DE928506C - Vorrichtung zum Herrichten einer Ladeflaeche hinter den Vordersitzen ueblicher viersitziger Personenkraftwagen - Google Patents

Vorrichtung zum Herrichten einer Ladeflaeche hinter den Vordersitzen ueblicher viersitziger Personenkraftwagen

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DE928506C
DE928506C DER10386A DER0010386A DE928506C DE 928506 C DE928506 C DE 928506C DE R10386 A DER10386 A DE R10386A DE R0010386 A DER0010386 A DE R0010386A DE 928506 C DE928506 C DE 928506C
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Description

  • Vorrichtung zum Herrichten einer Ladefläche hinter den Vordersitzen üblicher viersitziger Personenkraftwagen Die Erfindung bezie'ht,s.ich auf eine Vorrichtung zum Herrichten einer Ladefläche hinter den Vordersitzen von Üblichen viersitzigen Personenkraftwagen, um dadurch solche Kraftfahrzeuge, die normalerweise nur für Personenbeförderung bestimmt sind, im Sinne eines Lieferwagens benutzen zu können. Es sind für diesen Zweck besondere Wagentypen entwickelt worden, nämlich die sogenannten Kombiwagen, bei denen gewöhnlich der Wagenaufbau gegenüber den reinen Personenwagen verlängert ist. Vielfach wird aber auch gewünscht, die zunächst nur für Personenbeförderung bestimmten Kraftwagen zum Mitnehmen größerer Mengen von Waren, Musterkoffern od. dgl. zu benutzen, wofür die üblichen Gepäckräume der Kraftwagen nicht ausreichen. Man hilft sich dann damit, daß die Gepäckstücke zum Teil auf die Rücksitze des Kraftfahrzeugs gestellt werden. Diese Ablage ist einerseits unzweckmäßig, weil die Polster abgenutzt, beschmutzt oder sogar beschädigt werden können, und andererseits ist das Beladen der Kraftwagen in dieser Weise umständlich. Das Beladen kann wesentlich bequemer vorgenommen werden., wenn 'hinter den Vordersitzen des Kraftwagens eine durchlaufende, ebene Ladefläche hergerichtet ist.
  • Die Anbringung einer solchen Ladefläche hinter den Vordersitzen ist an sich nicht neu. Bei einem solchen Kombiwagen ist es bereits bekannt, das Sitzpolster eines Sitzes im rückwärtigen verlängerten Wagenkasten um eine untere Kante zusammen mit der auf das Sitzpolster heruntergeklappten Rückenlehne in eine Vertiefung des Wagenkastenbodens hineinzuklappen, so daß die Rückwand der Rückenlehne mit dem sich nach @hinten eris,treckenden Kofferraum eine gemeinsame Ebene bildet, die als Ladefläche benutzt werden kann, Det in diesem vorbekannten Kombiwagen dargestellte, dem üblichen Rücksitz bei normalen Fahrzeugen entsprechende mittlere Sitz ist bei dieser Ausführung jedoch derart klappbar eingerichtet, daß das Sitzpolster zusammen mit der auf das Sitzpolster geklappten Lehne nach vorn weggeklappt werden kann und dabei dicht hinter der Rückenlehne der Vordersitze zu liegen kommt. Ist der Kraftwagen nur zweitürig, so behindert das weggeklappte Sitzpolster den Zugang zu der Ladefläche, und größere GepÄckstücke od. dgl. müssen über das aufgeklappte Sitzpolster hinübergehoben werden. Außerdem ist es in diesem Falle erforderlich, sowohl das Sitzpolster als auch die Rückenlehne der Rücksitze schwenkbar anzuordnen.
