DE953282C - Vorrichtung zum OEffnen eines nassen Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle - Google Patents
Vorrichtung zum OEffnen eines nassen Faservlieses, insbesondere aus ZellwolleInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D10/00—Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
- D01D10/04—Supporting filaments or the like during their treatment
- D01D10/049—Supporting filaments or the like during their treatment as staple fibres
-
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- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
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Description
AUSGEGEBEN AM 29. NOVEMBER 1956
M 14006 VII j 29 a,
Zusatz zum Patent 828
Gegenstand des Patents 828 282 ist unter anderem eine Vorrichtung zum Öffnen eines nassen
Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle, während des Trocknens, die sich kennzeichnet durch zwei
endlos umlaufende luftdurchlässige Transportbänder, die in einem Abstand voneinander liegen,
der größer ist als die Schichtdicke des zwischen ihnen geförderten Faservlieses, sowie durch über
und unter diesen Bändern vorgesehene, quer zur Förderrichtung derselben verlaufende und in enger
Reihenfolge hintereinander angeordnete Druck- und Saugkanäle.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit gewissen Schwierigkeiten, welche sich beim Betrieb
der Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent gezeigt haben, und hat Verbesserungen zum Gegenstand,
durch die eine wirkungsvollere und störungsfreie Durchführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent
eintritt.
Die Förderbänder und die sie führenden Ketten reagieren ganz verschiedenartig, wenn sie steigenden
und fallenden Temperaturen ausgesetzt werden. Die Kette besteht aus starkwandigen Bestandteilen,
während das Siebband aus dünnen Drähten, die sich schnell abkühlen und schnell wieder erwärmen,
zusammengesetzt ist. Das Siebband längt und kürzt sich also in schneller Aufeinanderfolge, während
das bei der Kette nicht der Fall ist. Es bleibt
dabei nicht aus, daß nach kurzer Zeit die Stellen, an denen das Siebband mit den Ketten verbunden
ist, locker werden und im Siebband reißen. Man muß hier im Auge behalten, daß das Zellwollvlies
von einem Siebband getragen werden muß, welches straff angespannt ist. Wäre das nicht der Fall1, so
würde es unmöglich sein, die Düsen, welche die Druckluft in die Faserschicht blasen., in nächster
Nähe an das Band heranzuführen.. Bisher lag diese ίο Notwendigkeit nicht vor, weil kein Nachteil damit
verbunden war, wenn das. Siebband, nach unten etwas durchhing und damit die Längung bzw. Kürzung
ausglich. Auch ist der Umstand zu beachten, daß das Siebband sich durch Anspannen stärker
längt als die Kette. "
Eine andere Störungsquelle bei der Vorrichtung des Hauptpatents sind die an den beiden Seiten, der
Siebbänder mitlaufenden Gummibänder, welche den Zweck haben, den Kaum zwischen den beiden Siebbändern
seitlich abzudichten, so daß die Trockenluft seitlich nicht entweichen kann. Die Gummibänder
verlaufen seitlich und werden durch Wärmeeinwirkung rasch unbrauchbar.
Diesen Übelständen wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Fördervorrichtung dadurch
abgeholfen, daß die umlaufenden, luftdurchlässigen Förderbänder auf je einer umlaufenden Kette lose
aufliegen und eine Verbindung zwischen den Förderbändern, ihren Ketten sowie deren Tragelementen
nicht besteht.
Die Vorrichtung nach der Erfindung wird an Hand der Abbildungen näher erläutert.
In Abb. ι ist die Fördervorrichtung für das Zellwollvlies
schematisch dargestellt. Sie besteht aus zwei voneinander getrennten Systemen, und zwar
einerseits den Siebbändern S0 und Sn und andererseits
den Ketten K0 und Kn mit den Tragvorrichtungen,
für die Siebbänder. Letztere liegen erfindungsgemäß auf den Tragvorrichtungen lose,
also unbefestigt, auf.
Ketten sowohl wie Siebbänder haben für das Deckband die gemeinsamen Umkehrstellen U1
und U2. Die Kette läuft über die Räder R1 und R2
(Abb. I und 4) und das Siebband über die Walzen Wx und W2. Der Antrieb der Ketten und
der Walzen W1 und W2 erfolgt durch eine gemeinsame
Wellet. Das untere Band hat nur die gemeinsame Umkehrstelle U3. An der Umkehrstelle
CJ4 laufen die Ketten für sich. Der Antrieb des Siebbandes erfolgt gesondert durch die
Walze WA und ist regelbar.
