitenden
Tragarme B und alle mit diesen verbundenen Maschinentheile sich so lange senken, bis die
Tragarme B auf dem unteren Ende der Schlitze s1 angelangt sind.
An den Trägern B ist ein kastenförmiger Behälter C montirt (Fig. 1 und Details Fig. 2,
3, 5, 6 und 7), welcher durch eine Querwand in zwei Kammern getheilt ist, von denen die
eine C als Reservoir für comprimirte Luft bestimmt ist, die andere C2 einen Kolbencylinder
darstellt (Fig. 7). In die Kammer C mündet ein Rohrstutzen r, welcher durch ein
biegsames Rohr (Kautschukschlauch) r1 mit dem
vom Luftcompressor abzweigenden Rohr X2 (Fig. 1) in Verbindung steht.
In der Wandung des Gehäuses C ist weiter (s. Fig. 3, welche einen Schnitt nach Pfeillinie
3 in Fig. 15 darstellt) ein Schieberspiegel im Gehäuse C4 vorgesehen, dessen Kanäle in
den Cylinder C2 münden. In das Schiebergehäuse C4 mündet von oben her ein Rohr C5.
Die Schieberstange qü steht mittelst Zapfen
in Verbindung mit einem Handhebel q1 (Fig. 6), welcher an seinem Ende um Zapfen ^8 drehbar
mit dem Gehäuse selbst verbunden ist.
Auf der Oberseite der Kolbenkammer C2, in welcher sich der Kolben C7 bewegt (Fig. 2
und 5), ist ein länglicher Schlitz Ce eingearbeitet.
Auf der Unterseite des Gehäuses ist eine verstärkte Längsrippe C8 mit einer verticalen
Bohrung C0 vorgesehen, welche an ihrer äufseren Mündung mit einem Dichtungsring
(Gummiring) C10 garnirt ist (Fig. 2 und 3).
Der Kolben C ist mit zwei verticalen Führungsbohrungen ρ ρl ausgestattet, in deren
obere Mündungen Führungsmuffen p2 p3 eingeschraubt sind, die den Schlitz C6 durchsetzen.
Der untere Theil der Bohrung p1 ist etwas erweitert und bildet an dieser Stelle
einen ringförmigen Hohlraum ρ*. Wenn der Kolben C1 (nach rechts hin) bewegt wird, so
stöfst schliefslich die Muffe p3 an das Ende des Schlitzes C6 an und in diesem Falle
correspondirt die Bohrung ρ des Kolbens genau mit der Bohrung C9 des Gehäusebodens;
bei der entgengesetzten Bewegung dagegen correspondirt die Bohrung pl mit ihrer erweiterten
Mündung p4 mit der Bohrung C°
des Gehäusebodens C8 (Fig. 5).
Mit der Führungsmuffe p2 in starrer Verbindung steht ein Rahmengestell D auf einer
Platte n, welche eine centrale Bohrung hat, durch welche die Führungsmuffe p'2 hindurchgeht
(Fig. 5 und 8). Das Rahmengestell besteht aus vier verticalen Säulen n1 n2 n3 w4. Der
sogenannte Spundungskolben, welcher durch seine Abwärtsbewegung das Spunden der Fässer bewirkt, reicht bis in die Bohrung ρ
des Kolbens C7 hinein. Nach oben hin endet der Spundungskolben D1 in eine beiderseits
gearbeitete Zahnstange mm, welche ihrerseits mittelst Zahnsegmente m4 und im Rahmen-
gestell gelagerter Kniehebel mit der Kolbenstange D1 des Kolbens D3 in Verbindung steht.
Der mit dem Rahmengestell fest verbundene Kolbencylinder D2 hat einen seitlich angeordneten
Schieberkasten Z)5, in welchen ein Rohr-/5 mündet; dieses Rohr stellt die Communication
mit dem bereits früher erwähnten Rohr C5 her.
Bei der in Fig. 9 gezeichneten Stellung gelangt durch den Schieberkanal Z1 comprimirte
Luft in den Cylinder D2, während die vorher im Cylinder befindliche Luft durch Kanäle /
und /2 ins Freie auspufft, wobei Kolben D3 und Kolbenstange D* gehoben werden und
die in den Fig. 8 und 9 gezeigten Positionen einnehmen.
