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Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung der Olfüllungen von Umlauf-Luftfiltern
Bei Umlauf-Luftfiltern, so genannt weil sie ein aus einer endlosen Kette von Gliedern
bestehendes, in einem Paternosterwerk umlaufendes System von ölbenetzten Filterlamellen
besitzen, durchlaufen diese Filterlamellen einen am unteren Ende des Paternosterwerkes
angeordneten, mit Öl gefüllten Bottich (indem sie in n ihn eine und später wieder
austauchen) und geben hierbei die durch ihre Filterwirkung aus der Luft auf ihnen
abgeschiedenen Verunreinigungen an die in dem Bottich enthaltene Ölfüllung ab. Als
Ölfüllung für Umlauf-Liftfilter eignet sich am besten ein verhältnismäßlg dünn-
bis mittelflüssiges Mineralöl, und dieses scheidet die beim Durchgang der Luft durch
die Filterlamellen von ibm aufgenommenen Verunreinigungen beim Durchgang der Filterlamellen
durch den Ölbottich in der dort vorhandenen 01-füllung um so leichter ab, je reiner
es ist. Für die in der Praxis bei Umlauf-Luftfiltern in der Regel verwendeten Mineralöle
ist bei einem Verschmutzungsgrad in der Nähe von 1% eine obere Grenze erreicht,
bei der sie, seinerseits ohne zusätzliche mechanische Einwirkungen, die auf den
Filterlamellen aus der Luft abgeschiedenen Verunreinigungen nur schwer aufnehmen
und bei der andererseits diese Verunreinigungen aus ihnen um so leichter ausfallen,
je mehr ihr Verschmutzungsgrad diese Grenze überschreitet. Bei den bekannten Umlauf-Luftfilteranlagen
liegt daher im Betrieb, wenigstens in den oberen Schichten der Ölfüllungen,
ein
Verschmutzungsgrad in der Nähe von 1% dauernd vor, da die immer neu hinzutretenden
Verunreinigungen, die imstande wären, diesen Verschmutzungsgrad laufend zu erhöhen,
ausfallen und zu Bozen sinken. In bestimmten Zeitabständen, deren Länge vom Staubgehalt
der Luft abhängt, werden daher bei den bekannten Luftfilteranlagen die an den Böden
der Ölbottiche angesammelten dicken und zähen Schichten von Verunreinigungen nach
dem Ablassen der Ölfüllungen von Hand, z. B. unter Verwendung von Schaufeln, entfernt,
die Bottiche gereinigt und mit reinen Ölfüllungen versehen. Auf Grund der Eigenschaft
der für Umlauf-Luftfilter verwendeten Mineralöle ist auch die Verwendung von mechanischen
Rührvorrichtungen zum Zweck des Absprühens der Verunreinigungen von den Filterlamellen
bekanntgeworden.
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Das vorstehend beschriebene, zur Entfernung der auf den Böden der
Ölbottiche von Umlauf-Luftfiltern im Betrieb sich ansammelnden Verunreinigungen
bisher angewandte Verfahren sowie weitere ähnliche nur unwesentlich abgewandelte
Verfahren sind sehr schmutzig und mühevoll. Sie werden daher von den Bedienungsleuten
nur mit Widerwillen durchgeführt. Sie sind ferner sehr zeitraubend und daher unwirtschaftlich,
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und eine zu seiner Durchführung geeignete
Vorrich tung, durch die das bisherige unwirtschaftliche Verfahren beseitigt und
durch ein in verschiedener Hinsicht vorteilhafteres ersetzt wird. Das Verfahren
besteht im wesentlichen darin, die in den Ölbottichen von Umlauf-Luftfiltern enthaltenen
Ölfüllungen mittels einer Sang- und Druckpumpe aus den Ölbottichen abzusaugen und
in eine Druckleitung zu fördern, welche sich in zwei Zweigleitungen teilt, von denen
die erste einen in der Regel kleineren Teil des angesaugten Öls durch einen Feinfilter
drückt, wobei dieser Teil von seinen Verunneinigungen befreit wird, und darauf diesen
weiter in den Ölbottich wieder zurückbefördert.
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Durch die zweite Zweigleitung drückt die Pumpe den größeren Teil
des von ihr angesaugten Öls unverändert ebenfalls wieder in den Ölbottich zurück.
Durch diese Ausgestaltung des neuen Verfahrens wird folgendes erreicht: Der Filter
ersetzt die bisherige periodische Entnahme der Verunreinigungen durch eine kontinuierliche
und bewirkt zugleich eine saubere, ebenfalls kontinuierliche Trennung der Verunreinigungen
vom reinen Öl. Die Rückführung des größeren Teils des von der Pumpe angesaugten
Öls in den Ölbottich löst in seine'r Ölfüllung eine Rührwirkung aus, die bewirkt,
daß die sioh am Boden des Ölbottichs absetzenden Verunreinigungen unaufhörlich aufgewählt
werden. Hierdurch wird erreicht, daß dem Filter immer stark mit Verunreinigungen
angereichertes Öl zugeführt wird und daß ferner am Boden des Ölbottichs kein Bodensatz
entsteht, der periodisch entfernt werden muß.