  • Es ist ferner .bekannt, die Rücksitze oder wenigstens Teile davon leicht herausnehmbar anzuordnen, um auf diese Weise den gewünschten vergrößerten: Laderaum zu gewinnen. Bei einer solchen Anordnung befinden sich hinter der Rückenlehne soharnierartig angeordnete Platten, die nach Herausnahme der Sitze zum Herrichten einer ebenen Ladefläche herunterklappbarsind. Diese Lösung ist aber deshalb unzweckmäßig, weil es unmöglich ist, unterwegs den Laderaum herzurichten, denn der Fahrer kann die eherausgenommenen Rücksitze nicht irgendwo steherlassen. Umgekehrt kann der Fahrer keine dritte und vierte Person mitnehmen, wenn er vor Arttritt der Fahrt die Rücksitze herausgenommen hat.
  • Außerdem ist bei einem Spezialfahrzeug, das als Hotel-, Jagdwagen od. dgl. verwendbar ist, bekannt, die Sitze* derart klappbar einzurichten, daß die Sitzpolster um einen gewissen Betrag mach vorn in eine ,tiefere Lage verschoben und die Rückenlehnen auf das Sitzpolster nach vorn geklappt werden, so daß die Rückenlehmen die Plattform für den Gepäckraum bilden. Abgesehen von der besonders ausgebildeten Gelenkführung für das Sitzpolster handelt es sich hier um ausgesprochene Notsitze und nicht darum, einen Personenwagen auf gelegentliche größere Gepäckbeförderung eirnzurichten, sondern darum, ein für Gepäckbeförderung usw. bestimmtes Fahrzeug auf gelegentliche Personenbeförderung umzustellen.
  • Die Verwendung von scharnierartig miteinander verbundenen Platten ist bei einem Wagen mit hinterem Kasten bekannt, so -daß die durch den Kasten: gebildete Plattform nach vorn über die Rücksitze des Fahrzeugs verlängerbar ist. In diesem Fall handelt es sich ebenfalls um eine Spezialfahrzeug, und die vorbekannte Maßnahme, die die Beförderung größerer Lasten, wie Kisten usw., ermöglichen soll, kann in dieser Form bei üblichen Personenvagen schon deswegen nicht zum Ziel führen, weil das in diesem Fall hochgeklappte Sitzpolster eine viel zu hohe Lage der Ladefläche mit sich bringen würde. Diese bekannte Vorrichtung kann daher nur bei offenen Wagen mit hinten angebrachtem Lieferkasten benutzt werden.
  • Gegenüber diesen 'bekannten Vorrichtungen bei Spezialfahrzeugen liegt ..die Erfindung darin, daß :die an sich nicht neuen.Einzelmaßnahmen in sinnvoller Weise zur Lösung der Aufgabe benutzt werden, einen üblichen viersitzigen Personenkraftwagen mit einfachen Mitteln schnall zur Beförderung größerer Gepäckstücke usw. einzurichten.
  • Die Vorrichtung .nach der Erfindung ist durch die gleichzeitige Anwendung folgender Merkmale gekennzeichnet: a) Die Rückenlehne der Rücksitze ist in an sich bekannter Weise nach vorn auf- das Sitzpolster herunterklappbar; b) an der Rückenlehne der Rücksitze sind in ran sich bekannter Weise Platten. scharnierartig angeordnet, die bei Nichtgebrauch in an -sich bekannter Weise an der Rückwand der Rückenlehne anliegen und bei heruntergeklappter Rückenlehne nach hinten in den vorhandenen Kofferraum schwenkbar sind.
  • Diese Ausführung hat den Vorteil, daß die gebildete ebene Ladefläche bis dicht an die Rückenlehne der Vordersitze heranreicht. Das Beladen der Ladefläche ist also selbst bei .nur zweitürigen Kraftwagen bequem, insbesondere wenn die Rüakealehnen der Vordersitze nach vorn geklappt werden, Wie dies normalerweise bei zweitürigen Fahrzeugen immer vorgesehen ist.
  • Ferner erweist sich die Vorrichtung nach der Erfindung für die Praxis als zweckmäßig, weil mit geringem Aufwand viel Laderaum geschaffen wird. Mit sehr einfachen Mitteln ist erreichbar, die Rüekenle'hne klappbar einzurichten. Dies ist, @.abgesehen von den bei Ladeflächen immer erforderlichen Platten, die einzige zusätzliche Maßnahme, die bei der Ausführung der Erfindung vorzusehen ist.