D6 ist ein Gelenkhebelmechanismus, bestehend aus einem mit der Kolbenstange D4 drehbar
verbundenen Hebelpaar m1 und einem weiteren
Hebelpaar m2. Die unteren Enden letzterer Hebel ot2 sind an im Rahmengestell eingelassenen
Zapfen m3 drehbar und an ihren unteren Enden als Zahnradsegmente m4 ausgebildet,
welche in die Zahnstange mm eingreifen.
Der eben beschriebene Gelenkhebelmechanismus D6 hebt also den Spundungskolben D1
in die Höhe, wenn der Kolben D3 im Cylinder D2 sich, senkt, und umgekehrt wird
beim Heben des Kolbens D3 der Spundungskolben D1 gesenkt.
D7 ist ein zum Bethätigen des Schiebers /3
dienender Hebel, welcher mit dem unteren Ende der Schieberstange /4 (mittelst Zapfen)
drehbar verbunden ist; geführt wird der Hebel an seinem Ende innerhalb einer Führungsschiene
«5 längs der Säule nl und endet in
eine Handhabe k; am entgegengesetzten Ende oscillirt der Theil D7 um einen in der Säule nB
stehenden Drehzapfen na und ist an diesem Ende mit einer Nase k1 ausgestattet (Fig. 12),
welche sich an einen Ansatz k2 anlegt. Eine an der Säule n3 festgemachte kräftige Blattfeder
kB preist sich an den Hebel D7 und hat
constant das Bestreben, den längeren Hebelarm mit der Handhabe k und demzufolge die
Schieberstange /4 und den Schieber /3 hinauf
zu heben.
E ist eine Hülfsführung für den Hebel D7 und besteht wesentlich aus einem Pfosten i
(Fig. 13), welcher parallel zum Schlitz C6 am
Gehäuse C festgemacht ist. Am rückwärtigen Ende dieses Pfostens i ist, um einen Zapfen
drehbar, ein Ansatz i1 als Fortsetzung angeordnet,
welcher von einer sich anlegenden kräftigen Blattfeder i2 constant in seiner
normalen Lage (in gleicher Linie mit dem Pfosten i) gehalten wird; die Vorderkante des
Pfostens i ist zu einer (ausgefrästen) Führungsnuth i3 ausgebildet, welche in eine analog gearbeitete
Führungsnuth i* des Ansatzes i1 übergeht,
welche Nuth ii aber schräg verläuft und nicht durch den ganzen Ansatz P geht.
Der Hebel D7 ist weiter an einer Seite mit einem Ansatz /c* (Fig. 10) versehen, und in der
Nähe des Zahnradsegmentes ot4 ist ein Zapfen m5
durchgesteckt, welcher Zapfen m5 (Fig. 14) an
seinem Ende von einer Spiralfeder ot6 umgeben ist, welche constant das Bestreben hat,
besagten Zapfen an den Ansatz /c4 anzudrücken.
Das andere Ende des Zapfens ot5 hat einen Kopf to7 mit schräg verlaufenden Begrenzungsflächen ot8, welche an den Hebel ot2 anstofsen.
Mit dem oberen Theil des Spundungskolbens D1 fest verbunden ist weiter ein
Rundblock m9 (Fig. 11), welcher an seiner
Oberfläche mi0 keilförmig verlaufend gearbeitet
ist. Dieser Rundblock m9 wird mittelst Schraube m11 (Fig. 10) fixirt. Wenn sich der
Kolben D1 nun bewegt und der Rundblock Mi9
hierbei mit seiner keilförmigen Oberfläche an die schrägen Flächen ot8 des Zapfens ot5
herankommt, so tritt der Kolben D1 zwischen den Kopf m1 und den Hebel ot2 und hebt
den Zapfen ein wenig in die in Fig. 10 gezeichnete Stellung, d. h. er zieht ihn vom Ansatz
kl des Hebels D7 weg.
An die in den Kolben C des Kolbencylinders eingeschraubte andere Führungsmuffe _p3 schliefst sich (Fig. 15) ein verticales
Rohr F an, welches an seinen beiden Enden mit Stopfbüchsen h bezw. hl garnirt ist, durch
welche ein Füllrohr F1 hindurchgeht, das oben bis über das Rohr F weit hinausragt
und -nach unten hin bis in die Bohrung p1
des Kolbens C7 reicht. Weiter ist an dem Gehäuse C ein verticales, oben geschlossenes
Rohr F2 festgemacht, in welchem sich ein mit
Kolbenstange F4 versehener Kolben F3 bewegt,
abgedichtet durch eine Stopfbüchse &2. Seitlich
des Rohres F2 (Fig. 16) ist ein Schieberkasten F5 angeordnet, in welchen ein Rohr h7
mündet, welches an seinem anderen Ende in jene Luftkammer C1 mündet, in welche comprimirte
Luft eingeführt wird. Bei der in Fig. 16 gezeichneten Stellung strömt durch den
Kanal /t5 comprimirte Luft in das Rohr F2
und hebt den in diesem Rohr befindlichen Kolben F3; tritt dagegen comprimirte Luft
oberhalb des Kolbens F3 in das Rohr F2 ein, so wird der Kolben nach abwärts gedruckt.
