DE954888C - Symmetrierschleife fuer Hochfrequenzschwingungen - Google Patents
Symmetrierschleife fuer HochfrequenzschwingungenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 27. DEZEMBER 1956
E 10607VIIIa 121 a*
Alan Herbert Pratt, London
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Symmetriereinrichtung zum Übergang zwischen einem erdsymmetrischen
Teil einer Hochfrequenzanordnung und einer koaxialen Leitung.
Es ist bekannt, daß zur Speisung einer koaxialen Übertragungsleitung von einer erdsymmetrischen
Signalspannungsquelle, beispielsweise von einer Dipolantenne, die Zwischenschaltung einer sogenannten
Symmetriereinrichtung erforderlich ist. Eine Ausführungsform einer solchen Symmetriereinrichtung
ist in der deutschen Patentschrift 755 77% beschrieben·. Diese bekannte Einrichtung
weist einen der koaxialen Leitung benachbarten Hilfsleiter auf, dessen eines Ende an der Stelle mit
dem Innenleiter der koaxialen Leitung verbunden ist, wo dieser an die eine Klemme der erdsymmetrischen
Signalspannungsquelle angeschlossen ist, und dessen anderes Ende mit dem Außenleiter der
koaxialen Leitung verbunden ist. Dieser Außenleiter und der Hilfsleiter bilden eine erdsymmeirische
Hilfsleitung, deren elektrische Länge einem Viertel einer vorbestimmten Betriebs wellenlänge
entspricht. Da die Hilfsleitung an ihrem von der Signalspannungsquelle abgewendeten Ende kurzgeschlossen ist, weist sie an dem mit der Signal-
Spannungsquelle verbundenen Ende einen sehr
großen Scheinwiderstand auf. Dieser Scheinwiderstand
liegt den Impedanzen der Signalspannungsquelle und der koaxialen Leitung an ibren Verbindungspunkten
parallel. Da er aber sehr groß ist, bewirkt er keine Änderung des Anpaissungszustandes
an dieser Stelle. Die Abstimmung der Hilfsleitung auf die Betriebsfrequenz ist daher eine Vorbedingung,
durch deren Erfüllung es möglich wird, die Symmetrierungsaufgabe zu lösen, ohne daß an den
ίο bestehenden Widerstandsverhältnissen etwas geändert wird. Der Hilfsleiter kann durch den Außenleiter
eines Koaxialleitungsstückes gebildet werden, welches der mit der Signalspannung gespeisten
Leitung in den wesentlichen Konstruktionsmerkmalen entspricht.
Diese bekannte Form der Symmetriereinrichtung
ist nur innerhalb eines begrenzten Frequenzbandes wirksam, dessen Mittenfrequenz mit derjenigen
Frequenz übereinstimmt, welche der erwähnten vorbestimmten Betriebswellenlänge entspricht, auf
welche die Hilfsleitung durch Bemessung ihrer Länge abgestimmt ist. Gegenstand der Erfindung
ist eine Symmetriereinrichtung, welche in zwei sich nicht aneinander anschließenden Frequenzbändern
wirksam ist.
Die Erfindung geht aus von der erwähnten bekannten Form einer Symmetriereinrichtung zum
Übergang zwischen einem erdsymmet'rischen Teil einer elektrischen Anordnung, vorzugsweise einer
erdsymmetrischen Antenne, und einer koaxialen Leitung, deren Außenleiter mit dem einen Anschlußpunkt
und deren Innenleiter mit dem anderen Anschlußpunkt des symmetrischen Teiles verbunden
ist, während außerdem mit den genannten Anschlußpunkten
die beiden Leiter einer symmetrischen Hilfsleitung verbunden sind, deren einer Leiter
durch den Außenleiter der koaxialen Leitung gebildet wird oder diesen enthält, undi an die Hilfsleitung
ein Blindleitungsstück angeschlossen ist. Erfindungsgemäß soll in einer derartigen Einrichtung
das Blindleitungsstück in einem Punkt mit derart bestimmten Abstand von den Anschlußpunkten
des symmetrischen Teiles an die Hilfsleitung angeschlossen sein, und die elektrischen
Abmessungen des Blindleitungsstückes sollen im Verhältnis zu denjenigen der Hilfsleitung derartig
gewählt sein, daß die Hilfsleitung bei zwei vorbestimmten Frequenzen an ihren mit dem symmetrischen
Teil verbundenen Enden einen sehr großen Scheinwiderstand aufweist.
