DE944860C - Schallschirm fuer Lautsprechermembranen mit einer oder mehreren Schallaustrittsoeffnungen - Google Patents

Schallschirm fuer Lautsprechermembranen mit einer oder mehreren Schallaustrittsoeffnungen

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DE944860C DEK7280A DEK0007280A DE944860C DE 944860 C DE944860 C DE 944860C DE K7280 A DEK7280 A DE K7280A DE K0007280 A DEK0007280 A DE K0007280A DE 944860 C DE944860 C DE 944860C
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Description

Ein direkt strahlender Lautsprecher ist gewöhnlich in eine Vorrichtung eingebaut, die die an der einen Seite entstehenden Schallwellen von den an der anderen Seite entstehenden trennt. Ohne eine derartige Vorrichtung besteht die Gefahr der Auslöschung der tiefen Frequenzen, deren Abstrahlung an beiden Seiten der Membran gegenphasig erfolgt.
Der Grad der Trennung hängt von dem Verhältnis zwischen der Wellenlänge zu der Länge des Schallweges zwischen der Vorder- und Rückfiäche der Lautsprechermembran ab. Schallschirme zu dem genannten Zweck haben verschiedene Gestaltungen, so ist z. B. der plattenförmige Schallschirm durchaus bekannt oder ein hinten offenes Gehäuse, wie es beim Rundfunkempfänger gebraucht wird.
Von der letzteren Ausführung gibt es eine Reihe von Abwandlungen, die die eine Seite des Lautsprechers, normalerweise die hintere, ganz oder teilweise einschließen. Alle diese Abwandlungen haben eine Reihe von besonderen Eigenschaften, z. B. erzeugen sie eine Phasenverschiebung des an der einen Seite des Lautsprechers entstandenen Schalls, so daß gewisse Frequenzen verstärkt, anstatt gelöscht werden, oder die akustischelmpedanz des Lautsprechersystems als Ganzes wirkt auf die Tiefenwiedergabe und die Dämpfung der Baßresonanzen ein.
So verschiedenartig diese Vorrichtungen auch wirken, so trennen sie doch alle die Strahlen der beiden Seiten des Lautsprechers wenigstens über
einen großen Teil des Frequenzbandes voneinander und wirken somit als Schallschirm. Wenn also im folgenden von »Schallschirmen« die Rede ist, so sollen auch andere wie ein Schallschirm wirkende Vorrichtungen der obenerwähnten Art einbegriffen sein.
In solchen Schallschirmen ist üblicherweise an
der Vorderwand eine öffnung, die im wesentlichen denselben Durchmesser wie die Membran hat. Vielfach wird diese öffnung aber durch Schmückleisten oder Gitterwerk verkleinert.
Ein so angebrachter Lautsprecher hat eine Richtwirkung, das bedeutet, daß die Schallintensität in der Achsrichtung der Lautsprechermembran größer ist als die in einem Winkel zur Achse gemessene für Frequenzen, deren Wellenlänge kleiner oder gleich den Abmessungen der Membran ist. Diese Erscheinung wird als Fokussierung bezeichnet und tritt um so stärker auf, je höher die Frequenz ist. Es sind Anordnungen bekannt, bei denen die gesamte abstrahlende Fläche nur wenig geringere Ausdehnung als die Lautsprechermembran hat. Die Schallversorgung des Raumes wird bei diesen Anordnungen allein durch Schallverteiler bewirkt. Diese Schallverteiler decken die gesamte Membran bei dieser bekannten Anordnung ab. Nun haben jedoch mehrere in einer Ebene liegende gleichphasig arbeitende Schallstrahler, als welche diese Anordnung aufgefaßt werden kann, eine ausgeprägte Richtwirkung, insbesondere bei den hohen Frequenzen, und zwar senkrecht zu der Ebene des Schallstrahlers. Vor allem gilt dies dann, wenn die Ausdehnung der gesamten strahlenden Fläche in deren Ebene größer als die Schall wellenlänge ist. Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile in einfacher Weise vermieden. Es werden gemäß einem Merkmal der Erfindung keine insbesondere über die ganze Membran verteilte Schalleitflächen verwendet, sondern bewußt in der Mitte der Abdeckfläche' angeordnete schmale, vorzugsweise in ganz bestimmtem Verhältnis zur Wellenlänge stehende Schlitze. Derartige Schallwellen geringer Ausdehnung zeigen keine ausgeprägte Richtwirkung, so daß in der Richtung der schmälsten Ausdehnung dieser Schlitze in der Ebene eine Breitenstrahlung erfolgt. Die Schallstreuung bei den bekannten Anordnungen wird nicht wie bei der Erfindung unter Ausnutzung von Beugungserscheinungen ermöglicht, sondern im wesentlichen durch nach Art einer akustischen Linse wirkende Schallleitflächen.
