DE92171C - - Google Patents

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DE92171C
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muffles
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der amerikanischen Patentschrift Nr. 490470 ist ein Apparat zum Verbrennen von flüssigen Kohlenwasserstoffen in Verbindung mit Luft und überhitztem Dampf beschrieben und dargestellt. Dieser Apparat kennzeichnet sich durch eine doppelwandige Muffel, in welche der Brenner hineinragt und durch deren Wandungen Dampf hindurchgeleitet wird, der durch die in der Muffel herrschende grofse Hitze einer Ueberhitzung unterliegt und in überhitztem Zustande in den Brenner geführt wird. Aus diesem Brenner tritt dann der überhitzte Dampf mit Luft und Dampf gemischt aus.
In ähnlicher Weise ist die Löthlampe nach dem amerikanischen Patent Nr. 529631 construirt, nur mit dem Unterschiede, dafs die Doppelwandung der Muffel nicht von zu überhitzendem Dampf, sondern von flüssigem Kohlenwasserstoff umflossen wird, der durch die in der Muffel vorhandene Hitze der austretenden Stichflamme einer Vergasung unterliegt, worauf der "gasförmige Kohlenwasserstoff mit Luft gemischt wird, um der Verbrennung unterworfen zu werden.
Auf dem Princip der vorstehend gekennzeichneten Einrichtungen basirt der vorliegende Apparat zur Destillation von Flüssigkeiten, welche um mehrfach hinter einander angeordnete und von innen geheizte Muffeln herumgeleitet werden, um dann einer Condensation unterworfen oder sonstwie weiter technisch verwerthet zu werden.
Ein Hauptunterschied gegenüber den Einrichtungen nach den oben genannten Patenten besteht bei vorliegender Anlage darin, dafs die Muffeln nicht durch die Verbrennung des um sie herumgeführten Kohlenwasserstoffes oder Dampfes selbst, sondern durch einen besonderen Brenner erhitzt werden, aus welchem ein Strahl glühender, von einem geeigneten Verdampfapparat gelieferter Dämpfe heraustritt. An Stelle dieses Brenners können die Muffeln auch durch einen Zerstäubungsapparat für flüssige Kohlenwasserstoffe erhitzt werden.
Der vorliegende Apparat hat in erster Linie den Zweck, gewisse Flüssigkeiten der Einwirkung hoher Temperaturen zu unterwerfen, um neue flüssige oder gasförmige Producte zu gewinnen, die man gewöhnlich als Producte der trockenen Destillation bezeichnet; zu diesen Producten gehört z. B. das Oelgas. Der Apparat soll insbesondere zur Umbildung von schwerem Petroleum in leichtes Petroleum dienen; er kann aber auch durch geeignete Anordnung eines Kühlapparates einfach als Apparat für fractionirte Destillation dienen.
Fig. ι zeigt den Apparat in Lä'ngsansicht, theilweise im Schnitt,
Fig. 2 im lothrechten Schnitt eines der Elemente des eigentlichen Destillationsapparates,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie x-jr der Fig. 2.
Der Destillationsapparat ist aus einer Reihe hinter einander liegender Muffeln AA1A2 aus Gufseisen oder Gufsstahl gebildet, welche einen zum Verbrennen von flüssigen, zerstäubten oder vergasten Kohlenwasserstoffen besonders geeigneten Brennraum abgeben. Die lichte Weite dieser einzelnen Muffeln nimmt in Richtung des Gasstromes allmä'lig zu, während die zwischen den Muffeln gelassenen ringförmigen Spalte den Zutritt der umgebenden Luft er-
möglichen. Da auf diese Weise die hintere Austrittsöffnung einer jeden Muffel etwas kleiner als die vordere Eingangsöffnung der nächsten Muffel ist, so wird die Luft durch den Zug der Flamme von selbst zugeleitet, und die Verbrennung findet in der gesammten Länge der getheilten Muffel statt. Durch diese Art der Verbrennung wird die sehr grofse Menge strahlender Wärme auf eine genügend grofse Fläche vertheilt und es werden zu starke Stichflammen gegen das Metall vermieden.