Es ist zu erwähnen, daß durch die deutsche Patentschrift 844 32Ί eine Anpassungsschaltung
bekanntgeworden ist, welche durch Verwendung einer zusammengesetzten Transformationsanordnung
die Wirkung aufweist, daß die bei zwei voneinander verschiedenen Frequenzen vorhandenen
Widerstände einer Dipolantenne für beide Frequenzen auf den Wellenwiderstand einer angeschlossenen
Koaxialleitung transformiert werden. Die dabei zum Übergang von der Dipolantenne auf die
Koaxialleitung vorgesehene Symmetriereinrichtung entspricht grundsätzlich der aus der deutschen
Patentschrift 755 778 vorbekannten Form und weist keine Mittel auf, um ihrem Scheinwiderstand
bei beiden Frequenzen sehr hohe Werte zu verleihen. Der Scheinwiderstand der symmetrierenden Hilfsleitung
geht daher mindestens bei der einen Frequenz mit einem wesentlichen Betrage in die
Anpassungsbedingung ein, so daß er bei der bemessung der übrigen Teile berücksichtigt werden
muß. Demgegenüber erlaubt es die Erfindung, die Symmetriereinrichtung so auszubilden, daß bei
beiden Frequenzen der Scheinwiderstand der Hilfsleitung so hoch ist, daß die Bemessung der übrigen,
die Anpassung bzw. Transformation bewirkenden Teile ohne Rücksicht auf den Widerstand der Hilfsleitung
erfolgen kann·. Es ergibt sich also der Vorteil einer klaren Aufgabentrennung, weil die
Hilfsleitung bei keiner der beiden Frequenzen ändernd auf die Anpassungsverhältnisse einwirkt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer nach der Erfindung ausgebildeten Symmetriereinrichtung
dargestellt. Mit 1 ist eine Dipolantenne bezeichnet, wie sie beispielsweise für den Empfang
von Fernsehsignalen verwendet werden kann. Die Ziffern 2 und 3 beziehen sich auf den Innenleiter
und den Außenleiter einer koaxialen Übertragungsleitung 4, über welche die von der Antenne 1 aufgenommenen
Fernsehsignale zu einem Fernsehempfänger geleitet werden. Der eine Zweig des Dipols ist mit dem Innenleiter 2 der Leitung 4 und
der andere Zweig ist mit dem Außenleiter 3 der gleichen Leitung verbunden. In der Nähe des
Außenleiters 3 der Leitung 4 und parallel zu diesem erstreckt sich der Hilfsleiter 5, der an seinem einen
Ende mit dem Leiter 2 und mit dem einen Zweige des Dipols 1 verbunden ist. Das andere Ende des
Hilfsleiters 5, d. h. das von der Dipolantenne 1 abgewendete Ende, ist mit dem Außenleiter 3 der
Leitung 4 kurzgeschlossen. Der Hilfsleiter 5 bildet
auf diese Weise zusammen mit dem Außenleiter 3. der Übertragungsleitung 4 eine an ihrem von der
Antenne abgewendeten Ende kurzgeschlossene, gegen Erde symmetrische Hilfsleitung. In der
Zeichnung ist der Hilfsleiter 5 als Außenleiter eines koaxialen Leitungsstückes dargestellt, welches in
seiner Ausführung der Leitung 4 entspricht.
An die Hilfsleitung mit den Leitern 3, 5 ist ein Blindleitungsstück 6 angeschlossen, welches an
seinem freien Ende kurzgeschlossen ist. Die Enden der Hilfsleitung sind in der Zeichnung mit den
Buchstaben A und D, die Verbindungsstelle des Blindleitungsstückes mit der Hilfsleitung ist mit B
und das freie Ende des Blindleitungsstückes mit C bezeichnet.
Es sei angenommen, daß die Antenne dafür bestimmt ist, Fernsehsendungen mit Trägerfrequenzen
von wahlweise 43,25 und 190 MHz zu empfangen.
Damit das symmetrierende Kopplungsglied einwandfrei wirken kann, ist es erforderlich, daß die iao
Hilfsleitung 3, 5 an der Stelle A bei beiden Frequenzen einen sehr hohen Eingangsscheinwiderstand
aufweist. Um dies zu erreichen, ist die elektrische Länge B-C der Blindleitung gleich λ/2, bezogen auf
die Frequenz von 190 MHz, gewählt, so daß sich 1*5 an der Stelle B ein scheinbarer Kurzschluß für diese
Frequenz ergibt. Außerdem ist die elektrische Länge der Strecke A-B gleich einem ungeradzahligen
Vielfachen einer Viertelwelienlänge, bezogen auf 190 MHz, bemessen, so daß sich der scheinbare
Kurzschluß bei B auf die Stellet als scheinbarer
Leerlauf überträgt, so daß dort der gewünschte sehr große Eingahgsscheinwiderstand auftritt. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel kann die elektrische
Länge der Strecke A-B gleich 3 λ/4, bezogen auf 190 MHz, gemacht werden. Bei 43,25 MHz ist
A-B dann gleich 0,171 λ und B-C ist gleich 0,1141.
