DE935373C - Fernmeldesystem, insbesondere zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem fuer Eisenbahnen - Google Patents

Fernmeldesystem, insbesondere zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem fuer Eisenbahnen

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DE935373C
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    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L7/00Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
    • B61L7/06Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
    • B61L7/08Circuitry
    • B61L7/088Common line wire control using series of coded pulses

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description

  • Fernmeldesystem, insbesondere zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem Die Erfindung bezieht sich auf ein Fernmeldesystem bzw. ein zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen und betrifft insbesondere eine elektronische Stromversorgungseinrichtung und einen elektronischen Impulsdetektor zur Verwendung in' den Einrichtungen der Zentrale eines zentralisierten Verkehrssteuerungssystems.
  • In zentralisierten Verkehrssteuerungssystemen wird die Betätigung bzw. Regelung von Schaltern, Signalen und anderen Einrichtungen in entfernten Unterstationen von einer Zentrale aus vorgenommen, indem in bestimmter Weise verschlüsselte (kodifizierte) elektrische Ströme über ein Paar von Leitungen zu den Unterstationen geleitet werden. Nachrichten, welche die jeweiligen Betriebszustände der verschiedenen Einrichtungen in jeder Unterstation anzeigen, werden im allgemeinen über dieselben Leitungen geführt, weiche auch die Steuersignale überträgt. Diese Nachrichten werden auch im allgemeinen durch in bestimmter Weise verschlüsselte (kodifizierte) elektrische Ströme übermittelt.
  • In einem solchen Typ eines zentralisierten Verkehrssteuerungssystems (CTC = »centraliced traffic control«) ist ein durchgehendes Linienleitungspaar von der Zentrale zu den verschiedenen Unterstationen gezogen. In der Zentrale ist eine Stromquelle, im allgemeinen eine Batterie, welche die Leitungen mit Strom versorgt. Zugleich sind Einrichtungen vorgesehen, welche die Spannung in der Leitung in bestimmter Weise zur Übertragung der Steuer- bzw. Regelsignale verschlüsseln. In jeder Unterstation ist ein Linienrelais mit den beiden Leitungsdrähten verbunden, und dieses Linienrelais spricht auf die unterschiedlich verschlüsselten Ströme an, welche in der Zentrale in die Leitungen gesandt werden. Weiter ist in jeder Unterstation eine Vorrichtung vorgesehen, welche intermittierend zu den normalerweise spannungführenden Leitungen derart parallel geschaltet wird, daß sich eine in bestimmter Art kodifizierte Nachricht ergibt, welche zurück zur Zentrale geleitet werden soll. Jede Parallelschaltung zu den Leitungen in der Unterstation führt zu einer Erhöhung des Leitungsstromes zwischen der Zentrale und der Signale abgebenden Unterstation, und es ist in der Zentrale eine Vorrichtung angeordnet, welche diese Stromänderungen aufnimmt, so daß die von der Unterstation ankommenden Nachrichten gut empfangen werden können. Ein Nebenschlußsystem (shunt-type-System) dieser Art ist in der USA.-Patentschrift a 399-734 dargestellt und beschrieben.
  • Bei einem solchen Stromversorgungssystem mit einer Batterie, welche normalerweise in diesen mit Nebenschluß betriebenen zentralisierten Verkehrssteuerungssystemen verwendet wird, ist es unter bestimmten Umständen schwierig, Nachrichten von weit entfernten Unterstationen zu erhalten. Diese Schwierigkeit tritt vor allem dadurch auf, daß ein Strombegrenzungswiderstand in der Zentrale mit der Batterie in Reihe geschaltet sein muß. Der Widerstand begrenzt den Leitungsstrom auf einen solchen Wert, daß eine Beschädigung der Relaiskontakte vermieden wird, wenn ein Nebenschluß an die Linienleitungen in oder nahe der Zentrale angeschlossen wird; unter diesenUmständen würde der niedrige Leitungswiderstand zwischen einer Batterie und dem Nebenschluß sonst einen extrem hohen Betrag des Stromes ergeben.
  • Die Verwendung eines Strombegrenzungswiderstandes in Reihe mit der Linienbätterie verursacht jedoch eine Spannungsminderung in den Linienleitungen, wenn an die Leitungen in einer Unterstation ein Nebenschluß geschaltet wird. In anderen Worten, der verminderte Widerstand, welcher in den Leitungsdrähten auftritt, wenn ein Nebenschluß angeschlossen wird, erhöht den von der Batterie abgegebenen Strom. Der erhöhte Spannungsabfall, welcher dann über dem Strombegrenzung'swiderstand und ebenfalls über dem inneren Widerstand der Batterie abfällt; führt zu einem Abfallen der Leitungsspannung, mit dem Ergebnis, daß nur eine -geringe Stromerhöhung durch den Nebenschluß der Unterstation auftritt. Infolgedessen wird bei weit entfernten Unterstationen, bei denen zusätzlich ein beträchtlicher Spannungsabfall in den Linienleitungen auftritt, wenn ein Nebenschluß angeschlossen wird, die Stromdifferenz in der Zentrale so klein, daß die Anzeige schwierig ist.
  • Ein- -weiterer Nachteil eines solchen Stromversorgungssystems mit einer Batterie und in Reihe geschaltetem Strombegrenzungswiderstand ist, daß die Linienspannung sich beträchtlich mit der Größe des Ableitungswiderstandes ändert, so daß ein exaktes Arbeiten des Systems in Frage gestellt ist.
  • Wenn ein hoher Ableitungsstrom auftritt, z. B. bei feuchtem Wetter, wird die Spannung in den Leitungen absinken. Aber auch ohne dieses Absinken der Leitungsspannung wird eine hohe Ableitung den Steuerstrom für -die Linienrelais entfernter Unterstationen herabsetzen. Noch schlimmer wird es, wenn dann ein Absinken der Leitungsspannung auftritt, wodurch der Strom zur Betätigung der Relais noch weiter herabgesetzt wird.
  • Um diese Nachteile zu vermeiden, die bei Verwendung einer Batterie zur Versorgung der Linienleitungen-eines zentralisierten Verkehrssteuerungssystems auftreten, wird- gemäß der Erfindung vorgeschlagen, eine eleletronisch gesteuerte Stromversorgung vorzusehen, welche bei einem Anwachsen des Stromes aus der Stromversorgung eine höhere Spannung in die Leitungen einführt. Dadurch verursacht nun die Einschaltung eines Nebenschlusses durch eine Unterstation, daß die Leitungsspannung als Folge des durch den Nebenschluß erhöhten Leitungsstromes änwächst, und die Spannung wird wieder herabgesetzt, wenn der Nebenschluß abgeschaltet wird und der Leitungsstrom sinkt. Im Endergebnis wird eine stärkere Leitungsstromdifferenz auftreten, so daß die Anzeige von Nebenschlüssen der Unterstationen in der Zentrale erleichtert wird.
  • Ein weiterer Vorteil, welcher durch das elektronisch gesteuerte Stromversorgungssystem gemäß der Erfindung erreicht wird, ist, ' daß ein solches Stromversorgungssystem die Leitungsspannung automatisch erhöht, wenn eine höhere Ableitung auftritt, und erniedrigt, wenn nur eine geringe Ableitung vorhanden ist, so daß eine automatische Kompensation bei verschiedenen Betriebsbedingungen erreicht ist. Um auch einen Strombegrenzungswiderstand überflüssig zu machen, ist die elektronisch gesteuerte Stromversorgung so ausgelegt, daß jede Stromerhöhung über einen bestimmten Wert zu einem verhältnismäßig scharfen Absinken der Leitungsspannung führt, so daß der Höchstwert des Leitungsstromes begrenzt wird. Dieses Merkmal der Begrenzung des Stromes erlaubt auch die Verwendung einer höheren Leitungsspannung, da in jedem Augenblick ein Erreichen eines hohen Wertes: des Stromes verhindert wird.
  • Die Einrichtungen, welche in den bisher verwendeten" zentralisierten Verkehrssteuerungssystemen zur Anzeige des Nebenschließens der Unterstationen in der Zentrale verwendet wurden, enthielten gewöhnlich einen Impulstransformator. Dieser Transformator hat eine Primärwicklung, welche mit der Stromquelle der Leitung in Reihe geschaltet ist, und die Sekundärwicklung des Transformators ist mit der Wicklung eines polarisierten Relais verbunden, welches den kodifizierten Schwankungen des Stromes folgt. Wenn der Leitungsstrom bei Einschaltung eines Nebenschlusses einer Unterstation ansteigt und anschließend wieder fällt, wenn der Nebenschluß abgeschaltet wird, erscheinen nacheinander Spannungsimpulse der einen und dann der anderen Polarität über der Sekundärwicklung und verursachen eine Betätigung des Relais entsprechend seinen beiden Schaltmöglichkeiten.
  • Bei der Verwendung eines Impulstransformators tritt der Nachteil auf, daß eine verhältnismäßig starke Änderung des Linienstromes zur Betätigung des den Schlüsselzeichen folgenden Relais notwendig ist. Auf Grund dieser Tatsache mußten früher oft starke Leitungsquerschnitte verwendet werden, um den Leitungsspannungsabfall zu überwinden, und es wurde dadurch die maximal erreichbare Entfernung zwischen der Zentrale und der am weitesten entfernten Unterstation begrenzt. Gemäß der Erfindung wird daher auch vorgeschlagen, eine elektronische Einrichtung zur Anzeige von Impulsen in der Zentrale zu verwenden, welche auf Parallelschaltungen von Unterstationen anspricht, die nur kleine Stromdifferenzen in der Zentrale verursachen.
  • In einem zentralisierten Verkehrssteuerungssy stem ist es oft erwünscht, eine Verbindung nicht nur mit den Unterstationen zu erhalten, welche an die Hauptleitung des zentralisierten Verkehrssteuerungssystems angeschlossen sind, sondern auch mit Unterstationen, welche an eine Zweigleitung angeschlossen sind, die mit der Hauptleitung in Verbindung steht. Solch eine Zweigleitung kann mit der Leitung in der Zentrale verbunden sein, oder meistens ist sie an einem von der Zentrale weiter entfernten Punkt angeschlossen.
