DE954053C - Verfahren zur Ermittlung der Gewinnbarkeit von Kohle und aehnlichen Mineralien - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung der Gewinnbarkeit von Kohle und aehnlichen Mineralien

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DE954053C
DE954053C DEST7018A DEST007018A DE954053C DE 954053 C DE954053 C DE 954053C DE ST7018 A DEST7018 A DE ST7018A DE ST007018 A DEST007018 A DE ST007018A DE 954053 C DE954053 C DE 954053C
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coal
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DEST7018A
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Rudolf Welter
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STEINKOHLENBERGBAUVER
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STEINKOHLENBERGBAUVER
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C39/00Devices for testing in situ the hardness or other properties of minerals, e.g. for giving information as to the selection of suitable mining tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung der Gewinnbarkeit von Kohle und ähnlichen Mineralien . Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ermittlung der Gewinnbarkeit von Kohle und ähnlichen Mineralien.
  • Sie schafft die Möglichkeit, im vorhinein festzustellen, welche Art der Gewinnung für ein- bestimmte@s Flöz .am vorteilhaftesten ist, insbesondere beispielsweise, ob sich :ein Flöz für düe schälende Gewinnung mittels eines Kohlenhobels od. dgl. eignet.
  • Diese Feststellung vor Inangriffnahme des Ab- baues isst für die Frage, ob sich der Aufwand, der z. B. für den Einsatzschälender Gewinnungsmaschinen erforderlich ist und-,der in einem normalen Streb in der Größenordnung von mehr als ioo ooo liegt, lohnt oder ob es zweckmäßiger ist, andere Gewinnungsverfahren anzuwenden, von außerordentlicher Bedeutung.
  • Bisher hat man sich darauf beschränkt, mittels besonders für diesen Zweck entwickelter Vorrichtungen, nämlich eines ähnlich wie die Hobelschneiden mit scharfen Meißeln bestürikten Schneidkopfes, der unter Schwenkung um einen Drehstempel bogenfärmige Streifen aus dem Kohlenstoß herausschäat, wobei die für den Schälvorgang aufgerovendete Energie gemessen wird (Glückauf 195o, S. 755) oder durch Bestimmung der Eindringgefe eines Dorn in die Wandung eines Bohrlochs unter einem gegebenen Druck (Glückauf 1953, S. 544) die Härte der Kohle festzustellen. Hierdurch geivinnt man zwar bereits eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung dien anzuwendenden Gewinn!ung!sverfahren, jedoch bleibt hierbei der für die Gewinnbarkeit der Kohle außerdem maßgebende Faktor, der durch den Verlauf und die Zahl der Schlechten und Drucklagen so@w@ie die Gefügebeschaffenheit der Kohle bzw. ihre mehr oder weniger große Neigung zum Zerfall unter Berücksichtigung der Druckverhältnisse bestimmt wird, außer acht.
  • Diese Lücke wird durch das Verfahren gemäß -der Erfindung geschlossen, welches es ermöglicht, .eine Meßgröße für die- Beurteilung dieser Eigenschaften zu schaffen.
  • Die Erfindung macht zu diesem Zweck Gebrauch von einer an sich bei dem Stoßtränkverfahren, bei welchem, um der Kohlenstaub.entwicklung vorzubeugen, vor der Gewinnung durch ein abgedichtetes Bohrloch Wasser in den Kohlenstoß ein,gepreßt wird, zur Sicherung gegen die Überschreitung zulässiger Höchstdrücke bzw. zur Feststellung der jeweils insgesamt bei einem Trinkvorgang eingepreßten Wassermenge bekannten Maßnahme, den Druck und die Durchströmmenge der Flüssigkeit sowie die Zeitdauer, die für den Trinkvorgang erforderlich ist, zu messen.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Maßnahme angewendet, um .die zu gewinnende Kohle auf der Lagerstätte vom GesicJhtspunkt ihrer zweckmäßigsten Gewinn!barkent zu untersuchen, indem die ermittelten Werte für die Wasserdurchlässigkeit des Minerals bis zu dem Zeitpunkt, zu dem bei weiterem Einpressen des Druckmittels ein das Bohrloch eine Erhöhung des Druckes nicht mehr erfolgt, weil nämlich dann der Zustand erreicht ist, in welchem das Druckmittel .durch die Spalten und Risse bzw. längs der Schlechten hindurchgepreßt wird, mit den bei Edözen von bekannter Gewinnbarkent in gleicher Weise ermittelten Werten verglichen werden.
