DE9442C - Neuerungen im Ziehen und Schweifsen von Röhren oder runden Metallstäben - Google Patents
Neuerungen im Ziehen und Schweifsen von Röhren oder runden MetallstäbenInfo
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- DE9442C DE9442C DENDAT9442D DE9442DA DE9442C DE 9442 C DE9442 C DE 9442C DE NDAT9442 D DENDAT9442 D DE NDAT9442D DE 9442D A DE9442D A DE 9442DA DE 9442 C DE9442 C DE 9442C
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C1/00—Manufacture of metal sheets, wire, rods, tubes or like semi-manufactured products by drawing
- B21C1/16—Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes
- B21C1/22—Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes specially adapted for making tubular articles
- B21C1/24—Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes specially adapted for making tubular articles by means of mandrels
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- Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)
Description
1879.
Klasse 49.
JAMES ROBERTSON in GLASGOW (England). Neuerungen im Ziehen und Schweißen von Röhren oder runden Metallstäben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1879 ab.
Bei der Fabrikation von eisernen, messingnen, kupfernen oder anderen gezogenen Röhren,
sowie beim Ziehen von Rundeisen oder Draht aus Metallen, wird ein grofser Kraftaufwand
durch die Reibung des zu ziehenden Körpers, bei Röhren zwischen der inneren Fläche des
Zieheisens und der äufseren Fläche des Domes, und bei Rundstäben und Drähten an der Innenseite
des Zieheisens erheischt.
Dieser Kraftaufwand verursacht aufser den directen Kosten der Kraft auch die Nothwendigkeit,
die Maschinen sehr stark zu construiren.
Ich habe nun gefunden, dafs diese Reibungswiderstände dadurch auf einen geringen Bruchtheil
ihrer jetzigen Höhe reducirt werden können, dafs man z. B. beim Ziehen von Röhren
dem Dorn, über welchen sie gezogen werden, eine ziemlich schnelle Drehung um seine Längsaxe
ertheilt.
Weitere Versuche haben festgestellt, dafs eine ähnliche Erspamifs auch durch die Rotirung
(ebenfalls um die, Längsaxe des zu ziehenden Körpers) der Zieheisen erzielt werden kann.
Ferner auch, dafs man bis zu einem gewissen Grade ähnliche Resultate erzielen kann
dadurch, dafs man den zu ziehenden Körper rotiren läfst.
Bei der Fabrikation von gelötheten oder geschweifsten Röhren ist es ferner nöthig, den
Metallstreifen, aus dem das Rohr gemacht werden soll, zuerst annähernd in Rohrform zu
biegen.
Auch bei diesem Verfahren hat sich meine Erfindung bewährt. Der Dorn nämlich, um
welchen der Streifen in die Rohrform gebogen werden soll, wird ebenfalls in Rotirung gesetzt.
Diejenigen Theile des Dornes oder der Zieheisen, die mit dem zu ziehenden Metallkörper
(Rohr, Rundstab oder Draht), in Berührung kommen, werden aufserdem unter gewissen Verhältnissen
zweckmäfsig durch Rollen, walzenförmige Körper und Scheiben ersetzt, deren Drehungsaxen parallel oder vorzugsweise schwach
geneigt zu der Zugrichtung stehen.
Die Drehung um die Axe kann gleichzeitig mit einer im Sinne der Axe fortschreitenden
Bewegung combinirt, also eine spiralförmige sein. Anwendung des rotirenden Dornes auf die erste
Operation beim Ziehen von Röhren, welche im Aufbiegen des Blechstreifens in Röhrenform besteht.
Die Fig. 1 bis 8 stellen die hierzu verwendete Maschine mit rotirendem Dorne dar.
Um das Einbiegen der flachen Streifen in warmem oder kaltem Zustande zur Herstellung
von Metallröhren auszuführen, oder um direct aus Schienen geschweifste Eisen- oder Stahlröhren
bei einmaliger Erhitzung herzustellen, bediene ich mich unter gewissen Verhältnissen
(siehe Fig. 1 bis 8) eines Rollenpaares AA von gewöhnlicher Form, deren Axen horizontal in
den gebräuchlichen Ständern gelagert sind, und eines horizontalen Rollenpaares ASAS, welche
unmittelbar vor den Hauptwalzen A A angeordnet sind und das vervollständigende Einbiegen
des flachen Streifens auszuführen haben. Die Ausfurchungen der Rollen As sind um
weniges gröfser als die der Hauptwalzen.