Es wurde ferner gefunden, daß die Fokussierung stark vermindert wird, wenn die Schallaustrittsöffnungen gemäß der Erfindung verkleinert werden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Schallaustrittsöffnung bzw. bei mehreren solcher Öffnungen die Abmessungen des Bereiches, über den die Öffnungen verteilt sind, in mindestens einer Richtung höchstens die Hälfte des Membrandurchmessers betragen. In Verfolg des Erfindungsgedankens entsprechen die Abmessungen der Schallaustrittsöffnung bzw. des von mehreren solcher öffnungen eingenommenen Bereiches in mindestens einer Richtung etwa der Schall wellenlänge der höchsten wiederzugebenden Frequenz.
Weitere Merkmale werden an Hand der Beschreibung erläutert. Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer Form, und zwar in ,70
Fig. ι einen Lautsprecher in einem Kasten mit einer Öffnung in Gestalt eines Schlitzes, der sich über den vollen Durchmesser der Membran erstreckt,
Fig. 2 einen Lautsprecher in einem Kanten mit einer öffnung in Gestalt eines Schlitzes, der sich über einen Teil des Durchmessers der Membran erstreckt,
Fig. 3 einen Lautsprecher in einem Kasten mit einer runden Öffnung, deren Durchmesser kleiner ist als der der Lautsprechermembran,
Fig. 4 einen Rundfunkempfänger, dessen Lautsprecher hinter zwei parallelen Schlitzen angeordnet ist, die durch eine Schmuckleiste voneinander getrennt sind,
Fig. 5 einen Lautsprecher in einem Gehäuse mit zwei durch einen Schieber getrennten parallelen Schlitzen,
Fig. 6 einen Lautsprecher in einem Gehäuse mit einer Anzahl von Löchern an Stelle von Schlitzen.
In der einfachsten Form haben die öffnungen der Erfindung die Gestalt eines Schlitzes, der ebenso lang ist wie der Durchmesser der Membran und der schmäler ist als die entsprechende Länge des Membrandurchmessers. In der Richtung der kleinsten Ausdehnung findet eine Streuung des Schalles statt; hat der Schlitz seine Längsrichtung in der Senkrechten, so findet die Streuung in horizontaler Ebene statt. Dies ist die beste Anordnung für Rundfunkempfänger.
Als Grund für die Streuung wird angenommen, daß der Schlitz wie eine linienförmige Schallquelle wirkt, deren Wellenlänge stets gleich oder größer als die Breite des Schlitzes ist, während bei Frequenzen, deren Wellenlänge kleiner als die Schlitzweite ist, eine Streuung nicht erfolgt.
Die längere Ausdehnung des Schlitzes kann verkleinert werden, so daß sie kurzer wird als der Membrandurchmesser. Wenn dies geschieht, so findet auch in der Richtung dieser Ausdehnung einige Streuung statt. Am oberen Ende des Frequenzspektrums ist die Streuung aber durch die Schlitzlänge begrenzt.
■Die Verkürzung des Schlitzes kann so weit gehen, daß beide Ausdehnungen der öffnung gleich sind (vgl. z. B. das runde oder quadratische Loch). Hierdurch wird eine halbkugelförmige Streuung erzeugt.
Es gibt aber eine Grenze, bis zu welcher die Öffnungsfläche nur verkleinert werden kann,- da mit der Verkleinerung der Öffnung der Schallenergieverlust hauptsächlich für den mittleren und tiefen Teil des Frequenzspektrums wächst, was wohl auf den durch die verkleinerte öffnung anwachsenden Luftwiderstand für die Lautsprechermembran zurückzuführen ist.