  • Unter diesen Umständen kann oft nicht mit Sicherheit erreicht werden, daß das Anlegen eines Nebenschlusses durch eine Unterstation an die Hauptleitung über .der Verbindungsstelle zu einem Abfallen der Linienrelais auf der Zweigleitung führt, oder umgekehrt. Wie in dem bereits erwähnten USA.-Patent beschrieben ist, ist ein solches Abfallen der Linienrelais erforderlich, um eine bestimmte Rangordnung zwischen den Stationen zu erhalten, falls zwei oder mehr Stationen zugleich mit der Aussendung von Nachrichten an die Zentrale beginnen. Daher sind auch gemäß der Erfindung Einrichtungen vorgesehen, welche die elektronische Stromversorgung und `den elektronischen Impulsdetektor gemäß der Erfindung erforderlichenfalls derart koordinieren, daß bei der Nachrichtenübertragung über eine Zweigleitung die Anzeige des Nebenschlusses eine Unterstation durch den Impulsdetektor zu einem plötzlichen Absinken der Linienspannung während der Dauer eines solchen Nebenschlusses führt, wobei alle Linienrelais abfallen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Spannungserhöhung mit der ansteigenden Charakteristik des Stromes der Stromversorgung noch wirksam ist, so daß sowohl die Anzeige eines Nebenschlusses als auch die Abschaltung eines Nebenschlusses durch eine Unterstation erleichtert ist. Wenn einmal das Vorhandensein des Nebenschlusses festgestellt ist, ist vorgesehen, daß die Stromversorgung die Linienspannung auf einen solchen Betrag absenkt, daß das Abfallen aller Linienrelais der Unterstationen gesichert ist, jedoch gleichzeitig hoch genug ist, um die Anzeige des Abschaltens eines Nebenschlusses an der Stelle der sendenden Unterstation anzuzeigen.
  • Die Erfindung bezweckt daher auch eine elektronisch gesteuerte Stromversorgung für ein zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem, welche so ausgelegt ist, daß sie eine ansteigende Spannung bei ansteigender Stromcharakteristik aufweist, um die Anzeige entfernter Leitungsnebenschlüsse zu erleichtern und Änderungen in den Betriebsbedingungen der Leitung zu kompensieren.
  • Zweck der Erfindung ist weiter eine elektronisch gesteuerte Stromversorgung, in der eine steigende Spannung mit steigendem Strom auftritt und welche außerdem so wirkt, daß der- Maximalstrom begrenzt wird, welcher fließen kann, wenn ein Nebenschluß in oder nahe der Zentrale eingeschaltet wird.
  • Die Erfindung bezweckt auch, einen elektronischen Impulsdetektor zu schaffen, welcher empfindliche Einrichtungen zur Feststellung von Nebenschlüssen der Unterstationen enthält.
  • Zweck der Erfindung ist weiter eine elektronisch gesteuerte Stromversorgung und ein elektronischer Impulsdetektor für ein zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem, welche derart zusammenarbeiten, daß das Abfallen der Linienrelais untergeordneter Unterstationen als Folge der Einschaltung eines Liniennebenschlusses durch eine gleichzeitig Nachricht gebende übergeordnete Unterstation ermöglicht wird.
  • Weiter bezweckt die Erfindung eine elektronisch gesteuerte Stromversorgung und einen elektronischen Impulsdetektor für ein zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem zu schaffen, bei dem die Feststellung eines Nebenschlusses einer Unterstation durch den Impulsdetektor ein Absenken der Leitungsspannung durch die Stromversorgung während der Dauer eines solchen Nebenschlusses bewirkt und dabei sicherstellt, daß die Linienrelais anderer Unterstationen abfallen, welche mit den genannten Linienleitungen verbunden sind.
  • Andere zweckmäßige Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung können entweder den Zeichnungen entnommen werden oder werden im Verlauf der Beschreibung der Zeichnungen noch näher erläutert.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, in denen gleiche Bezugszeichen in den verschiedenen Abbildungen für gleiche entsprechende Teile verwendet werden.
  • Abb. i zeigt einen Teil eines zentralisierten Verkehrssteuerungssystems mit einer Einrichtung für die Zentrale, welche die elektronisch gesteuerte Stromversorgung und einen elektronischen Impulsdetektor gemäß der Erfindung enthält; Abb. 2 zeigt eine Einrichtung für die Zentrale, welche an Stelle der entsprechenden Einrichtung nach Abb. i verwendet werden kann, und die elektronisch gesteuerte Stromversorgung gemäß der Erfindung sowie einen Impulstransformator zur Feststellung von Nebenschlüssen in den Unterstationen.
  • Abb. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Einrichtung der Zentrale, welche an Stelle der entsprechenden Einrichtung in dem System der Abb. i verwendet werden kann und welche eine Batterie als Spannungsquelle für den Leitungsstrom und den elektronischen Impulsdetektor gemäß der Erfindung enthält; Abb. q. zeigt ein Schaltbild der elektronisch gesteuerten Stromversorgung sowie des elektronischen Impulsdetektors gemäß der Erfindung; Abb. 5 zeigt ein Diagramm der Ausgangscharakteristik der elektronisch gesteuerten Stromversorgung gemäß der Erfindung.
  • Um die: Darstellung zu vereinfachen und die Erklärung der Erfindung zu erleichtern, sind die verschiedenen Teile und Stromkreise schematisch dargestellt und übliche Zeichen für die Schaltbilder verwendet. Die Zeichnungen sind so ausgeführt, daß vor allem die Erklärung des Prinzips und der Wirkungsweise erleichtert ist, während die Darstellung der Konstruktion im einzelnen und die in der Praxis vorzusehende Anordnung der einzelnen Teile im wesentlichen vernachlässigt wird. Die verschiedenen Relais und ihre Kontakte sind z. B. in einer gebräuchlichen Art dargestellt.
  • Kurz zusammengefaßt enthält die Erfindung eine Stromversorgung, welche- elektronisch derart geregelt wird, daß bestimmte Charakteristiken hinsichtlich der Art auftreten, in der sich ihre Ausgangsspannung mit dem Ausgangsstrom und bei Schwankungen der Eingangsspannung ändert. Diese Stromversorgung ist besonders geeignet zur Versorgung der Linienleitungen eines zentralisierten Verkehrssteuerungssystems. Die Stromkreise sind so ausgelegt, daß die Ausgangsspannung der Stromversorgung im wesentlichen unbeeinflüßt ist von Änderungen der Eingangsspannung, sich jedoch mit dem Ausgangsstrom derart ändert, daß die Spannung erhöht wird, wenn der Ausgangsstrom steigt, und erniedrigt wird, wenn der Ausgangsstrom sinkt. Weiter ist die Stromversorgung derart geregelt, daß ein Anwachsen der Last, welches zu einer Erhöhung des Ausgangsstromes der Stromversorgung über einen bestimmten vorgegebenen Maximalwert führt, eine schnelle Absenkung der Ausgangsspannung bewirkt, um . dadurch den Maximalwert des Stromes, welcher aus der Stromversorgung entnommen werden kann, wirksam zu begrenzen.
  • Die Erfindung betrifft auch einen elektronischen Impulsdetektor, welcher auf Spannungsänderungen an einem Widerstand anspricht, über den die Stromversorgung der Linienleitungen erfolgt. Wenn Liniennebenschlüsse in den verschiedenen Unterstationen an- und abgeschaltet werden, wächst und sinkt die Spannung über .diesem Widerstand dementsprechend. Diese Spannung wird' in dem Impulsdetektor verstärkt und betätigt einen elektronischen Kippkreis, welcher zwischen zwei entgegengesetzten Schaltmöglichkeiten derart hin und her geschaltet wird, daß ein angeschlossenes Relais ebenfalls hin und her geschaltet wird.
  • Abb. i zeigt schematisch den Linien-Stromkreis für ein zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem, welches zusammen mit der Einrichtung gemäß der Erfindung verwendet werden kann. Ein zentralisiertes Nebenschluß-Verkehrssteuerungssystem der genannten Art ist in der bereits erwähnten USA.-Patentschrift dargestellt. Der Linien-Stromkreis der Abb. i ist eine Modifikation der in Abb. i dieser Patentschrift dargestellten Einrichtungen, aber die verschiedenen Relais der Zentrale, welche im vorliegenden Fall so dargestellt sind, daß sie durch geeignete Relais-Steuerkreise RCC gesteuert werden, werden alle in der Art gesteuert, die in dieser USA.-Patentschrift dargestellt und beschrieben ist.
  • In der Zentrale CO (Control Office) werden Steuersignale in die Linienleitungen io und ii eingeführt und zu einer Anzahl von Unterstationen FS übertragen, deren jede entlang der Eisenbahnlinie an einer Stelle angeordnet ist, in der Schalter, Signale oder andere Einrichtungen gesteuert werden sollen. Jede Unterstation enthält Einrichtungen, welche auf ein Steuersignal ansprechen, das für diese Unterstation bestimmt ist, und diese Einrichtungen können die empfangenen Signale derart entschlüsseln, daß die Einrichtung in der Unterstation in der gewünschten Weise selektiv gesteuert werden kann.
  • Jede Unterstation enthält auch Einrichtungen zum selektiven Einschalten und Abschalten von Nebenschlüssen der Linienleitungen. Da die Linien-Leitungen normalerweise durch die Stromversorgung in der Zentrale unter Spannung gehalten werden, werden durch das Zu- und Abschalten von Nebenschlüssen der Linienleitungen in der Unterstation Schlüsselimpulse des Stromes auf den Linienleitungen erscheinen. Auf diese Weise werden Anzeigesignale, welche die Betriebszustände der einzelnen Einrichtungen der Unterstationen angeben, zur Zentrale zurückgeleitet.
