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Verschlußeinrichtung zum Ein- bzw. Austragen von Schüttgut in gaserfüllte
Räumte bzw. aus solchen Zusatz zum Patent 924767
Das Hauptpatent betrifft eine Verschlußeinrichtung
zum Ein- bzw. Austragen von Schüttgut in gaserfüllte Räume bzw. aus solchen, in
deren Gehäuse eine rohrförmige Haube fest angeordnet ist, um die ein Schließzylinder
gasdicht gegen eine außerhalb des Durchflußbereiches des Gutes liegende Dichtung
längs verschiebbar ist.
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Diese Verschlußeinrichtung, die beispielsweise zum Ein- bzw. Austragen
von feinkörnigem oder staubförmigem Schüttgut in bzw. aus Staubvergasungseinrichtungen
geeignet ist, hat den Vorteil, daß infolge Anordnung einer Dichtung zwischen der
rohrförmigen feststehenden Haube und dem Schließzylinder auch bei einem im Laufe
der Zeit eintretenden Verschleiß des im Bereiche des Gutes liegenden Schließzylinders
die Haube und der Schließzylinder in der Schließstellung stets zwangläufig gegeneinander
abgedichtet sind.
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Gemäß der Erfindung wird eine Verbesserung und größere Sicherheit
der Dichtung des Schließzylinders gegenüber der Haube in der Schließstellung dadurch
erreicht, daß der Schließzylinder in eine mit Flüssigkeit gefüllte Tasse eintaucht.
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Bei einer entsprechend großen Höhe der Flüssigkeitstasse ist eine
solche Verschlußeinrichtung in der Lage, gaserfüllte Räume hohen Druckes gasdicht
abzuschließen.
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Um bei solchen hohen Drücken im gaserfüllten Raum ein gasdichtes
Anliegen des Schließzylinders gegen seine Dichtungsfläche ohne Aufwand großer
Kräfte
von Hand zu erzielen, sieht die Erfindung ferner vor, den Schließzylinder mit einer
pneumatisch oder hydraulisch betätigten Druckkolbeneinrichtung zu versehen.
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Gegenstand der Erfindung ist ferner, sowohl das Ein- als auch das
Austrittsende der Verschlußeinrichtung mit einem Schließzylinder zu versehen.
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Dadurch ist es möglich, bei Räumen hohen Druckes einen Gasverlust
praktisch auszuschalten oder auf ein Mindestmaß herabzudrücken.
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Schließlich besteht die Erfindung noch darin, das Gehäuse der Verschluß
einrichtung mit einem flüssigkeitsgekühlten Doppelmantel zu umgeben.
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Eine solche Kühlung der Verschlußeinrichtung ist beispielsweise bei
Vergasungseinrichtungen, aus denen der heiße Vergasungsrückstand ausgetragen wird,
insofern von Vorteil, als infolge der nacheinander erfolgenden Betätigung der beiden
Schließzylinder das heiße Gut kurzzeitig in der Verschluß einrichtung lagert.
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Die Erfindung ist beispielsweise in der Zeichnung in einem senkrechten
Schnitt durch eine Verschlußeinrichtung dargestellt.
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Das im mittleren Teil vorzugsweise rohrförmig ausgebildete Gehäuse
1 der Verschlußginrichtung verjüngt sich nach oben zu einem stutzenartigen Teil
2 und nach unten zu einem trichterförmigen Teil 3. Der Flansch 4 des Stutzens 2
ist mit einem Flansch 5 verbunden, an den wiederum ein Verbindungsrohr 6 angeschlossen
ist, das beispielsweise mit der in der Zeichnung nicht dargestellten Vergasungseinrichtung
verbunden ist, aus der heißer Vergasungsrückstand in gewissen Zeitabständen ausgetragen
werden soll.
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Zwischen einer mit dem Flansch 5 verbundenen ringförmigen Manschette
7 und dem Stutzen 2 ist eine aus Weichmaterial, beispielsweise Asbest, bestehende
Dichtung 8 auf einer mit dem Stutzen 2 verbundenen Ringplatte 9 gelagert. Zwischen
der Ringplatte g und der Manschette 7 ist ein Ringspalt znm Eingreifen eines Schließzylinders
10 frei gelassen. Oberhalb der Weichdichtung 8 ist eine Ringplatte II senkrecht
verschiebbar gelagert, die mittels in dem Flansch 5 angeordneter Schrauben I2 nachstellbar
gegen die Dichtung 8 drückt.
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Mittels Verbindungsblechen I3 ist an der Manschette 7 eine nach oben
konisch verlaufende, im übrigen zylindrisch ausgebildete Haube 14 verbunden. Die
rohrförmige Haube 14 liegt mittels einer Dichtung I5 gegen den inneren Zylinderteil
I6 des Schließzylinders I0 derart an, daß der Schließzylinder 10 im wesentlichen
staubdicht axial verschiebbar ist. Der innere Teil 16 des Schließzylinders 10 ragt
in eine Wassertasse 17, die von der Wandung der fest angeordneten Haube 14 und einem
im unteren Teil durch eine Ringplatte I8 mit dieser verbundenen rohrförmigen Teil
19 gebildet wird. Mittels einer mit der Wandung des festen rohrförmigen Teiles der
Haube 14 verbundenen Ringplatte 20 ist ein weiteres rohrförmiges, das Rohr 19 mit
Abstand umgebendes Teil 21 mit der Haube 14 verbunden, das etwas über das Rohr 19
nach oben hinausragt.