Die Öffnungen, von denen eine Ausdehnung kleiner als die Ausdehnung der Lautsprechermembran ist, werden dort gebraucht, wo eine Streuung in mehr als einer Ebene erforderlich ist; aber die Notwendigkeit, die Beeinträchtigung der Strahlung in Grenzen zu halten und daher die Gesamtfläche der Öffnung nicht unter ein bestimmtes Maß zu bringen, beschränkt die obere Grenze der Schallfrequenzen, für die eine wirksame Streuung
ίο erhalten werden kann, so daß derartige Vorrichtungen auf bestimmte Anwendungsgebiete, wie z. B. Sprachwiedergabeeinrichtungan, begrenzt bleiben.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Schlitz benutzt, der sich im wesentliehen über die volle Ausdehnung der Membran der Länge nach erstreckt und dessen Breite der Wellenlänge der höchsten Frequenz entspricht, für die die größte Streuung gewünscht wird.
Für eine Streuung oberhalb von 7 kHz ist die Breite des Schlitzes z. B. 4,88 cm, oberhalb von 10 kHz dagegen 3,35 cm.
Bei der Anwendung des Gedankens der Erfindung in der Praxis ist es natürlich erwünscht, eine Schlitzbreite zu benutzen, die der höchsten wiederzugebenden Frequenz gleich ist. Für Rundfunkempfänger ist die obere Grenze dieser Frequenz etwa 8 kHz. Hierfür ist ein Schlitz von 4,19 cm oder rund 4 cm notwendig.
Höhere Wiedergabegenauigkeit in den oberen Frequenzen macht einen engeren Schlitz notwendig, und der Verlust der mittleren und niederen Frequenzen wird um so ausgeprägter, je mehr sich der Schlitz verengt.
Wie vorher auseinandergesetzt, setzt ein Schlitz, dessen Breite größer ist als die Wellenlänge der höchsten wiederzugebenden Frequenz den Streueffekt für Frequenzen herab, deren Wellenlänge kleiner ist als seine Breite. Es ist klar, daß ein Kompromiß anzustreben ist zwischen der Streuung der hohen Frequenzen auf der einen Seite und der Beeinträchtigung der Wiedergabe der mittleren und tiefen Frequenzen auf der anderen Seite. Es wird sich herausstellen, daß sich das beste Ergebnis erzielen läßt, wenn man einen Teil Streuung am oberen Teil des Spektrums zuläßt und dafür eine bessere Wiedergabe der mittleren und tiefen Frequenzen erreicht.
In einem Rundfunkempfänger z. B. wird man etwa 5 cm als Schlitzbreite wählen und dafür auf eine Streuung oberhalb von 7 kHz verzichten.
Wie stark die Streuung für Frequenzen abnimmt, deren Wellenlänge kleiner als die Schlitzbreite ist, kann nicht genau angegeben werden. Auch Versuchsergebnisse ergeben wegen der bei hohen Frequenzen fallenden Wiedergabekennlinie der Lautsprecher kein klares Bild. Es wird aber angenommen, daß eine merkbare Streuung noch bei Frequenzen gefunden werden kann, die in der Größenordnung einer halben Oktave oberhalb derjenigen Frequenz liegen, deren Wellenlänge gleich der Schlitzbreite ist.
Auf diese Weise kann man als ein äußerstes Beispiel eines Kompromisses eine Schlitzbreite von 6,25 cm angeben, was einer Wellenlänge bei 5280 Hz entspricht. Oberhalb dieser Frequenz vermindert sich die Streuwirkung, ist aber noch bis zu Frequenzen in der Größenordnung von 7500 Hz bemerkbar.
An Stelle eines einzelnen Schlitzes kann man auch eine Mehrzahl paralleler Schlitze verwenden. Dies ist hinsichtlich des Streueffekts gleichbedeutend mit einem einzelnen Schlitz, wenn der Abstand zwischen den äußeren Schlitzrändern oder — wenn es mehr als zwei sind ·— zwischen den äußeren Schlitzen gleich der Breite eines einzelnen Schlitzes ist.
Die Anbringung einer Mehrzahl von Schlitzen an Stelle eines einzelnen ist im allgemeinen schlechter, da der Zwischenraum zwischen den Schlitzen für den Streueffekt keine Rolle spielt, andererseits aber die Gesamtöffnung vermindert und somit Abstrahlungsverluste verursacht.