  • Aus Abb. i, in der im Blockschaltbild eine Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt ist, geht hervor, daß die Linienleitung i i normalerweise über einen Ruhekontakt 12 eines Relais CF an den negativen Pol der elektronisch gesteuerten Stromversorgung !d angeschlossen ist. Die andere Linienleitung io ist über einen Ruhekontakt 14 des Relais CF an den positiven Pol der Stromversorgungseinrichtung angeschlossen. Wenn das System in Ruhe ist, ist daher die Stromversorgung mit den Linienleitungenderart verbunden, daß die Linienleitungen normalerweise unter Spannung sind, wobei die Leitung io gegenüber der Leitung i i eine positive Polarität aufweist.
  • In jeder Unterstation ist ein Relais L0 vorhanden, das während der Ruheperiode nicht angezogen ist. Die Linienleitung zo wird dadurch über den Ruhekontakt 17 des Relais ZO, die obere Wicklung des Relais 2F, Widerstand i$ und Ruhekontakt i9 des Relais L0 mit der Linienleitung ii verbunden. Das Relais 2F in jeder Unterstation ist ein unter Vorspannung gehaltenes polarisiertes Relais mit zwei Endstellungen. Wenn der Stromfluß während einer Ruheperiode durch die obere Wicklung des Relais 2F von links nach rechts fließt, nimmt der Anker dieses Relais die rechte Lage ein. Wenn die Polarität des durch die Wicklungen des Relais 2 F fließenden Stromes entweder unterbrochen oder umgekehrt wird, bewegt sich der Anker des Relais 2F in die linke Stellung.
  • In der Zentrale sind Einrichtungen vorgesehen, welche dafür sorgen, daß die Linienleitungen io und i i während eines Steuerzyklus über kurze oder lange Perioden abwechselnd erregt und entregt werden, wodurch sich bestimmte Schlüsselsignale ergeben. Das Ansprechen des Relais C beim Beginn eines Steuerzyklus bewirkt, daß die Linienleitung io über den Ruhekontakt 15 des Relais E und Arbeitskontakt 16 des Relais C an die Linienleitung ii geschaltet wird. Dieser Nebenschlußkr.eis bewirkt, daß die Linienleitungen io und ii stromlos gemacht werden bzw. entregt werden, so daß die Linienrelais in den verschiedenen Unterstationen alle abfallen. Dadurch wird den verschiedenen Unterstationen die Nachricht gegeben, daß die Zentrale mit der Übertragung eines Steuerzyklus beginnt. Dieser Nebenschlußkreis schließt auch die Ausgangsklemmen der elektronisch geregelten Stromversorgungseinrichtung kurz. Der Ausgangsstrom der Stromversorgungseinrichtung wächst dadurch an; wie jedoch noch näher erläutert wird, wird der Maximalstrom, der aus dem Stromerzeuger entnommen werden kann, dann auf einen bestimmten festen Wert begrenzt.
  • Während der Dauer des Steuerzyklus bleibt das Relais C angezogen, aber das Relais E wird abwechselnd betätigt in Übereinstimmung mit dem Schlüsselsignal, welches übertragen werden soll. Wenn der Ruhekontakt 15 des Relais E geöffnet ist, ist der Nebenschlußkreis offen, und die Linienleitungen io und i i werden dann durch die elektronisch geregelte Stromversorgungseinrichtung unter Spannung gesetzt. Zur gleichen Zeit sinkt der Strom, der aus der Stromversorgungseinrichtung fließt. Wenn das Relais E abfällt und der Ruhekontakt 15 geschlossen wird, werden die Linienleitungen io und i i wiederum durch einen Nebenschluß verbunden, und der Ausgangsstrom der Stromversorgung wird erhöht. Durch diese abwechselnde Erregung und Entregung der Linienleitungen io und ii wird das Linienrelais 2F in jeder Unterstation nacheinander zwischen seinen beiden Schaltstellungen hin und her bewegt.
  • Wenn der Nebenschluß der Stromversorgungseinrichtung intermittierend geöffnet und geschlossen wird, ändert sich gleichzeitig der Strom in den Linienleitungen und verursacht entsprechende Änderungen der Spannung über einem Widerstand in der elektronisch geregelten Stromversorgungseinrichtung. Durch den elektronischen Impulsdetektor B sorgt diese Spannung dafür, daß das Relais F zwischen seinen beiden Endstellungen hin und her bewegt wird. Dieses Relais F ist ein polhrisiertes Relais mit zwei Betriebsstellungen. Sein Anker wird durch eine bestimmte Polung der Erregung in die eine Lage und durch die entgegengesetzte Polung in die andere Lage bewegt.
  • Während der Abschlußperiode am Ende eines Steuerzyklus fällt Relais C ab. Obgleich die Linienleitungen während einer solchen Abschlußperiode mit einem Nebenschluß versehen sein sollten, wenn das Relais E abgefallen ist, bewirkt die Öffnung des Arbeitskontakts 16 beim Abfallen des Relais C normalerweise, daß der Nebenschluß geöffnet wird. Diese Öffnung des Nebenschlusses wird jedoch in diesem Augenblick durch einen Nebenschlußkreis verhindert, welcher durch den Ruhekontakt 23 des Relais E und den Ruhekontakt 24 des Relais 0R gebildet wird.
  • Das abwechselnde Zu- und Abschalten eines Nebenschlusses an die Linienleitungen in der Zentrale während eines Steuerzyklus bewirkt, daß das Linienrelais 2F in jeder Unterstation zwischen seinen Endstellungen hin und her bewegt wird. Diese Wirkung des Relais 2 F wirkt auf eine Entschlüsselungseinrichtung, welche die gewünschte Station wählt und die Einrichtung an -der Station entsprechend dem empfangenen Schlüsselsignal steuert.
  • Beim Beginn eines Anzeigezyklus wird das Relais CF in der Zentrale angezogen infolge der Einschaltung des Nebenschlusses an die Linienleitungen in der Nachricht gebenden Unterstation. Leitung io ist daher durch den Arbeitskontakt i2 des Relais CF an die negative Klemme der Stromversorgungseinrichtung angeschlossen, während die Leitung i i über den Arbeitskontakt 1q. des Relais CF direkt an die positive Klemme der Stromversorgungseinrichtung angeschlossen ist. Diese Umkehrung der Polarität der Leitungsdrähte erfolgt bei Betätigung des Relais 2F in jeder Unterstation, so daß das Relais ZO in der Nachricht gebenden Unterstation derart angezogen wird, wie in der bereits erwähnten USA.-Patentschrift beschrieben ist. Das Anziehen des Relais ZO in irgendeiner Unterstation kennzeichnet die Unterstation als diejenige, welche ein Anzeigesignal an die Zentrale aussendet.
  • Wenn das Relais L0 in einer Unterstation angezogen ist, wird durch die anschließende intermittierende Betätigung des Relais E0 ein Nebenschl.uß zu den Leitungen io und ii eingeschaltet. Dieser Nebenschlußkreis verläuft von der Leitung io aus über Arbeitskontakt i9 des Relais ZO, Arbeitskontakt 2o des Relais E0 und Ruhekontakt 2 1 des Relais EE zur Linienleitung i i. Gleichzeitig fällt das Relais 2F bei .der Nachricht gebenden Unterstation ab, da der Nebenschluß an dieser Stelle eingeschaltet ist und ebenfalls weil der Ruhekontakt 22 des Relais E0 geöffnet ist, welche in dem Haltekreis des Relais 2F liegt, wenn das Relais L0 angezogen ist.
  • Jede Schlüsselziffer, welche durch die Einschaltung eines Nebenschlusses zu den Linienleitungen dargestellt wird, wird beendet durch das Anziehen des Relais EE. Das Anziehen des Relais EE bewirkt, daß sein Ruhekontakt 2i geöffnet wird, so daß der soeben beschriebene Nebenschlußweg nicht i länger wirksam ist. Gleichzeitig werden durch Öffnung des Arbeitskontakts 2i des Relais EE die Linienleitungen über die Wicklungen des Linienrelais 2F verbunden. Dieser Kreis für die Erregung des Relais 2F verläuft von der jetzt positiven Leitung ii über Arbeitskontakt 2 1 des Relais EE, Arbeitskontakt 17 des Relais ZO, die Wicklungen des Relais 2F, Widerstand 18 und Arbeitskontakt i9 des Relais LO zur negativen Leitung io. Auf diese Weise wird durch den Nebenschluß zu den Linienleitungen in der Unterstation das Abfallen des angeschlossenen Linienrelais bewirkt; wenn aber der Nebenschluß geöffnet wird, werden die unter Spannung befindlichen Leitungen das Linienrelais an dieser Stelle wieder öffnen. Auf diese Weise folgt das Linienrelais den von der Unterstation übertragenen Signalen.
  • In der Zentrale verursacht jede Stromänderung in den Linienleitungen, welche als Folge der auf die Linienleitungen in einer Unterstation aufgebrachten verschlüsselten Nachricht auftritt, eine entsprechende Spannungsänderung an einem Widerstand, welcher sich in der elektronisch geregelten Stromversorgungseinrichtung befindet. Diese Spannung bewirkt durch den elektronischen Impulsdetektor, däß das Relais F zwischen seinen beiden Endstellungen hin und her bewegt wird.
  • Arbeitskontakt 52 eines Relais SD und Ruhekontakt 53 eines Relais LET liegen parallel zu dem Erregerstromkreis für die untere Wicklung des Relais F. Der Zweck dieser Kontakte ist, ein unbeabsichtigtes Ansprechen des Relais F zu verhindern, wenn die Linienleitungen beim Beginn eines Anzeigezyklus durch das Anziehen des Relais CF umgepolt werden. Wenn eine Nachricht gebende Unterstation zunächst einen Nebenschluß bei Beginn eines Anzeigezyklus einschaltet, wird die Gasentladungsröhre ioq. (Abb. q.) gezündet, so daß die obere Wicklung des Relais F erregt wird, wie im folgenden noch näher beschrieben wird. In dem anschließenden Intervall vor dem Abschalten des Nebenschlusses der Unterstation wird das Relais CF in der Zentrale angezogen, so daß die Polarität der Spannung für die Linienleitungen io und ii umgekehrt wird. Diese Umkehrung der Polarität in den Linienleitungen führt zu Stromänderungen, welche normalerweise die Tendenz haben würden, die Gasentladungsröhre io2 (Abb. q.) leitend zu machen, so daß die Gasentladungsröhre ioq. gelöscht und die untere Wicklung des Relais F stärker als die obere Wicklung erregt würde. In diesem Intervall ist jedoch das Relais SD abgefallen iznd Relais LET angezogen. Dadurch wird der Kreis für die untere Wicklung des Relais F geöffnet, ebenso wie der Anoden-Kathoden-Kreis der Röhre io2, so daß er nicht auf den störenden Eingangsimpuls ansprechen kann, den er empfängt, wenn die Polarität der Linienleitungen geändert wird. Obwohl die Röhre 10q. während dieser Änderung der Polarität also einen falschenEingangsimpüls an ihrem Steuergitter erhält, kann ein solcher Eingangsimpuls das Verhalten dieser Röhre nicht ändern, da sie schon leitend ist und im Anschluß daran diese Leitfähig-. keit nicht durch einen solchen Gitterimpuls verlieren kann. Dadurch wird die jeweilige Leitfähigkeit und Nichtleitfähigkeit der Röhren 104 und io2 während dieses Intervall aufrechterhalten, und das Relais F spricht nicht an.