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Diese letztere Wirkung kann vorteilhaft noch dadurch verstärkt werden,
daß die das unveränderte Öl in den Ölbottich fördernde zweite Zweigleitung hier,
und zwar insbesondere in der Nähe des Bodens desselben, nochmals verschiedenartig
verzweigt wird und an diese Verzweigungen an geeigneten Stellen Düsen angebracht
werden, durch die das ihnen unter einem entsprechend höheren Druck der Pumpe zugeführte
verunreinigte Öl in kräftigen Strahlen, ausströmt. Die Hinzufügung der Düsen bedeutet
also eine Zurverfügungstellung höherer Energiebeträge für den Vorgang des Aufwühlens
der sich am Boden des Ölbottichs absetzenden Verunreinigungen.
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Die Zeichnung veranschlaulicht als Ausfahrungsbeispiel eine zur Durchführung
des Verfahrens nach der Erfindung geeignet aus, gestaltete Vorrich tung zur Reinigung
der Ölfüllungen von Umlauf-Luftfiltern, und zwar stellt Fig. 1 schematisch im Schnitt
den Ölbottich einer umlauf-Luftfilteranlage und eine an ihn angeschlossene Rohrieitungs'verzweigung
mit eingeschalteter Pumpe und Feinfilter, Fig. 2 schematisch die Anlage nach der
Fig. I in Draufsicht dar.
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In der Zeichnung sind der Ölbottich eines Umlauf-Luftfilters mit
I, eine Saug- und Druckpumpe mit 2, ihr elektrischer Antnilebsmotor mit 3 und ein
Feinfilter mit 4 bezeichnet. Die Pumpe 2 entnimmt mittels der Saugleitung 5 verunreinigtes
Öl aus dem Ölbottich I und fördert es unter Druck, einerseits mittels der Zweigleitung
6, durch das Feinfilter 4 und nach Reinigung von dort weiter, über den Rand des
Ölbottichs I hinweg, in diesen wieder zurück, andererseits mittels wider Zweigleitung
7 unverändert, und ebenfalls über den Rand des Ölbottichs I hinweg, in die Nähe
des Bodens dieses Ölbottichs, wo sich an das Ende der Zweigleitung 7 eine Leitungsverzweigung
8 anschließt, die an den vier unteren Ecken des Ölbottichs I in den Düsen g endet.
Zur Rückführung von Lecköl aus dem Feinfilter 4 in die Saugleitung 5 dient ferner
eine weitere Rohrleitung, die mit 10 bezeichnet ist.
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Im Betrieb fördert die Pumpe 2 durch die Zweigleitung 6 in den dauernd
eingeschalteten Feinfilter 4 einen verhältnismäßig kleinen Teil des von ihr durch
die Saugleitung 5 angesaugten verunreinigten Öles, während sie durch die Zweigleitung
7 eine so große Menge veruntreinigten Öls in den Ölbottich I zurückfördert, daß
am Boden desselben eine dem verfolgten Zweck entsprechend regulierbare Rührwirkung
ausgelöst werden kann. Zur Erzeugung dieser Rührwirkung ist es grundsätalich nicht
unbedingt erforderlich, an das Ende der Zweigleitung 7 die Leitungsverzweigung 8
und an diese die Düsen 9 anzuschließen. In der Regel erleichtern aber diese beiden
Arten von Organen die Aufrechterhaltung einer möglichst gleichmäßigen Verteilung
der Verunreinigungen in den unmittelbar über dem Boden des Ölbottichs I lagernden
Ölschichten, aus denen die Pu, mpe 2 das verunreinigte Öl ansaugt, um es durch die
Zweigleitung 6 in den Feinfilter 4 zu fördern. Diesem Feinfilter 4 werden demnach
kontinuierlich sämtliche in den Ölbottich gelangende Verunreinigungen zugeführt,
ohne daß sich an seinem Boden ein Bodensatz bilden kann,
der noch
durch weitere Maßnahmen beseitigt werden müßte.
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In der Praxis hat sich gezeigt, daß mittels des Verfahrens nach der
Erfindung, unter Verwendung üblicher Luftfilteröle, bei passender Wahl der Größe
der Feinfilter in den Ölfüllungen ein Verunreinigungsgrad unter 0,1% aufrechterhalten
werden kann. Die Aufrechterhaltung eines so geringen Verunreinigungsgrades in den
Ölfüllungen bietet ihrerseits den Vorteil, daß auf die häufig bei den bisher bekannten
Umlauf-Luftfilteranlagen in die Ölbottiche, zum Zweck des Abspülens der Verunreinigungen
von den Filterlamellen, eingebauten mechanischen Rührvorrichtungen verzichtet werden
kann.