Eine Reihe oder mehrere Reihen von Löchern können an Stelle eines fortlaufenden Schlitzes oder mehrerer fortlaufender Schlitze mit dem gleichen Ergebnis verwendet werden, wobei der einzelne Schlitz die gleiche Breite wie die Löcher hat bzw. die Breite der Löcher dem Abstand der äußeren Ränder der Schlitze entspricht.
Gegenüber den Zwischenräumen zwischen den Löchern wird es Stellen unvollständiger Streuung geben. Diese Wirkung wird mehr oder weniger auffallend sein, je nachdem ob die Löcher mit einem großen oder einem kleinen Zwischenraum zwischen sich angeordnet sind.
Es ist möglich, zwei Schlitze vorzusehen, deren Längsachsen in einem rechten Winkel zueinander stehen, und obwohl zunächst dies dem Gedanken der Erfindung zu widersprechen scheint, insoweit, als die Breite des einen Schlitzes an der Stelle, wo er von dem anderen Schlitz gekreuzt wird, für eine Streuung unwirksam wird, so ist es trotzdem möglich, einen Schlitz der beschriebenen Art vorzusehen, der durch einen schmäleren Schlitz gekreuzt wird, ohne daß hierdurch die Wirkung des ersten Schlitzes wesentlich beeinträchtigt wird. Tatsächlich kann man jede Art von Schlitzkombinationen machen und auch zusätzliche Öffnungen anderer Art vorsehen, immer vorausgesetzt, daß die von allen diesen Öffnungen eingenommene Fläche im Verhältnis zur Schlitzfläche klein ist. Alle diese gekreuzten Schlitze oder anderen Öffnungen vermindern allerdings den Streueffekt, der durch nur einen Schlitz erzeugt würde; sofern es aber aus konstruktiven dekorativen oder sonstigen Gründen notwendig ist, derartige Öffnungen zusätzlich anzubringen, so sollen sie vom Schutzumfang des vorliegenden Patentes trotzdem mit umfaßt werden.
Man kann auch zwei Schlitze verwenden, von denen jeder eine Breite hat, die mit der Wellenlänge derjenigen Frequenz vergleichbar ist, bei der die größte Streuung erwünscht ist. Diese Schlitze werden dann durch eine Leiste getrennt, die in einer Ebene parallel zur Schlitzlänge und senkrecht zur Oberfläche des Schallschirmes liegt, so daß die Streuung jedes Schlitzes an je einer Seite der
Leiste erzeugt wird. Der Abstand zwischen den äußeren Rändern der beiden Schlitze bestimmt nicht die obere Grenze der Frequenz, bei der die Streuung beginnt, da jeder Schlitz als besonderer Strahler wirkt. Zwischen der Ausstrahlung jedes der beiden Schlitze wird jedoch eine gewisse Interferenz vorkommen, da eine Leiste von praktisch brauchbaren Abmessungen die beiden Schlitze nicht vollkommen in zwei Streuungszonen vonein ίο ander trennen kann, doch kann dieses Verfahren, zur Erzielung eines Kompromisses zwischen einer brauchbaren Streuung einerseits und einem verminderten Leistungsverlust in mittleren und tiefen Frequenzen andererseits benutzt werden. Die in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtungen gemäß der Erfindung, die nachstehend beschrieben werden sollen, zeigen die verschiedenen Ausführungsformen des Gedankens der Erfindung, wie sie oben beschrieben worden sind. In den Zeichnungen sind gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
In Fig. i, welche die einfachste Ausführungsform der Erfindung darstellt, hat ein kastenförmiger Schallschirm r einen Schlitz 2 in seiner Frontplatte 3, hinter der ein Lautsprecher angeordnet ist, der durch die gestrichelten Linien 4 angedeutet ist, die die Lage der Membran angeben, sowie der gestrichelten Linien S1 die die Lage der Schwingspule angeben. Der Schlitz 2 erstreckt sich über die ganze Ausdehnung der Membran 6 des Lautsprechers, und die durch den Schlitz erzeugte Streuung deckt deshalb einen Halbzylinder, dessen Achse sich über die Länge des Schlitzes erstreckt und die ebenso lang wie der Schlitz ist. Fig. 2 ist ähnlich der Ausführung nach Fig. 1, nur erstreckt sich der Schlitz nicht über die ganze Ausdehnung der Membran. Die Streuung ist auch hier halbzylindrisch, jedoch kann man sich den Zylinder durch Ebenen begrenzt denkenr die auf seiner Achse senkrecht stehen und die Ebene des Schallschirmes oberhalb und unterhalb des Zylinders schneiden. Bei dieser Anordnung wird ein erheblicher Lautstärkeverlust eintreten.
