DE942277C - Vorrichtung zum Wiedergeben von farbigen Fernsehbildern - Google Patents
Vorrichtung zum Wiedergeben von farbigen FernsehbildernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Wiedergeben von Farbfernsehbildern und auf
eine Elektronenstrahlröhre zur Verwendung bei einer solchen Vorrichtung.
Zum Wiedergeben von farbigen Fernsehbildern hat man mannigfache Systeme und Vorrichtungen
vorgeschlagen, u. a. halbelektronisch, halbmechanisch und weiter ausschließlich elektronisch wirkende.
.Letztere besitzen durchweg eine Elektronenstrahlröhre mit einem Leuchtschirm, der aus regelmäßig
angeordneten einzelnen Flächen besteht, die mit bei Beaufschlagung mit Elektronen verschiedenfarbiges
Licht aussendenden Stoffen bedeckt sind. Die bei solchen Systemen verwendete Elektronenstrahlröhre enthält mindestens eine
Elektrode, die den Elektronenstrahl auf eine bestimmte, die gewünschte Farbe ausstrahlende Oberfläche
zu richten vermag. Indem das Potential dieser Farbwechselelektrode geändert wird, läßt
sich das Farbbild aufbauen. Man hat bereits verschiedene Arten von Farbwechselelektroden vorgeschlagen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich ausschließlich auf Vorrichtungen, bei denen in der
Elektronenstrahlröhre der . Farbwechsel mittels zweier Gitter erfolgt, die im folgenden somit als
Farbwechselgitter bezeichnet werden, die an ihren wirksamen Oberflächen ausschließlich parallele
Drähte besitzen. Damit ist gemeint, daß die Drähte
eines jeden Gitters parallel und weiter die Drähte der beiden Gitter parallel verlaufen. Diese Gitter
wirken derart, daß auf dem bei Beaufschlagung mit Elektronen Licht aussendenden Fangschirm eine
Brennlinie auftritt, deren Stelle durch das Potential der Farbwechselgitter bedingt ist.
' Eine richtige Brennlinie und hinreichende Intensität
des vom Fangschirm ausgesandten Lichtes erfordert ein Feld, das die Elektronen beschleunigt,
ίο nachdem sie die Farbwechselgitter passiert haben. Dieses Feld wird mit einer sogenannten Feldelektrode
erzeugt, die sich, von der Kathode her gesehen, hinter den Farbwechselgittern befindet.
Diese Feldelektrode kann z. B. aus einem Gitter, einer auf den Fangschirm aufgetragenen, für Elektronen
durchlässigen, leitenden, ζ. Β. metallenen Schicht, einem mit dem Leuchtstoff gemischten
leitenden Stoff oder einem an sich leitenden Stoff auf dem Fangschirm bestehen. In den letzten drei
Fällen, die einer gesonderten Feldelektrode vorzuziehen sind, ist also die Feldelektrode mit dem
Fangschirm zu einem Ganzen vereinigt. In der folgenden Beschreibung wird eine solche Konstruktion
als Beispiel gewählt.
Wie üblich, hat der Fangschirm ein hohes Potential, meistens das höchste Potential in einer Elektronenstrahlröhre.
Um eine fokussierende Wirkung zwischen den Farbwechselgittern und dem Fangschirm
zu erhalten, soll das Verhältnis des mittleren Potentials der Farbwechselgitter und des
Potentials des Fangschirmes gleich 1 : 4 sein. Dann liegt nämlich der Brennpunkt gerade auf dem
Fangschirm. Da für ein lichtstarkes Bild der Fangschirm eine sehr hohe Spannung haben soll, im
allgemeinen 10 bis 25 kV, ist das mittlere Potential der Färb wechselgitter hiermit auch auf einige Kilovolt
festgelegt. Eine richtige Steuerung ist dann mit diesen Farbwechselgittern nur möglich, wenn
auch die zuzuführenden Steuerspannungen groß sind. In dieser Weise kommt man zu Farbwechselspannungen
z. B. von1 300 bis 500 V. Dem haftet ein sehr großer Nachteil" an. Die beiden Farbwechselgitter haben- nämlich eine beträchtliche
Oberfläche und mithin eine große Kapazität gegeneinander, wodurch die je Zeiteinheitzuzuführende
Ladung, die bekanntlich durch das Produkt der Winkelfrequenz, der Kapazität und des Potentials
bedingt ist, bei Systemen mit hoher Farbwechselfrequenz·
sehr groß wird. Hierdurch werden naturgemäß an die Zuleitungen, die Stromdurchführungen
und an die Vorrichtungen, in denen diese Farbwechselsteuerspannungen erzeugt werden, sehr
hohe Anforderungen gestellt. Die Erfindung schafft eine Vorrichtung, bei der mit geringen Farb-Wechselspannungen
ausgekommen werden kann.