  • Im Hinblick auf die Einfachheit der angewendeten Maßnahmen ergibt sich insbesondere .noch der Vorteill, daß die Vorrichtung in bereits vorhandene Personenkraftwagen nachträglich eingebaut werden kann, was natürlich reit den bekannten Einrichtungen von Spezialfahrzeugen kaum möglich ist, Jedenfalls würden solche besonderen Vorrichtungen einen erheblichen Umbau der Rücksitze erfordern. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung werden die erforderlichen Platten an der Rückenlehne einrfach durch Zugbänder od. dgl., befestigt, die den Rahmen der Rückenlehne umfassen und. durch Spanns.chrauiben gehalten sind. Die Verwendung der Platten hat im übrigen noch den Vorteil, -daß eine Platte fest auf der Rückwand der Rückenlehne angebracht -werden kann. Bei bestimmten Wagentypen, beispielsweise beim Volkswagen; besteht die Rückwand der Rückenlehne nur aus einer wenig widerstandsfähigen Hartpappe, die sich als Grundplatte für eine Ladefläche kaum eignet. Die weiteren Platten werden scharnierartig an der ersten Platte so angelenkt, daß sie zur Bildung der Ladefläche in .den üblichen Kofferraum hineinragen, während sie bei Nichtgebrauch zusammengeklappt an der Rückwand der Rückenlehne liegen. Voraussetzung für die Erfindung ist das Vorhandensein eines von ;innen zugänglichen rückwärtigen'Kofferraums. Die Vorrichtung ist daher besonders vorteilhaft für einen mit Heckmotor ausgerüsteten Personenkraftwagen.
  • In .der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die dargestellte Vorrichtung ist bei einem Wagentyp entsprechend dem bekannten Volkswagen angewendet. In der Zeichnung zeigt Abb. i eine Seitenansicht des hinteren Teils des Personenkraftwagens., wobei die Rücksitze für Personenbeförderung eingestellt sind, Abb. 2 die Vorrichtung in gleicher Weise wie Abb. i mit ,der hergerichteten Ladefläche, Abb. 3 eine Ansicht vom oben zu Abb. 2, Abb.4 eine Seitenansicht des Rahmens der Rückenlehne.
  • Die Rückenlehne i der Rücksitze wird beiderseitig unten mit Schwenkzapfen 2 versehen, die in Längsschlitzen 3 von seitlichen Haltern 4 liegen. Die Rückenlehne i kann dadurch .angehoben und nach vorn heruntergeklappt werden, so daß sie die Lage nach Abb. 2 einnimmt. Das Sitzpolster 5 der Rücksitze bleibt fest, d. h. eine Veränderung der normalen Anordnung des Sitzpolsters findet nicht statt.
  • Bei dem dargestellten Beispiel hat die Rückenlehne i einen Rohrrahmen 6 (vgl. Abb. 4). An diesem Rohrrahmen werden mittels Zugbänder 7 drei scharnierartig miteinander verbundene Platten 8, 9, io befestigt. Die Zugbänder 7 umfassen den Rohrrahmen 6 und sind auf einer Seite durch Spannschrauben i i ,gehalten.
  • Die Platte 8 ist an den Zugbändern, 6 befestigt, beispielsweise angeschraubt. Ihre Höhe entspricht etwa der Höhe der Rückwand der Rückenlehne i. Unten an dieser festen Platte 8, d. h. also unten an der Rückenlehne i, ist die erste ausschwenkbare Platte 9 mit Scharnier 12 so angelenkt, daß sie bei Nichtgebrauch nach oben an die Platte 8 herangeschwenkt werden kannt (vgl. Abb. i). Die zweite ausschwenkbare Platte io ist an der ersten, Platte 9 angelenkt, und zwar so, daß sie bei hochgeklappter Platte 9 nach unten ebenfalls an die Rückenlehne i herangeklappt werden kann. Bei Nichtgebrauch der Platten zurr Bildung der Ladefläche befinden sich also alle Platten 8, 9, io an der Rückwand der Rückenlehne, so daß sie die Benutzung des hinter der Rückenlehne i befindlichen Kofferraums 13 nicht behindern..