Ich bediene mich auch eines später zu beschreibenden Mundstückes, welches die Eisenschiene
einbiegt und dieselbe unmittelbar vor ihrem Eintritte unter die Walzen freiläfst, oder
ich wende statt der Rollen As eine durchlaufende
endlose Bank mit Formbacken oder Mundstücken an, oder gewöhnliche Einbiegfinger,
welche leicht und schnell für jede innerhalb gewöhnlicher Grenzen liegende Gröfse des
Rohres eingestellt werden können. Die Erfahrung hat gelehrt, dafs solche Anordnungen sich
für die Ausführung der Operation des Auf- oder Zusammenbiegens, zumal bei leichten dünnwandigen
Röhren, sehr gut eignen.
Eine die (Eisen- oder Stahl-) Schiene oder Streifen einbiegende event, auch schweifsende
Maschine ist durch die Fig. 1 bis 8 dargestellt.
Der Dorn B, welcher von der dem Flammenofen D zugekehrten Seite aus durch die Räder
J?J?1 ... F'' in Umdrehung versetzt wird, hat
die Form, welche in den Fig. 9 und 10 dargestellt und für den vorliegenden Zweck am
geeignetsten ist. Die Construction der Ständer C2 und C3 ist aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich.
Um die Schienen einzuklemmen und dieselben mit einer Geschwindigkeit zu bewegen,
welche annähernd gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen AA ist, hat man die Maschine
mit einer kurzen, endlosen Schleppbank ver-
sehen, welche aus beweglichen Formbacken besteht, deren Länge gleich einer Seitenfläche
der achteckigen Scheiben II, Fig. i, ist, um welche sie sich bewegen. Die eine Scheibe /
sitzt auf der Welle, welche die Räder Fi und
F3, Fig. 2, trägt, so dafs kein besonderes Vorgelege zur Ingangsetzung der endlosen Bank
nöthig wird.
Die Formbacken HHH sind U-förmig ausgehöhlt und durch Gelenkstücke mit einander
verbunden. Die Axe der dem Ofen D nächstanliegenden Scheibe /ist um den vollen Durchmesser
des Domes niedriger gelagert, als die andere, so dafs dadurch unterhalb des Domes
ein allmälig ansteigender Kanal für die Zuführung der aus dem Ofen austretenden Schiene a
hergestellt wird, wie aus Fig. ι ersichtlich.
Ein solcher U-förmig ausgeschnittener Formbacken H ist in vergröfsertem Mafsstabe in
Fig. 5 dargestellt.
Die Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht und Fig. 7 einen Querschnitt davon.
Letzterer läfst den U-förmigen Ausschnitt, sowie die Umbiegung der Schiene α um den
Dorn B am Ausgangspunkte der Bank am besten erkennen. Die eigentlichen Formbacken
H1 Fig. 8, befinden sich zwischen zwei parallel
laufenden endlosen Kettengliederbändern, in welche dieselben mittelst Keilen eingesetzt und,
je nach dem Durchmesser des herzustellenden Rohres, ausgewechselt werden können.
Die flache kalte, wenn nur zum Einbiegen, oder weifsglühende Schiene a, wenn zum Schweifsen,
wird aus dem Ofen D herausgezogen, bei H3 auf den ersten Formbacken JET gelegt, welcher
ungefähr um die doppelte Dicke der Schiene a unter dem Dorne B liegt, und durch die fortschreitende
Bewegung des allmälig ansteigenden Kanales der Formbacken H halbkreisförmig um
den Dorn gebogen, während letzterer sich in einer unveränderlich horizontalen Lage dreht
und nach und nach der Schiene α die U-förmige
Gestalt beibringt.
Die Eisen- oder Stahlschiene erhält auf ihrem Wege allmälig die Unförmige Gestalt, geht mit
beträchtlicher Kraft durch die Rollen As und
gelangt scMiefslich Unter die Hauptwalzen A A,
welche dem Rohre die richtige Gestalt geben, oder dasselbe schweifsen, wenn die Schiene
noch genügend warm ist. '
Die Pfeile geben die Richtungen der einzelnen bewegenden Theile an.
