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Elektrisch angetriebene Nähmaschine Die Erfindung bezieht sich auf
eine elektrisch angetriebene Nähmaschine, insbesondere eine Haushaltnähmaschine,
mit zu einer von der Nähmaschine lösbaren Einheit zusammengefaßten Teilen der elektrischen
Ausrüstung, wie Elektromotor, Regulieranlasser, Gerätestecker für die Stromzuführung
und Anschlußkontakten für das Nählicht.
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Die Erfindung hat- die Aufgabe gestellt, die elektrische Ausrüstung
einer solchen Nähmaschine so anzuordnen, da.ß das gesonderte Verlegen, irgendwelcher
elektrischer Leitungen innerhalb oder außerhalb des Nähmaschinengehäuses mit Ausnahme
derjenigen einer etwa fest eingebauten Beleuchtung in Fortfall kommt. Die einzelnen
zu der elektrischen. Ausrüstung gehörenden Teile sollen so zu einer Einheit zusammengefaßt
werden, daB beim Einsetzen in das Nähmaschinenoberteil oder -unterteil die erforderlichen
elektrischen Verbindungen hergestellt sind bzw. selbsttätig hergestellt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß eine als Abschlußplatte für eine Öffnung
im Ständer des Nähmaschinengehäuses dienende Montageplatte vorgesehen, die die gesamte
elektrische Ausrüstung der Nähmaschine, wie Antriebsmotor mit Regulieranlasser,
Stromzuführungseinrichtung, gegebenenfalls Störschutzkondensätor und gegebenenfalls
Berührungskontakte für einen fest mit dem Gehäuse der Nähmaschine verbundenen Beleuchtungsan.schluß,
fertig geschaltet und so angeordnet trägt, da,ß eine ein gesondert vorzunehmendes
An-und
Abklemmen elektrischer Verbindungsleitungen vermeidende
Austauscheinbäueinheit gebildet ist, die frei von der Seite her mit der elektrischen
Ausrüstung in den Nähmaschinengehäuseteil sich hinein erstreckend als geschlossenes
Ganzes unter .zwangläufiger, selbsttätiger Herstellung bzw. Trennung- der elektrischen
Verbindung zu der Nähleuchte in den Gehäuseteil einsetz- und aus diesem herausnehmbar
ist. _ -Die Erfindung ermöglicht es auf diese Weise, die elektrischen Teile-der
Nähmaschine nach Lösen;: weniger Befestigungsschrauben ohne weiteres auch von Laienhand,
etwa vom Benützer der Nähmaschine, auswechseln zu lassen, ;Ahne däß Schaltfehler,
Beschädigungen oder Unfälle entstehen können. Im Fälle einer notwendigen Reparatur
an der elektrischen Einrichtung kann:- sich die Hausfrau mit dem Aggregat zum Fachgeschäft
begeben.und sich ein Austauschaggregat aushändigen lassen., das. sie dann selbst
in die Nähmaschine einschiebt und festschraubt. So, wird die oft komplizierte Schaltung
einer Nähmaschine gleichsam. narrensicher gemacht. In diesem Zusammenhang erscheint
auch der Gesichtspunkt wesentlich, daß eine Nähmaschine ein Gebrauchsgegenstand
ist, bei dem man mit einer sehr unterschiedlichen Mentalität der Kundschaft zu rechnen
hat. Neben. einem technisch völlig ungeschulten. Personenkreis gibt es auch Kreise,
die vorgeben oder glauben, etwas von der Sache zu verstehen, während das in Wirklichkeit
nicht der Fall ist. .
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Die Vorteile der Erfindung wirken. sich nicht nur dem letzten Verbraucher
gegenüber' aus. Nicht jedes Fachgeschäft für Nähmaschinen, nicht Jede kleine Fabrikniederlassung
oder ist mit Schaltungsspezialisten. bzw. sachverständigen Ingenieuren oder mit
Fachkräften auf dem Gebiet der Elektrotechnik besetzt: Auch wenn man das aber annehmen
wollte, ist es wichtig, daß das betreffende Fachgeschäft etwa. bei der Durchführung
von. Reparaturen,@beim Übergang von. einer Stromart zur anderen, wie :er z. B. bei
Umzügen. in Kauf genommen, werden, muß; oder bei verschiedenen jeweils ortsbedingten
Stromspannungen ein geeignetes anderes Austauschaggregat zur Verfügung stellen und,
wenn man. denn Kunden, den, Ausbau des vorhandenen und den Ersatz durch ein neues
Aggregat nicht selbst überlassen will, mit Hilfe von -landläufig geschulten Fachmonteuren.