Das obere Ende des Füllrohres F1 ist mittelst einer drehbaren Schraubenkapsel h10 abgeschlossen,
welche mit einer Querbohrung versehen ist (Fig. 17); auf dem oberen Ende der
aus dem Rohr F2 herausragenden Kolbenstange F4 ist wieder ein horizontaler Arm h12
drehbar aufgesteckt, welcher die Querbohrung der Schraubenkapsel h10 lose durchsetzt und
beiderseits von je einer kleinen, im Schraubenkapselkörper eingesetzten Friktionsrolle h11
flankirt wird. Der Verbindungsarm /212 zwingt
auf diese Art das Füllrohr F1, sich gleichzeitig
mil dem Kolben F3 zu heben und zu senken;
da aber andererseits durch die Horizontalbewegung des Kolbens C7 auch das in diesen
Kolben hineinragende Füllrohr F1 horizontal vorbewegt wird, so wird der Verbindungsarm
h1'2 sich (in der Horizontalebene) um die
Kolbenstange -F4 drehen.
Seitlich in dem Cylinder F ist weiter eine Einlafsöffhung g vorhanden (Fig. 2) mit einem
Rohrstutzen g1, an welchen sich jenes Rohr g'2
anschliefst (Fig. 1), durch welches die in die Fässer zu füllende Flüssigkeit (Bier) dem
Apparat zugeführt wird. Füllrohr F1 ist mit Einlafsöffnungen g·3 gs versehen, welche mit
dem Innern des Rohres F communiciren, und die untere Mündung des Füllrohres F1 ist
mit einem Schraubenpfropfen gA (Fig. 4) abgeschlossen.
Der obere Rand dieses Pfropfens bildet den Sitz für ein Ventil g·5, dessen Ventilstange
g° normal bis aufserhalb des Pfropfens g-4
hinausragt. Die Ventilstange ge ist mit einem Längsschlitz g7 versehen, durch den lose der
Stiel gs eines Stiftes Fa hindurchragt. Das eine
Ende dieses Stiftes Fü hat einen cylindrisch verstärkten
Kopf g 9, welcher beweglich in einer
Aushöhlung des Pfropfens g* gelagert ist und eventuell in. den Schlitz g1 der Ventilstange ge
einzudringen vermag; der an seinem Ende g10
schräg zugeschnittene Stiel gs des Stiftes -F8
durchsetzt eine Bohrung im Pfropfen g*. Eine
in einer seitlichen Aushöhlung g12 des Pfropfens
mit einem Ende festgemachte, sich an den Stift F° anpressende Blattfeder g11 hat constant
das Bestreben, diesen Stift Fü (Fig. 4 und 4 a) nach rechts hin vorzudrängen, wobei, wenn
das Ventil (wie in Fig. 4a) gehoben ist, der Kopf g 9 des Stiftes Fe in den Schlitz g"1 der
Ventilstange kommt und das Ventil offen (in gehobener Lage) hält.
Wenn das (vorher gesenkte) Füllrohr -F1 aus einem zu füllenden Gefäfse herausgehoben
wird, so schlägt das schräg zugeschnittene Ende g10 des Stiftes Fa an einen Vorsprung pe,
welcher sich am oberen Theil der im Cylinderkolben C vorgesehenen Aushöhlung p* befindet.
Der Stift F6 wird zurück (nach links hin) gedrängt, der Kopf g9 wird aus dem
Schlitz g7 herausgeschoben und das Ventil schliefst' sich. Seitlich in dem Pfropfen g*,
unterhalb des Ventilsitzes, ist eine Austrittsöffnung g13 vorgesehen. Im praktischen Betriebe
hält der im Rohr F1 vorhandene, auf das Ventil g5 wirkende Flüssigkeitsdruck dieses
Ventil immer geschlossen, während ein Druck von unten auf die Ventilstange g6 das Ventil
hebt und der Flüssigkeit den Austritt durch Oeffnung gu gestattet.