Eine Vorrichtung nach der Erfindung zum Wiedergeben von Farbfernsehbildern besitzt eine
Elektronenstrahlröhre sowie Mittel zur Zeilen- und Bildablenkung des Elektronenstrahls, die ein Ablenkfeld
in der Elektronenstrahlröhre erzeugen. Die Elektronenstrahlröhre enthält eine Elektfonenspritze,
einen bei Beaufschlagung mit Elektronen Licht aussendenden Fangschirm, zwei zwischen
dem Fangschirm und der Elektronenspritze angeordnete Farbwechselgitter, deren wirksame Flächen
ausschließlich parallele Drähte tragen, und eine an der von der Kathode abgewandten Seite der Farbwechselgitter
angeordnete Feldelektrode und weist das Merkmal auf, daß das mittlere Potential der
Farbwechselgitter nicht höher als ein Zehntel des Potentials der Feldelektrode und zwischen den
Farbwechselgittern und der Feldelektrode ein feinmaschiges
Gitter angeordnet ist, dessen Maschenweite höchstens einem Zehntel des Abstandes
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters entspricht und das ein Potential
hat, das höchstens dem mittleren Potential der •Farbwechselgitter entspricht und das niedrigste
Potential eines Farbwechselgitters nicht um mehr · als 10 V unterschreitet, wobei sich zwischen dem
Ablenkfeld und den Farbwechselgittern eine Fokussierelektrode befindet, deren Potential das
Mittelpotential dieser Gitter übersteigt und das Potential" der· Feldelektrode unterschreitet.
Die Mittel zur Zeilen- und Bildablenkung des Elektronenstrahls können bekanntlich elektromagnetisch
oder elektrostatisch wirken. In beiden Fällen wird an einer bestimmten Stelle in der
Elektronenstrahlröhre ein Ablenkfeld erzeugt. Dieses Ablenkfeld beeinflußt den von der Elektronenspritze
erzeugten Elektronenstrahl. Unter der Bezeichnung »Elektronenspritze« ist im vorliegenden
Fall das einen konzentrierten Elektronenstrom bewirkende Elektrodengebilde zu verstehen.
Der Fangschirm kann mit einzelnen, regelmäßig verteilten, mit Leuchtstoffen bedeckten Flächen
versehen sein, die bei Anregung vom Elektronenstrahl verschiedenfarbig aufleuchten. Es ist aber
auch recht gut möglich, einen Schirm zu verwenden, der über seine ganze Oberfläche nur einfarbiges
Licht ausstrahlt, das auf ein Filter mit regelmäßig angeordneten Einzelflächen von verschiedener
spektraler Durchlässigkeit oder Reflexionsvermögen fällt. Der Fangschirm kann in
diesem Fall ebenfalls mit einem Leuchtstoff bedeckt sein oder z. B. aus einem sogenannten Glühschirm
bestehen, d. h. eine Fläche, die infolge der Energie der auftreffenden Elektronen so hoch erhitzt
wird, daß sie Licht ausstrahlt. «o'
Da die Farbwechselgitter ausschließlich parallele Drähte besitzen, entstehen am Fangschirm leuchtende
Streifen parallel zur Richtung der Gitterdrähte. Durch das Anlegen von S teuer spannungen
an die Farbwechselgitter verschiebt sich die Stelle dieser leuchtenden Streifen in eine Richtung senkrecht
zur Richtung der Gitterdrähte. Die verschiedenen Leuchtstoffe bzw. die Filterflächen befinden
sich in Streifen parallel zu den Drähten der Farbwechselgitter.
