DE9317440U1 - Übungspatrone - Google Patents
ÜbungspatroneInfo
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- F42B12/38—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information of tracer type
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Description
Anmelderin: SK Jagd- und Sportmunitions GmbH,
Hohendorfer Straße, 39204 Schönebeck (Elbe)
Übungspatrone
Die Neuerung bezieht sich auf eine Übungspatrone, die alle Parameter des scharfen Schusses mit einer Panzerfaust simuliert
und Ausbildungszwecken dient, wobei die Übungspatrone eine in einen Übungslauf passende, die Treibladung aufnehmende
Außenhülse aufweist, die am vorderen Ende das eine Leuchtspurladung enthaltende Geschoß trägt, das mit einem Stabilisator
in die Außenhülse ragt, während das rückwärtige Ende mit einem die von außen zu zündende Zündladung aufnehmenden
flachen, fest abgedeckelten Behälter abgeschlossen ist.
Derartige Übungspatronen für Ausbildungszwecke haben sich für die Praxis als brauchbar erwiesen, da es mit ihnen möglich ist,
nicht nur das Laden und Handhaben einer Waffe, sondern auch das Anvisieren des Zieles kontrollierbar zu simulieren und
darüber hinaus der Knall, die Druckwelle und der Rückstoß der Waffe wirklichkeitsnah nachgeahmt werden können. Ebenso ist es
Bankverbindung: Bayerische'fiybpjliekep; uid wfe*(Ji*seibefili]niolstadt, Kto.-Nr. 6480225021 (BLZ 72120207)
bei den bekannten Übungspatronen möglich, die Treffer auszuwerten und entsprechende Visierkorrekturen vorzunehmen.
Allerdings hat es sich gezeigt, daß die zweifelsfrei gegebenen Nachahmungen nicht so präzise sind, daß man sie be-:: denkenlos
auf den scharfen Schuß übertragen kann, d.h., man kann nicht voraussetzen, daß die Parameter des scharfen
Schusses voll und ganz den Übungsparametern entsprechen, was naturgemäß abzulehnen ist. Als nachteilig kommt auch noch
hinzu, daß die bekannten Übungspatronen verhältnismäßig lang und schwer sind, was aus Lagerungs- und Transportgründen
ebenfalls abzulehnen ist.
Demgegenüber wird nach der Neuerung eine Übungspatrone angestrebt,
die bei geringem Gewicht, gedrungener Bauweise und wirtschaftlicher Herstellung einen Übungsablauf gewährleistet,
dessen Parameter denen des scharfen Schusses tatsächlich nahekommen und Abweichungen zwischen Übung und scharfem
Schuß so gut wie ausschließen.
Eine einfache Lösung dieser Aufgabe ergibt sich, wenn man sich die Lehre des kennzeichnenden Teiles des Hauptanspruches
zunutze macht. Durch die räumliche Gestaltung des Geschosses im Vergleich zu der Außenhülse ergibt sich zunächst eine Verkürzung
und damit ein geringeres Gewicht der ganzen Übungspatrone, wodurch sich wirtschaftliche Vorteile ergeben, zu
denen auch der verringerte Verpackungsaufwand und der absinkende Raumbedarf für die Lagerung gehören. Durch die hier
bewußt gewählten Verhältnisse zwischen Geschoß und Stabilisator einerseits und Außenhülse andererseits kann man darüber
hinaus Schwerpunktverlagerungen erzielen, die Einfluß auf die ballistische Kurve haben, d.h., man kann die Flugbahn
des Geschosses beim scharfen Schuß tatsächlich simulieren, was für die Treffsicherheit von erheblicher Bedeutung ist.
Wenn man nun bedenkt, daß bei Übungspatronen durch Veränderung der Treibladung weitere Änderungsmöglichkeiten bestehen,
so kann eine weitestgehende Übereinstimmung mit dem scharfen
Schuß erzielt werden.
Eine gute Führung des Geschosses mit geringer Reibung im Übungslauf läßt sich dann erreichen, wenn man die Maßnahme
nach Anspruch 2 zur Anwendung bringt.
Wiederum im Hinblick auf eine möglichst präzise Simulierung wird das Geschoß der Übungspatrone nach den Angaben des An-Spruches
3 ausgebildet. Welche Gestaltung man für das Geschoß wählt, hängt vor allem von der Form des Geschosses einer scharfen
Patrone ab, wenn es auch denkbar ist, durch Veränderungen in der Treibladung und der Pulverbrenndicke Korrekturen bzw.