Um auch für 43,25 MHz an der Stelle A, von der Antenne her gesehen, für die Hilfsleitung einen sehr
großen Eingangswiderstand herzustellen, muß die Impedanz bei B gleich 0,54 Zo sein, wobei Zo der
.Wellenwiderstand der Hilfsleitung 3, 5 ist. Wenn das Blindleitungsstück den gleichen Wellenwiderstand
aufweist, ergibt sich seine Eingangsimpedanz bei B zu 0,87 Zo. Beide erwähnten Impedanzen sind
reine Blindwiderstände. Es ist dann ein zusätzlicher Blindwiderstand vom Betrage 1,43 Zo erforderlich,
der zu dem bereits vorhandenen Blindwiderstand 0,87 Zo parallel zu schalten ist. Diese Forderung
wird dadurch erfüllt, daß die elektrische Länge B-D- gleich 0,155 λ bei 43,25 MHz gewählt wird.
Das Leitungsstück B-D hat natürlich bei 190 MHz keine Wirkung, da es dem bei B bestehenden Kurzschluß
parallel geschaltet ist.
In einer abgeänderten Ausführungsform einer Symmetriereinrichtung nach der Erfindung kann
das Blindleitungsstück auch einen vom Wellenwiderstand der Hilfsleitung 3, 5 abweichenden
Wellenwiderstand haben, welcher dann so bemessen sein kann, daß sich der an der Stelle B erforderliche
Blindwiderstand ohne weiteres ergibt und das Stück B-D der Hilfsleitung 3, 5 weggelassen
werden kann. Wenn die übrigen Bestimmungsgrößen entsprechend den in der vorausgegangenen
Beschreibung angegebenen Werten gewählt werden, ergibt sich für das Blindleitungsstück ein Wellenwiderstand
Zo, der gleich (0,54/0,87) Zo, d. h. gleich 0,62 Zo ist.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Symmetriereinrichtung zum Übergang zwischen einem erdsymmetrischen Teil einer" Hochfrequenzanordnung, vorzugsweise einer erdsymmetrischen Antenne, und einer koaxialen Leitung, deren Außenleiter mit dem einen Anschhißpunkt und deren Innenleiter mit dem anderen Anschlußpunkt des symmetrischen Teiles verbunden ist, während außerdem mit den genannten Anschlußpunkten die beiden Leiter einer symmetrischen Hilfsleitung verbunden sind, deren einer Leiter durch den Außenleiter der koaxialen Leitung gebildet wird oder diesen enthält, und an die Hilfsleitung ein Blindleitungsstück angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Blkidleitungsstück (6) in einem Punkt (B) mit derart bestimmtem Abstand von den Anschlußpunkten (A) des symmetrischen Teiles an die Hilfsleitung (3, 5) angeschlossen und die elektrischen Abmessungen des Blindleitungsstückes im Verhältnis zu denjenigen der Hilfsleitung derartig gewählt sind, daß die Hilfsleitung bei zwei vorbestimmten Frequenzen an ihren mit dem symmetrischen Teil verbundenen Enden einen sehr großen Scheinwiderstand aufweist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsleitung (3, 5) an ihrem von den Anschlußpunkten des symmetrischen Teiles abgewendeten Ende (D) kurzgeschlossen und das Blindleitungsstück (6) an einer zwischen den beiden Enden der Hilfsleitung liegenden Stelle (B) an diese angeschlossen ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß'das Blindleitungsstück (6) an das freie Ende der Hilfsleitung (3, 5) angeschlossen ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2>, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Länge des zwischen der Anschlußstelle (B) des Blindleitungsstückes (6) unddenAnschluißpunkten(yi) des symmetrischen Teiles liegenden Stückes der Hilfsleitung gleich einem ungeradzahligen Vielfachen einer Viertelwellenlängeentsprechend der einen der beiden vorbestimmten Frequenzen und die elektrische Länge des Blindleitungsstückes derartig gewählt ist, daß sein Eingangswiderstand an der Anschlußstelle (B) für diese Frequenz nahezu einem Kurzschluß entspricht.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wellenwiderstand des Blindleitungsstückes (6) im Verhältnis zu dem Wellenwiderstand der Hilfsleitung (3, 5) derartig bemessen ist, daß sich bei der anderen der beiden vorbestimmten Frequenzen an der uo Anschlußstelle (B) entweder durch das Blindleitungsstück allein oder im Zusammenwirken mit dem zwischen der Anschluß stelle (B) und dem kurzgeschlossenen Ende (D) der Hilfsleitung liegenden Stück der Hilfsleitung ein Blindwiderstand von solcher Größe ergibt, daß dieser an den Anschlußpunkfcen (A) des symmetrischen Teiles bei dieser Frequenz als sehr großer Widerstand transformiert erscheint.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 844321.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 546/316 6.56 (609 723 12.56)
Applications Claiming Priority (1)
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1955
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Also Published As
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