in. - einfachster Weise Auswechslungen bzw.-,Umsteelllüngen -der vorerwähnten Art
vollziehen kann. Reparaturen an einem beschädigten Aggregat können dann. in der
Fabrik selbst durchgeführt werden, die die Austauschaggregate fertig montiert und
richtig geschaltet zurückliefert. -Die alledn, den Gegenstand der Erfindung bildende
elektrische Einbaueinheit setzt keineswegs 'voraus, daß etwa die Motorwelle gleichzeitig-
auch die Verbindungswelle zwischen Oberarmwalle und. Greiferwelle bildet. Es. ist
vielmehr unbenommen, und zweckmäßig, die Erfindung bevorzugt bei einer Nähmaschine
mit einem mechanischen Aufbau zu verwirklichen, bei dem die Verb:in.dung zwischen
Arm- und unterer Welle durch eine besondere Triebstange mit Zahnrädern gebildet
ist und mithin auch nach dem Ausbau des im Ständer vorgesehenen elektrischen Antriebsmotors
stets mit Sicherheit aufrechterhalten bleibt. Wird jedoch als Verbindung -zwischen
Arm- und Greiferwelle die ,Motorwelle vorgesehen, so wird man sich bekannter mechanischer
Hilfsmittel bedienen, die nicht Gegenstand der Erfindung sind und die bei Herausnahme
des Motors b:zw. der elektrischen Einbaueinheit eine ausreichende Sicherheit gegen
ein Verdrehen. der Oberarmwellle und der unter Welle bieten. Solche Mittel sind
z. B. über die Wellen, gelegte Bremsbänder, die selbsttätig z. B. durch eine Feder
angezogen und beim Einschieben: des Motors wieder gelöst werden, so- daB eine besondere
Justierung entfällt.
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-Obwähl das-genannte, Austauschsystem auf anderen Gebieten derTechnik
seit langem bekannt ist, wurde. dieser Gedanke auf dem Gebiet des elektrischen Einbauantriebes
von Nähmaschinen erstmalig durch die Erfindung verwirlzlicht. Offenbar waren, vielleicht
bedingt durch die konservative Einstellung im- Nähmaschinenbau, bestehende Vorurteile
zu überwinden; da., in Anbetracht der vorgenannten besonderen Umstände und gewichtigen
Vorteile schon: früher ein starkes Bedürfnis nach einer solchen Lösung vorgelegen
hat. So erklärt es sich auch, da:B die Technik auf dem Gebiet des Nähmaschinenbaues
Wege gegangen ist, die nur schrittweise Vereinfachungen un.d Vorteile brachten.
Es ist beispielsweise seit fast zwei. Jahrzehnten ein elektrischer Anbauantrieb:
für Haushaltnähmaschinen bekannt, bei dem der Elektromotor, der Regulieranlasser,
der Gerätestecker für die Stromzuführung und die Steckdose für das Nählicht in einem
gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, also zu einer vom. der Nähmaschine lösbaren
Einheit zusammengefaßt wurden. Das Gehäuse ist zweiteilig und gestattet einen, Überblick
über die elektrischen Anschlüsse nach Abnahme der vorderen Gehäüisehälfte. Es. ist
mittels seines Tragarmes bzw. Halters außen am Maschinenoberteil befestigt,, und
es kann. das Aggregat einschlieBflich der am Halter befestigten Bremsgestänge als
Ganzes an- und abmontiert werden. -Bei einer anderen bekannten Anordnung hat man
den elektrischen Antriebsmotor mit Zubehör, wie Regulieranlasser, -mit--in die Einkapselung-
des Triebwerkträgers einbezögen, d.. h., man hät:di.e elektrischen Teile seitlich
vom Triebwerlcträger ange= ordnet und die erwähnte Einkapselung als umschließende
seitlich vorragende, abnehmbare Schale geformt. Beim Aus- und Einbau dieser bekannten
Einrichtungen:- ist es stets notwendig, gesondert Verbindungsleitungen. ab- bzw.
anzuklemmen, was sachgemäß in der Regel nur von besonderen Fachleute#i @durrhführbar
ist.