Wenn diese Maschine zum Einbiegen von Schienen benutzt wird, so kann man für diesen
Zweck einen hohlen oder röhrenförmigen Dorn anwenden, welchem Wasser durch eine Röhre,
die an einem Behälter angebracht und durch eine drehbare Abdichtung mit dem das Rad F\
Fig. ι und 2, tragenden Wellenende in Verbindung steht, eingeführt wird, um ihn, sowie
den Wulst B1 immer kalt zu erhalten. Diese Maschine wendet man in vorteilhafter Weise
in Walzwerken an, wo Schienen oder Streifen gewalzt werden, indem dieselben noch in ihrem
heifsen Zustande durch diese Maschine hindurchgeführt und in ungeschweifste Röhren aufgerollt
werden können, wodurch eine bedeutende Ersparnifs an Brennmaterial gewonnen wird.
Mit Bezug auf die dem wirksamen Ende des Domes zweckmäfsig zu gebende Endform sind
solche in den Fig. 9 bis 26 dargestellt.
Fig. 9 stellt eine Endansicht, Fig. 10 eine Seitenansicht eines gleichmäfsig cylindrischen,
rotirenden Dornes B dar, dessen Form sich am besten zum Auftreiben von Röhren eignet, und
in allen Beispielen die durch den Pfeil angedeutete Drehungsrichtung besitzt.
Das Rohr α wird geradlinig, wie angegeben,
über den Dorn gezogen.
Die Fig. 11 und 12 zeigen ähnliche Ansichten
eines rotirenden Dornes B mit einem über ihn gesteckten Rohr a.
Derselbe ist vorn mit einem Wulste B1 versehen
und eignet sich zur Herstellung von Messing- und Eisenröhren mit Anwendung von Walzen und Zieheisen.
Die theilweise im Schnitt gezeichnete End- und Seitenansicht eines weiteren Dornes stellen
die Fig. 13 und 14 dar. In diesem Falle besitzt der rotirende Dorn B vorn einen Stift B2 von
viereckigem Querschnitt, über welchen der den Wulst bildende Ring B1 gesteckt ist, dessen
Form sich zum Schweifsen von Eisenröhren am besten anwenden läfst.
Ein anderer, besonders wichtiger, rotirender Dorn B mit aufgestecktem Wulste B1, welcher
sich ebenfalls zum Schweifsen eiserner Röhren eignet, ist durch die Fig. 15 und 16 dargestellt.
Der Wulst B1 ist mit einer Aussparung B3 versehen, welche mit Wasser theilweise gefüllt
werden kann, indem man den Wulst vom Zapfen B2 abzieht, Wasser in denselben bringt und
wieder aufsteckt, ehe die weifsglühende Eisenschiene über demselben geschweifst wird. Man
erkennt, dafs dies einen Vortheil für rotirende.' Wülste, sowie für rotirende Dorne gegenüber
den feststehenden gewährt, da das Wasser durch die Centrifugalkraft während der Drehung so
gegen die Wandung der Höhlung B3 geschleudert wird, dafs durch die dünne, durch die
punktirten Linien B^, Fig. 16, angegebene, ringförmige
Schicht Wasser der Wulst genügend abgekühlt und nicht viel wärmer, als das Wasser
selbst wird. Ebenso bedient man sich röhrenförmiger, rotirender Dome, welche mit Wasser
theilweise angefüllt werden.
Die Praxis hat gezeigt, dafs über solchen Wasserdornen geschweifste Röhren eine schönere
Oberfläche erhalten. Der hohle Kopf geht leicht abzunehmen und kann jedesmal schnell
mit etwas Wasser gefüllt werden.
Der aus den Fig. 17 und 18 ersichtliche
Dorn B mit Wulstring B' hat in diesem Beispiele
noch einen Konus B7 beigefügt, welcher lose auf dem runden Theile B6 des Zapfens B2 aufgesteckt
ist.
Der Durchmesser dieses Konus B7 ist um weniges kleiner, als der des Wulstringes B\
Bei der Drehung des Domes und Wulstringes wird der Konus nicht mitgenommen, da
derselbe durch die Unebenheiten der inneren Wandung des Rohres, welches über ihn gezogen
wird, festgehalten wird.
Die Anbringung dieses Konus hat den Zweck, die aus dem Flammenofen mitgeführten, an der
Schiene haftenden Schlacken beim Schweifsen der Röhren abzustreifen, damit dieselben nie
zwischen Wulstring und Innenfläche des Rohres kommen können.
