DE919306C - Sedimentationsverfahren fuer die Herstellung von Leuchtschirmen, insbesondere in Braunschen Roehren - Google Patents
Sedimentationsverfahren fuer die Herstellung von Leuchtschirmen, insbesondere in Braunschen RoehrenInfo
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Description
- Sedimentationsverfahren für die Herstellung von Leuchtschirmen, insbesondere in Braunschen Röhren Das gebräuchlichste Verfahren zum Aufbringen von Leuchtstoffen für Leuchtschirme in Braunschen Röhren od. dgl. ist das Sedimentationsverfahren. Dabei wird der Leuchtstoff in einer Sedimentierflüssigkeit aufgeschwemmt und setzt sich zu einer dünnen, gleichmäßigen Schicht ab. Um die Leuchtschicht auf dem Glasboden festzukleben, bringt man mit der Sedimentierflüssigkeit gleichzeitig ein Bindemittel ein. Dann hält bei geeigneten Verfahren die Leuchtschicht so fest, daß man die Sedimentierflüssigkeit abgießen kann und erhält so Schirme, die nach dem Trocknen und einem eventuellen zusätzlichen Backprozeß fest haften. Als Bindemittel benutzt man im allgemeinen Wasserglas, besonderes Kaliumwasserglas. Bei der Herstellung von Leuchtschirmen muß peinlichst sauber gearbeitet werden, da sich Verunreinigungen schon in ganz geringer Menge in Form von Flecken oder Schirmtrübungen äußern. Die Menge Wasserglas, die man zum Haften des Schirmes benötigt, ist sehr gering. Es wurden bisher Lösungen mit einer Bindemittelkonzentration in der Größenordnung von etwa i °/o benutzt. Das hat verschiedene Nachteile. Einmal ist der Anteil an Wasserglas damit recht beträchtlich, und die Verwendung von chemisch reinem .Wasserglas verbietet sich im übrigen aus ,Preisgründen. Der Ausweg, die Lösung mehrmals zu benutzen, bringt auch bei äußerst sauberem Arbeiten Verschmutzungsgefahren. Es ist ferner selbst käufliches, chemisch reines Wasserglas im Verhältnis zum Leuchtstoff, der bekanntlich einen Anteil an Aktivatoren von nur io---4 bis io---6 enthält, unsauber, so daß bei i°/eiger Wasserglaskonzentration, d. h. bei 5 1 Sedimentierflüssigkeit, also bei 5o g festem Wasserglas, .eine beträchtliche Menge an Verunreinigungen in die Sedimentierflüssigkeit gelangen kann. Im .Gegensatz dazu ist die Menge Leuchtstoff, die mit dieser Lösung sedimentiert ist, nur 2,5 g.
- Die Erfindung löst diese Probleme und ermöglicht mit größtmöglicher Sicherheit die Herstellung von Leuchtschirmen, die weitgehend frei von allen Verunreinigungen sind. Erfindungsgemäß soll bei dem vorliegenden Sedimentationsverfahren eine Wasserglaskonzentration von höchstens o,o5% und/oder eine Bindemittelmenge im festen Zustand von höchstens der gleichen Menge der Leuchtstoffmenge verwendet werden. In einer weiteren Erfindung werden gleichzeitig technische Vorschriften gegeben, um mit einer derartig geringen Bindempttelmenge einen haltbaren Schirm zu erzeugen. Es ist ohne weiteres einzusehen, .daß die oben angeführten Nachteile der bisherigen Sedimentiervorschriften durch die Erfindung überwunden sind, zumal der geringe Prozentsatz von Wasserglas jetzt auch kostenmäßig die Verwendung von chemisch reinem Wasserglas erlaubt. Durch lange Versuchsreihen wurde diese Tatsache auch experimentell erhärtet. Die Lehre nach der weiteren Erfindung wird im folgenden an einem Beispiel als Vorschrift und Verfahren zur Sedimentation. von Schirmen mit einem Höchstgehalt von 0,5'/o Wasserglaslösung wiedergegeben.
- In einen Kolben mit einer Bodenfläche von n cm2 werden zunächst 2 n cm3 einer wäßrigen. o, i2%igen Kalium-Wasserglas-Lösung und 2 it cni3 eines go%igen Äthyl- oder Methylalkohols gegossen. Diese Lösung läßt man 30 Minuten stehen und fügt dann 2n cm3 des gleichen. Alkohols hinzu, in. dein die nötige Leuchtstoffmenge aufgeschwemmt wurde. Damit hat die Lösung insgesamt o,o40/ö Wasserglas. Vorteilhaft ist es, die Sedimentation bei einer Raumtemperatur von 2o bis 25° vorzunehmen. Dann kann die Lösung nach 3 Stunden abgegossen werden. Wenn man die Raumtemperatur erhöht, kann man die Wasserglaskonzentration weiter senken. Die Verwendung von Alkoholen mit geringer Zähigkeit und von niedriger Wasserglaskonzentration hat zusätzlich .den Vorteil, daß -die Sedimentation schnell vor sich geht, so daß auf den Zusatz eines Elektrolyts verzichtet werden kann, der bei der Sedimentation in reiner Wasserlösung zur Beschleunigung des Sedimentierens unerläßlich ist und aber auch wieder zu Verunreinigungen führen kann.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Sedimentationsverfahren für die Herstellung von Leuchtschirmen, insbesondere in Braunsehen Röhren, gekennzeichnet durch .eine Bindemittelkonzentration von insgesamt höchstens o,o5 % und/oder eine Bindemittelmenge im festen Zustand von höchstens gleich der Leuchtstoff menge.
- 2. Sedimentationsverfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Alkohol mit geringer Zähigkeit, beispielsweise Äthyl- oder Methylalkohol und ohne Zusatz von Elektrolyt als Sedimentierflüssigkeit.
- 3. Sedimentationsverfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sedimentation normalerweise bei einer Raumtemperatur von 2o bis 25'° und bei höherer Temperatur mit einer verminderten Wasserglaskonzentration vorgenommen wird.
- 4. Sedimentationsverfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Kolben mit einer Bodenfläche von il em2 2 ia em3 einer wäßrigen o, i 2%igen Kalium-Wasserglas-Lösung und 2 it cm3 eines 9o0/0 Äthyl- oder Methylalkohols gegossen wird und nach etwa 30 Minuten dieser Lösung wieder 2 n cm3 des gleichen Äthyl- oder Methylalkohols, in dem die nötige Leuchtstoffmenge aufgeschwemmt wurde, zugeführt wird, und daß die im Kolben befindliche Lösung nach etwa 3 Stunden abgegossen wird.
- 5. Leuchtschirm, hergestellt nach dem Verfahren der Ansprüche i bis q..
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1952
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