Wie oben erwähnt, ist die Stelle der leuchtenden Linien am Fangschirm durch die Potentiale der
Farbwechselgitter bedingt. Zu dem Zweck werden den Gittern geeignete S teuer spannungen, und zwar
vorzugsweise gegenphasig zugeführt, so daß die j,«5
ganze Wirkung symmetrisch ist. Naturgemäß ist
die geometrische Anordnung der beiden Farbwechselgitter auch wichtig, um eine richtige Wirkung
zu erreichen. Wie bekannt, ist es am einfachsten, die beiden Gitter in einer einzigen Ebene anzuordnen,
und zwar derart, daß die Drähte des einen Gitters zwischen denen des anderen Gitters
liegen. Um die Erläuterung der Erfindung zu vereinfachen, wird eine solche Konfiguration der
Farbwechselgitter als Beispiel gewählt, obgleich ίο die Erfindung darauf nicht beschränkt ist. Die beiden
Gitter können nämlich auch in z.wei verschiedenen Ebenen angeordnet werden.
Da nach der Erfindung das mittlere Potential der Farbwechselgitter nicht höher als ein Zehntel
des Potentials des Fangschirmes gewählt wird, kann mit geringen Farbwechselspannungen ausgekommen
werden. Sollten keine besonderen Maßnahmen getroffen werden, so würde dieses geringe
Potential keine richtige Fokussierung des Elektronenbündels zwischen den Farbwechselgittern
und dem Fangschirm bewirken, denn das Potentialverhältnis der Farbwechselgitter und des Fangschirmes
ist nun viel größer als ι : 4.
Zur Wiederherstellung der Fokussierung könnte zwischen den Farbwechselgittern und dem Fangschirm
ein feinmaschiges Gitter mit einem Potential angeordnet werden, das dem Dreifachen des
Mittelpotentials der Farbwechselgitter annähernd entspricht. Wenn die Maschen dieses Gitters hinreichend
klein gewählt werden, erfolgt daran keine nennenswerte Konzentration. Durch die Wahl des
genannten Potentialverhältnisses von 3: 1 wird das Elektronenbündel annähernd auf das feinmaschige
Gitter konzentriert. Zwischen dem feinmaschigen Gitter und dem Fangschirm findet dann
die endgültige Konzentration derart statt, daß die Brennlinien gerade auf den Fangschirm fallen.
Diesem Verfahren haftet aber ein großer Nachteil an. An den Farbwechselgittern und am feinmaschigen
Gitter wird nämlich unvermeidlich eine große Anzahl Sekuhdärelektronen ausgelöst. Alle
diese Elektronen werden in Richtung des Fangschirmes beschleunigt und bewirken daselbst eine
störende allgemeine Aufhellung. Diese Lösung, um die Fokussierung wieder herzustellen, wird man
also nicht wählen, und sie bildet deshalb keinen ■ Teil der Erfindung.
Ein anderer, dem niedrigen Potential der Farbwechselgitter anhaftender Nachteil besteht darin,
So daß die Elektronen in einem großen Teil der Röhre
eine niedrige Geschwindigkeit haben. Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird zwischen dem Ablenkfeld
und den Farbwechselgittern ein verzögerndes Feld erzeugt. Von dem Ablenkfeld bis zu diesem
verzögernden Feld behalten die Elektronen also ihre hohe Geschwindigkeit bei, und trotzdem haben
sie im Augenblick, in dem sie die Farbwechselgitter erreichen, eine solche Verzögerung erlitten,
daß sie mit den geringen Potentialänderungen dieser Gitter steuerbar sind. Dieses verzögernde
Feld bewirkt außerdem die Fokussierung, wenn zwischen den Farbwechselgrttern und dem Fangschirm
ein feinmaschiges Gitter angeordnet wird, dessen Potential höchstens dem mittleren Potential
der Farbwechselgitter entspricht und das niedrigste Potential eines Farbwechselgitters um nicht mehr
als 10 V unterschreitet. Es ist vorteilhaft, das Potential dieses feinmaschigen Gitters ein wenig
niedriger als das Potential der Farbwechselgitter zu wählen, da dann die an den Farbwechselgittern jo
ausgelösten Sekundärelektronen gesperrt werden und den Fangschirm nicht erreichen können.
