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Laufrad, insbesondere für Flugzeuge Die Erfindung betrifft Fahrzeuglaufräder
aus Metall, insbesondere für Flugzeuge.
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Räder werden vorzugsweise aus Metall und Flugzeugräder aus Leichtmetall
entweder im Guß-oder Schmiedeverfahren hergestellt. Derartige Räder bestehen beispielsweise
aus zwei Teilen, von denen jeder Teil eine vollständige Nabe besitzt, wobei die
beiden Naben durch einen Gurtteil mit einem Reifen oder einer Felge verbunden sind.
Die Gurtteile müssen zur Aufnahme der Belastungen möglichst widerstandsfähige Form
haben und können aus T-förmigen Speichen, Ringscheiben od. dgl. bestehen. Es sind
auch für diesen Zweck gewellte Ringscheiben bekannt. Eine besonders günstige Radausbildung
ist eine solche, bei der das Rad mit Felge und axial im Abstand voneinander angeordneten
Naben aus zwei in Achsrichtung durch unmittelbar unter der Felge liegende, auf den
Umfang verteilte Schraubenbolzen zusammengehaltenen Teilen besteht, in denen je
eine von der Nabe aus axial nach innen und radial nach außen gerichtete, in Umfangsrichtung
gewellte Ringscheibe Nabe und Felge verbindet.
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Die Erfindung verbessert derartige Räder dadurch, daß die Tiefe der
Wellen in den gewellten Ringscheiben radial nach außen hin zunimmt.
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Die Ausbildung nach der Erfindung hat den Vorteil, daß die Festigkeit
und Lebensdauer des Rades ohne Mehraufwand an Material erheblich erhöht wird.
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Dies ist von besonderer Bedeutung für Flugzeugräder, welche trotz
möglichster Leichtigkeit großen
Belastungen, z. B. durch die Stöße
beim Landen, ausgesetzt sind.
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Das vorerwähnte Merkmal und der dadurch erzielte Vorteil gehen noch
klarer aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
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Die Erfindung ist an Hand der in den Zeichnungen gezeigten Ausbildung
erklärt, welche eine bevorzugte Verkörperung der Erfindung darstellt.
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Fig. I ist ein senkrechter Schnitt durch eine Radhälfte gemäß Erfindung;
Fig. 2 und 3 sind teilweise Schnitte auf den Linien 2-2 und 3-3 nach Fig. I; Fig.
4 ist eine teilweise Seitenansicht eines Radteiles nach Fig. I.
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Das neue Rad gemäß Erfindung besteht im allgemeinen aus einem Paar
von Radabschnitten, von denen jedes eine Nabe sowie eine Felge besitzt und bei denen
sich von der Nabe zur Felge hin ein durchlaufender Gurt axial nach innen und radial
nach außen erstreckt. Der Gurt ist mit der Felge an axial unterschiedlichen Stellen
derselben verbunden und hat für irgendeinen kurzen Abschnitt in einem senkrecht
zur Oberfläche des Gurtes gelegten Querschnitt im wesentlichen wellenförmige Form.
Gewöhnlich ist der Gurt mit in Umfangsrichtung voneinander getrennten Verstärkungen,
d. h. Buckeln, versehen, die an radial inneren Teilen der Felge angeordnet sind.
Diese Verstärkungen haben axial durchgehende Öffnungen für die Verbindungsbolzen
und gehen mittels abgerundeter Verbindungsteile sanft in die Gurte über.
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Das Rad gemäß Erfindung ist als Ganzes durch das Bezugszeichen I gekennzeichnet
und als eine Zusammensetzung aus zwei Radteilen 2 und 3 dargestellt, von denen jedes
Radteil im allgemeinen die Hälfte des Rades i bildet. Die Teilfuge liegt in der
Mitte in einer Ebene normal zur Drehachse des Rades. Die Radteile 2 und 3 sind im
wesentlichen spiegelbildlich gleich. Sie können, wenn nötig, auch ungleiche Konstruktionen
bilden.
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Jeder der Radteile besitzt eine Nabe 4, in der zur Aufnahme einer
Achse oder eines Radzapfens geeignete Lagermittel 5 angeordnet sind. Ebenso besitzt
jeder Radteil 2 und 3 einen entsprechenden Felgenteil 6 und 7. An dem Felgenteil
6 ist an der Außenkante ein Flansch 8 angebracht, der mit einem ähnlichen Flansch
9, welcher an dem Felgenteil 7 sitzt, eine Reifenfelge mit beiderseitigen Flanschen
bildet.