Abb. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Fördervorrichtung, und zwar Abb. 2 b im Vorlauf beider
Bänder, zwischen denen das Vlies, geführt wird, Abb. 2 a den Rücklauf des Deckbandes, Abb. 2 c
den Rücklauf des Tragbandes. Die Kette für das Deckband ist in üblicher Form als Laschenkette
ausgebildet, wobei das Wesentliche in den Zwischenstücken Z0 zu sehen ist, welche in Abb. 2 a
6.0 und 2b. im Querschnitt und in Abb. 3 in Seitenansicht dargestellt sind. Verbunden sind die Zwischenstücke
durch die Laschen L, welche sich um die Bolzen B (Abb. 3) drehen. Das Zwischenstück
hat einen L-förmigen Querschnitt, und zwar den längeren Horizontalschenkel H und den kürzeren
Vertikalschenkel V. Der Horizontalschenkel H hat unten die Gleitfläche F0, die sich auf der Leitschiene
L0 bewegt. Das Siebband S0 liegt auf der
der Innenseite der Maschine zugekehrten Fläche F1
des Horizontalschenkels lose auf. Unterstützt in der ganzen Breite, und zwar ebenfalls durch lose
Auflage, wird das Band durch dünnwandige Tragrohre T1, welche in einer Aussparung X des senkrechten
Winkelschkenkels lose innerhalb des Faserraumes untergebracht sind. Die Aussparungen des
Winkelschenkels und der Rohrzapfen R sind so dimensioniert, daß das Rohr in axialer Richtung
um soviel frei beweglich ist, daß Verspannungen durch Wärmeausdehnung nicht eintreten können,
Einen weiteren Zweck haben die Vertikalstücke V des Zwickenstückes insofern, als sie einander überlappend
den Zwischenraum zwischen den. beiden Siebbandern, der mit C bezeichnet ist, nach, der
Seite luftdicht abschließen. Das nach dem Hauptpatent vorgesehene Gummiband ist damit vermieden.
Das obere und untere Band steht mit den Zwischenstücken in Berührung, dichtet also ab,
ohne daß bei gleichgerichtetem Lauf und gleicher Geschwindigkeit eine gleitende Reibung stattfindet.
Soweit bisher beschrieben, handelt es sich um Siebband und Kette, welche zur oberen Abdeckung
des Vliesbandes dienen.
Das Zwischenstück der unteren Kette hat eine andersartige Ausbildung, welche durch den, Querschnitt
Zn (Abb. 2 b, 2 c) kenntlich ist. Hier liegt das Siebband Su auf der Flache F2 auf, während
die Kette selbst sich auf der Schiene La bewegt.
Wie eingangs erwähnt, muß beachtet werden, daß die Siebbänder und die Ketten sich durch das Anspannen
und die Wärmeeinwirkung unterschiedlich längen. Es bedeutet das ein Problem für den. Antrieb,
welches dadurch gelöst wurde, daß unter Vermeidung jeder starren Verbindung zwischen Kette
und Siebband für beide je eine besondere Spannvorrichtung und ein besonderes Antriebsorgan vorgesehen
wurde.
Zur Ergänzung der Abb. 1 ist hier auf Abb. 4 zu verweisen. Diese stellt in halbem Ausschnitt die
Vorderansicht der Umkehrstelle U1 und U2 bzw. CJ3
dar. Um die Walzen W1 und W2 laufen die Siebbänder,
und über die Kettenräder R1 und R2 laufen
die Ketten. Die Walzenoberflächen nehmen die Bänder mit und die Räder R die Ketten. An den
Umkehrstellen U1 und Uz drehen sich die Wellen A
in Gleitlagern, welche zwecks Nachspannens der Kette angezogen werden können. Die Siebbänder
dagegen werden durch die Pendelwalzen P0 und Pn
gespannt, welche in der Nähe der Umkehrstellen U2
und CJ4 einmontiert sind.
