DE932399C - Verfahren zur Herstellung von Schneiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schneiden

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DE932399C
DE932399C DEK15945A DEK0015945A DE932399C DE 932399 C DE932399 C DE 932399C DE K15945 A DEK15945 A DE K15945A DE K0015945 A DEK0015945 A DE K0015945A DE 932399 C DE932399 C DE 932399C
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DE
Germany
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cutting
cutting edges
lines
production
cylinder
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Expired
Application number
DEK15945A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Biagosch
Helmut Schelkmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KRAUSE KARL FA
Original Assignee
KRAUSE KARL FA
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schneiden Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Werkzeugherstellung und betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schneiden u. dgl. Sie befaßt sich vor allem damit, Schneiden herzustellen, die krummlinig auf gekrümmten Flächen verlaufen.
  • Zur Herstellung von Faltschachtelzuschnitten aus Karton, Pappe und anderen stanzfähigen Werkstoffstreifen ist es bekannt, Bandstahlschnittformen zu verwenden. Zu diesem Zweck werden z. B. in ebene Platten Stahlbänder eingelassen, die an der aus der Plattenebene herausragenden Bandseite angeschärft sind. Beim Stanzvorgang wird zwischen einen derartigen Stanztiegel mit Bandstahlschnittformen und eine Gegenplatte der Werkstoffstreifen gelegt und die Platten unter Druck aneinandergepreßt. Es liegt auf der Hand, d@aß -mit derartigen flach gegen flach arbeitenden Maschinen keine hohen Leistungen erzielt werden können, vor allem wegen der dauernden Umsteuerung der Bewegungsrichtung der Plattenmassen.
  • Man ist daher auch dazu übergegangen, die erwähnten Faltschachtelzuschnitte rotierend zu stanzen. Hier sind die sich in den Karton einpressenden Schneid-, Stanz- und Rillwerkzeuge auf der Oberfläche eines Zylinders angeordnet, der sich auf einem Gegenzylinder abwälzt. Beim Arbeitsgang wird die Pappe zwischen beide Zylinder geschoben.
  • Während aber die Anordnung von Bandstahlschneiden auf den ebenen Platten keine Schwierigkeiten bildet, ist die Anordnung von Bandstahlschneiden auf Zylinderoberflächen schwierig, j a überhaupt nur bei ganz einfachen Stanzformen möglich. Dies liegt darin begründet, daß man den an einer Seite mit einer Schneide versehenen Bandstahl nicht so um die Zylinderoberfläche herumbiegen kann, daß die Schneiden senkrecht zur Zylinderoberfläche stehen. Bandstahlschneiden können auf Zylinderoberflächen nur zur Ausbildung .der Schneidlinien verwendet werden, die parallel zur Zylinderachse verlaufen, d. h. also auf nicht gekrümmten Linien. Um auch auf der Zylinderoberfläche senkrecht zur Zylinderachse verlaufende Schneidlinien zu erzeugen, ist es bekannt, die verwendeten Walzen zu unterteilen" und zwischen den einzelnen Walzenstücken Schnei.dscheiben anzuordnen, -deren Durchmesser etwas größer ist als der Zylinderdurchmesser, so @daß die Schneidscheiben mit ihrem geschärften Außenrand aus der Zylinderoberfläche herausragen.
  • Sobald aber der herzustellende Faltschachtelzuschnitt Schneidlinien auf der Zylinderoberfläche verlangt, die nicht.in axialer oder rad,i,al:er Richtung verlaufen, ist man gezwungen, die Linien, an denen entlang der Werkstoff gestanzt, gerillt, geritzt, perforiert oder gebogen werden soll, aus einem Vollzylinder herauszuarbeiten. Die Herstellung von rotierend arbeitenden Stanzformen -ist dementsprechend sehr kostspielig und .lohnt sich -nur dann, wenn hohe Auflagen vorgesehen' sind. Außerdem läß.t sich- nicht immer die gewünschte Werkzeuggenauigkeit erreichen.
  • Hier setzt die Erfindung ein. Sie schlägt ein Verfahren zur Herstellung von Schneiden, insbesondere von krummlinigem Verlauf auf gekrümmte Flächen vor, nach dem in eine Mater, deren Oberfläche die Form der gekrümmten Fläche hat, den Schneiden entsprechend formgetreue Negative eingeformt z. B. eingraviert werden, worauf die Oberfläche der Mater einschließlich der Einformungen in an sich bekannter Weise galvanoplastisch abgeformt wird. In einem Sonderfall dieses Verfahrens, der bei der Herstellung von rotierend arbeitenden Stanzformen vorliegt, werden den gewünschten Stanzlinien und/oder Ritzlinien und/oder Rillinien entsprechend formgetreue Negative in die innere Oberfläche eines- Hohlzylinders (z. B. aus Wachs oder Blei), eingeformt, diese in bekannter Weise elektrisch leitend gemacht und in an sieh ebenfalls bekannter Weise in einem geeigneten. Elektrolyt (vorzugsweise einem Hartnickelelektrolyt) gegen eine Anode (vorzugsweise Nickelanode) geschaltet, galvanoplastisch abgeformt. Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung - von rotierend arbeitenden Stanzformenwerden die Negativlinien vorzugsweise mit einem Pantographen in Zylinderhalbschalen eingraviert. Der zur galvanoplastischen Abformung verwendete Elektrdlyt enthält bei Bedarf an eich bekannte Härtungszusätze, z. B. Fremdmetalle. Auch wird, wenn die galvanoplastische Abformung eine gewisse Stärke erreicht hat, der elektrolytische Prozeß unterbrochen und die Abformung in einem sich .daran anschließenden elektrolytischen Prozeß oder durch Hintergießen mit einem billigen Material verstärkt. Gegebenenfalls wird die Stanzform zusätzlich hartverchromt. Das Verfahren gemäß der Erfindung wird an einem irf den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. r den ersten Abschnitt des Verfahrens, nämlich .das Eingravieren von Schneid-, Rill- und Ritzlinien in die innere Oberfläche einer Zylinderhalbschale; Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine mit Metallniederschlag versehene Mater.
