DE95482C - - Google Patents

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DE95482C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/32Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/36Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/38Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/08Decorating textiles by fixation of mechanical effects, e.g. calendering, embossing or Chintz effects, using chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Februar 1897 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Moireglanz auf Geweben aus pflanzlicher Faser durch Mercerisiren mit einer farblosen oder gefärbten Reserve. Der Moireglanz wird auf der Druckmaschine dadurch erzeugt, dafs man das Stück vor dem Durchgang durch die Walze nach rechts und links verschiebt, wodurch die Reservestreifen unregelmäfsig verzogen werden, so dafs sie mit den farbigen Gewebestreifen einen Winkel bilden. Es sind bereits Verfahren bekannt geworden, durch welche Verzierungen von Geweben durch Mercerisiren und Bossirung erzeugt werden sollen (vergl. die Patentschriften Nr. 28696, 30966 und 37658). Die vorliegende Erfindung bezweckt jedoch nicht die Herstellung einer Bossirung, d. h. einer gewöhnlichen Art von Gaufrirung, sondern die Erzeugung einer unregelmäfsigen Moirirung mit eigenartig schillerndem Glanz, welcher besonders beim Betrachten der Gewebe quer zur Kette bemerkbar wird. Die Erreichung des angestrebten Zweckes erfolgt durch das Zusammenwirken der folgenden Bedingungen :
1. durch das Vorhandensein von gleichgerichteten, möglichst gleich breiten Streifen von verschiedener Färbung,
2. durch eine bestimmte Einschränkung der Breite der Streifen,
3. durch eine gewisse Faltung des Stückes in der Längsrichtung, welche durch die Zusammenziehung der mercerisirten Theile hervorgerufen wird,
4. durch die unregelmäfsige Deckung der gefärbten Streifen mit den mercerisirten Streifen.
Zur Erläuterung des Verfahrens möge das nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiel dienen.
Man druckt auf Nesselgewebe von nicht zu grober Beschaffenheit eine Anzahl von gleichgerichteten, in der Längsrichtung des Stückes verlaufenden Streifen von gleicher oder verschiedener Farbe , z. B. Anilinschwarz oder Eisbordeaux. Die bedruckten oder unbedruckten Streifen müssen hierbei von gleicher Breite sein , der Moireglanz zeigt sich am schärfsten, wenn die Breite der Streifen etwa 3 bis 6 Kettenfäden beträgt. Auf dieses Gewebe druckt man eine weifse oder gefärbte Reserve, z. B. Gummi arabicum, allein oder in Verbindung mit Substantiven Farbstoffen, in Streifen von gleicher Breite wie die Gewebestreifen. Eine unregelmäfsige Deckung bezw. eine Störung der Richtung der Reservestreifen wird dadurch erzielt, dafs man das Stück vor dem Durchgang durch die Druckwalze in der Richtung des Schusses abwechselnd nach rechts und links zieht. Die Moirirung tritt nach dem Mercerisiren hervor und kann, je nachdem man das Stück langsam oder schnell bezw. mehr oder weniger hin- und herzieht, in ihrer Wirkung beliebig verändert werden. Nach dem Aufdrucken der Reserve wird das Stück durch concentrirte Natronlauge von 15 bis 400 B. hindurchgezogen. Nach der Imprägriirung mit Lauge läfst man das Stück zweckmäfsig durch gerippte Walzen gehen oder zieht es auf gerippte Querstücke, um kleine Falten zu erzeugen, welche einen gefälligen Eindruck erzielen.
(2. Atiflage, ausgegeben am 26. November i8g8.)

Claims (1)

  1. Der Moireglanz entsteht durch die Zusammenziehung der mercerisirten Streifen, welche die mit Reserve bedruckten Streifen als Relief erscheinen lassen, sowie durch die unregelmäßigen Wellungen der erhabenen Reservestreifen auf den Gewebestreifen, welche durch das Verziehen des Gewebes erzeugt werden. Die chemische Wirkung der Natronlauge trägt dazu bei, den Moireglanz zu erhöhen. Die einzelnen Fäden zeigen für sich betrachtet keinen besonderen eigentümlichen Glanz.
    Die gleichgerichteten Gewebestreifen können durch Druck oder durch Weben hergestellt, ein- oder mehrfarbig oder mit anderen Neben-'mustern in Applications-, Aetz- oder Conversionsfarben bedeckt sein. Die Reserven können farblos, einfarbig oder bunt sein. Die Stoffe können mit Schutzpappe bedeckt und alsdann durch die Natronlauge hindurchgezogen oder unmittelbar mit verdickter Natronlauge bedruckt werden. Anstatt Natronlauge kann eventuell auch concentrirte Schwefelsäure Verwendung finden.
    Patenτ-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Moireglanz auf Geweben durch Mercerisiren, dadurch gekennzeichnet, dafs man das mit gleichgerichteten, möglichst gleich breiten Streifen von verschiedener Färbung durch Druck oder Weben versehene Gewebe vor dem Mercerisiren mit einer farblosen oder gefärbten Reserve in Streifen von gleicher Breite in der Weise bedruckt, dafs das Gewebe vor dem Durchgang durch die Druckwalzen nach rechts und links verschoben wird, um ein das Moiremuster bedingendes unregelmäfsiges Verziehen der Reservestreifen zu erzielen.
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