Anpassungen zu erreichen.
Eine weitere wesentliche Besonderheit der Neuerung ist im Anspruch
4 festgehalten. Durch die eine Sollbruchzone darstellende Schwächung hindurch läßt sich die Zündladung von außen in
jeder Drehstellung der Patrone zünden, was bei einer bekannten Bauart ausgeschlossen ist, da dort eine in eine Ausnehmung des
Laufes eingreifende radiale Nase ein Zündloch in der Außenhülse in eine Zündstellung zwingt. Bei der neuerungsgemäßen Bauart
ist demgegenüber das Laden der jeweiligen Übungswaffe ganz wesentlich vereinfacht. Außerdem ist es nunmehr unmöglich, daß
bei Anwendung von Kraft und bei nichtfluchtender Nase die Abdeckelung
abgerissen, zumindest aber gelockert wird, wodurch die Funktionssicherheit absinken oder die ganze Übungspatrone
unbrauchbar werden würde. Die neue Ausführung ist demnach funktionssicherer und sie erfordert bei einem geringeren Arbeitsaufwand
auch einen geringeren Einsatz an Material,
■·■.·■ - Schließ-
lieh sei noch erwähnt, daß die neuerungsgemäße Ausführung durch
den Wegfall des Zündloches und durch die mechanisch entlastete Abdeckelung für den Schützen so gut wie ungefährlich ist.
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• *
In der Zeichnung ist die Neuerung beispielsweise veranschaulicht;
es zeigen:
Fig. 1 die neuerungsgemäße Übungspatrone im Längsschnitt;
Fig. 2 die gleiche Patrone ungeschnitten umd um 90°
gedreht, und
Fig. 3 eine gegenüber den Figuren 1 und 2 geänderte
Fig. 3 eine gegenüber den Figuren 1 und 2 geänderte
Ausführungsform.
10
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Wie sich aus allen Figuren ergibt, weist eine Übungspatrone 1 eine Außenhülse 2 auf, die vorne mit einem Geschoß 3 und rückwärts
mit einem flachen Behälter 4 verschlossen ist, wobei sich der Behälter 4 an einer Abdeckelung 5 abstützt. Das Geschoß
3 ist über eine Schraubverbindung mit einem Stabilisator 6 verbunden. In der Hülse 2 befindet sich eine Treibladung
7, die im Hinblick auf die verschiedenen Anforderungen an die Schubkraft unterschiedlich sein kann.
Das Geschoß 3 hat eine sich nach rückwärts verjüngende Form, die vorn in eine schmale Ringfläche 8 übergeht, die eine Führung
des Geschosses 3 im Lauf bewirkt. Die Länge 1 des Geschosses 3, und dies ist wesentlich, erreicht nicht die halbe
Tiefe der Außenhülse 2. Die Länge L des Stabilisators 6 ist gegenüber einer bekannten Bauart wesentlich verkürzt und der
Stabilisator endet vor der halben Tiefe der Außenhülse 2, wobei die halbe Tiefe mit einer gestrichelten Linie 9 angegeben
ist. Um die Flugbahn des Geschosses 3 verfolgen zu können, enthält das Geschoß eine Leuchtspurladung 10. Der rückwärtige
flache Behälter 4 enthält eine Zündladung 11, die über ein > Zündloch 12 gezündet wird. Da das Zündloch 12 genau über einem
fest angeordneten und nur angedeuteten Zündelement liegen muß, ist es erforderlich, die Übungspatrone 1 winkelgerecht in den
Lauf einzusetzen, was durch eine Nase 13 an der Abdeckelung 5 erreicht wird, jedoch nicht.vorteilhaft erscheint, wie dies
• <
bereits ausgeführt wurde.
Die Figur 3 läßt erkennen, daß das Geschoß 3 vorn in einen Kegel 14 ausläuft, der beim Ausführungsbeispiel bei 15 abgestumpft
ist. Außerdem ist in Figur 2 durch gestrichelte Linien angedeutet, daß die Ringfläche 8 leicht konisch gestaltet
sein kann, um die Reibung im Lauf zu verringern. Der Stabilisator 6 der Figur 3 ist gegenüber dem Stabilisator nach Figur
1 etwas verkürzt ausgeführt, womit angedeutet wird, daß durch Veränderung der Längen 1 und L eine Beeinflussung der
Flugbahn des Geschosses 3 möglich ist.
