DE950345C - Kreuzbodenbeutelmaschine - Google Patents
KreuzbodenbeutelmaschineInfo
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Description
- Kreuzbodenbeutelmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Kreuzbodenbentelmaschine mit einer Einrichtung zum Verschließen des Beutelbodens durch Übereinanderlegen der beiden Bodenklappen.
- Man hat bereits vorgeschlagen, die letzte Bodenklappe auf eine rotierende Trommel zu legen. Zum Beiholen dieser Bodenklappe hat man verschiedene Arbeitsweisen angewendet, so ist es bereits bekannt, die zweite Bodenklappe mittels eines schwingenden Hebels, der durch Exzenter angetrieben wird, umzulegen. Außerdem hat man die zweite Bodenklappe schon durch schneller laufende Ketten nachgeholt. Mit diesen Arbeitsweisen ist ein schnelles und sicheres Umlegen und Verkleben der Bodenklappen des Kreuzbodenbeutels nicht möglieh. Bei Verwendung der Ketten muß man mit einem erheblichen Verschleiß rechnen. Andererseits hat man nicht die Möglichkeit, die umgelegte Bodenklappe unter die Andrückwalzen zu führen, dadurch ist ein Umlegen dieser Bodenklappe nur unter größten Schwierigkeiten möglich, wenn ein Auswalzen des Falzes vermieden werden soll. Durch den Anpreßdruck der Anpreßwalzen wird die zweite Bodenklappe hohlgelegt, wodurch dann beim weiteren Auswalzen der Falz naturgemäß sehr weit zurückwalzt. Gemäß der Erfindung sollen diese Nachteile in erster Linie beseitigt werden, und die Erfindung besteht zunächst darin, daß die in der Förderrichtung des Schlauches umzulegende Bodenklappe durch Finger umgelegt wird, die im Verhältnis zur Maschinengeschwindigkeit schneller umlaufen. Das Andrücken der Bodenklappe kann alsdann mittels einer ebenfalls gegenüber der Maschinengeschwindigkeit schneller laufenden Scheibe erfolgen. Vorzugsweise befinden sich die Finger auf geteilten Wellenenden, und die Andrückscheibe wird zweckmäßigerweise mit einer Aussparung versehen. Beim Herstellen von Kreuzbodenbeuteln mit Oblate kann sich dann die Oblate in die Aussparung der umlaufenden Scheibe legen.
- Der Kreuzbodenbeutelmaschine gemäß der Erfindung werden die einzelnen Schläuche als endlose Schlauchbahn gefördert. Nach dem Aufziehen des Kreuzbodens wird von einer an dem Falzzylinder angeordneten Andrückwalze die erste Bodenklappe angewalzt und der Beutel vom Greifer des Ablegezylinders gefaßt, der die erste Bodenklappe niederhält. Der zweite Falz wird nuninehr entweder vorgebrochen oder in eine Falzzange geführt.
- Beim Weiterlaufen des Beutels kommt derselbe unter eine mit sehr hoher Geschwindigkeit rotierende Scheibe, deren Umfangsgeschwindigkeit in einem ganzzahligen Verhältnis zur Maschinengeschwindigkeit stehen kann. Diese Scheibe erfaßt die zuletzt umlegende Bodenfalzklappe von rückwärts und legt sie mit ihrer hohen Umfangsgeschwindigkeit nach vorn um. Es ist dabei zweckmäßig, die zweite Bodenklappe an ihrem äußeren Ende umzulegen, da dadurch die Umlegegeschwindigkeit erhöht und andererseits an dieser Stelle eine größere Steifigkeit durch die doppelte Papierlage an den Ecken dieser Bodenklappe vorhanden ist. Eine zweite, ebenfalls mit sehr hoher Geschwindigkeit rotierende Scheibe erfaßt dann die gegebenenfalls noch nicht ganz umgelegte zweite Bodenklappe und drückt diese an, wodurch ein Aufwalzen der Bodenklappe mit Sicherheit vermieden wird.
- Um einen möglichst dichten Kreuzbodenabschluß für den Kreuzbodenbeutel zu erreichen, ist es anstrebenswert, daß eine Querklebung an der zuletzt umzulegenden Bodenklappe erfolgt. Dies ist bei den bisher bekannten Kreuzbodenbeutelmaschinen, bei denen der Beutel aus einer fortlaufend geführten Schlauchbahn hergestellt wird, nicht möglich, da das Kleistermuster auf der Boderunacherwelle befestigt ist und die feststehende Legenase durch das Kleisterniuster geführt werden mußte. Dem Füllgut war dadurch die Möglichkeit gegeben, durch die frei bleibende öffnung an der Spitze der zuletzt umzulegenden Bodenklappe auszuströmen, das rotierende Falzen der zweiten Bodenklappe war hierbei nur unter sehr schwierigen Verhältnis-sen möglich. Der Erfindung gemäß wird nun vorgeschlagen, daß eine Leimauftragsvorrichtung für einen Querleimauftrag Verwendung findet, wobei die Leimauftragssegmente der Leimauftragsvorrichtung am Falzmesserzylinder angeordnet sein können.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigt Abb. i eine Vorderansicht einer Kreuzbodenmaschine, Abb. :2 eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 1, Abb. 3 einen Kreuzbodenbeutel mit aufgezogenem Bodenquadrat und aufgetragenen Klebstoffstreifen, Abb. 4 einen fertigen Kreuzbodenbeutel gemäß der Erfindung, Abb. 5 den Vorgang des Uinlegens der zweiten Bodenfalzklappe von dem ersten rotierenden Finger, Abb. 6 das Andrücken der Bodenfalzklappe von den zweiten rotierenden Umlaufkörpern.
