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Nach dem Patent 8o5 97o ist die Erfindungsaufgabe, eine als Massenartikel
für Scheibenräder kleineren Durchmessers z. B. an Kinder- und Puppenwagen, Servierwagen,
Roller u. dgl. verwendbare Nabe im Preß- und Stanzverfahren unter einfachem Zusammenbau
der Teile herzustellen, dadurch gelöst, daß eine zylindrische Nabenhülse mit an
ihren Enden aufgesteckten Kappen versehen ist, gegen deren innere Stirnflächen sich
die Kugeln von zwei Kugellagern abstützen, die andererseits auf der geneigten Fläche
von aus der rohrförmigen Nabenachse unmittelbar gestauchten Konussen laufen.
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Bei dieser Herstellung ist es nicht zu vermeiden, daß sich in den
Lagern ein axiales Spiel zeigt, da die gestauchten Konusflächen nicht immer genau
gleiches Maß haltend ausfallen. Ein Nacharbeiten oder ein genaues vorheriges Zusammenpassen
würde jedoch die Herstellungskosten für einen Massenartikel zu stark erhöhen.
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Die Erfindung bezweckt nun, in Weiterbildung der im Hauptpatent geschützten
Radnaben bei diesen in einfacher Weise eine auf den spielfreien axialen Anlauf der
Kugellager einpaßbare Ausgestaltung zu ermöglichen.
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Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäß die Kappen der Radnabe zu ineinandersteckbaren
Nabenhülsenhälften verlängert.
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Hierdurch wird bei der Montage der Nabe das schlüssige Zusammensetzen
der Kugellager erreicht, indem die beiden Nabenhülsenhälften in axialer Richtung
bis zur spielfreien Abstützung der Kugellaufringe auf dem Kugellaufkonus der Nabenachse
gegeneinander gedrückt und dann erst fest miteinander verbunden werden.
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Bei dieser Ausgestaltung ist eine einfache, leicht herstellbare Verbindung
der Nabenhülsenhälften dadurch möglich, daß gemäß der Erfindung aus jeder Hälfte
freigeschnittene Lappen abgebogen sind, deren Breitflächen in radialer Ebene liegen
und paarweise gegeneinanderstoßen.
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Zufolge dieser Ausbildung sind in der Längsrichtung der Nabe aufeinanderliegende
Verbindungsflächen geschaffen, die leicht durch einfache Verbindungsmittel, z. B.
Punktschweißen fest aneinanderliegend, vereinigt werden können. Hierbei dient die
durch das Freischneiden der Lappen entstandene Öffnung als Durchtrittsschlitz für
die Lappen und wird bei deren Eintritt durch die anschließende Mantelwand der inneren
Kappe wieder abgeschlossen, so daß material- und bearbeitungsmäßig erhebliche Ersparnisse
erzielt werden.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt. Es zeigt Abb. I einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß ausgebildete
Nabe, Abb. 2 einen Querschnitt durch die Nabe nach Linie A-B der Abb. I, Abb. 3
zwei zusammenpassende Nabenhülsenhälften vor dem Ineinanderstecken und Abb. 4 die
zusammengesteckten Nabenhülsenhälften.
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Die aus einem Rohr I bestehende Nabenachse ist im Stauchverfahren
mit den beiden in gewissem Abstand voneinander gehaltenen Wulstvorsprüngen 2 und
3 versehen. Letztere besitzen je eine ringförmige konusartige Lauffläche 4 und 5
für die Kugelringe 6 und 7 zweier Kugellager.
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Die Gegenlaufflächen für die Kugeln der Kugelringe 6, 7 werden von
den Winkelringen gebildet, die sich auf der Bodenfläche 8, 9 und einer winklig dazu
stehenden zylindrischen Wandfläche der Kappen Io und II zusammensetzen. An diesen
Gegenlaufflächen stützen sich die einerseits auf den Laufflächen 4, 5 rollenden
Kugeln sowohl gegen die Bodenfläche der Kappe als auch gegen die Innenwand der zylindrischen
Ringwand der Kappen.
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An den offenen Stirnrändern I6 bzw. I7 der zu ineinandersteckbaren
Nabenhülsenhälften I4, I5 verlängerten Kappen Io, II sind durch Freischneiden die
Lappen I8, I9 vorgesehen, welche vorzugsweise in radialer Richtung nach außen abgebogen
sind, wie in Abb. 2 ersichtlich. Die Breitflächen dieser Lappen I8, I9 liegen somit
ebenfalls in radialen Ebenen.
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Schiebt man zwei derartige Nabenhülsenhälften 14, I5, wie in Abb.
4 dargestellt, ineinander, so stoßen die Breitflächen der Lappen I8, I9 paarweise
gegeneinander. Hierbei treten die Lappen I8 durch die beim Ausstanzen gebildeten
Öffnungen 2o hindurch, wobei aber die Öffnung durch die Hülsenwand geschlossen wird.
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Man kann nun bei dem Zusammenbau der Nabe die beiden Nabenhülsenhälften
I4, I5 in geeigneter Weise, z. B. durch eine Druckfeder, ineinanderdrücken, so daß
die Kugellager 6, 7 spielfrei auf den Konussen 4, 5 sitzen. In dieser Stellung werden
sodann die Lappen I8, I9 miteinander fest verbunden, wozu sich insbesondere die
Punktschweißung eignet.
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Durch Breitenabmessung der Lappen I8, I9, insbesondere bei etwas breiterer
Bemessung der am äußeren Hülsenteil sitzenden Zungen, kann leicht eine genügend
große Einstellmöglichkeit herbeigeführt werden.
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Die Anzahl der Lappen I8, I9 kann beliebig gewählt werden.