Fig. 3 zeigt ein rundes Loch mit einem kleineren Durchmesser als dem der Membran. Hier wird die entstehende Streuung die Form einer Halbkugel annehmen. Der Lautstärkeverlust wird noch größer sein als der der Ausführung nach Fig. 2.
Fig. 4 zeigt ein Tischmodell eines Rundfunkempfängers, in dem zwei den Durchmesser der Membran überschreitende Schlitze angeordnet sind.
Der Zwischenraum zwischen den äußeren Rändern der zwei Schlitze ist gleich der Breite eines einzelnen Schlitzes vergleichbarer Ausführung; die Trennung der beiden Schlitze erfolgt durch eine Rippe 7, die aus dekorativen oder konstruktiven Gründen hinzugefügt ist. Zwei ähnliche Rippen 8 können an den äußeren Rändern der Schlitze als weitere dekorative oder konstruktive Zusätze vorhanden sein. Der Schlitz 2 wird durch ein Gitter bedeckt. Diese Ausführungsform ist ein Beispiel für eine Mehrzahl paralleler Schlitze.
Natürlich können an Stelle der zwei gezeigten Schlitze mehr als zwei Schlitze und auch mehr als ein teilendes Glied in einem einzelnen Schlitz gebraucht werden.
Fig. 5 stellt eine Anordnung dar, bei der zwei parallele Schlitze durch ein Zwischenglied getrennt sind. Die beiden Schlitze 9 und 10 haben zwischen sich eine Leisten, die parallel zu den Schlitzen sich über deren ganze Länge erstreckt und der Wand 3 aufliegt.
Die für die Zeichnungen gewählte Perspektive zeigt, daß unter Winkeln, unter denen beide Schlitze gesehen werden können, auch die Strahlungen beider Schlitze den Hörer erreichen. Wenn bei einer derartigen Stellung des Hörers ein Unterschied in dem Schallweg der beiden Schlitze vorhanden ist, der mit einer Wellenlänge vergleichbar ist, so wird in der Nähe derartiger Frequenzen Interferenz entstehen, die eine unregelmäßige Streuung verursacht. Je weiter die Zwischenleiste aus der Schallschirmwand herausragt, um so weniger leicht wird dies geschehen.
Die Schlitze strahlen in prismenförmige Zonen, von denen jede ähnlich der halbzylindrischen Streuzone ist, die bei der Ausführung nach Fig. 1 entsteht. Beide Zonen sind durch eine Leiste 11 getrenntr so daß jeder Schlitz so breit sein kann wie die Wellenlänge der höchsten Schallfrequenz, für die ein Maximum an Streuung erwünscht ist. Da zwei Schlitze vorhanden sind, so ist die Luftpolsterdämpfung der Membran halbiert, was die Aufrechterhaltung einer Streuung bei einer höheren Frequenz für einen gegebenen Abstrahlungsverlust in mittleren und tiefen Frequenzen bewirkt, als dies im Vergleich mit einem einzelnen Schlitz nach Fig. ι sonst möglich wäre. Andererseits kann die gleiche Streucharakteristik wie nach Fig. 1 erreicht werden, dabei aber der Abstrahlungsverlust bei mittleren und tiefen Frequenzen vermindert werden.
Fig. 6 zeigt einen Schallschirm mit einer Anzahl von Löchern an Stelle eines oder mehrerer Schlitze, die aus 'dekorativen oder konstruktiven Gründen angebracht sind, obgleich im allgemeinen die hiermit erzielten Ergebnisse schlechter sind als die mit ebenen Schlitzen erzielten; auch werden Unregelmäßigkeiten in der Strahlung wegen der zwischen den Löchern befindlichen Stege entstehen.