Eine weitere wesentliche Änderung der Bauart gemäß Figur 3 gegenüber der Übungspatrone 1 nach den Figuren 1 und 2 ist
darin zu sehen, daß eine umlaufende Sicke 16 das Zündloch ersetzt, also die Zündladung 11 bei wegfallender Nase 13 in
jeder beliebigen Drehstellung im Lauf gezündet werden kann. Daß dadurch die Handhabung erleichtert wird und auch der Herstellungsaufwand
absinkt, versteht sich von selbst.
/des Behälters 4 Ein Verschieben nach außen ist
unmöglich, da die Abdeckelung 5 einen festen Abschluß der Außenhülse darstellt, beispielsweise durch Preßsitz und/oder
Verklebung; auch ein Schraubdeckel wäre denkbar.
Claims (4)
- SchutzansprücheÜbungspatrone, die alle Parameter des scharfen'Schusses mit einer Panzerfaust simuliert und Ausbildungszwecken dient, wobei die Übungspatrone eine in einen Übungslauf passende, die Treibladung aufnehmende Außenhülse aufweist, die am vorderen Ende das eine Leuchtspurladung enthaltende Geschoß trägt, das mit einem Stabilisator in die Außenhülse ragt, während das rückwärtige Ende mit einem die von außen zu zündende Zündladung aufnehmenden flachen, fest abgedeckelten Behälter abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (1) des Geschosses (3) das halbe Maß der Tiefe (vgl. 9) der Außenhülse (2) nicht übersteigt und der Stabilisator (6) in seiner Länge (L) maximal an der halben Tiefe (vgl. 9) der Außenhülse (2) endet.Bankverbindung: Bayerisch^JHypottKkei^urSj WecSSaTtJlilktlngJilstadt, Kto.-Nr. 6480225021 (BLZ 72120207)M*
- 2. Übungspatrone, dessen Geschoß eine sich nach rückwärts verjüngende Form hat, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende der verjüngten Form des Geschosses (3) eine in den Übungslauf passende Ringfläche (8) geringer Breite aufweist.
- 3. Übungspatrone nach Anspruch 1 oder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich nach rückwärts verjüngende Form des Geschosses (3) vorn als Kegel (14) mit oder ohne Spitze (vgl. 15) ausgebildet ist.
- 4. Übungspatrone nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn-, zeichnet, daß das dem Geschoß (3) gegenüberliegende und den flachen Zündladungs-Behälter (4) als Abschluß aufnehmende Ende mit einer Sicke (16) ausgestattet ist, die innen mit Paßsitz an der umlaufenden Wandung des Behälters (4) anliegt und gegenüber der Stärke der Hülsenwandung eine umlaufende Schwachstelle darstellt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9317440U DE9317440U1 (de) | 1993-11-15 | 1993-11-15 | Übungspatrone |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9317440U DE9317440U1 (de) | 1993-11-15 | 1993-11-15 | Übungspatrone |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9317440U1 true DE9317440U1 (de) | 1994-02-03 |
Family
ID=6900709
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9317440U Expired - Lifetime DE9317440U1 (de) | 1993-11-15 | 1993-11-15 | Übungspatrone |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9317440U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1116929A3 (de) * | 2000-01-15 | 2004-02-04 | Diehl Munitionssysteme GmbH & Co. KG | ÜB-Munition auf der Basis eines unterkalibrigen Wuchtgeschosses |
| EP3800436A1 (de) * | 2019-10-02 | 2021-04-07 | RWM Schweiz AG | Geschoss mit verkürzter reichweite |
-
1993
- 1993-11-15 DE DE9317440U patent/DE9317440U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1116929A3 (de) * | 2000-01-15 | 2004-02-04 | Diehl Munitionssysteme GmbH & Co. KG | ÜB-Munition auf der Basis eines unterkalibrigen Wuchtgeschosses |
| EP3800436A1 (de) * | 2019-10-02 | 2021-04-07 | RWM Schweiz AG | Geschoss mit verkürzter reichweite |
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