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Weiterhin ist bei einer elektrisch angetriebenen Nähmaschine mit-
üng&eiltem Oberteilgehäuse und einem im Ständer des.Oberteilgehäuses eingebauten
Motor vorgeschlagen worden, in der Wandung des Ständers z. B. unterhalb des Handschwungrades
einen
Ausschnitt vorzusehen, derart, daß durch diesen der Motor in die mechanisch betriebsfertig
montierte Nähmaschine von außen einschiebbar und mit dem Ständer von außen verbindbar
ist. Der Ausschnitt im Ständer wird durch einen Flansch abgedeckt.
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Auch bei einer solchen Anordnung ist beim Eir-und Ausbau des Motors
und der zusätzlichen elektrischen Einrichtungen stets ein gesondertes, nur durch
den Spezialfachmann ausführbares An- und Abklemmen der elektrischen Verbindungsleitungen
erforderlich, in gleicher Weise wie dies bei elektrischen Antriebsanordnungen7z.
B. auf einer anderweitig angeordneten abnehmbaren. Platte der Fall ist.
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Schließlich ist es. im Nähmaschinenbau nicht unbekannt, für das Nählicht
Berührungskontakte vorzusehen, die in einem bekanntgewordenen Falle durch' Zuklappen
eines Frontplattendeckels geschlossen werden.
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Mit der Erfindung wird gegenüber den bisherigen Bauarten mit abnehmbar
im Maschinenständer oder in einer seitlichen Aussparung desselben angeordnetem Elektromotor
und z. B. räumlich getrennt vorgesehenem Anlasser vergleichsweise in etwa der gleiche
technische Fortschritt erziedt, wie ihn die erwähnte, an einem Halter außen. am
Maschinenoberteil befestigte und als Ganzes an- und äb.-montierbare geschlossene
elektrische Anbauantriebseinheit gegenüber älteren, primitiven. Antrieben gebracht
hatte, bei denen. der Elektromotor für sich allein frei auf der Maschinentischplatte
angebracht war. Die Erfindung führt mithin. im Rahmen, der modernen. Nähmaschinen
mit vollkommen in das Nähmaschinengehäuse eingebauter elektrischer Ausrüstung zu
einer Bereicherung der einschlägigen Technik.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
wiedergegeben, und zwar zeigt Fig. i eine elektrisch angetriebene Haushaltnähmaschine
in. Vorderansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf Fig. i, teilweise
im Schnitt, Fig.3 eine Ansicht auf die herausgenommene Abschlußplatte mit elektrischer
Ausrüstung, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
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Die Nähmaschine besteht aus dem Nähmaschinenunterteil i und dem Nähmaschinenoberteil2.
In dem senkrechten Arm 3 des Nähmaschinenoberteils 2 ist der Elektromotor 4 eingebaut.
DieWellen.-enden 5 und 6 sind mit Schraubenrädern 7 und 8 ausgerüstet. Das Schraubenrad
8 greift in ein entsprechendes Schraubenrad 9 der Armwelle io ein, während das Schraubenrad-?
in ein entsprechendes Schraubenrad i i der Greiferwelle 12 eingreift. Die Greiferwelle
12 trägt auf ihrem Außenende das Handrad 13.
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Die Rückseite des senkrechten. Armes 3 des Nähmaschinenoberteils 2
besteht aus einer anschraubbaren Platte 14. Auf dieser Platte 14 ist- der Moto@r
4 mit Hilfe der Schrauben 15 befestigt. An der Platte 14 sitzt ferner, und zwar
an der Strebe 16 befestigt, der Anlasser 17, der z. B. als Kohledruckanlasser ausgebildet
sein kann,. Außerdem ist ein Störschutzkondensator 18 vorgesehen, der sowohl für
den Motor 4 als auch für den Anlasser 17 den jeweils. erforderlichen Entstörungsschutz
gewährleistet.
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An der Abschlußplatte 14 sind ferner über Sockel i9 Druck- bzw. Steckkontakte
2o vorgesehen, die, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, beim Anbringen, der Platte 14
an dem Arm 3 die elektrische Verbindung mit der Steckdose 21 für die Nähbeleuchtung
herstellen. Am oberen Ende der Platte 14 ist als Stromzuführungseinrichtung ein
Gerätestecker 22. Auf dem Wellenende 5 des Motors 4 kann schließlich in bekannter
Weise noch ein. Lüfterflügel 23 angeordnet sein. Der Gerätestecker, der Motor, der
Anlasser, der Störschutzkondensator und die, Anschluß-, Druck- bzw. Steckkontakte
sind auf der Abschlußplatte unter sich ordnungsgemäß elektrisch verbunden.