  • Dnrse Werte sind, wie hiernach ohne weitere Erläuterung verständlich, von dem Verlauf der Schlechten und Drucklagen sowie den Gefügeeigenschaften der Kohle abhängig und ergeben damit eine etinwandfreie Meßgröße, die es ermöglicht, das Verhalten der Kohlte gegenüber den Gewinnungswerkzeugen und somit die Zweclanäßigkeit des Einsatzeis der einen oder anderen Art von Gewinnungsmaschnnen zu beurteilen.
  • Durch verschiedene Tiefe der Bohrlöcher und Anordnung einer Mehrzahl von solchen im Abstand voneinander in geeigneter Verteilung lassen sich die Meßwerte gegebenenfalls weiter eingrenzen.
  • Die für die Messung verwendeten Geräte können mit einer geeigneten selbsttätig registrierenden Vorrichtung üblicher Ausbildung kombiniert werden.
  • Zusammen mit der nach bekannten Verfahren durchzufiihrenden Prüfung der Härte der Kohle läßt sich derart die Gewinnbarkeit des Flözes einwan,dbfrei beurteilen.
  • In der Abbildung -ist schematisch eine Anordnung zur Durchführung des neuen Verfahrens veranschaulicht. Mit a ist die Druckmittelzuführung, die an eine nicht mehr dargestellte Strebleitung oder Preßpumpe angeschlossen ist, mit b der Absperrhahnund mit c der abdichtende Verschluß das in das Bohrloch d eingeführten Rohres e bezeichnet; f und g stellen Durchfluß- und Druckmesser dar.
  • Die Arbeitsweise des Verfahrens ist wie folgt: Reiim Öffnen des Hahnes b fließt das bei a eintretende Druckmedium afn Durchflußmesser fund Druckmesser g vorbei und tritt aus dem Rohr e zweckmäßig über eine Anzahl von gleichmäßig über die Länge und den Umfang des Rohrens verteilter Ausflußöffnungen in das Bahnloch d ein. Von hier aus durchfließt es die Poren, Schlechten und Drucklagen der Kohle. Zur Beurteilung ihrer Beschaffenheit wird bei f die Durchflußmenge, gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Zeit, und. bei g der Druck abgelesen.
  • Ergibt sich beispielsweise eine große Durchflußmenge bei einem geringen Druck, so kann daraus geschlossen wenden, daß die Kohle stark von Schlechten und Drucklagen durchsetzt ist, was eine leichte Gewinnbarkeit ermöglicht. Je geringer die Durchflußmenge und je größer der Druck angezeigt wird, desto schwerer läßt sich das Mineral gewinnen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCH: Anwendung des für das Stoßtränken bekannten Verfahrens zum Einpressen eines Druckmediums in ein abgedichtetes Bohrloch, bei dem der Druck, die Durchströmmenge und die Zeitdauer gemessen werden, auf die Ermittlung der vorteilhaftesten Art der Gewinnung von Kohle und ähnlichen Mineralien durch bekannte Gewinnungsm@ascJhiinen in Abhängigkeit von der Durchlässigkeit der Min°ralien, wobei die so ermittelten Meßgrößen mit den in Flözen bekannter Gewinnbarkeit festgestellten Werten verglichen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »Glückauf« vom 16. September 195o, S. 755, und vom 25. November 195o, S. 114q., linke Spalte,
  2. 2. Abs. ; Wenbeblatt der Maschinenfabrik Karl Bnieden und Co., Bochum, »Selbstdichtendes Stoßtränkrohr«.
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