DE92572A - - Google Patents

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DE92572A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Koch- und Heiz-Grudeofen.
Der auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 4 dargestellte Koch- und Heiz-Grudeofen ist vornehmlich für den häuslichen Gebrauch der ärmeren Volksschichten bestimmt und bezweckt eine möglichst hohe Nutzbarmachung der erzeugten Wärme.
Fig. ι der Zeichnung veranschaulicht den Ofen im Längsschnitt, Fig. 2 zeigt denselben in der Oberansicht (links den Aufsatz, rechts die Herdplatte abgenommen gedacht), Fig. 3 stellt die Stellvorrichtung, mittelst welcher der Luftzutritt in das Innere des Ofens zweckentsprechend geregelt werden kann, in gröfserem Mafsstabe dar, und Fig. 4 endlich zeigt den zur Aufnahme des Zündstoffes bestimmten Teller, ebenfalls in gröfserem Maafsstabe, im Schnitt.
Der das Brennmaterial aufnehmende Behälter a wird von den Böden b und c oben und unten abgeschlossen. Der Boden b ist mit einem trichterförmigen Einsatz d zum Einsetzen der Geschirre und mit Oeffnungen e behufs Einbringung des Brennmaterials versehen, welche durch Deckel f verschlossen werden können. Um nun die in dem Ofen erzeugte Wärme besonders auch auf die in den Geschirren befindlichen Speisen oder dergl. concentriren zu können, ist über der Herdplatte ein abnehmbarer Aufsatz g angebracht, welcher gegen etwaige Verschiebung durch einen auf derselben befindlichen ringförmigen Anschlag h gesichert wird.
Der eigentliche Ofen ruht auf einem Untersatz i mit einem herausziehbaren Aschekasten k und einer seitlichen halbkreisförmigen Oeffnung Z (Fig. 3). Diese Oeffnung gewährt der Luft freien Zutritt, welcher noch je nach Bedürfnifs mittelst der drehbaren Verschlufsscheibe m zweckentsprechend geregelt werden kann, in das Innere des Ofens.
Auf dem Boden c des Behälters ist ferner ein mit Durchbohrungen versehenes Rohr η angeordnet, welches oben verschlossen, hier den auf einer stehenden Welle ο aufgebrachten Teller p, der zur Aufnahme des Zündstoffes bestimmt ist, trägt und mittelst konischer Zahnräder q und r, sowie der Welle s, die einerseits in dem Untersatze, andererseits in der durch Arme t am Boden c befestigten Kappe u gelagert ist, durch eine Kurbel oder einen Knopf ν in Umdrehung gesetzt werden kann. Der Teller ist nach unten mit einer durchbrochenen, trichterförmigen Hülse w verbunden, woran der Rührflügel χ angebracht ist, der -sich mit dem Teller um das Rohr η drehen kann.
Will man den Ofen in Thätigkeit setzen, so hebt man die Glocke g und die Deckel f ab und bringt das Brennmaterial durch die Qeffnungen e in den Behälter α ein. Sodann giefst man etwas Petroleum, Spiritus oder dergl. auf den Teller p, welches durch kleine, in der Seitenwand desselben befindliche Bohrungen p1 abfliefst und die obere Schicht des Brennmaterials zweckentsprechend anfeuchtet. Setzt man nun den Ofen in Brand und schliefst hierauf mittelst der Deckel f die Oeffnungen e ab, so kann man, soll die erzeugte Wärme z. B. zur Zubereitung von Speisen oder dergl. verwendet werden, das betreffende Gefäfs in den Einsatz d einsetzen, mufs alsdann aber, um die abziehende Wärme besser ausnutzen
zu können, die Glocke g auf die Herdplatte b autbringen.
Die Geschirre können sowohl auf die Herdplatte b gestellt, als auch in den Einsatz d eingesetzt werden.
Bemerkt sei hier noch, dafs man den Ofen zum Theil auch nur mit Asche anfüllen kann und diese alsdann mit einer Schicht Grude, Koks oder dergl. bedeckt, welche, einmal im Glühen begriffen, die Asche recht bald erwärmt und diese dann die Wärme dem Ofen mittheilt, wodurch ein bedeutender Heizeffekt mit nur ganz geringem Kostenaufwand erzielt wird.
Die Verbrennungsluft, sowie die zu erwärmende Zimmerluft tritt in der Pfeilrichtung der Fig. ι bei / in geregelter Menge ein, durchstreicht das mit Durchbohrungen versehene Rohr η und gelangt alsdann zur Brand- bezw. Erwärmungsstelle, wo sie zum Theil verbrennt, zum Theil aber durch die im Einsatz d befindlichen Oeffnungen d1 in die Glocke g eintritt und hier von den in der Decke anseordneten Bohrungen g1 frei nach aufsen abgeleitet wird.
Es ist klar, dafs der nach erfolgter Entzündung 'des Brennmaterials um das Rohr η sich bildende glühende Ring stetig weiter glüht, sich also nach den Seitenwänden des Behälters a ausdehnt, wobei die zurückbleibende, sich fortwährend vermehrende Asche den Eintritt der Luft ständig vermindert, ja schliefslich ganz unmöglich machen würde, wäre für diesen Fall nicht eine Einrichtung getroffen, mittelst welcher man die Asche zu jeder Zeit entfernen und so den Ofen in gleichmäfsiger Thätigkeit erhalten kann.
Zu diesem Zwecke hat man nur nöthig, an dem aus dem Untersatze i ragenden Knopfe ν zu drehen, wodurch mittelst Welle s, konischer Triebräder q und r, sowie Welle ο der an einer Hülse w befestigte Rührflügel χ in Umdrehung gesetzt wird und bei seiner Drehung derart schraubenförmig auf die Asche einwirkt, dafs diese infolge der geneigten Flächen des Flügels abwärts gedrückt bezw. dem mit Löchern versehenen Rohre η zugeführt wird, durch welche sie alsdann in den im Untersatze i angeordneten Aschekasten k hineinfällt und entfernt werden kann.
Der Ofen brennt rauch- und geruchlos Tag und Nacht ohne Unterbrechung, und, wie ohne Weiteres ersichtlich, kann die in demselben erzeugte Wärme sowohl zum Heizen von Räumlichkeiten, als auch zum Zubereiten von Speisen oder dergl. nutzbar gemacht werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Koch- und Heiz-Grudeofen, bestehend aus einem mit Brennmaterial zu füllenden Behälter (a), dessen Herdplatte (b) mit einem zum Einbringen der Kochgeschirre bestimmten Einsatz (d) versehen und von einer Wärmeglocke (g) überdeckt wird.
2. An dem durch Anspruch ι gekennzeichneten Grudeofen eine Einrichtung zum Anfeuchten des Brennmaterials mit Petroleum, Spiritus oder dergl., bestehend aus einem über dem Luftrohr (n) angeordneten Vertheilungsteller fpj, welcher den eingebrachten Zündstoff durch kleine, in der Wandung desselben befindliche Bohrungen (p1) an das Brennmaterial ableitet.
3. An dem durch Anspruch 1 und 2 gekennzeichneten Grudeofen die Anordnung eines Rührflügels (χ), welcher, durch Drehung an einem Knopfe (v) mittelst der Welle (s), der konischen Zahnräder (q und rj, sowie der stehenden Welle (0) in Bewegung versetzt, die im Behälter (a) befindliche Asche abwärts in einen Sammelkasten (k) des Ofen-Untersatzes (i) drückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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