  • Während der Abschlußperiode, welche am Ende eines Anzeigezyklus auftritt, wird ein Nebenschluß bei der Stromversorgungseinrichtung aufrechterhalten, nachdem Relais SA abgefallen ist. Der Kreis verläuft über Ruhekontakt 7 des Relais C, Arbeitskontakt 8 des Relais SC und Ruhekontakt 9 des Relais SA. Dieser Nebenschlußkreis verhindert das Auftreten einer momentanen Änderung in der Stromversorgung, wenn das Relais CF abfällt und der Anker dieses Relais sich in die Abfallstellung bewegt. Solch eine Stromänderung würde zu einem unerwünschten Eingangssignal im Impulsdetektor führen, wie im folgenden noch zu beschreiben ist. Nachdem Relais CF abfällt, wird der Nebenschluß durch Ruhekontakt 23 des Relais E und Ruhekontakt 2q. des Relais 0R aufrechterhalten, bis Relais 0R wieder anzieht, um die Periode der Ruhe einzuleiten. Dieser Nebenschlußkreis ist nicht wirksam während des Anzeigezyklus, wenn Relais CF angezogen ist. Wenn Relais LV am Ende eines Anzeigezyklus anzieht, wird ein Nebenschluß für die Linienleitungen durchdessenArbeitskontakt58 und Arbeitskontakt i2 des Relais CF hergestellt, und es wird dadurch mit Sicherheit erreicht, daß die Nachricht gebende Unterstation stillgesetzt wird.
  • Wenn das System in Ruhe ist, enthält die Belastung für die Stromversorgungseinrichtung in der Zentrale hauptsächlich den Reihenwiderstand der Leitungsdrähte, den Ableitwiderstand und die verschiedenen Linienrelais, welche Nebenschlüsse für die Linienleitung bilden und von denen eines in jeder Unterstation angeordnet ist.
  • Wenn ein Nebenschluß in der Nähe der Zentrale auftritt, wird der totale Widerstand der Linienleitung in bezug auf die Zentrale sehr niedrig'sein, so daß der Strom, der aus der Stromversorgungseinrichtung entnommen wird, stark anwächst. Es müssen daher Einrichtungen vorgesehen werden, welche den maximalen Strom, der aus der Stromversorgungseinrichtung entnommen werden kann, begrenzen, um dadurch eine Beschädigung der Relaiskontakte in der Zentrale zu vermeiden.
  • Wenn dagegen der Nebenschluß an einer Stelle eingeschaltet wird, welche von der Zentrale weit entfernt ist, so ist die Verminderung des Widerstandes der Linienleitungen in bezug auf die Zentrale sehr gering, weil in diesem Fall zwischen der Zentrale und der Stelle des Nebenschlusses noch ein beträchtlicher Linienwiderstand und Ableitungen zusätzlich zu einer Vielzahl von Linienrelais in den verschiedenen Unterstationen vorhanden sind. - Daher wird ein Nebenschluß in einer entfernten Stelle eine wesentlich geringere Stromdifferenz erzeugen als ein Nebenschluß in der Nähe der Zentrale. Aus diesem Grunde ist die elektronisch gesteuerte Stromversorgungseinrichtung gemäß der Erfindung so ausgelegt; daß eine höhere Spannung an die Linienleitungen angelegt wird, wenn der Linienstrom infolge des Anschaltens eines Nebenschlusses einer Unterstation anwächst. Auf diese Weise wird zwischen den Verhältnissen des ein- oder abgeschalteten Nebenschlusses eine erhöhte Stromdifferenz in der Zentrale auftreten und den Empfang der Anzeigesignale erleichtern.
  • Elektronisch gesteuerte Stromversorgungseinrichtung Die elektronisch gesteuerte Einrichtung, die in Abb. 4 dargestellt ist, enthält einen Leistungstransformator 25, dessen Primärwicklung 26 mit einer Wechselspannungsquelle verbunden ist. Es ist eine Sekundärwicklung 27 für hohe Spannung vorhanden, und der gleichgerichtete Ausgang dieser Wicklung versorgt die Linienleitungen des Systems mit Spannung. Eine Sekundärwicklung 28 für eine niedrigere Spannung versorgt einen Erzeuger für negative Vorspannung.
  • Ein Doppelweg-Gleichrichter für die Spannung, die an den Klemmen der Sekundärwicklung 27 liegt, wird durch die Trioden 29 und 30 gebildet, deren Anoden mit den Außenklemmen der Wicklung 27 und deren Kathoden über Filterkreise mit dem Mittelabgriff der Wicklung 27 verbunden sind. Die Gitter der Röhren 29 und 30 sind mit der Anode der Röhre 61 verbunden und liegen über Widerstand 39 am Abgriff des Potentiometers 38, welcher zwischen Leitungen 37 und 49 angeordnet ist. Dieser Spannungsteiler- bewirkt, daß eine Spannung an die Gitter der Röhren 29 und 3o angelegt wird, welche negativ gegenüber der Kathodenspannung dieser Röhren ist. Die Röhre 61 ist normalerweise im wesentlichen gesperrt, so daß kein Spannungsabfall an dem Widerstand 78 auftritt; welcher durch den Anodenstrom der Röhre 61 erzeugt werden könnte. Unter diesen Umständen bilden Widerstand 78 und Potentiometer 38 einen Spannungsteiler, durch den die gewünschte negative Gitter-Kathoden-Spannung für die Röhren 29 und 3b erzeugt wird, wobei die Größe dieser Vorspannung durch die Einstellung des Potentiometers 38 bestimmt ist. Es ist eine Einrichtung zur automatischen Änderung der Vorspannung der Regelgitter dieser Röhren 29 und 30 vorgesehen, welche hinsichtlich der Kathodenspannung so arbeitet, daß sie die Höhe der gleichgerichteten Spannung dieser Röhren in noch zu beschreibender Weise ändert.
  • Kapazitäten 31, 32 und 33 und Induktivitäten 34 und 35 besorgen die gewünschte Filterung des gleichgerichteten Ausgangs der Röhren 29 und 30, derart, daß zwischen den Leitungen 36 und 37 eine Gleichspannung erscheint, deren Höhe von der Gitter-Kathoden-Vorspannung abhängt, welche für die Gleichrichterröhren 29 und 30 vorgesehen ist, und deren Polarität bewirkt, daß die Leitung 36 positiv gegenüber der Leitung 37 ist.
  • Die Doppelweg-Gleichrichtung der Spannung der Transformatorwicklung 28 wird durch Gleichrichter 40 und 41 vorgenommen, deren Typ beliebig sein kann, z. B. Kupferoxydul-, Selen- oder Röhren-Gleichrichter. Die Filterung der gleichgerichteten Ausgangsspannung geschieht durch Widerstände 42 und 43, Induktivitäten 44 und 45 und Kapazitäten 46, 47 und 48.
  • Die Polarität der Gleichrichter 40 und 41 ist so gewählt, daß die Leitung 49 gegenüber der Leitung 37 negative Polarität hat. Die Spannungsregelröhre 5o, welche zwischen den beiden genannten Leitungen eingeschaltet ist, hat die Tendenz, diese negative Vorspannung auf gleichbleibender Höhe zu halten.
  • Leitung 37 ist mit Ausgangsleitung 57 der Stromversorgungseinrichtung über einen Widerstand 59 verbunden. Die positive Leitung 36 ist andererseits über den Anoden-Kathoden-Kreis der Röhre 6o mit der anderen Ausgangsleitung 56 verbunden. Der Widerstand 59 hat einen ziemlich niedrigen Wert, so daß der Spannungsabfall an diesem Widerstand durch den ihn durchfließenden Leitungsstrom verhältnismäßig klein ist. Der Widerstand, den der Anoden-Kathoden-Kreis der Röhre 6o dem Strom entgegensetzt, ist jedoch erheblich höher. Die effektive Höhe dieses Anoden-Kathoden-Widerstandes kann durch Änderung der Gitter-Kathoden-Vorspannung der Röhre geregelt werden, und auf diese Weise wird die Ausgangsspannung der Stromversorgungseinrichtung, welche zwischen den Leitungen 56 und 57 auftritt, in der gewünschten Weise geändert.
  • Allgemein arbeitet die Vorrichtung in der Weise, daß Röhren 61, 62 und 63 zusammen auf Änderungen der Belastung der Linienleitungen ansprechen, auf Änderungen der Eingangsspannung und auf die Höhe des Stromes, welcher zu der Belastung hinfließt, wobei diese Röhren dann sowohl die Gitter-Kathoden-Vorspannung der Gleichrichterröhren 29 und 3o als auch die Gitter-Kathoden-Vorspannung der Röhre 6o derart regeln, daß die gewünschten Eigenschaften der Stromversorgungseinrichtung gemäß der Erfindung auftreten.
  • Der Gitter-Kathoden-Kreis der Röhre 63 enthält einen Teil des Potentiometers 64, welcher durch die Stellung des Abgriffes dieses Potentiometers bestimmt ist, die Spannungsregelröhre 50, welche zu dem Vorspannungserzeuger parallel geschaltet ist, und den veränderlichen Widerstand 59, welcher in Leitung 57 eingeschleift ist und dadurch den ganzen zu der Linienleitung fließenden Strom führt.