Die Fig. 19 und 20 zeigen die Ansichten eines rotirenden Domes mit Wulst und Röhre a
im Durchschnitt.
In diesem Beispiele hat der Wulst B1 eine
ovale Form. Wird demselben eine rasche Drehung beigebracht und ein.e Röhre langsam
über ihn gezogen, so bildet dieser Wulst, trotz seiner ovalen Form, Röhren, welche innen vollkommen
rund und glatt sind. Man wendet Wülste von dieser Form hauptsächlich für das Oeffnen oder Erweitern geprefster Röhren an.
Diese Art von Dornen, deren Wülste auf ihren Umfangen mit einer entsprechenden Anzahl
Furchen oder Flächen versehen sind, reduciren bei ihrem Durchgange durch ein Rohr den
Reibungswiderstand beträchtlich. Wo es beim Ziehen der Röhren darauf ankommt, den Reibungswiderstand
für die längsfortschreitende Bewegung auf einen sehr niedrigen Grad zu reduciren, da läfst sich jeder an seinem Umfange
durch Auskehlungen oder Flächen unterbrochene Dorn mehr oder weniger mit grofsem
Vortheil anwenden.
Die zweckmäfsigste Form der gewöhnlich angewendeten Dorne ist die eines Sechsecks,
Dreiecks und nicht viel von einem Kreise abweichenden Ovals.
Ein sechseckiger Dorn ist in den Fig. 21 und
22 dargestellt.
Die Durchschnittskante zweier nächst anliegenden Flächen liegt aufserhalb der Schnittfläche
des Domes B, so dafs zwischen den Kanten zweier Flächen jedesmal noch ein Streifen der
Dornrundung stehen bleibt.
Der Dorn ist an seinem Ende zugespitzt und arbeitet bei einer grofsen Umfangsgeschwindigkeit
äufserst wirksam.
Aus den Fig. 23 und 24 sind die Ansichten eines rotirenden Domes B mit dreieckigem
Kopfe bezw. Wulste B' und der Schnitt einer Röhre α ersichtlich.
Die Kanten des Dreiecks sind stark abgerundet, während die Seitenflächen es weniger
sind.
Ein rotirender Dorn B mit konischem Wulst B'
und ein über letzteren gestecktes Rohr α sind durch die Fig. 2 5 und 2 6 dargestellt. Diese
Form eignet sich zum Aufbiegen und Schweifsen von konischen Röhren in langen Zieh- oder
Prefsringen. Dieser Wulst kann einen ovalen, sechseckigen oder anders geformten Querschnitt
haben, wie hier oben in Bezug auf die Fig. 9 bis 24 dargethan ist.
Es ist hier zu bemerken, dafs diese Varietäten von Dornen mit und ohne rotirende Endstücke
nicht nur für die oben beschriebenen Zwecke des Aufbiegens, sondern auch für die später
beschriebenen Zwecke des Sch weif sens und
Ziehens gebraucht werden.
Eine weitere wichtige Anwendung des Principes ist die auf das Schweifsen der durch die
vorhergehende Operation aufgebogenen Röhren. Dieses wird zweckmäfsig auf der in Fig. 27, 28,
29 dargestellten Maschine bewerkstelligt. Diese Maschine ist im allgemeinen dieselbe, welche
jetzt schon zum Schweifsen von Röhren, z. B. bei der Fabrikation von sogenannten „laf-
welded tubes", angewendet wird.
Die einzige Veränderung ist eben, dafs ich den Dorn B1 welcher bisher stationair war, in
schnelle Rotation versetze, wodurch ich erstens die Reibung, also den nöthigen Kraftaufwand,
wie oben erwähnt, beträchtlich reducire; zweitens den Vortheil erhalte, dafs die
Schweifsung langsam stattfinden kann und das Rohr nicht, wie gegenwärtig, mit grofser Geschwindigkeit
durch die Walze gejagt werden mufs.
Fig. 27 ist eine Ansicht und
Fig. 28 eine Oberansicht eines in den Ständern C C gelagerten Rollenpaares A A von gewöhnlicher
Form zum Schweifsen von Röhren aus Eisenschienen.
Der Dorn, welcher in der Nähe eines Flammenofens D angeordnet ist, erhält durch ein Räderwerk
seine Umdrehung. Derselbe ist in diesem Falle von der in den Fig. 13 und 14 dargestellten
Form.