Versuche haben dargetan, daß die Maschenweite, d. h. der Abstand zwischen den Mittellinien von
zwei nebeneinanderliegenden Drähten des feinmaschigen Gitters, höchstens gleich einem Zehntel
des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters sein darf. Zweckmäßig
wird ein normal geflochtenes Gitter verwendet, das also zwei Drahtsätze in zueinander
senkrechten Richtungen besitzt; gegebenenfalls könnte· mit Drähten parallel zu denen der Farbwechselgitter
ausgekommen werden. Da das Gitter aber sehr feinmaschig ist, bereitet dies meistens
große bauliche Schwierigkeiten. Da das feinmaschige Gitter unvermeidlich Elektronen auffängt,
empfiehlt es sich, ein Gitter mit sehr kleinem Schattenverhältnis zu verwenden. Der Abstand des
feinmaschigen Gitters von dem nächstgelegenen Farbwechselgitter, zusammen mit dem mittleren
Potential der1 Farbwechselgitter, bedingt die erforderliche
Stärke des vorgenannten verzögernden Feldes. Bei einer hohen Feldstärke soll der erwähnte
Abstand klein, jedoch nicht kleiner sein als es im Zusammenhang mit der Kapazität zwisehen
dem feinmaschigen Gitter und den Farbwechselgittern zulässig ist.
Das verzögernde Feld zwischen dem Ablenkfeld und den Farbwechselgittern wird von einer zwischen
den Farbwechselgittern und dem Ablenkfeld angeordneten Elektrode erzeugt, deren Potential
das Mittelpotential der Farbwechselgitter übersteigt und das Potential der Feldelektrode unterschreitet. Diese als Fokussierelektrode bezeichnete
Elektrode kann z. B. aus einem zweiten; feinmaschigen Gitter bestehen. Aber es ist auch eine
ringförmige Elektrode verwendbar, die einen Teil des Raumes für die Farbwechselgitter umschließt.
Gegebenenfalls können diese beiden Möglichkeiten kombiniert werden.
Eine weitere Verbesserung ist dadurch erreichbar, daß die ringförmige Elektrode geteilt und
zwischen diesen beiden Teilen eine Spannung angelegt wird. Die an der Kathodenseite liegende
ringförmige Elektrode soll dann ein Potential 1315
haben, das das Potential der ersten ringförmigen Elektrode übersteigt, aber höchstens dem Potential
des Fangschirmes gleich ist. Auch für das gegebenenfalls an der Kathodenseite der Farbwechselgitter
befindliche feinmaschige Gitter gilt, daß die Maschenweite höchstens einem Zehntel des Abstandes
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters gleich sein darf und
daß es ein kleines Schattenverhältnis haben soll.
Durch die'Anordnung der verschiedenen Elektroden
wird naturgemäß das Feld in der Elek-
tronenstrahlröhre in der Nähe der Farbwechselgitter stark beeinflußt. Um die Form dieses Feldes
zu verbessern, können verschiedene Maßnahmen getroffen werden, die im folgenden an Hand der
Zeichnung näher erläutert werden.
In der Zeichnung stellt Fig. ι schematisch diejenigen
Teile einer einfachen. Vorrichtung nach der Erfindung dar, an denen die Erfindung erläutert
wird.