Im Kolben C7, anschliefsend an die bereits
wiederholt erwähnte Aushöhlung j?4, ist ein
Luftkanal^7 vorhanden, welcher dann mit einem Kanal / (Fig. 15 und 18) communicirt,
wenn die Aushöhlung pi mit der Bohrung C9
in der Gehäuseplatte C8 in Communication ist. Der Kanal f ist im Gehäuse C eingearbeitet,
verläuft zuerst nach abwärts, geht dann in der Längsrichtung des Gehäuses horizontal weiter
und wendet sich schliefslich nach aufwärts durch den Gehäusedeckel hindurch (Fig. 16).
In die obere Mündung dieses Kanals^ ist nun
ein Rohr/1 eingeschraubt, welches an seinem oberen Ende mit seitlichen Austrittsöffnungen y2
ausgestattet ist, die in dem unteren Theil eines Windkastens G münden, dessen Mantel durchsichtig,
am besten aus Glas sein sollte; dieser Windkasten G communicirt vermittelst Verbindungsrohr
mit dem Kessel G1. Im Deckel des Kessels G1 steckt ein Luftventil _/4 und im
Boden desselben ein Ablafsrohr f5. Im cylindrischen
Windkasten G steckt ein Kolben e, dessen Kolbenstange e1 in starrer Verbindung
mit der Schieberstange h9 steht. Der im Windkasten
G befindliche Kolben e ist mit einer Anzahl im Kreise angeordneter Bohrungen e2
ausgestattet, welche von einem Ringschieber (aus Kork), welcher im Kessel unterhalb des
Kolbens liegt, geöffnet und geschlossen werden. Ist der. Cylinder G leer, so fällt der Korkring
e3 durch eigene Schwere zu Boden, und die Oeffnungen e2 im Kolben e sind frei; gelangt
jedoch Flüssigkeit in den Cylinder, so steigt der Korkring e3 so lange, bis er sich an
den Kolben e von unten anlegt, und dessen Bohrungen e" abschliefst. Weiter ist der Kolben
C7 an seiner Unterseite an einer Stelle bei der Bohrung ρ etwas ausgenommen und bildet
dort eine Aushöhlung d (Fig. ig und 20), welche mit einem Schlitz d1 in der Wandung
des Gefäfses C dann communicirt, wenn die Bohrung ρ mit der Oeffnung C9 in Communication
ist.
In der Mitte der Grundplatte A ist weiter unterhalb des Kolbengehäuses C ein Gestell H1
(Fig. 1) angeordnet, auf welches das zu füllende Fafs (Gefäfs) aufgestellt wird.
Nach dem Gesagten ergiebt sich die Wirkungsweise wie folgt:
Durch den in Fig. 1 ersichtlichen, mit einer Luftcompressionsvorrichtung in Verbindung
stehenden Rohrstutzen χ gelangt comprimirte Luft in die Luftkammer C1 (Fig. 7).
Ein zu füllendes Fafs wird auf das Gestell H1 gerollt und mit seinem Spundloch genau unter
den Spundungskolben ΏΛ und das Zuleitungsrohr
g2 mit der zu füllenden Flüssigkeit
in Verbindung gebracht. Bei der Aufwärtsdrehung des Handhebels s'20 (Fig. 24, 23
und 22) wird auch das unterhalb der Fundamentplatte A im Ventilgehäuse Ä1 befindliche
Drehventil s10 (Fig. 25 und 26) gedreht, und
es strömt comprimirte Luft in die Rohre A1; es senkt sich der Kolben s9 (Fig. 21), mit ihm
die Tragarme B und alle mit denselben in starrer Verbindung stehenden Maschinentheile.
Der Spundungskolben Z)1 dringt in das Spundloch des Fasses ein und schliefst vermittelst
des Ringes C10 das Spundloch luftdicht ab.
Wird nun der Hebel D7 (Fig. 8) nach abwärts
gedreht, wobei der Anschlag k2 (am
rechten Ende des Hebels) sich an die Pfostenfortsetzung z1 anlehnt (Fig. io), so bewegt sich
unter Vermittelung der Schieberstange li der Schieber /3 (Fig. 9) nach abwärts und es strömt
comprimirte Luft von oben her auf den Kolben -D3; dieser Kolben wird alsdann abwärts
gedrückt und der Spundungskolben D1 unter Vermittelung des Gelenkmechanismus Da und
des Zahnstangengetriebes m4 m4 in die in Fig. 5
gezeichnete Lage gehoben.