Zur Unterstützung des unteren Bandes sind die iao
Tragrollen T2 (Abb. 2 b) vorgesehen, welche im Maschinengestell ortfest, aber drehbar gelagert
sind. Aus der Abb. 3 ist ferner zu ersehen, wie es durch die oben erläuterte Ausbildung möglich ist,
die Druckluftdüsen D ganz nahe an die Siebbänder heranzuführen. Beim unteren Band liegen die
Düsen zwischen den Tragrollen T2, sind also der
Düse nicht' hinderlich, wogegen beim oberen Band die Tragrohre T1 sich im Innern des Faserraumes
befinden und demzufolge mit der nahe dem Band liegenden Düse nicht kollidieren.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Öffnen eines nassen ίο Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle, während
der Trocknung nach Patent 828 282, dadurch gekennzeichnet^ daß die umlaufenden,
luftdurchlässigen Förderbänder (S0, S11) auf je
einer umlaufenden Kette (K0, K11) lose aufliegen
und eine Verbindung zwischen den Förderbändern, ihren Ketten sowie deren Tragelementen
nicht besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Triebwellen (A) an den Umkehrstelilien mit Kettenrädern (R1, R2) für
die Mitnahme der Kette und mit Umführungswalzen (W1, W2) für die Bewegung der Siebbänder
versehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kette und die Siebbänder unabhängig voneinander durch gesonderte Spannvorrichtungen, gestrafft werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet
durch Zwischenstücke (Z0) von L-förmigem Querschnitt, deren einer Schenkel
die Kettenlaschen (L) und deren Gelenkbolzen (B) trägt und das lose aufliegende .Deckband
unterstützt, während der andere Schenkel in der Gesamtheit der hintereinanderlaufenden und
sich gegenseitig überdeckenden Zwischenstücke eine luftdichte Abschlußwand an, den Seiten des
Raumes zwischen den beiden Siebbändern bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das die Faserschicht tragende untere Siebband (S11) über fest im Maschinengestell
gelagerte drehbare Leitrollen, (T2) geführt wird, während das obere Band (S0) von
Rohren (T1) unterstützt wird, die innerhalb des Faserraumes mitlaufen. .
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Abschlußwand
bildende Winkelschenkel (V) mit einer Aussparung (X) versehen ist, welche die Unterstützungsrohre
(T1) aufnimmt. ·
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (T1) in axialer
Richtung so weit frei beweglich sind, daß die Ausdehnung durch Wärmebeeinflussung ohne
Belastung der Rohre ausgeglichen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 532 634.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 527/428 5.56 (609 694 11.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM14006A DE953282C (de) | 1949-12-11 | 1952-05-09 | Vorrichtung zum OEffnen eines nassen Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH815A DE828282C (de) | 1949-12-11 | 1949-12-11 | Verfahren und Vorrichtung zum OEffnen eines nassen Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle, waehrend der Trocknung |
| DEM14006A DE953282C (de) | 1949-12-11 | 1952-05-09 | Vorrichtung zum OEffnen eines nassen Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE953282C true DE953282C (de) | 1956-11-29 |
Family
ID=25979260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM14006A Expired DE953282C (de) | 1949-12-11 | 1952-05-09 | Vorrichtung zum OEffnen eines nassen Faservlieses, insbesondere aus Zellwolle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE953282C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1291290B (de) * | 1964-05-22 | 1969-03-20 | Korger Milan | Anordnung von Flachduesen |
| US4155837A (en) * | 1976-12-18 | 1979-05-22 | Trutzschler Gmbh & Co. Kg | Method and apparatus for cleaning and dusting textile fiber tufts |
| DE2927922A1 (de) * | 1979-07-11 | 1981-01-22 | Vepa Ag | Vorrichtung zur kontinuierlichen schrumpfbehandlung von textilbahnen |
| DE2951295A1 (de) * | 1979-12-20 | 1981-06-25 | Vepa AG, 4125 Riehen, Basel | Vorrichtung zum waermebehandeln von ausgebreiteten textilguetern, insbesondere zum relaxieren |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE532634C (de) * | 1930-11-09 | 1931-09-01 | Benno Schilde Maschb Akt Ges | Trag- und Belastungsband fuer Trockenvorrichtungen |
-
1952
- 1952-05-09 DE DEM14006A patent/DE953282C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE532634C (de) * | 1930-11-09 | 1931-09-01 | Benno Schilde Maschb Akt Ges | Trag- und Belastungsband fuer Trockenvorrichtungen |
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| DE2951295A1 (de) * | 1979-12-20 | 1981-06-25 | Vepa AG, 4125 Riehen, Basel | Vorrichtung zum waermebehandeln von ausgebreiteten textilguetern, insbesondere zum relaxieren |
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