  • Wie bereits beschrieben, ist die Ausgangscharakteristik der Stromversorgungseinrichtung gemäß der Erfindung so beschaffen, daß die Ausgangsspannung wächst, wenn der- in die Linienleitungen fließende Strom wächst. Dementsprechend tritt die minimale, an die Leitungen angelegte Spannung auf, wenn der Linienstrom sein vorbestimmtes Minimum erreicht. Aus diesem Grunde wird der Abgriff des Potentiometers 64 eingestellt, wenn der Ausgangsstrom seinen minimalen Wert erreicht hat, um so die gewünschte minimale Spannung an den Leitungsdrähten zu erhalten. Dann gleicht der Teil der positiven Ausgangsspannung, welcher durch die Stellung des Abgriffes des Potentiometers 64 bestimmt wird, fast die negative feste Spannung aus, welche über der Spannungsregelröhre 5o liegt, zusätzlich der verhältnismäßig kleinen Spannung, welche dann über dem Widerstand 59 liegt. Die Einstellung des Potentiometers in dieser Art führt zu einer Gitter-Kathoden-Spannung für Röhre 60, welche einen geringen negativen Wert hat und die gewünschte Betriebsvorspannung für diese Röhre darstellt.
  • Röhre 63 ist vorzugsweise eine Pentode. Ihr Bremsgitter ist mit der Kathode verbunden, und ihr Schirmgitter liegt an der Verbindung der Widerstände 65 und 66, welche in Reihe zwischen den Leitungen 36 und 57 liegen, um die gewünschte Sehirmgitterspannung für die Röhre zu liefern. Die Anode der Röhre 63 ist über den Belastungswiderstand 67 an die Leitung 36 angeschlossen. Die Anodenspannung dieser Röhre 63 ist direkt an das Steuergitter der Röhre 6o angelegt.
  • Der Stromfluß des Anodenstromes für Röhre 63 durch denBelastungswiderstand 67 bei der normalen Vorspannung, welche sich bei der Einstellung des Potentiometers 6,4 ergibt, setzt die Anodenspannung auf einen Betrag herab, welcher eine geringe negative Gitter-Kathoden-Spannung für Röhre 6o ergibt. Dieser Wert der Gitter-Kathoden-Spannung der Röhre 6o führt zu einem entsprechenden Wert des -Anoden-Kathoden-Widerstandes, welcher den Spannungsabfall bestimmt, der über dem Anoden-Kathoden-Kreis erscheint. Es wird damit eine Stabilisierung erreicht, wobei der Ausgangswert der Spannung an den Leitungen 56 und 57 die Höhe der Leitfähigkeit der Röhre 63 bestimmt, welche die Gittervorspannung der Röhre 6o regelt. Die Röhre 6o regelt ihrerseits den Spannungsabfall über dieser Röhre und dadurch die Ausgangsspannung der Stromversorgungseinrichtung.
  • Wenn die Ausgangsspannung sich irgendwie ändert, z. B. durch Änderung der Amplitude der Eingangsspannung der Stromversorgungseinrichtung, wird die Gitter-Kathoden-Vorspannung der Röhre 63 derart geändert, daß diese Änderung der Eingangsspannung kompensiert wird und die Ausgangsspannung die Tendenz hat, ungefähr auf dem vorherigen Wert zu bleiben. Wenn z. B. die Ausgangsspannung wächst, so wird die Spannung an dem Gitter der Röhre 63 steigen, und diese wird stärkeren Anodenstrom führen. Ihre Anodenspannung sinkt dadurch ab, und die dadurch verstärkte negative Vorspannung an Röhre 6o verstärkt den effektiven Anoden-Kathoden-Widerstand dieser Röhre. Infolgedessen tritt ein größerer Spannungsabfall in dieser Röhre, auf, und die Spannung zwischen den Leitungen 56 und 57 sinkt, so daß diese Spannung auf ihren Anfangswert zurückgeführt wird.
  • Wenn der Belastungsstrom, der einer bestimmten Last auf den Leitungen 57 und 56 durch die Stromversorgungseinrichtung zugeführt wird, steigt, so wird auch der Spannungsabfall an dem veränderlichen Reihenwiderstand 59 ansteigen. Die Polarität dieses Spannungsabfalles ist in Abb. q. eingezeichnet. Sie ist so gerichtet, daß sie die Tendenz hat, das Steuergitter der Röhre 63 gegenüber ihrer Kathode negativer zu machen. Je größer also die Amplitude des der Belastung zufließenden Stromes ist, um so größer ist der Betrag, um den das Steuergitter der Röhre 63 gegenüber der Kathode negativ gemacht wird. Wenn das Gitter der Röhre 63 negativer gegenüber der Kathode wird, so führt diese Röhre weniger Anodenstrom. Der verminderte Spannungsabfall an dem Anodenwiderstand 67 führt zu einer Höhung der Spannung an dem Gitter der Röhre 6o. Der Anoden-Kathoden-Widerstand dieser Röhre 6o wird dadurch wirksam herabgesetzt, so daß ein geringerer Spannungsabfall an dieser Röhre auftritt 'und die Ausgangsspannung erhöht wird. Der Betrag, um den die Gitterspannung der Röhre 6o erhöht wird, wenn der Ausgangsstrom der Stromversorgungseinrichtung anwächst, hängt von der Höhe des regelbaren Reihenwiderstandes 59 ab, so daß die Höhe dieses Widerstandes 59 den Betrag bestimmt, um den die Ausgangsspannung mit erhöhtem Ausgangsstrom anwächst.
  • Das Anwachsen der Ausgangsspannung mit der Erhöhung des Ausgangsstromes muß notwendigerweise auf einen solchen Wert begrenzt bleiben, daß der beschriebene Vorgang sich nicht aufschaukeln kann. Das Anwachsen der Spannung muß proportional geringer sein als das ursächliche Anwachsen des Stromes, denn sonst würde die Spannungserhöhung eine weitere Erhöhung des Stromes verursachen, wodurch der Strom noch mehr erhöht würde usw.
  • Die Röhren 61 und 62 sprechen beide auf die Höhe des Linienstromes an und wirken derart; daß die Linienspannung herabgesetzt wird, wenn der Linienstrom einen vorbestimmten Maximalwert überschreitet.
  • Der Gitter-Kathoden-Strom beider Röhren 61 und 62 enthält den Linienwiderstand 59. Im einzelnen verläuft der Gitter-Kathoden-Kreis dieser Röhren von der Verbindung der Widerstände 75 und 76 über Widerstand 75, durch den veränderlichen Linienwiderstand 5.9 und über einen Teil des Potentiometers 77 zur Kathode dieser Röhren. Wenn der Linienstrom unter dem bestimmten Maximalwert liegt, werden die Röhren 61 und 62 durch die Gitter-Kathoden-Spannung des beschriebenen Kreises im wesentlichen gesperrt. Wenn der Linienstrom jedoch einen hohen Wert erreicht, wird der erhöhte Spannungsabfall an dem Linienwiderstand 59 zu einem Anwachsen der Gitterspannung beider Röhren 61 und 62 führen, so däß diese Röhren nun Anodenstrom führen. Der erhöhte Spannungsabfall, der dann an dem Widerstand 67 auftritt, setzt die Gitter-Kathoden-Spannung der Röhre 6o herab. Dadurch wird der Anoden-Kathoden-Widerstand der Röhre 6o derart verstärkt, daß die an die Linienleitungen 56 und 57 angelegte Spannung herabgesetzt wird.
  • Gleichzeitig führt die erhöhte Leitfähigkeit der Röhre 6 1 zu einem Abfallen der Anodenspannung, da ein erhöhter Spannungsabfall an dem Anodenwiderstand 78 auftritt. Dementsprechend wird die Spannung, die an die Steuergitter der Röhren 29 und 3o angelegt ist, herabgesetzt. Bei diesen Röhren wird dadurch der Anoden-Kathoden-Widerstand erhöht und dadurch der Anodenstrom vermindert, der als Folge der Wechselspannung fließt, welche zwischen der Kathode und Anode der Röhren angelegt ist. Die Ausgangsspannung, welche zwischen den Leitungen 36 und 37 auftritt, wird herabgesetzt. Auf diese Weise wird durch ein Absinken der Gitterspannung der Gleichrichterröhren 29 und 30 und auch durch ein Absinken der Gitterspannung der Röhre 6o der wirksame Widerstand dieser Röhren verstärkt, so daß die Ausgangsspannung, welche an den Leitungen 56 und 57 liegt, herabgesetzt ist.
  • Der ungefähre Verlauf der Änderung der AusgangsspannungE der Stromversorgungseinrichtung in Abhängigkeit von der Änderung des Stromes T, welcher in die Linienleitungen fließt, ist graphisch in Abb. 5 dargestellt. Man erkennt, daß die Ausgangsspannung etwa linear mit dem Ausgangsstrom bis zu einem bestimmten hohen Wert des Stromes ansteigt, welcher mit A bezeichnet ist. Wenn der Ausgangsstrom über diesen Wert anwächst, nimmt der Ausgangswert sehr schnell ab und begrenzt so den Höchstwert des dem Stromerzeuger entnommenen Stromes. Der normale Betriebsbereich ist mit N bezeichnet.
  • Elektronischer Impulsdetektor Der elektronische Impulsdetektor spricht auf die Änderungen der Spannung an dem Reihenwiderstand 59 an. Diese Spannungsänderungen werden in einem Verstärker verstärkt, und die Ausgangsspannung dieses Verstärkers bewirkt, daß das Relais F zwischen seinen beiden Endstellungen hin und her bewegt wird.
