DE91709C - - Google Patents

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DE91709C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0003Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation by using heat-exchange surfaces for indirect contact between gases or vapours and the cooling medium
    • B01D5/0006Coils or serpentines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Condensationsapparat mit rotirenden Rohrschlangen.
Patenürt im Deutschen Reiche vom 31. Dezember 1895 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden Apparate zum Condensiren von Dämpfen jeder Art, zurUnschä'dlichmachung schädlicher Dämpfe oder Gase und zur Nutzbarmachung der bei der Destillation entstehenden Nebenproducte, welche bisher häufig unbenutzt verloren gingen.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 in Seitenansicht eine zur Erzeugung von Gasen bestimmte Retorte und im Schnitt ein gemäfs vorliegender Erfindung eingerichteter Condensationsapparat dargestellt;
Fig. 2 zeigt den Condensator theils im Längsschpitt, theils in Ansicht;
Fig. 3 zeigt ein Stück eines gewundenen Rohres in Ansicht und
Fig. 4 ein ähnliches, aber in einem cyiindrischen Mantel eingeschlossenes Rohr.
Die Zeichnungen sollen nur die allgemeine Anordnung des Apparates und nicht dessen Abmessungen bezw. Einzelheiten zeigen.
Von dem Ofen, der Retorte bezw. von irgend einer anderen Stelle, wo sich schädliche Gase oder Dämpfe bilden, bezw. welche Dämpfe mit irgend welchen Rückstandsproducten oder andere Dämpfe, deren Condensation wünschenswerth erscheint, enthalten oder erzeugen, geht ein Rohr A aus, das in einen Behälter bezw. Sammelraum B führt. Dieser Behälter ist durch eine Scheidewand B3 in zwei Kammern ΒΛ und B" getheilt.
Durch die beiden Kammern geht eine Welle C hindurch, welche durch Stopfbüchsen C1 in den Wandungen des Behälters B abgedichtet ist und durch eine Riemscheibe C2 oder auf andere geeignete Weise in Umdrehung versetzt werden kann.
Die Welle C ist von1 spiralig gewundenen Metallrohren DD umgeben, die durch Speichen D1 oder in anderer geeigneter Weise mit der Welle verbunden sind, so dafs die Rohrwindungen an der Drehung der Welle, welche ihre Achse bildet, theilnehmen.
Jede Windung besitzt ein konisch erweitertes Mundstück D'2, das am Ende derartig schräg abgeschnitten ist, dafs die vordere Fläche der Mundstücke, wenn der Behälter B bis zu der in Fig. ι punktirten Linie mit Flüssigkeit gefüllt ist, beim Eintauchen parallel mit der Oberfläche der Flüssigkeit liegt.
Die Rohrwindungen können in einen Metallmantel E (Fig. 4) oder event, noch durch einen Ring E1 (Fig. 2) ein- bezw. abgeschlossen werden, der an der Durchtrittsstelle in der Scheidewand einen dichten Abschlufs bildet. Der freie Raum zwischen den Windungen der Rohre und der Welle ist ebenfalls in der Ebene der Scheidewand geschlossen.
Die Dämpfe oder Gase werden bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung bei der Drehung der Windungen in der Pfeilrichtung in die Kammer B1 eingesaugt.
Man kann, wie auf der Zeichnung in Fig. 2 dargestellt, aufserhalb oder innerhalb der Kammer B1 zweckmäfsig nahe den Enden der Rohrwindungen einen Ventilator F anbringen, welcher den Zweck hat, die Gase bezw. den Rauch in die Kammer B1 einzusaugen und
(2. Auflage, ausgegeben am 22. Mär\ xgoo.l
den Gasstrom etc. gegen die Mundstücke der Rohrschlangen zu leiten, um auf diese Weise die Entfernung der Gase etc. und das Einsaugen derselben in die Rohrschlangen zu beschleunigen.
Wenn der Behälter B bis über die Rohrschlangen mit Flüssigkeit gefüllt ist und die Rohrschlangen in der Pfeilrichtung rotiren, so nehmen sie, während sie sich oberhalb der Flüssigkeit befinden, eine gewisse Menge Gas in sich auf. Wenn nun das Mundstück durch Untertauchen unter den Flüssigkeitsspiegel geschlossen wird, so wird die eingeschlossene Gas- bezw. Dampfmenge comprimirt und durch die Flüssigkeit gezwungen, dem Lauf der Rohrwindungen zu folgen, wobei ein Theil der Flüssigkeit mitgenommen wird. Die Flüssigkeit in der Kammer B1 sollte zweckmäfsig immer oberhalb der Rohrkörper stehen. Die Rohrschlangen haben das Bestreben, die Dämpfe bezw. die Gase und die Flüssigkeit aus der Kammer JB1 nach der Kammer B2 zu befördern.
Zur Regelung des Rücklaufes der Flüssigkeit aus der Kammer B2 nach der Kammer B1 sind von aufsen einstellbare Hähne oder Durchlässe H vorgesehen. Der Rücktritt der Gase oder Dämpfe kann durch einen mit Hahn versehenen Kanal K geregelt werden, während ein Rohr L zur Ableitung der uncondensirbaren Dünste bezw. Dämpfe oder dergl. dient. Der Ein- bezw. Ablauf der Flüssigkeit aus den Kammern B1 und B2 wird durch mit Hähnen oder dergl. versehene Rohrstutzen I2 I bewirkt.
Zur Condensirung jeder Art Oeldämpfe kann die Flüssigkeit in den Kammern Wasser sein. Um Säuregase zu condensiren, wird eine alkalische Flüssigkeit benutzt, so dafs also verschiedene flüssige chemische Reagentien bei den verschiedenen Processen verwendet werden.
Der vorliegende Apparat bietet ein sehr geeignetes Mittel, um Gase und Dämpfe aller Art mit Flüssigkeit unter Druck in Berührung zu bringen. I
Bei der Condensation von bei der Petroleumdestillation entstehenden Dämpfen ist der gewonnene Rückstand so werthvoll, dafs dadurch die ganzen Kosten der Condensation gedeckt werden und man noch den Vortheil gewinnt, die Luft von ungesunden Dämpfen zu befreien.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Condensationsapparat mit um die waagerechte Achse rotirenden Rohrschlangen, dadurch gekennzeichnet, dafs die an ihren Enden auf der Eintrittsseite mit erweiterten, zweckmäfsig schief abgeschnittenen Mundstücken (D2) versehenen Rohrschlangen (D) in verschiedenen Abtheilungen eines durch eine Scheidewand-L (B3) getrennten Behälters (B) liegen und dicht schliefsend durch die Scheidewand geführt sind, so dafs das von den Mundstücken bei Drehung der Rohrschlange aufgenommene Gas und die Flüssigkeit von der einen Abtheilung (B1) nach der anderen (B2) transportirt und Gas und Flüssigkeit hierbei innig gemischt werden,, wobei durch in der Scheidewand vorgesehene Hähne oder dergl. der Flüssigkeitsstand und der Druck in beiden Abtheilungen nach- Belieben geregelt werden kann.
2. Ein Apparat der durch Anspruch i ; geschützten Art in Verbindung mit einem Ventilator nahe dem Ende der Rohrwindungen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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