- Der Papierschlauch i wird durch die nicht dargestellten Vorzugskörper auf die feststehende Nase 2 geschoben und durch das Falzmesser 3 zum ausgelegten Kreuzboden geformt. Der Bodenmacherkörper 4 walzt auf der Bodenmacherwalze 5 diesen Kreuzboden an, wobei durch das umlaufende Messer 6 und das feststehende Messer 7 das in Arbeit befindliche Werkstück vom Schlauch getrennt wird. Die Bodenklappe 8 (s. Abb. 3) wird dann im Falzzylinder 9 entlang der Bodenfalzkante von der Falzzange i o und dem Falzmesser i i am Falzzylinder 12 eingefalzt, wobei gleichzeitig durch das Kleistersegment 13, welches den Klebstoff von der am Klebstoffbehälter 14" befindlichen Klebstoffwalze 14 bekommt, entsprechend dem Klebstoffstreifen 15, 16, 17 (s. Abb. 3) aufgetragen werden. Der Klebstoffstreifen 17 ergibt die nach der Erfindung angestrebte Ouerverleimung.
- Die Bodenfalzklappe8 wird von der Andrückwalze 18 angedrückt und der Schlauch unter die Transportkörper ig geführt, wo er vom Greifer:2o erfaßt wird.
- Die Falzzange 21 im Ablagezylinder 2:2 falzt dann, nachdem die zweite Bodenfalzklappe 23 durch das Falzmesser 24 eingedrückt ist, die zweite Bodenklappe:23 entlang der Bodenfalzkante 25 ein.
- Die mit hoher Geschwindigkeit in einem bestimmten Verhältnis zur Maschinengeschwindigkeit, etwa 1 :3 bis 1 :4, umlaufenden Finger 2,6 fassen dann hinter die Bodenklappe 23 und legen dieselbe um, wobei die Oblate in die Aussparung 27 der ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Scheibe :28 trifft (s. Abb. 6). Die Finger 26 sind hierbei auf geteilten Wellenenden 31 angeordnet und erfassen die zuletzt umzulegende Bodenklappe an ihren äußeren Enden, so daß diese Bodenklappe schnell umgelegt wird und die dort durch die doppelte Papierlage gegebene erhöhte Steifigkeit dieser Bodenklappe das sichere Umlegen derselben unterstützt.
- Die Scheibe 28 drückt dann die Bodenklappe zu, wobei sich die Falzzange 21 öffnet und streicht gleichzeitig durch die hohe Geschwindigkeit den Boden aus. Der fertige Kreuzboden wird dann noch durch die Andrückwalze 29 angewalzt und vom Greifer:2o zum Abl-egetisch 30 gefördert.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kreuzbodenbeuteltnaschine mit einer Einrichtung zum Verschließen des Beutelbodens durch Übereinanderlegen der beiden Bodenklappen, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Förderrichtung des Schlauches umzulegende Bodenklappe (:23) durch Finger (.26), die im Verhältnis zur Maschinengeschwindigkeit schneller umlaufen, umgelegt wird. :2. Kreuzbodenbeutelmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Andrücken der Bodenklappe (23) mittels einer ebenfalls gegenüber der Maschinengeschwindigkeit schneller laufenden Scheibe (28) erfolgt. 3. Kreuzbodenbeutelmaschine nach Anspruch i und :2, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger (26) auf geteilten Wellenenden (31) angeordnet sind. .4. Kreuzbodenbeutelmaschine nach Anspruch i bis -3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (28) mit einer Aussparung (27) versehen ist. 5. Kreuzbodenbeutelmaschine, bei der der Schlauch als endlose Schlauchbahn gefördert wird, gekennzeichnet durch einen Ouerleimauftrag (17) bewirkende Leimanftragvorrichtung (13). 6. Kreuzbodenbeutelmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leimauftragsegmente der Leimauftragvorrichtung (13) am Falzmesserzylinder (12) angeordnet sind. 7. Kreuzbodenbeutel, hergestellt auf einer Kreuzbodenbeutelmaschine nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Klebstoffauftrag (15, 16) an den Längskanten der Eckanschläge des Kreuzbodens sowie eine Querleimung (17) an der vorzugsweise mit einer Oblate versehenen Spitze der zuletzt umgelegten Bodenklappe (23) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM9642A DE950345C (de) | 1951-05-26 | 1951-05-26 | Kreuzbodenbeutelmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM9642A DE950345C (de) | 1951-05-26 | 1951-05-26 | Kreuzbodenbeutelmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE950345C true DE950345C (de) | 1956-10-04 |
Family
ID=7294775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM9642A Expired DE950345C (de) | 1951-05-26 | 1951-05-26 | Kreuzbodenbeutelmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE950345C (de) |
-
1951
- 1951-05-26 DE DEM9642A patent/DE950345C/de not_active Expired
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