  • Die positive Klemme des Widerstandes 59 ist über Kapazität 85 mit dem Gitter der Röhre 86 verbunden. Die andere Klemme des Reihenwiderstandes 59 ist über eine entsprechende Kapazität 87 mit dem Steuergitter der Röhre 88 verbunden. Die Widerstände 89 und 9o sind in Reihe geschaltet und liegen parallel zum Linienwiderstand 59. Die Verbindungsstelle dieser beiden Widerstände ist geerdet. Die Steuergitter jeder der Röhren 86 und 88 sind ebenfalls über Gitter-Ableitwiderstände 9i und 92 geerdet. Die Kathoden der Röhren 86 und 88 sind über einen gemeinsamen Kathodenwiderstand 93 geerdet, wobei dieser Kathodenwiderstand die erforderliche Vorspannung erzeugt.
  • Wenn beim Einschalten eines Nebenschlusses durch eine Unterstation der Strom in den Linienleitungen anwächst, wächst der Spannungsabfall am Widerstand 59, so daß die rechte Klemme dieses `'Widerstandes gegenüber der linken Klemme positiver wird. Infolgedessen wird eine höhere Spannung gegen Erde an das Steuergitter der Röhre 86 gelegt, und zugleich erfolgt eine Spannungsabsenkung am Steuergitter derRöhre88. Die Röhre 86 führt momentan einen verstärkten Anodenstrom, so daß ihre Anodenspannung herabgesetzt wird, weil der Spannungsabfall über seinem Anoden-Belastungswiderstand 95 anwächst. Eine positiv gerichtete Spannungsänderung wird daher an das Steuergitter der Röhre 96 durch die Kapazität 97 angelegt. Der verminderte Spannungsabfall an dem Anoden-Belastungswiderstand98 der Röhre 88, welcher durch den negativen Eingangsimpuls erzeugt wird, bewirkt ein Anwachsen der Spannung, welche über Kapazität 99 an das Steuergitter der Röhre ioo angelegt ist.
  • Die Röhren 96 und ioo sind im wesentlichen in derselben Weise zusammengeschaltet wie die Röhren 86 und 88. Das Absinken der Spannung an dem Gitter der Röhre 96 infolge der Einschaltung des Nebenschlusses einer Unterstation bewirkt ein Anwachsen der Anodenspannung dieser Röhre. In gleicher Weise bewirkt die in positiver Richtung verlaufende Spannungsänderung an dem Gitter der Röhre ioo, daß die Anodenspannung dieser Röhre herabgesetzt wird. Die durch Kapazität ioi wirksame Spannungsherabsetzung an dem Steuergitter der Gasentladungsröhre io2 wirkt sich nicht auf die Leitfähigkeit dieser Röhre aus. Die positive Spannungsänderung, welche durch die Kapazität 103 an das Steuergitter der Gasentladungsröhre 104 angelegt wird, bewirkt jedoch die Zündung dieser Röhre; dann wird ein Anoden-Kathoden-Strom der Röhre io4 durch den Widerstand io5, die obere Wicklung des Relais F, den Widerstand io6 zur Erde fließen. Diese Erregung der oberen Wicklung des Relais F bewirkt, daß der Anker dieses Relais im Uhrzeigersinn bewegt wird, wie auch der Pfeil zeigt, welcher bei der Wicklung eingetragen ist.
  • Bei der Öffnung eines Nebenschlusses einer Unterstation wird der Spannungsabfall an dem Linienwiderstand 59 herabgesetzt. Entsprechend der vorangegangenen Beschreibung führt diese Spannungsherabsetzung zu einer in negativer Richtung verlaufenden Spannungsänderung an dem Steuergitter der Gasentladungsröhre io4 und zu einer positiv verlaufenden Spannungsänderung an dem Steuergitter der Gasentladungsröhre zog. Wenn die Röhre 104 nun den Strom durchläßt, tritt ein Spannungsabfall an Widerstand io6 auf, welcher das Kathodenpotential der Röhre 104 so weit hebt, daß eine negative Gitter-Kathoden-Vorspannung erzeugt wird. Diese Vorspannung hält die Röhre zog normalerweise gesperrt. In ähnlicher Weise wird die Rühre 104 durch den Spannungsabfall über diesem Widerstand io6 in dem nichtleitenden Zustand gehalten, wenn die andere Gasentladungsröhre io2 in Durchlaßstellung geschaltet ist.
  • Die Änderung der Spannung, welche an dem Steuergitter der Röhre io2 auftritt, wenn eine Unterstation ausgeschaltet wird, bewirkt, daß die negative Vorspannung an dieser Röhre so beeinflußt wird, daß die Röhre zündet, und es ergibt sich ein Stromfluß durch den Widerstand io7, die untere Wicklung des Relais F, den Widerstand io6 zur Erde, so daß die untere Wicklung des Relais F erregt wird. Gleichzeitig tritt ein momentanes Anwachsen des Stromes durch den Anoden-Kathoden-Kreis der Röhre io2 über Kapazität io8, Widerstand io5, die obere Wicklung des Relais F, Widerstand io6 zur Erde auf. Dieser momentane Ladestromfluß für die Kapazität io8 bewirkt, daß die Kathodenspannung der Röhre 104 etwas angehoben wird. Der Ladestrom der Kapazität io8, welcher zu dem bereits fließenden Strom durch Röhre io4 und die obereWicklung des Relais F hinzugefügt wird, verursacht also ein solches Anwachsen der Spannung an der Kathode der Röhre io4, daß die Anoden-Kathoden-Spannung dieser Röhre momentan unter den Wert herabgesetzt wird, welcher nötig ist, um diese Röhre im leitenden Zustand zu halten. Dadurch bewirkt das Zünden der Röhre io2, daß die andere Gasentladungsröhre 104 gelöscht wird. Da die untere Wicklung es Relais F nun erregt und die obere Wicklung entregt ist, wird der Anker des Relais F entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, wie durch den Pfeil im untren Teil der Wicklung angedeutet ist.
  • Jeder Anschluß eines Nebenschlusseseiner Unterstation bewirkt nun, daß die Röhre 104 zündet und die obere Wicklung des Relais F erregt wird, macht die Gasentladungsröhre io2 nichtleitend und entregt dadurch die untere Wicklung dieses Relais. Wie durch den Pfeil an der oberen Wicklung des Relais F dargestellt, wird infolgedessen der Anker im Uhrzeigersinn bewegt.
  • In ähnlicher Weise bewirkt das Abschalten eines Nebenschlusses einer Unterstation, daß die Röhre io2 leitend wird und so die untere Wicklung des Relais-F erregt. Gleichzeitig wird dadurch die Röhre 104 nichtleitend, so daß die Erregung der oberen Wicklung aufhört. Der Anker bewegt sich dann entgegen dem Uhrzeigersinn. In diesem Zustand befinden sich die Röhren io2 und 104 und auch das Relais F, wenn das System in Ruhe ist.
  • Die Zeitkonstante zum Laden der Kapazität io8 ist so klein bemessen, daß am Ende der kürzesten Schlüsselziffer die Kapazität io8 im wesentlichen auf ihren neuen Dauerwert aufgeladen ist. Dadurch wird ermöglicht, daß die Kathode der soeben gelöschten Röhre rechtzeitig wieder den normalen Vorspannungswert erhält, so däß sie wieder leitend werden kann, wenn dies erforderlich ist. Die Zeitkonstante ist jedoch lang genug zu bemessen, daß die Kathode der soeben gelöschten Röhre für eine kurze Zeit über ihrer normalen Vorspannung gehalten wird, so daß diese Röhre nicht beim Auftreten irgendwelcher fremder oder unerwünschter Eingänge leitend werden kann, welche nicht direkt im Zusammenhang stehen mit dem Einschalten oder Ausschalten von Nebenschlüssen einer Unterstation, wie im folgenden noch zu beschreiben ist.
  • Wenn die elektronisch gesteuerte Stromversorgungseinrichtung die Linienspannung bei der Anzeige eines Nebenschlusses einer Unterstation aus den bereits aufgeführten Gründen herabsetzen soll, wird eine Verbindung zwischen dem elektronischen Impulsdetektor und der Stromversorgungseinrichtung durch das Schließen eines Druckknopfkontaktes i i5 hergestellt. Das Schließen dieses Kontaktes stellt eine Verbindung her zwischen der Kathode der Gasentladungsröhre io2 und den Steuergittern der Gleichrichterröhren 29 und 3o. Die Rückleitung geht durch die Stromversorgungseinrichtung zu der Leitung 37, von dort zum Impulsdetektor und durch Widerstand 9o zur Erde des Impulsdetektors.
  • Wenn kein Nebenschluß an die Linienleitungen angelegt ist, ist die Gasentladungsrö@re io2 leitend, so daß ihre Kathode auf positivem Potential gegenüber Erde liegt. Wenn die Verbindung zwischen der Stromerzeugungseinrichtung und dem Impulsdetektor verwendet werden soll, wird das Potentiometer 38 zunächst so eingestellt, daß bei leitender Röhre io2 .die gewünschte negative Vorspannung an die Röhren 29 und 3o angelegt wird.
  • Beim Ansprechen auf das Anschalten eines Nebenschlusses einer Unterstation wird die Gasentladungsröhre 104 leitend, und zugleich wird die Gasentladungsröhre io2 nichtleitend. Mit dem Aufhören des Anodenstromflusses der Röhre io? steigt der Wert der Spannung an der Kathode dieser Röhre plötzlich an. Infolgedessen wird die Spannung an der einen Klemme des Spannungsteilers geändert, welcher die Gitterspannung für die Röhren 29 und 30 liefert. Die Gitter-Kathoden-Spannung dieser Röhren wird dadurch herabgesetzt, so daß ihre Gleichrichterwirkung weniger stark ist und die Ausgangsspannung absinkt.
  • Bei Beendigung der Nebenschlußperiode wird die Gasentladungsröhre io2 wieder leitend; ihre Kathodenspannung steigt an. Die Gitter-Kathoden-Spannung der Röhren 29 und 30 wird gehoben, so daß die Ausgangsspannung der Stromversorgungseinrichtung auf ihrenvorherigenWertgebrachtwird. Die Ausgangsspannung der Stromversorgungseinrichtung wird daher nur in der Zeit herabgesetzt, in der eine Unterstation parallel geschaltet ist; dadurch ist das Abfallen der Linienrelais gesichert, welche mit den Unterstationen an Zweiglinien zusammenarbeiten.