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Sperrflüssigkeit wird der Wassertasse 17 durch Rohrstutzen 22 zugeführt,
die über eine Ringleitung 23 an eine Zuführungsleitung 24 angeschlossen sind. Die
Sperrflüssigkeit fließt dauernd unter Druck zu und über das obere Ende des Rohres
19 der Wassertasse und dem Zwischenraum zwischen dem Rohr 19 und dem Rohr 2I in
den freien Raum zwischen beiden Ringböden 18-, 20 ab. Dieser freie Raum ist mit
Rohrstutzen 25 verbunden, die über eine Ringleitung 26 mit einer Ableitung 27 in
Verbindung stehen.
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Mit dem oberen Teil der festen rohrförmigen Haube 14ist ein Kolbenzylinder
28 fest verbunden.
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In dem Kolbenzylinder 28 ist ein Kolben 29 verschiebbar gelagert,
dessen Kolbenstange 30 eine Stopfbüchse 31 des Kolbenzylinders 28 durchsetzt und
mittels eines Querhauptes 32 unten mit einem rohrförmigen Teil 33 fest verbunden
ist. Der rohrförmige Teil 33 umschließt die Wassertasse I7 und ist oben mit dem
Rohr I6 des Schließzylinders 10 fest verbunden.
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An dem Kolbenzylinder 28 ist unten eine Rohrleitung 34 und oben eine
Rohrleitung 35 angeschlossen, durch die das Druckmittel zur Betätigung des Kolbens
29 eingeführt wird. Die Rohrleitungen 24, 27 und 34, 35 durchsetzen einen Rohrstutzen
36 des Gehäuses I. Der Rohrstutzen36 ist von einem Flansch 37, den die Rohrleitungen
24, 27, 34, 35 gasdicht durchsetzen, abgeschlossen.
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Das Gehäuse I ist von einem Doppelmantel 38 umgeben, dem Kühlflüssigkeit
durch die Rohrleitung 39 unten zu- und aus dem sie durch die Rohrleitung 40 oben
abgeführt wird.
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Das Gehäuse 1 besteht aus einem oberen und einem unteren Teil, die
durch Flansche 41 miteinander verbunden sind. Die Kühlflüssigkeit kann die Flansche
durch Bohrungen 42 der Flansche 41 durchströmen. Es ist jedoch auch möglich, beide
Gehäuseteile für sich mit Kühlwasseranschlüssen zu versehen.
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An den unteren trichterförmigen Teil 3 des Gehäuses I schließt sich
ein Rohrstück 43 mittels Flanschen 44 an. Das Rohrstück 43 ist in gleicher Weise
mit einer Wassertasse 45 versehen, wie der obere Schließzylinder 10. Die Wassertasse
45 wird von einem Rohrteil 46 und einem in Abstand davon in diesem angeordneten
Rohrteil 47 gebildet, die beide mit dem Rohr 43 verbunden sind. In die Wassertasse
45 ragt ein Schließzylinder 48 hinein, der im Schließzustand gegen eine Weichdichtung
59 angedrückt wird. Die Weichdichtung 59 liegt zwischen der Innenwandung einer rohrförmigen
Haube 49 und einer Manschette 50, die mit der rohrförmigen Haube bei 51 fest verbunden
ist. Die rohrförmige Haube 49 ist mit dem Trichter 3 durch Verbindungsbleche 52
fest verbunden. Am unteren Ende des Trichters 3 ist eine Weichdichtung angeordnet,
die die gleiche Aufgabe wie die Dichtung I5 der rohrförmigen Haube 14 hat, also
lediglich ein Eindringen von Staub in die Wassertasse verhindern soll.
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In einem mit der rohrförmigen Haube 49 verbundenen Kolbenzylinder
53 ist ein Kolben 54
gelagert, des!sen Kolbenstange 55 mit einem
Querhaupt 56 verbunden ist. Das Querhaupt 56 ist fest an dem Schließzylinder 48
angebracht. Durch die Leitungen 57 wird das Druckmittel dem Kolbenzylinder 53 zu-
bzw. aus ihm abgeleitet.
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Die Betätigung der Verschluß einrichtung erfolgt so, daß zunächst
der obere Schließzylinder IO mittels des Kolbens 29 in die Offenstellung, d. h.
nach unten geschoben wird, so daß das heiße Gut über den Kegel des haubenförmigen
Teiles 14 gleiten kann. Das Gut lagert sich in dem unteren Trichter 3 des Gehäuses.
Nach Schließen des oberen Schließzylinders IO wird der untere Schließzylinder AS
mittels der Druckkolbeneinrichtung 53, 54 geöffnet, so daß das Gut durch das mit
dem Schließzylinder fest verbundene Leitrohr 58 herausfallen kann, worauf der Schließzylinder
48 wieder in die Schließstellung gebracht wird.