Durch nunmehrige Drehung des Handhebels q1 (Fig. 6) um seinen Drehzapfen ^8
verschiebt sich der Schieber q5 (Fig. 3), so
dafs die durch Rohrleitung C5 zuströmende
comprimirte Luft hinter den Kolben C7 kommt und letzteren zwingt, sich (nach links hin) zu
bewegen, bis er schliefslich in die in Fig. 5 gezeichnete Stellung kommt, bei welcher die
Aushöhlung p4 mit der Oeffnung C9 (des Gehäusedeckels
C8) communicirt und der zur Aufnahme der Spunde dienende Hohlraum d
(Fig. ig) gerade gegenüber dem Spundeinführungskanal D1 steht.
Zu gleicher Zeit communicirt aber auch der im Kolben C7 vorhandene Kanal p1 (Fig. 18)
mit dem in der Gehäusewandung vorhandenen, nach aufwärts sich abzweigenden Kanal f, was
zur Folge hat, dafs durch den dadurch hervorgerufenen Luftüberdruck im Kasten G1 der im
Windkessel G (Fig. 16) befindliche Kolben e sich senkt und den Schieber hs mitnimmt.
Somit gelangt die comprimirte Luft . oberhalb des Kolbens Fa und senkt mit ihm dessen
Kolbenstange F*, und das FUllrohr F1 (Fig. 1 5)
dringt durch die Bohrung C9 und durch das Kolbengehäuse C heraus (Fig. 5), wodurch das
Ventil g·6 im unteren Theil des Füllrohres F1
(Fig. 4a) geöffnet wird. Das durch das Zuleitungsrohr g2 (Fig. 1) in den Apparat zufliefsende
Bier kommt durch das Rohr F und durch die Oeffnungen g3 (Fig. 2) in das Füllrohr
F1 und fliefst (bei geöffnetem Ventil g5)
durch die Austrittsöffnung g13 in das Fafs. Die im Fasse enthaltene, durch das zufliefsende
Bier verdrängte Luft entweicht rings um das Füllrohr F1, durch Hohlraum C9 in die Aushöhlung
p* des Kolbens C und durch die Kanäle p1 und f in den Windkessel G, in
welchem sie durch die Bohrungen e2 des Kolbens e und durch Rohry3 in den Kessel G1
und durch das Austrittsventil f* ins Freie entweicht.
(Es empfiehlt sich, auch den Kessel G1 von vornherein mit comprimifter Luft zu füllen,
bis zu einem Spannungsgrade, der durch seinen Gegendruck ein Schäumen des Bieres im Fasse
paralysirt, wobei die Spiralfeder des Luftventils f* so stark zu machen ist, um dem
normalen inneren Luftdruck Stand zu halten.) . Wenn das Fafs bis an das Spundloch gefüllt
ist, so wird das noch weiter zufliefsende Bier durch die Kanäle pl und f in den Windkessel
G eindringen, das Schwimmventil e3 heben und an den Kolben e andrücken, die.
Oeffnungen e2 des Kolbens e verdecken und beim weiteren Eintreten von Flüssigkeit den
Kolben e heben und den Schieber hs wieder
in die in Fig. 16 gezeichnete Lage bringen. Es tritt nun Druckluft unter den Kolben, hebt
diesen und mit ihm naturgemäfs auch das Füllrohr F1, wodurch das Ventil g5 auf seinen
Sitz zurückfällt und die weitere Zufuhr der Flüssigkeit hindert. Nun wird der Hebel q1
zurückgedreht und die einströmende Prefsluft (Fig. 5) drückt den Kolben C7 wieder (nach
rechts hin) in seine (in Fig. 2 und 3 dargestellte) Anfangsstellung zurück.
Hinweisend auf Fig. 10 bis 14 gleitet der
Anschlag k"2· des Hebels Z)7 in der Führungsnuth
i3 des Pfostens i. Bei der Rückbewegung des Kolbens C7 aus der in Fig. 5 gezeichneten
Stellung in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung wird der Anschlag k'2 des Hebels D1 auch in
die schräg verlaufende Nuth z'4 des Pfostenfortsatzes il gelangen und wird letzteren (entgegen
der Druckwirkung der Blattfeder P) nach auswärts zurückdrängen. Sobald aber der Ansatz
k1 des Hebels Z)7 das Ende des federnd
nachgiebigen Pfostenfortsatzes i1 passirt haben wird, wird dieser Hebel D7 durch die Spannung
der auf ihn wirkenden Blattfeder k3 (Fig. 8) nach abwärts gedrückt, wodurch die
mit diesem Hebel verbundene Schieberstange /4 und der zugehörige Schieber I3 (Fig. 9) wieder
gehoben werden. Dadurch kommt Prefsluft. unterhalb des Kolbens Z)3, während die über
demselben befindliche Luft ins Freie auspufft, der Kolben -D3 geht in die Höhe, nimmt den
Gelenkhebelmechanismus Z)6 mit und dieser senkt den Spundungskolben D1 hinab.