B B sind zwei Gruppen von Metallröhren, C C1 die Verbindungsrohre zwischen den einzelnen Muffeln AA1A'2. D ist ein nach dem Kühler führendes Rohr; K ist ein Speisebehälter, L ein durch ein Pyrometer M einzustellender Strahlapparat, P eine Pumpe.
Der Destillationsapparat wird mittels eines aus dem Strahlapparat L ausströmenden Heizstrahles erhitzt. Die den Hauptverbrennungsraum bildenden Muffeln AA1A2 sind doppelwandig und zwischen den beiden Mänteln mit angegossenen Längsrippen (Fig. 3) versehen, so dafs letztere Kanäle bilden, in denen die Flüssigkeit im Schlangenwege um jede Muffel herum strömt. Die Kopfenden einer jeden Destillationsmuffel sind durch geflantschte Ringe abgeschlossen, die mittels langer Schraubbolzen an die Muffelenden angeprefst werden, wobei eingelegte Metallringe eine gute Dichtung sichern. Der Kanal, in welchem die Destillation vor sich geht, kann auf einem Theil seiner Länge mit feuerbeständiger Masse, mit Metallspänen oder mit gekörntem Metall ausgefüttert werden.
Statt die Muffeln AA1A2 aus zwei concentrisch ineinanderliegenden und durch Schraubbolzen mit einander verbundenen Cylindern herzustellen, kann man sie auch durch einen Cylinder und durch ein denselben umgebendes drei-, vier- oder sechsseitiges Prisma bilden, auf dessen Innenflächen zur Bildung von Kanälen Längs- oder Querrippen vorgesehen sind.
Die an die Destillationsmuffel angeschlossenen Röhren B werden durch die aus den Muffeln AA1A- austretenden Verbrennungsgase erhitzt, welche dem durch die Pfeile 1 angedeuteten Wege folgen.
Die zu destillirende Flüssigkeit befindet sich im Behälter K, in welchem man mittels Pumpe P oder in anderer Weise den gewünschten Druck hervorruft, um die Flüssigkeit in den Apparat überzuführen. Das Rohr zum Eindrücken der Flüssigkeit in den Apparat kann mit einer die Speisung regelnden Vorrichtung ausgerüstet werden; die Flüssigkeit folgt dem durch die Pfeile 2 angedeuteten Wege innerhalb der Röhren B und gelangt dann in den ringförmigen Spalt rund um Muffel A-, durch Rohr C1 zur Muffel A1, um zuletzt durch Rohr C zur Muffel A zu gelangen.
Nach dem Lauf rund um sämmtliche Muffeln ist die Flüssigkeit entweder in permanente Gase oder in leichtere Flüssigkeiten umgebildet.
Die Leistung des Strahlapparates bezw. Zerstäubungsapparates L kann mit der Hand oder selbstthätig mittels des Pyrometers M geregelt werden, das in einem von den gebildeten Gasen oder Dämpfen durchzogenen Rohr unterhalb der Muffeln erhitzt wird und einer Ausdehnung unterliegt.
Der Heizstrahl kann auch durch die bei der Zersetzung im Destillationsapparate entwickelten Gase geliefert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Destillationsapparat zur Umwandlung schwerer Kohlenwasserstoffe in leichte Kohlenwasserstoffe, gekennzeichnet durch die Anordnung mehrerer neben einander liegender, unter einander verbundener und teleskopartig sich erweiternder Röhrenherde oder Muffeln, zwischen denen die zur Ver^ brennung des in die Herde eingeführten Brennstoffes nöthige Luft eintritt u,nd zwischen deren Doppelwandungen die zu destillirende Flüssigkeit im Zickzackwege hindurchstreicht, zu dem Zweck, unter vollständiger Ausnutzung der strahlenden Wärme auf die Muffelinnenfläche eine sehr rasche Circulation der zu destillirenden Flüssigkeit zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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