  • In eine Zylinderhallbschale r ist ein Schachtelzuschnitt :2 eingeklebt, der mit Hilfe von rotierend arbeitenden Werkzeugen. vervielfältigt werden soll. Zur- Erhöhung der Bearbeitungsgenauigkeit ist der Musterzuschnitt 2 y im Maßstab vergrößert. Die Schneid-, Ritz- und Biegelinien werden mit Hilfe eines Pantographen 3, der an der Führungsseite q. mit einem Führungsstift 5 in den Linien 6 geführt wird, im gewünschten Maßstab auf die Materhalbschale 7 übertragen. Hierzu dient ein auf der Werkzeugseite 8 arbeitender Schneid- oder Fräsapparat9. Je nach der Stärke der zu bearbeitenden Kartonbahn ist die Tiefe der Schneid-, Ritz- und Biegelinien verschieden. In Fig.2 ist zo eine Schneidlinie, an der entlang die Pappe bis auf einzelne Punkte durchgetrennt wird. r r ist eine Ritzlinie und 12 eine Biegelinie.
  • Wenn die Negativlinien in die Materhalbschale 7,. die z. B. aus Blei oder Wachs besteht, eingraviert sind, wird die Materhalibschale, wenn sie aus Metall besteht, in bekannter Weise mit einer Trennschicht versehen bzw.. wenn sie aus Wachs besteht durch Eingrap.hitieren, Versilbern oder durch einer Metallschicht elektrisch leitend gemacht. Auf diese leitende Schicht wird auf elektrolytischem Wege in einem Nickelelektrolyt ein Metallniederschlag aufgebracht, dessen physikalische Eigenschaft den an das Werkzeug gestellten Anforderungen genügt. Die Zusammensetzung des Elektrolyten und die Abscheidungsbedingungen sind so gewählt, daß harte, verschleißfeste und korrosionsbeständige Abscheidungen entstehen. Ist eine Mindestschichtdicke von z. B. o,5 mm erreicht, so wird die AMor:mung in einem anderen Elektrolyten mit einem billigen Material verstärkt bzw. mit einem billigen Metall hintergossen.
  • Die fertigen Halbschalen werden auf den in der Stanzmaschine hierzu vorgesehenen Zylinder aufgezogen.
  • Mit Hilfe des Verfahrens gemäß der Erfindung wird es möglich, die Verschleißeigenschaften der Stanzwerkzeuge der Höhe der vorgesehenen Auflage anzupassen. Während sich, wie erwähnt, die Herstellung rotierend arbeitenden Stanz-,ve@kzeuge durdh gravieren eines Vollzylinders, bisher nur bei hohen Auflagen lohnte, lassen sich mit Hilfe des neuen Verfahrens schnell galvanoplastisch abgeformte Stanzzylinder herstellen, mit denen auch kleine Auflagen lohnenswert werden. Bei kleinen Auflagen reicht die Verschleißfestigkeit der auf der Zylinderoberfläche galvanoplastisch abgeformten Werkzeuglinien völlig aus. Bei .sehr hohen Auflagen ist es zweckmäßig, die Abformung noch hart zu verchromen, wie dies auch bei den bisher bekannten Stanzformen üblich ist.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung entsteht ein feineres und gleichmäßigeres Kristallkorn, als ,bei der spanabhebenden Schneidenherstellung erzeugt bzw. aufrechterhalten werden kann.
  • Die ungünstigen Einflüsse des Befestigungsverfahrens der Schneiden auf dem Träger (Wärmeeinwirkung, Spannung) fallen fort, die Schneiden lassen sich aus Legierungen herstellen, die den bisher gebräuchlichen Legierungen überlegen sind und sich auch schwer spanabhebend behandeln lassen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schneiden, insbesondere von krummlinigen Schneiden auf gekrümmten Flächen, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Mater, deren Oberfläche die Form der Fläche hat, den Schneiden formgetreu entsprechende Negative eingeformt, z. B. eingraviert werden, und daß die Oberfläche der Mater einschließlich der Einformung in an sich bekannter Art galvanoplastisch abgeformt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, insbesondere zur Herstellung von rotierend arbeitenden Stanzformen, dadurch gekennzeichnet, daß den gewünschten Schneidlinien und/oder Ritzlinien und/oder Rillinien entsprechende, formgetreue Negative in die innere Oberfläche eines Hohlzylinders, z. B. aus Wachs oder Blei, eingeformt werden, diese in bekannter Weise elektrisch leitend gemacht und in an sich ebenfalls bekannter Weise in vorzugsweise einem Hartnickelelektrolyt, galvanoplastisch abgeformt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Negativlinien in Zylinderhalbschalen, vorzugsweise mit einem Pantographen, eingraviert werden. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die galvanoplastische Abformung durch Hintergießen oder durch weitere elektrolytische Behandlung verstärkt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i !bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die galvanoplastisch erzeugte Abformung hartverchromt wird. Angezogene Druckschriften: Galvanotechnik (früher Pfanhauser) 1949, S. 1285/86 und 1503/0q.; Metalloberfläche 1951, S. B i09.
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