DE91508C - - Google Patents

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DE91508C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/02Sulfur dyes from nitro compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Troost hatte 1861 gefunden, dafs man durch Einwirkung von Schwefelalkalien (Sulfiden und Polysulfiden) auf Dinitronaphtalin sowohl rothe als violette und blaue Farbstoffe erhalten könne (Jahresb. ü. d. F. der Chemie 1861, S. 958; Rep. chim. appl. 1861, S. 405).
Im Jahre 1893 wurden ferner aus den genannten Verbindungen laut Patentschrift Nr. 84989 werthvolle schwarze Baumwollfarbstoffe hergestellt, welche von den Troost'schen Producten verschieden sind.
Auch Nitroderivate des Anthrachinons sind bereits mit Schwefelalkalien behandelt worden und durch dieses Agens in die entsprechenden Amidoverbindungen (Mono - und Diamidoanthrachinon) übergeführt worden (Böttger& Pet ersen, Ann. Bd. 166,8.150). Hierbei entstehen Zwischenproducte, von denen dasjenige aus ι-4'-Di-o-nitroanthrachinon bereits von Römer mittelst Zinnoxydulkali dargestellt und beschrieben worden ist (Ber. XVI, S. 363); dasselbe ist in Natronlauge mit blauer Farbe löslich.
Durch energischere Einwirkung von Schwefelalkalien, zweckmäfsig von Polysulfiden, auf die Dinitroanthrachinone, oder durch weitere Behandlung der Diamidoanthrachinone bezw. der zu ihnen führenden, in Alkali blau löslichen Zwischenproducte mit den genannten Agentien bis zum Eintritt der völligen Wasserlöslichkeit entstehen Verbindungen, welche von den oben genannten völlig verschieden sind. Beim Verdünnen mit Wasser erhält man blaugrüne bezw. violettblaue Lösungen, aus welchen die Farbstoffe durch Säuren niedergeschlagen werden; die gefällten. Verbindungen sind unlöslich in verdünnten Säuren,, löslich in Alkalien und Schwefelalkalien, und färben in alkalischer oder Schwefelnatriumlösung Baumwolle direct schwarz an.
Diese Reaction ist schon früher auf andere Körper angewandt worden, jedoch wurden gänzlich verschiedene Endresultate erhalten; nach dem englischen Patent Nr. 1489/1873 werden durch Einwirkung von Sulfiden, Polysulfiden etc. auf Holz, Kleie, Sägespäne, Humus etc. Körper erhalten, welche sich unter dem Namen Cachou de Laval als braune Farbstoffe im Handel befinden. Unter den vielen Körpern, welche nach jenem Patent der Einwirkung von Sulfiden unterworfen werden, befindet sich kein einziger, welcher Farbstoffe zu liefern im Stande wäre, welche Baumwolle direct tiefschwarz anfärben.
Als Dinitroanthrachinone können sowohl das ι · 4'-Di-o-nitroanthrachinon, als auch das rohe, durch Nitriren von Anthrachinon gewonnene Dinitroproduct oder das in demselben enthaltene a-Dinitroanthrachinon benutzt werden.
Beispiel I.
250 kg krystallisirtes , Natriummonosulfid werden durch Erhitzen mit 75 kg Schwefel bis zur Sättigung in das entsprechende Natriumpolysulfid übergeführt (siehe Roscoe-Schorlemmer, Bd. II, S. 82). Hierauf, trägt man 50 kg 1-4'-Di-o-nitroanthrachinon ein und erhitzt so lange weiter, bis eine Probe
sich vollkommen in Wasser löst. Nach dem Erkalten erhält man eine feste schwarze Masse, welche direct zum Färben verwendet oder durch geeignete Operation weiter verarbeitet werden kann.
Das Reactionsproduct löst sich vollkommen in kaltem Wasser mit blaugrüner Farbe, in concentrirter Schwefelsäure mit grauschwarzer Farbe auf. In Alkohol ist es etwas löslich mit grüner Farbe, in Aceton unlöslich. Die wässerige Lösung wird mit verdünnten Mineralsäuren oder Essigsäure gefällt; der Niederschlag löst sich sehr leicht in Alkalien und Schwefelalkalien und färbt in diesen Lösungen Baumwolle schwarz an.
Beispiel II.
Die Ueberführung des a-Dinitroanthrachinons, sowie des Gemenges der rohen nitrirten Anthrachinone in die entsprechenden Farbstoffe kann genau nach Beispiel I erfolgen, indem man an Stelle von 50 kg 1-^-Di-o-nitroanthrachinon die gleiche Gewichtsmenge α- oder rohen Dinitroanthrachinons in Anwendung bringt. Das aus a-Dinitroanthrachinon erhaltene Reactionsproduct löst sich in Wasser mit violettblauer Farbe, in Alkohol ebenso, in Aceton mit blaugrüner, in concentrirter Schwefelsäure mit braunrother Farbe. Baumwolle wird schwarz angefärbt.
Verwendet man in obigem Beispiel I statt ι-4'-Di-o-nitroanthrachinon das daraus durch partielle Reduction entstehende obengenannte Zwischenproduct oder 1 ^'-Di-o-amidoanthrachinon, so entsteht der gleiche Farbstoff; ebenso wird der gleiche Farbstoff wie aus a-Dinitroanthrachinoh (vergl. Beispiel II) auch bei Anwendung der entsprechenden Reductionsproducte des letzteren erhalten. Rohes Dinitroanthrachinon oder dessen Reductionsproducte liefern Gemische der beiden beschriebenen Farbstoffe.
Die auf Baumwolle erzielten schwarzen Nuancen sind von hervorragender Lichtechtheit, sowie vollkommen säure-, seife- und chlorecht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung schwarzer, Baumwolle direct färbender Farbstoffe, darin bestehend, dafs ι -zj-'-Di-o-nitroanthrachinon oder rohes, durch Nitriren von Anthrachinon gewonnenes Dinitroanthrachinon oder a-Dinitroanthrachinon, oder die entsprechenden Diamidoanthrachinone oder die zu letzteren führenden, in Alkali blau löslichen Zwischenproducte mit den Sulfiden oder Polysulfiden der Alkalien oder alkalischen Erden so lange erhitzt werden, bis das Reactionsproduct in Wasser vollkommen löslich geworden ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2832215A1 (de) * 1978-07-21 1980-01-31 Bayer Ag Schwefelfarbstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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