Wenn der Kolben C7' in der in Fig. 5 gezeichneten
Stellung ist, so ist der Hohlraum d gerade gegenüber dem Schlitz dl (Fig. 19) und
es ist mö'glich, einen Spund Y unter den Spundungskolben Z)1 in die Bohrung ρ einzuführen,
worauf dieser Spund Y beim Rückgang (nach rechts) des Kolbens C7 in die
Bohrung C9 des Kolbengehäuses vorgeschoben und durch Niederdrücken des Kolbens D1 in
das Spundloch des Fasses eingetrieben wird.
Wenn der Spundungskolben Z)1 aus der in Fig. 8 gezeichneten Stellung in der eben beschriebenen
Weise gehoben wird, so wird bei dieser Aufwärtsbewegnng des Kolbens die keilförmige
Oberfläche der Scheibe m9 an den schräg gearbeiteten Kopf m5 des federnden
Zapfens m1 anstofsen (welches Moment in
Fig. ίο dargestellt ist) und diesen Zapfen von dem Anschlag k1 des Hebels D'' abheben, und
diese Stellung entspricht der gehobenen Stellung des Kolbens D1 in Fig. 5.
Wenn nun aber der Spundungskolben D1
sich senkt, um einen Spund ins Spundloch einzutreiben, so kommt in einem gewissen
Moment die Scheibe m9 aufser Contact mit dem Kopf m"' des Zapfens m5, letzterer wird
frei. Die rings um ihn gewickelte Spiralfeder dehnt sich aus und zieht den Zapfen m5
hinab, drückt ihn gegen den Anschlag k* des Hebels Z)7 und dreht den Hebel an seinem
längeren Arm abwärts, zieht damit auch die Schieberstange /* und den Schieber Is nach
abwärts und sperrt damit den weiteren Zutritt comprimirter Luft in den Cylinder D'2 unterhalb
des Kolbens D3 ab. Dieses Absperren erfolgt genau in jedem Momente, wenn das
untere Ende des Spundungskolbens D1 gerade den Dichtungsring C10 passirt, d. h. das Spunden
erfolgt. Wird dann der Mechanismus vom Fasse ab in die Höhe gehoben, d. h. geht der
Kolben D1 zurück hinauf, so wird die Spannung der Druckluft im Cylinder D2 unterhalb
des Kolbens D3 diesen Kolben heben, wodurch der Spundungskolben D1 wieder etwas
gesenkt wird, und zwar bis in die in Fig. 1 gezeichnete (Anfangs-) Stellung, in welcher er
zum Spunden eines nächsten Fasses bereit bleibt.
Wird nämlich das gefüllte Fafs entfernt, so wird bei dem vorhin erwähnten Niedergang
des Kolbens D1 der federnde Zapfen m5 wieder
(in seine Ruhelage Fig. 14) zurückschnellen, sich an den Ansatz Ar4 des Hebels D~ andrücken,
und auch dieser Hebel D1 wird, seine
Normalstellung wieder einnehmen. Die Blattfeder k3 wird das kürzere Ende dieses Hebels
nach abwärts drücken, dadurch die Schieberstange /4 und den zugehörigen Schieber I3
heben und den Spundungskolben D1 in seine Ruhelage (Fig. 8) einstellen.
Dieses präcise Einstellen des Spundungskolbens -D1 ist ein wesentliches Moment der
vorliegenden Erfindung, da hierdurch der Spund gerade nur so weit in das Spundloch
eingetrieben wird, um in demselben festzuhalten, nicht aber durch das Loch hindurch
bis in das Fafs hinein.
Die Entfernung, bis auf welche der Spundungskolben unter der directen Einwirkung
der Prefsluft gesenkt werden soll, wird begrenzt durch die Gröfse des Hubes der Schieberstange /4, welche durch Verstellung
der Stellschraube ^ (Fig. 1) bestimmt wird, in der Art, dafs der Schieber I3 niemals vollständig
bis an die Decke des Cylinders £>2 hinaufsteigt, indem die vorhin beschriebene,
kurz anhaltende Beeinflussung des Hebels D7 durch den federnden S.tift irr' ein Absperren
des Schieberkanals /' und dadurch die Unterbrechung der Aufwärtsbewegung des Kolbens
D3 im Gefolge hat.