  • Im hinteren Teil des Kofferraums 13 befinden sich zweit kleine Stützen 14, auf die sich die Platte io bei gebildeter Ladefläche auflegen kann. Die Platte io kann gegenüber den Stützen 14 Schnäpperfedern 15 haben, so daß die Platte sich auf den Stützen festklemmt.
  • Die WIrkungsweise ist folgende: Zur Herrichtung der Ladeflä'c'he wird zunächst die Rückenlehne angehoben und gleichzeitig nach vorn heruntergeklappt, so daß sie sich auf das feste Sitzpolster 5 auflegt. Die Polsterseiten der Rückenlehne i und des Sitzpolsters 5 liegen also aufeinander und werden damit geschont, denn Gepäckstücke usw. können mit ihnen nicht in Berührung kommen. Es werden dann, die Plaitten 9 und io aufgeklappt, wobei die Platte 9 um den u.nteTen Schwenkpunkt an der Rückenlehne i nach unten geklappt wird, während gleichzeitig die Platte io nach oben um den oberen Schwenkpunkt geklappt wird, derart, daß alle Platten 8, 9, io, wenn die Platte io auf den Stützen 14 aufliegt, eine völlig ebene Ladefläche bilden (vgl. Abb. 2).
  • Wie ersichtlich, verbleibt unter der Ladefläche, d. h. unter den Platten 9 und io, im Bereich des Kofferraums 13 ein kleiner Raum 16. Dieser Raum kann zur Unterbringung von Gegenständen dienen, die bei der Benutzung der Ladefläche nicht oder nur wenig benötigt werden. Die Platten 9, io sind im übrigen seitlich der jeweiligen Form des Wagenaufbaues anzupassen, wie dies Abb.3 erkennen läßt. Hier sind die Platten 8, 9 nach hinten entsprechend den seitlichen Radkästen für die Hinterräder kleiner gestaltet.
  • Die Ladefläche ist auch bei zweitürigen Fahrzeugen leicht zugänglich, da es ohne weiteres möglich ist, die Rückenlehne der Vordersitze nach vorn zu klappen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Herrichten einer Ladefläche hinter den Vordersitzen üblicher viersitziger Personenkraftwagen, insbesondere Wagen mit Heckmotor, mittels klappbarer Sitzteile und mit diesen in Verbindung stehenden scharnierartig angeordneten Platten, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung folgender Merkmale: a) Die Rückenlehne (i) der Rücksitze ist in an sich bekannter Weise nach vorn auf das Sitzpolster (5) herunterklappbar; b) an der Rückenlehne der Rücksitze sind in an sich bekannter Weise Platten (9, io) scharnierartig angeordnet, die bei Nichtgebrauch in an sich bekannter Weise. an der Rückwand der Rückenlehne anliegen und bei heruntergeklappter Rückenlehne nach hinten in den vorhandenen Kofferraum (13) schwenkbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, insbesondere zum nachträglichen Einbau bei vozhandenen Personenkraftwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (8, 9, io) an der Rückenlehne (i) durch Zugbänder (7) od. dgl. befestigt sind, die den Rahmen (6) dez Rückenlehne umfassen und durch Spannschrauben (i i) gehalten sind.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise eine der Platten (8) auf der Rückwand der Rückenlehne (i) fest angebracht ist.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste ausschwenkbare Platte (9) unten an der Rückenlehne (i) angelenkt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite ausschwenkbare Platte (io) an der ersten Platte (9) angelenkt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte, in den Kofferraum hineinragende Platte (io) auf Stützen (14) aufliegt.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne (i) zwecks Anhebens beim Herunterklappen mit ihrem Schwenkzapfen (s) in;Längsschlitzen (3) von seitlichen Haltern (4) geführt ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 694 578; französische Patentschrift NT. 881 6oi; britische Patentschriften Nr. 419 329, 471 00o.
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