Die im folgenden aufgezeichneten Ergebnisse wurden mit einem üblichen dynamischen 25-cm-Lautsprecher erzielt, welche die Vorteile der Erfindung klarmachen.
Der Lautsprecher wurde zunächst in einem ebenen Schallschirm mit einem runden Loch von etwa demselben Durchmesser angeordnet, wie die wirksame strahlende Membranfläche ist, und Messungen der Strahlungsleistung bei verschie- iac denen Frequenzen und unter verschiedenen Winkeln zur Lautsprecherachse ausgeführt. Eine ausgesprochene Fokussierung wurde ab 3 kHz bemerkt in der Größenordnung von 8 bis 10 db Abfall der abgegebenen Leistung zwischen einer Messung in der Lautsprecher achse und einem Punkt 300 außer-
halb der Achse und um 18 bis 20 db zwischen der Lautsprecherachse und einem Punkt 45° außerhalb der Achse. Der Fokussierungseffekt wuchs mit steigender Frequenz an bis zu etwa 7 kHz, wo die abgegebene Leistung im Verhältnis zu der abgegebenen Leistung in der Achsrichtung bei 300 Neigung gegen die Achsrichtung um 16 bis 24 db und bei 45° um noch etwas mehr vermindert war.
Messungen an demselben Lautsprecher hinter einem vertikalen Schlitz, der sich über die ganze Ausdehnung der Membran erstreckte und 3,75 cm breit war, zeigte nicht mehr als 3 oder 4 db Unterschied zwischen Messungen in der Achsrichtung und Messungen unter verschiedenen Winkeln bis zu 6o° Neigung gegen die Achse in horizontaler Ebene und bis zu Frequenzen in der Größenordnung von 8 kHz, oberhalb welcher Grenze der Prüfling einen ausgesprochenen Frequenzabfall hatte.
Vergleiche zwischen den Messungen der abgegebenen Leistung längs der Achse mit und ohne Schlitzstreuer zeigten eine ansteigende Kennlinie von ι bis 5 kHz und einen leichten Abfall von 5 bis 8 kHz. Dieses Ansteigen und im wesentlichen auch Aufrechterhalten der Wiedergabeleistung mit steigender Frequenz ist der Zusammenfassung der Strahlung längs der Achse zugeordnet. Mit dem Streuer ist der Anstieg zwischen 1 und 5 kHz kleiner, und die Werte der unteren Grenze bei 5 kHz bleiben im wesentlichen bis zu 8 kHz erhalten.
Unterhalb von 1 kHz ist die Abstrahlung mit Streuer ein wenig geringer, und die Tiefenresonanz von etwa 70 Hz wird unter Verkleinerung ihrer Amplitude und Schärfe auf 50 bis 60 Hz verschoben.
Durch die Erfindung ergeben sich somit für einen auf der Lautsprecherachse liegenden Punkt folgende Vorteile:
i. Eine Verminderung der hohen Frequenzen als unvermeidliches Ergebnis der Streuung ist im ganzen erwünscht. Sie wird verstärkt ausgeglichen durch die anwachsende Ausgangsleistung in dem oberen Teil des Spektrums durch Verwendung des Schlitzes auch in ganz kleinen Winkeln zur Achse.
2. Eine verminderte Leistung im mittleren Teil des Spektrums zwischen 1 und 2 kHz als Preis für die Vorzüge, die die Erfindung mit sich bringt.
3. Ein weniger bemerkbares Abfallen in den tiefen Frequenzen, welches verstärkt kompensiert wird durch eine Dämpfung und Erniedrigung der Tiefenresonanzen, was einen zusätzlichen Vorteil der Erfindung bildet.
Mit sehr kleinen Konusmembranen, z. B. 8 cm Durchmesser, würde die Anwendung der Erfindung nur nützlich sein, wenn wenigstens eine Abmessung der Öffnung im Vergleich zum Lautsprecherdurchmesser klein wäre, z. B. 3,75 cm oder geringer.
Mit Konusmembranen mittleren Durchmessers, z. B. zwischen 12 und 20 cm Durchmesser, wie sie in den Rundfunkempfängern und Schallplattenwiedergabegeräten gebraucht werden, wird die Schlitzbreite größer gemacht werden müssen, als es theoretisch erforderlich ist, um allzu starken Energieverlust in den mittleren Frequenzlagen zu vermeiden. Das würde für eine obere Frequenzgrenze von etwa 8000 Hz eine Schlitzbreite von etwa 3,75 cm erfordern, während der Schlitz tatsächlich zwischen 3,75 und 6,25 cm breit gemacht wird.
