DE915741C - Verfahren zur Veredlung von Wachsen und wachsartigen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Veredlung von Wachsen und wachsartigen Stoffen

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DE915741C
DE915741C DES2517D DES0002517D DE915741C DE 915741 C DE915741 C DE 915741C DE S2517 D DES2517 D DE S2517D DE S0002517 D DES0002517 D DE S0002517D DE 915741 C DE915741 C DE 915741C
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DE
Germany
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Expired
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DES2517D
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English (en)
Inventor
Karl-Heinz Gnade
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polymerization Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Veredlung von Wachsen und wachsartigen Stoffen Die Tropfpunkte der Wachse und wachsartigen Stoffe liegen meist bei oder unterhalb von ioo°. Nur bei gewissen polymerisierbaren Wachsen war bisher, jedoch nur unter Anwendung sehr hoher Drücke und anderer Maßnahmen, eine beschränkte Tropfpunkterhöhung möglich. Auch hat man beobachtet, daß gewisse synthetische Wachse zur Verhornung neigen, ohne eine wesentliche Erhöhung des Tropfpunktes zu zeigen. Schwache Tropfpunkterhöhungen lassen sich bei verschiedenen Wachsen, die oft Gemische einer Vielzahl von Stoffen verschiedener Schmelzpunkte sind, durch Austreiben der Bestandteile mit niedrigeren Schmelzpunkten herbeiführen. Ferner ist es bekannt, durch kurzzeitiges Chlorieren von Paraffinen wachsartige Verbindungen mit erheblich über ioo° liegendem Tropfpunkt zu erhalten. Diese Stoffe scheiden aber bei Erwärmung Chlor und Salzsäure aus, die benachbarte Teile beschädigen, auch sind sie in der Verarbeitung wegen ihres Chlorgehalts lästig.
  • Die Erfindung geht darauf aus, Wachse und wachsartige Stoffe durch Erhöhung des Tropfpunktes auf wesentlich höhere Temperaturen als ioo° zu veredeln. Erfindungsgemäß wird Wachs, insbesondere synthetisches Wachs, längere Zeit Temperaturen über dem ursprünglichen Tropfpunkt ausgesetzt. So kann man z. B. Polyäthylen mit einem ursprünglichen Tropfpunkt von etwa 1o4° durch mehrtägiges Erhitzen bei 16o° bis zu einem Tropfpunkt von 16o° und darüber bringen. Das Polyäthylen zeigt dabei unter Umständen eine Sauerstoffaufnahme. Es ist möglich, daB dieser Sauerstoff das Wachs zum Teil oxydiert oder die Polyäthylenketten zu längeren Ketten aneinanderreiht. Gegebenenfalls braucht der Sauerstoff auch nur als Katalysator zu wirken. Die Tropfpunkterhöhung kann durch Beimengung von Katalysatoren, z. B. der bei derKohlenwasserstoffbehandlung üblichen Katalysatoren, wie Aluminiumchlorid usw., beschleunigt und begünstigt werden. Das Aluminiumchlorid kann man nach der Tropfpunkterhöhung durch Säure auswaschen. Die dabei zurückbleibenden Säurereste kann man durch Nachwaschen mit Wasser od. dgl. entfernen.
  • In der gleichen Weise lassen sich Tropfpunkterhöhungen auch für andere Wächse und wachsartige Stoffe durchführen. So läBt sich beispielsweise auch der Tropfpunkt von Bienenwachs erhöhen, wenn man es lange Zeit, beispielsweise io Tage lang, bis zum oder über den ursprünglichen Tropfpunkt erhitzt. Dabei ergibt sich die überraschende Wirkung, daß bei dieser Wärmebehandlung der Tropfpunkt des Bienenwachses zunächst absinkt und erst gegen das Ende der Wärmebehandlung zu ansteigt. Dies ist ein Beweis dafür, daß es sich hier nicht schlechthin um eine zunehmende Polymerisation handelt, denn sonst würde der Tropfpunkt gleich von Anbeginn an ansteigen. Ein derartig anfängliches Absinken des Tropfpunktes mag auch die Fachwelt bisher davon abgehalten haben, durch länger andauernde Erwärmung eine Tropfpunkterhöhung herbeizuführen.
  • Will man das Wachs bei der Wärmebehandlung nicht verflüssigen, dann geht man zunächst bis nahe an den ursprünglichen Tropfpunkt heran und steigert die Temperatur allmählich entsprechend der erzielten Tropfpunkterhöhung. Die Temperatur bei der Wärmebehandlung wird also so erhöht, daB sie dem jeweilig erzielten Tropfpunkt stets etwas nachhinkt. Auf diese Weise ist es möglich, Wachs in kleineren Stücken oder in Pulverform zu behandeln. Man erzielt dabei den Vorteil, daB der Luftsauerstoff oder andere für die Tropfpunkterhöhung geeignete Gase rasch zu dem Wachs hinzutreten können.
  • Bei den einzelnen Wachsarten, die hinsichtlich Tropfpunkt und Zusammensetzung sehr stark voneinander abweichen, werden die günstigste Temperaturbehandlung, die eventuell erforderlichen Katalysatoren, Sauerstoffbehandlung od. dgl. am besten durch Versuche ermittelt. Unter Umständen empfiehlt es sich, dabei Drücke von einigen Atmosphären anzuwenden.
  • Die Erfindung bietet den Vorteil, daB die Tropfpunktskala der Wachse, die bisher im wesentlichen auf den Bereich unterhalb ioo° beschränkt war, wesentlich nach oben ausgeweitet werden kann, und daB man insbesondere in der Lage ist, Wachse, z. B. Polyäthylen, willkürlich auf höhere Tropfpunkte zu bringen. Die bei der Tropfpunkterhöhung etwa auftretenden chemischen Umwandlungen können dabei meist in Kauf genommen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Veredlung von Wachsen und wachsartigen Stoffen durch Erhöhung des Tropfpunktes auf wesentlich höhere Temperaturen als ioo°, dadurch gekennzeichnet, daB das Wachs längere Zeit Temperaturen über dem ursprünglichen Tropfpunkt ausgesetzt wird, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators oder von Sauerstoff. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB die Behandlungstemperatur allmählich mit fortschreitender Tropfpunkterhöhung in der Weise erhöht wird, daB sie dem jeweilig erzielten Tropfpunkt stets etwas nachhinkt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 651796.
DES2517D 1941-11-15 1941-11-15 Verfahren zur Veredlung von Wachsen und wachsartigen Stoffen Expired DE915741C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1161024B (de) * 1960-03-09 1964-01-09 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Polyaethylen mit verzweigter Struktur aus Linearpolyaethylen
DE1180131B (de) * 1958-08-02 1964-10-22 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen Wachsrohstoffen durch Oxydation vonPolyole-finwachsen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE651796C (de) * 1934-09-22 1937-10-23 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Reaktionsprodukten aus Wollfett

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