Von Wichtigkeit ist natürlich auch, dafs das Fafsspundloch genau unterhalb des Spundungskolbens
zu liegen kommt, damit sich das Füllrohr bei seinem Niedergange gerade durch das
Spundloch hindurch in das Fafs hineinsenkt und der über das Spundloch sich legende Dichtungsring
C10 eine vollkommene Abdichtung des Fafsinneren nach aufsen bewirken kann.
Falls der die Maschine bedienende Arbeiter vergessen sollte, immer wieder durch den
Spundungseinführungsschlitz dl einen neuen Spund Y unter den Spundungskolben (Fig. 19)
einzuführen, so würde der Spundungskolben D1 unter dem Einflufs der Druckluft im Cylinder Z)2
einfach durch das Spundloch in das Fafs hinein gelangen und durch sein augenfällig zu tiefes
Hinabgehen anzeigen, dafs kein Spund in das Spundloch eingetrieben wurde.
Infolge der Dichtung des Cylinderkolbens C wird erreicht, dafs jeder Verlust an Bier beim
Einfüllen in Fässer und jedes Entweichen von Kohlensäure ausgeschlossen ist, im Gegensatz
zu anderen, ähnlichen Zwecken dienenden Einrichtungen.
Das bequeme Heben und Senken der Füll-
und Spundungsvorrichtung ermöglicht es, rasch und bequem Fässer jeder Gröfse auf die Unterlage
H1 aufzustellen, zu füllen und zu spunden und nach der Arbeit dieselben mit der Unterlage
H1 sofort wegzurollen und ein unterdessen auf einer zweiten Unterlage H1 vorbereitetes
leeres Fafs behufs Füllung unter das Füllrohr hinzuschieben.
Die durch das Füllrohr und sein Auslafsventil in das Fafs austretende Flüssigkeit beginnt
natürlich erst dann auszufliefsen, wenn das Füllrohr auf den Boden des Fasses gelangt;
das Fafs füllt sich aber von unten, wodurch jedes Schäumen des Bieres vermieden wird,
umsomehr, da auch (der aus dem Druckkessel G1 kommende) Gegendruck beim Ausfliefsen
des Bieres auf dasselbe wirkt. Da nun weiter das Austrittsventil g5 des Füllrohres
auch noch eine kurze Zeit über, so lange das Füllrohr aus dem Fafs zurückgeht, offen bleibt,
so wird auch noch jener Raum im Fasse gefüllt, welchen das Füllrohr eingenommen hat,
derart, dafs in dem Moment, wenn das Füllrohr das Spundloch verläfst, das Fafs auch bis
an das Spundloch vollständig gefüllt ist.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Fafsfüll- und Spundvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs das Füllrohr (F1) und der Spundungskolben (D1) in verticalen Bohrungen (plp) eines Kolbens (C1J angeordnet sind, welcher in einem an seinerOberseite mit einem länglichen Führungsschlitz (C6J' ausgestatteten Cylinder (C2) mittelst Druckluft so hin- und herbewegt wird, dafs die Bohrungen (plp) abwechselnd mit einer Bohrung (C^) der unteren verstärkten Wand (C8J des Gehäuses (C) in Verbindung treten, wobei das Gehäuse (C) mittelst Tragarmen (B1) in Längsschlitzen (s1) von vier in einer Fundamentplatte (A) ruhenden hohlen Säulen (A1) gleitend mittelst Druckluft auf- und abgeführt werden kann.
- 2. Eine Ausführungsform dar durch Anspruch ι geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet durch ein am unteren Ende des im Rohre (F) verschiebbaren Füllrohres (F1) angeordnetes Ventil (gh), welches durch Aufstofsen auf den Boden des zu füllenden Fasses geöffnet und in dieser Stellung durch einen unter der Wirkung einer Blattfeder (g11) stehenden im Längsschlitz (g'') des Ventilschaftes (g%) verschiebbaren Stift (F6) auch beim Zurückziehen des Füllrohres so lange gehalten wird, bis durch Anschlag des schräg abgeschnittenen Endes (g ) des Stiftes (F6) an dem Vorsprung (ρ6) des Kolbens (C1) der Kopf des Stiftes (F6) zurückgedrängt und das Ventil freigegeben wird.