Mit größeren Konusmembranen zwischen etwa 30 und 45 cm Durchmesser wird die Fokussierung des oberen Frequenzbereiches schon bei niedrigeren Frequenzen bemerkbar, und es ist wertvoll, Schlitzbreiten oberhalb von 8,75 cm zu benutzen, die eine maximale Streuung bei Frequenzen in der Größenordnung von 4000 Hz und eine brauchbare Streuung noch bis zu 6000 Hz ergeben. Da Konusmembranen dieses Durchmessers auf jeden Fall eine geringe Wiedergabeleistung in dem letzteren Frequenzgebiet haben, so werden sie nur dann für sich allein gebraucht werden, wenn eine obere Frequenzgrenze angemessen ist, z. B. bei Sprachverstärkungsanlagen, sonst aber nur zusammen mit anderen Geräten, wie z. B. besonderen Hochtonlautsprechern, die die obere Grenze des wiedergegebenen Frequenzbereichs erweitern.
Die Schlitzlänge kann gleichfalls von dem Durchmesser der Konusmembran selbst bis herab zu einer Länge, die mit der Schlitzbreite vergleichbar ist, geändert werden, was im Extremfalle zu quadratischen, kreisförmigen oder polygonalen Löchern führt.

Claims (11)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schallschirm für Lautsprechermembranen mit einer oder mehreren Schallaustrittsöffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Schallaustrittsöffnung bzw. bei mehreren solcher öffnungen die Abmessungen des Bereiches, über den die Öffnungen verteilt sind, in mindestens einer Richtung höchstens die Hälfte des Membrandurchmessers betragen.
2. Schallschirm nachAnspruchi, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Schallaustrittsöffnung bzw. des von mehreren solcher Öffnungen eingenommenen Bereiches in mindestens einer Richtung etwa der Schallwellenlänge der höchsten wiederzugebenden Frequenz entsprechen.
3. Schallschirm nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine oder mehrere vorzugsweise als Schlitz ausgebildete Schallaustrittsöffnungen, die in ihrer akustischen Wirkung einem Schlitz von 7,5 bis 10 cm Länge und 3,75 cm Breite entsprechen.
4. Schallschirm nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine oder mehrere vorzugsweise als Schlitz ausgebildete Schallaustrittsöffnungen, die in ihrer akustischen Wirkung einem Schlitz von 12,5 bis 20 cm Länge und 3,75 bis 5,5 cm Breite entsprechen.
5. Schallschirm nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine oder mehrere vorzugsweise
als Schlitze ausgebildete Schallaustrittsöffnungen, die in ihrer akustischen Wirkung einen Schlitz von 25 cm Länge und 3,75 bis 8,75 cm Breite entsprechen.
6. Schallschirm nach Anspruch 1 mit einem rechteckigen Schlitz, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite dieses Schlitzes 2,5 cm und die Länge 8,75 cm beträgt.
7. Schallschirm nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine oder mehrere vorzugsweise als Schlitz ausgebildete Schallaustrittsöffnungen, die in ihrer akustischen Wirkung einem Schlitz von 12,5 bis 45 cm Länge und 3,75 bis 8,75 cm Breite entsprechen. 1
8. Schallschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen rechtwinkligen Schlitz und eine parallel zur Längsachse dem Schallschirm aufgelegte, den Schlitz teilende Leiste.
9. Schallschirm nach Anspruch 1, ' gekennzeichnet durch einen oder mehrere Schlitze, deren Oesamtbreite einschließlich der Breite etwa dazwischenliegender Leisten etwa 5,5 cm nicht überschreitet.
10. Schallschirm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzbreite 3,8 cm beträgt.
11. Schallschirm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzbreite 3,1 cm beträgt.
Angezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 791 142;
Radio and Television Retailing, Apr. 1939, . 28, 29.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Θ 609539 6.56
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DE1130472B (de) * 1957-11-22 1962-05-30 Philco Corp Lautsprechermembran

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