Das Rohr a, Fig. 27, wird durch die Rollen A A aus dem Flammenofen D heraus über den
Wulst B' des Domes B gezogen, welcher durch
die Anordnung der Räder FF' F* F3F'F5 F6
und F1 von den Rollen aus in Umdrehung versetzt wird.
Das letzte Paar Rädert 0F7 sind auswechselbar,
um die Geschwindigkeit und arbeitende Kraft . für verschiedene Dorn- und Rohrdurchmesser
verändern zu können. Das Getriebe F"1
ist auf der Spindel Bii, welche die ihr mitgetheilte
Drehung auf den Dorn B überträgt, aufgekeilt.
Das viereckige Ende des Domes pafst in.
den entsprechend ausgehöhlten Ring B'2 der
Spindel B'' und wird durch einen Stift mit
letzterer verbunden, so dafs zum Abnehmen des Domes und Rohres nur dieser Stift herausgetrieben
zu werden braucht.
Die Ständer C C2, in welchen die betreffenden
Wellen der den Dorn B bewegenden Räder gelagert sind, besitzen eine Oeffnung, durch
die das vollständig geschweifste und durch die Rollen A A gezogene Rohr sammt dem Dorn B,
nachdem derselbe von der Treibspindel B'' gelöst, hinabfallen gelassen und in einen
Trog gebracht wird, indem man die schwingenden Führungen G1 G', welche das Rohr
und den Dorn, während des Ziehens unter-
stützen, um . ihre Zapfen umschlägt. Dabei
nimmt das Rohr β die in Fig. 27 eingezeichnete Lage an und kann nun durch die Oeffnung C
hindurch über den Dorn heruntergezogen werden. Die Bewegungen der Walzen und der Treibräder erfolgen in den durch die Pfeile angegebenen
Richtungen. Auf der Grundplatte L sind die Ständer CC und C2 und der Trog
befestigt. ' r
In manchen Fällen gebe ich ferner dem Ende der Dorne eine Form, wie in Fig. 30 bis 35
dargestellt, hauptsächlich, um die Reibung des rotirenden Domes noch weiter zu reduciren.
Im letzteren Falle, d. h. wenn unter einem schwachen Winkel gegen die Dornaxe gestellt,
wie in Fig. 31 angedeutet, haben diese Dorne auch noch den Nebenvortheil, dem Rohr durch
ihre Drehung eine Längsbewegung mitzutheilen; sie schieben dasselbe durch die Matrize in der
einen Rotationsrichtung vorwärts und, wenn reversirt, rückwärts.
.Fig. 30 ist ein Endquerschnitt,
Fig. 31 eine Seitenansicht und
Fig. 33 eine Endansicht eines Domes B mit schwach geneigten Rollen.
Fig. 31 eine Seitenansicht und
Fig. 33 eine Endansicht eines Domes B mit schwach geneigten Rollen.
In diesem Beispiele sind drei Rollen, wie aus dem durch die Axe der Rollen gemachten
Schnitt, Fig. 30, und der Endansicht, Fig. 33, ersichtlich ist, zur Anwendung gekommen. Das
rotirende Endstück zeigt ebenfalls in Fig. 30 drei der Länge nach angeordneten Stege, welche
die beiden Enden B' vereinigen, ebenso sind
die zur Aufnahme der Rollen AAA dienenden Vertiefungen daraus ersichtlich.
Die Fig. 32, 34 und 35 zeigen diese Form des Domes in einem langen, feststehenden Zieheisen
angewendet.
Der Dorn B und das Gehäuse B' sind in
einem kleineren Mafsstabe, als das in den Fig. 30, 31 und 33 dargestellte Endstück angegeben.
Der Dorn B besitzt auf seiner ganzen Länge eine viereckige Nuth, ist in der hohlen,
rotirenden Spindel F angeordnet und durch eine Riemscheibe F"1 in Umdrehung versetzt.
Das Zieheisen O ist vor dem Ofen D so angeordnet, dafs ein in Fig. 32 angegebenes,
' bereits aufgebogenes und noch zu schweifsendes Rohr aus letzterem in ersteres hineingezogen
werden kann. Das rotirende Endstück B' des rotirenden Domes B, Fig. 32, wirkt auf das zu
schweifsende Rohr α ein.