  • Wie bereits ausgeführt, soll der Impulsdetektor auf das Ansteigen und Abfallen des Stromes in den Linienleitungen ansprechen, wenn Schlüsselimpulse selektiv an- und abgeschaltet werden. Wenn die oben beschriebene Verbindung zwischen dem Impulsdetektor und der Stromversorgungseinrichtung eingeschaltet wird, treten sekundäre Stromänderungen infolge der Spannungsänderung in den Linienleitungen auf; welche normalerweise zu einem ungenauen Arbeiten des Impulsdetektors führen würden.
  • So wird z. B. ein Ansteigen des Stromes in den Linienleitungen als Folge des Einschaltens eines Nebenschlusses einer Unterstation durch den Im- j pulsdetektor festgestellt und dadurch die Gasentladungsröhre 104 gezündet. Das Abfallen der Linienspannung beim Ansprechen des Impulsdetektors auf das Einschalten eines Nebenschlusses wird bewirken, daß der Linienstrom plötzlich geringer wird.. Diese Stromabsenkung erzeugt eine Eingangsspannung am Impulsdetektor von solcher Polarität, daß normalerweise die Röhre io2 leitend würde und die Röhre 104 sperrt. Wie jedoch bereits erwähnt, hebt das Zünden der Röhre 104 die Kathode der Röhre io2 über einen solchen Zeitraum an, daß diese Röhre nicht sofort auf einen solchen unerwünschten Eingangsimpuls ansprechen kann. Diese beschriebene Einrichtung wirkt auch derart, daß der Impulsdetektor nicht ansprechen kann, wenn die Linienspannung bei der Anzeige des Ausschaltens des Nebenschlusses einer Unterstation steigt und zu einem Anwachsen des Linienstromes führt.
  • Der Spannungsabfall am Ausgang der Stromversorgungseinrichtung muß hoch genug sein, um das Abfallen der Linienrelais auf parallelen Linien sicherzustellen, aber er darf nicht so groß sein, daß er die Anzeige des Abschaltens eines Nebenschlusses unmöglich macht. Speziell wird das Abschalten eines Nebenschlusses durch eine Unterstation durch die Feststellung des Absenkens des Linienstromes angezeigt. Daher muß die Stromversorgungseinrichtung geeignet sein, die Linienleitungen während einer Nebenschlußperiode so unter Spannung zu halten, daß eine Stromdifferenz bei der Abschaltung eines Nebenschlusses in einer Unterstation auftritt und es dadurch möglich ist, die Abschaltung des Nebenschlusses in der Zentrale festzustellen.
  • Ausführungsbeispiel der Abb.2: Wie im Zusammenhang mit Abb. 1 beschrieben, enthält die Einrichtung der Zentrale die elektronisch gesteuerte Stromversorgungseinrichtung und den elektronischen Impulsdetektor, welche beide im einzelnen in Abb. 4. dargestellt sind. Diese können wahlweise so zusammengeschaltet sein, daß bei dem Schließen eines Druckknopfkontaktes 115 die Linienspannung während der Zeit eines Nebenschlusses einer Unterstation herabgesetzt wird.
  • Es kann jedoch, wie in Abb. 2 dargestellt ist, die elektronisch gesteuerte Stromversorgungseinrichtung gemäß der Erfindung auch als Ersatz für die gewöhnliche, mit Batterie betriebene Stromversorgung verwendet werden, wobei jedoch der übliche Impulstransformator verwendet wird, um die Anzeige der Zeichen der Unterstationen zu ermöglichen. Eines der Merkmale der elektronisch gesteuerten Stromversorgungseinrichtung ist dabei, daß in gewünschter Weise ein Steigen der Spannung mit einem Ansteigen des Linienstromes zu einer größeren Stromdifferenz durch die Primärwicklung des Impultsransformators 116 führt, so daß das Relais i F, welches mit der Sekundärwicklung verbunden ist, auf eine geringere Änderung der Belastung der Linienleitungen anspricht, als dies bei Verwendung einer Batterie möglich ist. Bei dieser Vorrichtung ist ein Ruhekontakt 5q. eines Relais SD mit einem Arbeitskontakt 55 eines Relais LET in Reihe geschaltet, und diese beiden sind zu den Wicklungen des Relais 1 F parallel geschaltet. Auf diese Weise wird wie bei den Ausführungsbeispielen der Abb. 1 und 3 das Relais 1 F daran gehindert, während der Zeit anzusprechen, in der das Relais SD abgefallen ist und das Relais LET zugleich angezogen ist, weil dieser Nebenschluß parallel zu den Wicklungen 1 F liegt. Die Anordnung des Relaiskreises der Zentrale in Abb.2 ist im übrigen dieselbe wie in Abb. 1. Ausführungsbeispiel nach Abb. 3: Wie in Abb. 3 dargestellt ist, kann der elektronische Impulsdetektor, wenn erforderlich, an Stelle der elektronisch gesteuerten Stromversorgungseinrichtung auch mit einer Batterie 117 als Spannungsquelle für die Versorgung der Linienleitungen verwendet werden. Der Strom-Begrenzungswiderstand 118, welcher mit der Batterie in Reihe geschaltet ist, begrenzt den aus der Batterie entnommenen Strom, wenn ein Nebenschluß an die Linienleitungen in der Nähe der Zentrale gelegt wird. Wenn die Nebenschlüsse bei verschiedenen Unterstationen angelegt und entfernt -werden, steigt und fällt die Spannung am Widerstand 118 und hier werden die Eingangssignale für den elektronischen Impulsdetektor entnommen, wie im einzelnen in Abb. q. dargestellt ist. Der Impulsdetektor steuert dann das Linienrelais F über die Regelkontakte, wie bereits beschrieben. Die Schaltung des Relaiskreises, welche in Abb. 3 dargestellt ist, kann auch dieselbe sein, wie für die Zentrale nach Abb. 1 dargestellt ist.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, welche nur spezielle Ausführungen des Erfindungsgedankens darstellen. Es sind die verschiedensten Änderungen und Anwendungen im Rahmen der Erfindung möglich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fernmeldesystem, bei dem Gleichstrom-Zeichenimpulse in ein Linienleitungspaar eingeführt werden, das eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch eine elektronisch gesteuerte Stromversorgungseinrichtung für die Linienleitungen und durch Einrichtungen, welche auf den Ausgangsstrom der Stromversorgungseinrichtung ansprechen, und dabei die Spannung, die durch die Stromversorgungseinrichtung den Linienleitungen aufgedrückt wird, derart regeln, daß die Spannung in derselben Richtung geändert wird, in der sich der Strom infolge von Änderungen der Belastung der Linienleitungen ändert.
  2. 2. Fernmeldesystem, welches mit Gleichstrom betrieben wird und ein Linienleitungspaar enthält, das eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, und welches eine elektronische Stromversorgungseinrichtung in der Zentrale aufweist, die die Linienleitungen versorgt, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Regelung der den Leitungen zugeführten Spannung, die auf den Strom anspricht, welcher durch die Stromversorgungseinrichtung in die Linienleitungen fließt, wobei die Einrichtung geeignet ist, die Spannung zu erhöhen, wenn der Strom steigt, und die Spannung zu erniedrigen, wenn der Strom sinkt.