- 3. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs der an seinem oberen Ende zwei Zahnstangen (m) tragende Spundungskolben (D1, Fig. 8) mittelst drehbaren Zahnsegmenten (m* m*) gehoben und gesenkt wird, die von der Kolbenstange (D1) eines Cylinders (D2).aus gedreht werden.
- 4. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, bei welcher eine Erweiterung (p^) der im Kolben (C) befindlichen Bohrung (pl) durch einen Kanal (f) und Rohr (f1) mit einem Windkessel (G) in Verbindung steht, in welchen die nach dem Füllen überschüssige Flüssigkeit eintritt, hier unter Vermittelung eines Schwimmventils (e3) einen Kolben (e) hebt und dadurch einen mit diesem verbundenen Schieber (ha) so umsteuert, dafs die Druckluft das Füllrohr (F1) aus dem Fafs herauszieht, wobei auch das Zuflufsventil (g'") geschlossen wird.Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs ein oberer drehbarer Arm (h12, Fig. 15 bis 17) des sich in einem auf dem Gehäuse (C) angebrachten und durch den Schieber (hs) gesteuerten Druckluftcylinders (F-) bewegenden Kolbens (F3) in eine Querbohrung einer auf das eigentliche Füllrohr (F1) drehbar aufgesetzten Schraubenkapsel (hw) lose eingreift und von je einer kleinen, im Schraubenkapselkörper eingesetzten Frictionsrolle (h11) geführt ist, zum Zweck, das Heben und Senken des Füllrohres (F1) zu bewirken.
•Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet durch einen an einer Schieberstange (Il) drehbar aufgehängten und unter dem Einflüsse einer Feder (k3) stehenden Hebel (D7), welcher mit einem Ansatz (Ic1) bei der Verschiebung der Vorrichtung im Längsschlitz (C6) des Gehäuses (C) an einer festen Führung (ia) und einer beweglichen (i y vorübergeht und dadurch die Umsteuerung eines mit der Schieberstange (I*) verbundenen Schiebers (I3) bewirkt , zum Zweck, den Spundungskolben (D1) zu senken und einen durch einen im Kolbengehäuse (C) beßndlichen seitlichen Schlitz (d1) von aufsen eingelegten Spund (Y) in das Spundloch einzutreiben.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95504C true DE95504C (de) |
Family
ID=366739
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95504D Active DE95504C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95504C (de) |
-
0
- DE DENDAT95504D patent/DE95504C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2007896A1 (de) | Fullrohrloses Fullelement mit ge trennten Leitungen fur Spann und Ruckgas und Abfuhrung der Uberschußflussigkeit | |
| DE3506250C2 (de) | ||
| DE2641538A1 (de) | Fuellventil zur fuellung von flaschen mit unter druck stehenden getraenken | |
| DE2340613A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum fuellen von behaeltern mit einer gas enthaltenden fluessigkeit | |
| DE95504C (de) | ||
| DE10059217C5 (de) | Verfahen zum Abgeben von Flüssigkeitsvolumina sowie Abgabevorrichtung dafür | |
| DE2218569C3 (de) | ||
| DE83643C (de) | ||
| DE288407C (de) | ||
| DE616368C (de) | Ventilsteuerung an einem Abfuellheber fuer Flaschenfuellmaschinen | |
| DE42361C (de) | Neuerung an Apparaten zum Füllen von Flaschen und Fässern mit gashaltigen Flüssigkeiten | |
| DE467870C (de) | Maschine zum Fuellen und Verschliessen von Flaschen fuer Brauselimonaden u. dgl. | |
| DE55051C (de) | Flaschenfüllapparat | |
| DE3043200A1 (de) | Gefaessfuellmaschine mit heb- und senkbaren fuellelementen oberhalb eines gefaesstisches | |
| DE256938C (de) | ||
| DE257668C (de) | ||
| DE143823C (de) | ||
| DE2260063A1 (de) | Fuellorgan fuer gegendruck-fuellmaschinen | |
| DE680237C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Fuellen von offenen Hohlgefaessen mit einem Gas | |
| DE672231C (de) | Vorrichtung zum Fuellen von Gefaessen mittels eines Fuellrohres | |
| DE160084C (de) | ||
| DE144139C (de) | ||
| DE226259C (de) | ||
| DE1607994C3 (de) | Abfülleinrichtung für stille oder leicht kohlensäurehaltige Flüssigkeiten | |
| DE142076C (de) |