Die Kanten der eingerollten Eisenschiene ά übergreifen einander, einerseits um den Durchmesser
zu verringern und dadurch das Einschieben desselben in das Zieheisen, Fig. 35, wesentlich zu erleichtern, andererseits um gleichzeitig
auf den gegebenen Durchmesser aufgetrieben und durch den walzenden Druck des rotirenden Domes geschweifst zu werden.
Einen ähnlichen Zweck haben die in den Fig. 36 bis 39 dargestellten Formen von langen,
feststehenden Zieheisen. mit darin rotirenden konischen oder cyliridrischen Dornen B'. Alle
diese Zieheisen können. entweder solide sein, weil das Rohr, nachdem es geschweifst, beim
Abkühlen sich zusammenzieht und leicht herauszuziehen ist, oder sie können aus zwei Theilen
bestehen, die durch beliebige mechanische Mittel aneinander gehalten werden und dann
gleichzeitig leicht so eingerichtet werden können, dafs die Dicke des Rohrs um ein geringes vermehrt
oder vermindert werden kann durch Entfernen oder Zusammendrücken der zwei Hälften.
Ein Dorn mit darüber gestecktem Rohre a und Zieheisen O ist in den Fig. 40 und 41
dargestellt.
Um den Durchgang des Rohres durch das Zieheisen zu erleichtern, ist dessen Oeffnung
ausgerundet. Der gröfste Durchmesser des Wulstringes B und der kleinste der Oeffnung
im Zieheisen O befinden sich in der gleichen verticalen Ebene beim Ziehen oder Schweifsen
der Röhren. Die einzelnen Theile bewegen sich in den durch die Pfeile angedeuteten
Richtungen.
Eine vollkommen gleiche Anordnung, wie die soeben beschriebene, ist durch die Fig. 42
und 43 dargestellt. Der einzige Unterschied besteht darin, dafs im vorigen Falle das Zieheisen
feststehend, in diesem rotirend, und zwar in entgegengesetzter Richtung zu der des
Domes B angeordnet ist. Das Zieheisen P
und der Wulstring B1 befinden sich unmittelbar
übereinander.
Das rotirende Gehäuse kann ebenfalls aus zwei oder mehr Theilen bestehen, die durch
einfache Vorrichtungen näher aneinander gebracht oder mehr von einander entfernt werden
können, wodurch die Dicke der Röhren sehr fein und genau regulirt werden kann.
Obgleich ich bis jetzt nur rotirende Dorne und Zieheisen1, welche in horizontaler Lage auf
den zu bearbeitenden Gegenstand einwirken, beschrieben habe, so darf ich doch nicht vergessen
zu bemerken, dafs dieselben sich in verticaler oder geneigter Richtung hauptsächlich
zum Ziehen und Walzen von kurzen Röhren und Stäben in vielen Fällen vortheilhaft anwenden
lassen.
Um dünnen Röhren eine rotirende und Längsbewegung zu geben, hat sich der durch die
Fig. 44, 45, 46 dargestellte Mechanismus gut bewährt.
Die Fig. 44, 45 und 46 stellen ein Paar mit Schnüren umwickelte, schwach schief gegeneinander
gestellte Walzen dar.
Diese Schnüre werden in der in der Zeichnung gezeigten Weise fest auf die Walzen
gewickelt. Die so überzogenen Walzen eignen sich dann besonders bei dünnwandigen polirten
Röhren und dünnen Stäben zur spiralförmigen Vorwärtsbewegung, ohne dadurch dem Glanz
Claims (1)
- und der Beschaffenheit ihrer Oberflächen Eintrag zu thun. Zu diesem Zweck eignen sich ebenfalls Kautschukschnüre.Im übrigen bleibt die Wirkungsweise dieser modificirten Walzen die gleiche, wie die in den Fig. 47 und 48 dargestellten einfachen Walzen, d. h. sie ist so, als ob sich Dorn B' und Zieheisen O in entgegengesetzter Richtung zu einander drehen würden.Pat ε ν τ-Anspruch:Beim Ziehen, Einbiegen und Schweifsen von glatten Röhren, sowie beim Ziehen von Metallkörpern runden Querschnitts überhaupt, die Reduction der Reibung dadurch, dafs entweder dem Zieheisen oder dem Dorne, oder dem zu ziehenden Gegenstande, oder mehr als einem von diesen dreien gleichzeitig eine Drehung um ihre Axe ertheilt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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Country Status (1)
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