  3. 3. Fernmeldesystem, bei dem Gleichstrom= impulse in ein Paar Linienleitungen eingeführt werden, welche eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbinden, gekennzeichnet durch einen Zeichenimpulsdetektor, welcher einen Elektronenröhrenverstärker enthält, der auf den Strom in den Linienleitungen anspricht, und eine geregelte Einrichtung, welche auf den Ausgangsstrom des Verstärkers anspricht und in bestimmter Weise während der Dauer jedes der Zeichenimpulse derart betätigt wird, daß sie die Anwesenheit der Zeichenimpulse in den Linienleitungen anzeigt. q.. Fernmeldesystem, welches mit Gleichstrom betrieben wird und ein Linienleitungspaar enthält, welches eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, sowie Einrichtungen zum Nachrichtenaustausch zwischen der Zentrale mit den Unterstationen, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Aussenden von Gleichstrom-Nachrichtenimpulsen über die Linienleitungen, Empfangseinrichtungen in der Zentrale, welche auf das Ansteigen und Fallen des Gleichstromes in den Linienleitungen verschieden ansprechen, j e nachdem ob diese Nachrichtenimpulse auftreten und verschwinden, sowie einen Eleküronenröhrenverstärker, welcher eine Eingangsspannung proportional dem Strom in den Linienleitungen erhält, und ein elektromagnetisches Relais, welches von dem Ausgangssignal des Verstärkers gesteuert wird und in eine seiner beiden Betriebsstellungen geschaltet wird, wenn die Verstärkereingangsspannung wächst, und welches in die andere Betriebsstellung geschaltet wird, wenn die Eingangsspannung des Verstärkers fällt. 5. Fernmeldesystem, welches mit Gleichstrom betrieben wird und ein Linienleitungspaar enthält, welches eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Aussenden von Gleichstromimpulsen in die Linienleitungen und Einrichtungen zum Empfang der Zeichen in der Zentrale, welche einen Elektronenröhrenverstärker enthalten, der auf den Strom in den Linienleitungen anspricht, wobei der Verstärker eine bestimmte Art eines Ausgangssignals abgibt, wenn der Strom anwächst, und ein anderes bestimmtes Ausgangssignal abgibt, wenn der Strom fällt sowie durch eine gesteuerte Einrichtung, welche auf das Ausgangssignal des Verstärkers anspricht und alternativ zwischen verschiedenen bestimmten Schaltbedingungen als Folge der verschiedenen Ausgangssignale des Verstärkers gesteuert wird, wobei die genannte Einrichtung in eine ihrer bestimmten Schaltstellungen in derjenigen Zeit geschaltet ist, in der der Zeichenimpuls in die Linienleitungen eingebracht wird, und in die andere bestimmte Schaltstellung geschaltet ist, während kein Zeichenimpuls in die Linienleitungen eingebracht wird. 6. Fernmeldesystem, bei dem Gleichstromimpulse in ein Linienleitungspaar eingeführt werden, welches eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch einen Impulsdetektor, welcher einen Elektronenröhrenverstärker enthält, der auf den Strom in den Linienleitungen anspricht, wobei der Verstärker Einrichtungen mit einem Schaltkreis für zwei Schaltmöglichkeiten enthält, welcher zwischen den beiden entgegengesetzten stabilen Schaltmöglichkeiten in Abhängigkeit von dem Auftreten und dem Verschwinden der Nachrichtenimpulse der Linienleitungen gesteuert wird. 7. Zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen, in dem ein Linienleitungspaar eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch Einrichtungen in der Zentrale und jeder der Unterstationen, welche Gleichstromimpulse in die Linienleitungen einführen können, die nach einem bestimmten Schlüsselverfahren die zu übertragende Nachricht enthalten, wobei ein elektronischer Impulsdetektor mit einem Verstärker vorgesehen ist, welcher auf die Stromänderungen in den Linienleitungen anspricht und eine Schalteinrichtung mit zwei Schaltmöglichkeiten vorgesehen ist, welche durch den genannten Verstärker entsprechend dem Anwachsen und Abfallen des Linienstromes alternativ zwischen den entgegengesetzten Schaltbedingungen gesteuert wird. B. Zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen mit einem Linienleitungspaar, welches eine- Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch Einrichtungen in der Zentrale; welche in die Linienleitungen Gleichstrom senden können, einen Widerstand, welcher mit der Einrichtung zur Stromversorgung der Leitungen in Reihe geschaltet ist, Einrichtungen in der Zentrale und jeder der Unterstationen, welche den Strom in den Linienleitungen nach einem bestimmten Schlüsselverfahren abwechselnd erhöhen und absenken können; sowie einen elektronischen Impulsdetektor in der Zentrale mit einem Verstärker, dem die Spannung über dem Widerstand als Eingangssignal zugeführt wird, wobei der Impulsdetektor zwei Gasentladungsröhren enthält, von denen eine leitfähig wird, wenn der Strom in den Linienleitungen wächst, und die andere leitfähig macht, wenn der Strom in den Linienleitungen fällt, sowie Einrichtungen zum Löschen der Gasentladungsröhren, welche infolge der Zündung einer der Röhren die andere Röhre löschen können, wobei die Einrichtungen zum Löschen über eine begrenzte Zeit wirksam sind, welche der Zündung der einen der Röhren folgt, um die andere Röhre an der Zündung zu hindern, so daß Stör-Signaleingänge bei dem genannten Verstärker, welche nichts mit dem Auftreten und Verschwinden eines Nachrichtenimpulses zu tun haben, für den Impulsdetektor nicht wirksam sind. g. Fernmeldesystem, welches mit Gleichstrom betrieben ist und nach dem Nebenschlußverfahren arbeitet, mit einem Linienleitungspaar zur Verbindung einer Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen, welches in der Zentrale Einrichtungen zur Versorgung der Linienleitungen mit Strom enthält, gekennzeichnet durch ein Linienrelais in jeder Unterstation, welches zu den Linienleitungen parallel geschaltet ist, und Stromkreise in jeder Unterstation zum intermittierenden Einschalten eines Nebenschlusses an die Linienleitungen zur Herstellung von Zeichenimpulsen, welche nach einem bestimmten Schlüsselsystem eine Nachricht darstellen, welche zur Zentrale gesendet werden soll, sowie einen Impulsdetektor in der Zentrale, welcher nacheinander zwischen entgegengesetzten Betriebsstellungen durch das Auftreten und Verschwinden der Nachrichtenimpulse betätigtwird, sowieStromkreise, welche von dem Impulsdetektor gesteuert und geeignet sind, die Spannung, die an die Linienleitungen angelegt ist, während der Dauer jedes der Nachrichtenimpulse herabzusetzen und dabei die Linienrelais in den verschiedenen Unterstationen während der Dauer jedes dieser Nachrichtenimpulse abfallen läßt. io. Fernmeldesystem, welches mit Gleichstrom betrieben ist und bei dem ein Linienleitungpaar eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, und welches eine elektronisch gesteuerte Stromversorgung für die Linienleitungen enthält, gekennzeichnet durch Einrichtungen, welche auf den Ausgangsstrom der Stromversorgungseinrichtung derart ansprechen, daß sie die an die Linienleitungen angelegte Spannung regulieren können und dabei die Spannung in derselben Richtung ändern, wie sich der Strom infolge der Änderungen der Belastung der genannten Linienleitungen ändert, wenn der Stromwert unter einem vorgegebenen Maximalwert bleibt, während die Spannung schnell herabgesetzt werden kann, wenn der Strom den vorgegebenen Maximalwert übersteigt. i i. Zentralisiertes Verkehrasteuerungssystem für Eisenbahnen, in dem ein Linienleitungspaar eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet und welche eine elektronische Stromversorgung in der Zentrale aufweist, die die Linienleitungen mit Gleichstrom versorgt, gekennzeichnet durch Einrichtungen in jeder der Unterstationen zum selektiven Einschalten eines Nebenschlusses an die Linienleitungen, um bestimmte Nachrichtenimpulse in den Linienleitungen hervorzubringen, und durch einen Impulstransformator, dessen Primärwicklung mit den Linienleitungen in Reihe geschaltet ist, sowie eine elektromagnetische Einrichtung, welche mit einer Sekundärwicklung des Transformators verbunden ist, und Stromkreise, welche mit der Stromversorgungseinrichtung verbunden sind und auf den Strom, der in die Linienleitungen fließt, derart ansprechen, daß sie die den Linienleitungen zugeführte Spannung in derselben Richtung ändern können, in der der Linienstrom sich ändert, um dadurch die Stromdifferenz in der Primärwicklung zu erhöhen, wenn in den Linienleitungen abwechselnd ein Nebenschluß ein- und ausgeschaltet wird. 12. Zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen mit einem Linienleitungspaar, das eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch eine in der Zentrale befindliche elektronische Stromversorgungseinrichtung für die Linienleitungen, welche eine elektronische Steuerröhre enthält, deren Anoden-Kathoden-Kreis in Reihe mit den Linienleitungen geschaltet ist, wobei die Spannung des Gitter-Kathodenkreises für die genannte Röhre auf den in die Linienleitungen fließenden Strom anspricht und die Gitter-Kathodenspannung der Röhre weniger negativ wird, wenn dieser Linienstrom wächst und stärker negativ wird, wenn der Linienstrom sinkt und auf diese Weise die an die Linienleitungen angelegte Spannung in derselben Richtung ändert, in der sich der Linienstrom ändert. 13. Zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen, in dem ein Linienleitungspaar eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch Einrichtungen in der Zentrale und in jeder der Unterstationen zur Erzeugung von Gleichstromimpulsen, die den Linienleitungen nach einem bestimmten Schlüsselsystem zugeführt werden und die eine zu übertragende Nachricht wiedergeben, und einen Widerstand, welcher in der Zentrale mit den Linienleitungen in Reihe geschaltet ist, einen elektronischen Impulsdetektor mit einem Verstärker, dem die Spannung über dem Widerstand als Eingangssignal zugeführt wird, eine Ausgangsstufe für den genannten Verstärker mit zwei Gasentladungsröhren, welche wechselweise leitend werden, wenn die Spannung über dem Widerstand abwechselnd anwächst oder abfällt, und ein elektromagnetisches Relais, welches von den Ausgangsströmen der Gasentladungsröhren zwischen den beiden entgegengesetzten Schaltstellungen hin und her bewegt wird, wenn die erwähnten Röhren abwechselnd leitend oder nichtleitend sind. 1q.. Zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen, in dem ein Linienleitungspaar eine. Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch Einrichtungen in der genannten Zentrale und in jeder Unterstation zum Einführen von Gleichstromimpulsen in die Linienleitungen, durch die nach einem bestimmten Schlüssel Nachrichten übertragen werden können, einen elektronischen Impulsdetektor mit einem Verstärker in der Zentrale, welcher auf die Änderungen des Stromes in den Linienleitungen anspricht, eine erste und zweite Gasentladungsröhre, wobei die erste Gasentladungsröhre leitend gemacht wird, wenn ein Nebenschluß an die Linienleitungen angeschaltet wird, und die zweite Gasentladungsröhre leitend wird, wenn der Nebenschluß abgeschaltet wird, sowie Einrichtungen, welche auf das Zünden einer dieser Gasentladungsröhren derart ansprechen, daß die andere Gasentladungsröhre nichtleitend wird, und Einrichtungen, welche dafür sorgen, daß in der Zeit, in der die erste Gasentladungsröhre leitend ist, die den Linienleitungen zugeführte Spannung herabgesetzt wird. 15. Zentralisiertes Verkehrssteuerungssystem für Eisenbahnen, in dem ein Linienleitungspaar eine Zentrale mit einer Mehrzahl von Unterstationen verbindet, gekennzeichnet durch eine Batterie in der Zentrale zur Versorgung der Linienleitungen, und einen Widerstand, welcher mit der Batterie in Reihe geschaltet ist, sowie Einrichtungen in der Zentrale in jeder der Unterstationen, welche einen Nachrichtenaustausch zwischen der Zentrale und denUnter stationen dadurch ermöglichen, daß der Strom in den Linienleitungen nach einem bestimmten Schlüsselverfahren gehoben und gesenkt wird, und einen elektronischen Impulsdetektor, welcher auf die Spannung über dem Widerstand anspricht und in eine erste Schaltstellung gebracht wird, wenn die Spannung wächst, und in eine zweite Schaltstellung gebracht wird, wenn die Spannung fällt, so daß der Impulsdetektor zwischen seinen beiden entgegengesetzten Schaltstellungen hin und her bewegt wird, entsprechend den Schlüsselimpulsen, welche in die Linienleitungen eingebracht werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1155807B (de) * 1954-07-22 1963-10-17 Tech Pour L Ind Nouvelle S A I Fernsteuereinrichtung fuer Eisenbahnsicherungsanlagen

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DE1155807B (de) * 1954-07-22 1963-10-17 Tech Pour L Ind Nouvelle S A I Fernsteuereinrichtung fuer Eisenbahnsicherungsanlagen

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