ίο Die Fig. 2 bis y sind besondere Einzeldarstellungen
des Gebildes der Farbwechselgitter, des Fangschifmes, des feinmaschigen Gitters und der
zwischen den Farbwechselgittern und dem Ablenkfeld befindlichen Fokussierelektrode.
t5 In Fig. ι besteht die Elektronenstrahlröhre aus
einem Hals ι und einem daran befestigten konischen Teil 2. Der Hals enthält die den Elektronenstrahl
erzeugende Elektronenspritze 3. Dieser Elektronenstrahl wird vor seinem Eintritt in den
so konischen Teil 2 von den Spulensätzen 4 und 5 abgelenkt,
die in der Röhre ein Ablenkfeld erzeugen. Der konische Teil 2 der Röhre enthält den Leuchtschirm
7 und die vor ihm angeordneten Farbwechselgitter 8 und 9 mit parallelen Drähten senkrecht
zur Zeichnungsebene. Durch das Anlegen geeigneter Steuerspannungen an diese Gitter 8
und 9, vorzugsweise in Gegenphase, wird das Elektronenbündel auf eine bestimmte Stelle des
Leuchtschirmes 7 gerichtet.
• 30 Der Schirm 7 ist mit der Feldelektrode vereinigt; diese besteht aus einer kathodenseitig aufgebrachten,
für Elektronen durchlässigen leitenden,, z. B. metallenen· Schicht-6. Die Leuchtstoffe,
für welche z. B. rot, blau bzw. grün aufleuchtende Stoffe gewählt werden, sind m Streifen parallel zu
den Gitterdrähten der Gitter 8 und 9 angebracht.
Wie bei einem solchen System üblich, wechseln sich diese Streifen in regelmäßiger Reihenfolge ab.
An den Fangschirm wird eine hohe Spannung in bezug auf die Kathode angelegt, und die Farbwechselgitter
8, 9 werden mit einem solchen Punkt der Spannungsquelle verbunden, daß das mittlere
Potential nicht mehr als ein Zehntel des Potentials des Fangschirmes 7 beträgt.
Vor den Farbwechselgittern 8 und 9 befindet sich
eine ringförmige Elektroden, die einen Teil des Raumes zwischen dem Ablenkfeld und den Gittern
umschließt. Hinter den Farbwechselgittern liegt das feinmaschige Gitter 10, dessen Maschenweite
höchstens einem Zehntel des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten des Gitters 8
oder des Gitters 9, d. h. also einem Zehntel des Abstandes α entspricht. Dieses feinmaschige Gitter 10
wird mit einem Punkt einer Spannungsquelle verbunden, derart, daß er ein -Potential erhält, das
höchstens dem mittleren Potential der Farbwechselgitter- .entspricht und das niedrigste Potential von
einem dieser Gitter nicht um mehr als 10 V unterschreitet.
Die Elektroden 11, 8, 9 und 10 erzeugen zusammen
ein derartiges Feld, daß jeder Elektronenstrahl auf dem Fangschirm eine Brennlinie bildet;
zwischen der Elektrode 11 und den Gittern 8, 9
entsteht nämlich eine verzögernde Linse, die diese Fokussierung größtenteils bewirkt. Da sie verzögernd
ist, erreichen die Elektronen die Gitter 8 und 9 mit geringer Geschwindigkeit und können
' daselbst also mit den geringen Spannungsänderungen gesteuert werden.
Selbstverständlich wird mit einer ringförmigen Elektrode 11 entsprechend Fig. 1, gerade den Gittern·.
8, 9 'gegenüber angeordnet, namentlich wenn diese eine große Oberfläche haben, kein regelmäßiges
Feld erzeugt. Bei einer besonderen Ausbildung der Erfindung, in Fig. 2 dargestellt, wird
deshalb die ringförmige Elektrode 11 an der Seite der Farbwechselgitter mit einem feinmaschigen
Gitter 12 abgeschlossen. Die übrigen Elektroden sind in dieser Figur mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen. .Um die Linsen-
wirkung der Maschen des Gitters 12 derart herabzusetzen, daß hierdurch keine merkliche Erweiterung
der Brennlinie auf dem Fangschirm 7 auftritt, soll die Maschenweite dieses Gitters höchstens
einem Zehntel des Abstandes zwischen zwei auf-. einanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters
entsprechen.
Da der Elektronenstrahl von den Zeilen und Bildablenkungsmitteln abgelenkt- wird, fällt der
Strahl an den Rändern der Farbwechselgitter schräg in bezug auf die Ebene dieser Gitter ein.