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Im allgemeinen werden die Radteile 2 und 3 aus Metall gegossen. Sie
können aber auch geschmiedet oder auf andere Weise hergestellt werden. Sie haben
konische Gurte Io bzw. II, die mit der Nabe und den Felgenteilen ein Ganzes bilden.
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Die Gurte Io und II sind so geformt, daß irgendein kürzer Querschnitt
durch sie, wie in den Darstellungen nach den Linien 2-2 und 3-3 -der Zeichnungen
gezeigt ist, einen wellenförmigen Querschnitt ergibt. Die Gurte Io und II besitzen
also in jedem Querschnitt senkrecht zu einem Radius des Rades I im wesentlichen
Wellenform. Das wirkliche Wellenbild der Gurte ist am besten in einem Querschnitt
erkennbar, der senkrecht durch die Linie der mittleren Gurtneigung geht. Eine solche
Linie würde die Mittellinie der Wellenformen sein, die in dem Gurt eingeformt sind.
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Fig. 2 der Zeichnungen zeigt, daß Wellen oder Ausbiegungen I2 in dem
Gurt Io angeordnet sind, und es ist erkennbar, daß diese Ausbiegungen sowohl tiefer
als auch weiter werden, wenn sich der Gurt Io dem Felgenteil 6 nähert, wo er sich
mit dem Felgenabschnitt verbindet und ihn angrenzend an dem axial inneren Ende verstärkt.
Fig. I der Zeichnungen zeigt, daß die wirksame Verbindung zwischen dem Gurt Io und
dem Felgenabschnitt 6 durch einen abgerundeten Verbindungsabschnitt I3 hergestellt
ist, der axial gegen das Außenende der Felge und der Nabe umbiegt, wobei der Gurt
II mit dem Felgenteil 7 in ähnlicher Weise verbunden ist. Fig. I zeigt am besten,
daß die konischen Gurte Io und II sich beide im Rad hauptsächlich radial nach außen
und axial nach innen erstrecken. Die Gurte Io und II sind durchgehend und haben
ringförmige Verbindung sowohl mit der Nabe wie mit dem Felgenteil, zwischen denen
sie sich erstrecken.
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Die Befestigung der Radabschnitte 2 und 3 aneinander wird durch die
Benutzung von Verstärkungen I4 vervollkommnet, die auf radial inneren Teilen der
Felgenabschnitte 6 und 7 voneinander getrennt, auf dem Umfang ausgeglichen verteilt,
angeordnet sind. Diese Verstärkungen haben axial durchgehende Aufnahmebohrungen
I5 für die Verbindungsbolzen und passen axial zusammen, wenn die Radteile miteinander
in Verbindung gebracht werden, so daß die Bolzen I6 durch sie hindurchgesteckt und
die Radteile fest verbunden werden können.
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Es ist noch zu bemerken, daß die Verstärkungen 14 mit den Felgenteilen
und den an die Verstärkungsseiten angrenzenden Gurtteilen durch abgerundete, bei
I7 gekennzeichnete Verbindungsteile verbunden sind, so daß eine allmählich übergehende
Verbindungsstelle zwischen den Verstärkungen und den damit verbundenen Radteilen
geschaffen wird. Die radialen Innenteile der Verstärkungen I4 schließen unmittelbar
die Ausdehnungen der radialen Innenteile der Gurtabschnitte Io und II ein.
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In Fig. q. ist der Verlauf der Ausbiegungen in der Nähe der Gurte
an der Felge 7 gezeigt.
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Durch die Verwendung der neuen beschriebenen Gurtart wird ein gegenüber
den bisher hergestellten Rädern stärkeres Rad ohne Aufwand größeren Metallgewichtes
erhalten. Die Einfachheit der Radkonstruktion in Verbindung mit der Verringerung
der Belastungsverdichtungen im Rad ergibt nach angestellten Versuchen das Fünf-
bis Sechsfache an Benutzungs- oder Rolldauer gegenüber den früher üblichen Ausführungen.
Das Rad gemäß Erfindung ist nicht schwierig oder teuer herzustellen und hat sehr
wünschenswerte physikalische Eigenschaften, so daß Räder gemäß der Erfindung vervollkommnet
sind.