Hierdurch entstehen Verzeichnungen und außerdem unscharfe Ränder. Diese Fehler, lassen sich bei
einer Vorrichtung nach der Erfindung dadurch beseitigen, daß zwischen der verzögernden Linse vor
den Farbwechselgittern und diesen Gittern eine ringförmige Elektrode angeordnet wird, die sich
an die Ränder der Flächen der Farbwechselgitter anschließt, jedoch nicht elektrisch mit ihnen verbunden
ist. Dieser' Elektrode wird eine derartige Spannung zugeführt, daß ihr Potential dem Mittelpotential
der Farbwechselgitter entspricht. Eine solche Bauart ist in Fig. 3 dargestellt, in der die
Elektroden, die auch in den Ausbildungen nach den Fig. 1 und 2 vorkommen, mit den gleichen
Bezugszeichen versehen werden. Zwischen der ringförmigen Elektrode 11 und den Farbwechselgittern
8, 9 ist die ringförmige Elektrode 13 angeordnet.
Zwischen den Elektroden 11 und 13 bildet
sich eine derartige Linse, daß ein schräg· einfallendes
Elektronenbüiiiel 14 derart abgelenkt wird,
daß es im wesentlichen senkrecht auf die Ebene der Gitter 8 und 9 auftrifff.
Eine weitere Verbesserung der Konstruktion nach Fig. 3 ist mit der Konstruktion nach Fig. 4 115.
erreichbar: Bei dieser Konstruktion ist die Elektrode ιϊ an der von. der Kathode abgewandten
Seite mit einem feinmaschigen Gitter bedeckt, das dem Gitter 12 nach Fig. 2 entspricht. Diese Konstruktion
hat gegenüber der nach Fig. 3 den Vor- laoteil, daß die zwischen den Elektroden n und 13 gebildete
Linse keine Teile mit negativer Linsenwirkung hat, in der eine Divergenz erfolgt. Dies
trifft hingegen bei der Bauart nach Fig. 3 zt., da das Feld etwa die gestrichelt angedeutete Form 125.
hat. Bei der Bauart nach Fig. 4 ist das Feld eben-
falle gestrichelt angedeutet, und es stellt sich also heraus,, daß durch Einführung des Gitters nur die
Hälfte der Linse der Bauart nach Fig. 3 verbleibt. Diese Hälfte übt aber gerade die gewünschte
Richtwirkung auf den Elektronenstrahl aus.
Fig. 5 zeigt eine Konstruktion, bei der die Verzögerung des Elektronenbündels in zwei Stufen
erfolgt. Vor. der Elektrode 11 ist noch eine ringförmige
Elektrode 15 angeordnet, deren Potential das der ringförmigen Elektrode 11 übersteigt und
höchstens dem des Schirmes 7 entspricht. Diese Konstruktion hat den Vorteil einer größeren Freiheit
in der Wahl der Feldstärke an der Kathodenseite der Farbwechselgitter. Diese bedingt ja die
Fokussierung des Elektronenbündels, wobei das Elektronengebilde außerdem die Aufgabe hat, das
abgelenkte Bündel wieder parallel zur Achse zu biegen.
Statt der in den Konstruktionen nach den Fig. 1
ao bis 5 dargestellten ringförmigen Elektroden,
kann man vor den Farbwechselgittern ein einfaches feinmaschiges Gitter anbringen. Diese ist
die in Fig. 6 dargestellte Konstruktion. Das feinmaschige Gitter 16 hat in diesem Fall ein Poten-
tial, das höher als das mittlere Potential der Farbwechselgitter
8, 9 und niedriger als das Potential des Fangschirmes 7 ist. Der Vorteil dieser Konstruktion
besteht darin, daß die Feldstärke an der Kathodenseite der Farbwechselgitter allenthalben
den gleichen Wert hat, was für eine richtige Fokussierung über das ganze Bild wichtig ist. Bei dieser
Konstruktion wird namentlich an den Rändern des Gitters 16 eine Ablenkung des Elektronenstrahls
von der Mitte des Gitters her stattfinden. Dies ist
gerade dem vorzugsweise erwünschten entgegengesetzt, namentlich daß der Elektronenstrahl auch
in der abgelenkten Lage senkrecht auf die Farbwechselgitter fällt. In diesem Fall ist es deshalb
günstig, vor dem Gitter 16 eine ringförmige Elektrode
anzuordnen, die an einen Punkt einer Spannungsquelle angelegt wird, derart, daß das Potential
niedriger als dasjenige des Gitters 16 wird. Eine solche Konstruktion ist in Fig. 7 dargestellt.
In dieser Figur sind die entsprechenden Elektroden wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Vor dem feinmaschigen Gitter 16, dessen Maschenweite wieder kleiner al® ein Zehntel des Abstandes
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten* eines Farbwechselgitters gewählt wird, befindet sich die
ringförmige Elektrode 17, deren Potential niedriger als dasjenige des Gitters 16 ist. Zwischen
der Elektrode 17 und der Gaze 16 entsteht nun eine positive beschleunigte Linse, die das abgelenkte
Bündel wieder parallel zur Achse biegt. 55
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Wiedergeben von farbigen Fernsehbildern, die eine Elektronenstrahlröhre sowie Mittel zur Zeilen- und Bildablenkung des Elektronenstrahls enthält, die ein Ablenkfeld in der Elektronenstrahlröhre erzeugen, welche Röhre eine Elektronenspritze, einen Fangschirm der bei Beaufschlagung mit Elektronen Licht aussendet, zwei zwischen dem Fangschirm und der Elektronenspritze angeordnete Farbwechselgitter, deren wirksame Flächen ausschließlich parallele Drähte tragen, sowie eine an der von der Kathode abgewandten Seite der Farbwechselgitter angeordnete Feldelektrode enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das mittlere Potential der Farbwechselgitter nicht höher als ein Zehntel des Potentials der Feldelektrode und zwischen den Farbwechselgittern und der Feldelektrode ein feinmaschiges Gitter angeordnet ist, dessen Maschenweite höchstens einem Zehntel des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters entspricht, und das ein Potential hat, das höchstens dem mittleren Potential der Farbwechselgitter entspricht und das niedrigste Potential eines Farbwechselgitters nicht um mehr als 10 V unterschreitet, wobei sich zwischen dem Ablenkfeld und den Farbwechselgittern eine Fokussierelektrode befindet, deren Potential das Mittelpotential dieser Gitter übersteigt und das Potential der Feldelektrode unterschreitet.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ■gekennzeichnet, daß die Feldelektrode und der Fangschirm ein Ganzes bilden.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierelektrode eine ringförmige Elektrode ist, die den Raum für die Farbwechselgitter umschließt.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Elektrode an der Seite der Farbwechselgitter mit einem feinmaschigen Gitter abgeschlossen ist, dessen Maschenweite höchstens einem Zehntel des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters entspricht.5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ringförmigen Elektrode und den Farbwechselgittern eine zweite ringförmige Elektrode liegt, deren Potential im wesentlichen dem Mittelpotential der Farbwechselgitter entspricht.6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ablenkfeld und der ringförmigen Elektrode eine zweite ringförmige Elektrode angeordnet ist, deren Potential das Potential der ersten ringförmigen Elektrode übersteigt und dem Potential der Feldelektrode höchstens gleich ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierelektrode ein Gitter ist, dessen Maschenweite hoch- 120 ' stens einem Zehntel des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drähten eines Farbwechselgitters enspricht.,8. Vorrichtung nach. Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Fokussiergitter und dem Ablenkgebiet eine ringförmigeElektrode angeordnet ist, die den Raum für das Fokussiergitter umschließt und deren Potential niedriger als das Potential dieses Gitters ist.9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fangschirm Leuchtstoffstreifen besitzt, die. sich parallel zu den Drähten der Farbwechselgitter erstrecken, und stets zwei nebeneinanderliegende Streifen bei Beaufschlagung mit Elektronen verschiedenfarbig aufleuchten.10. Elektronenstrahlröhre zur Verwendung in einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden. Ansprüche.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 703 4.56
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