DE910405C - Boerdeleinrichtung zur Herstellung beliebig geformter Boerdelraender an Blechteilen od. dgl. - Google Patents
Boerdeleinrichtung zur Herstellung beliebig geformter Boerdelraender an Blechteilen od. dgl.Info
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- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
- Bördeleinrichtung zur Herstellung beliebig geformter Bördelränder an Blechteilen od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Bördeleinrichtung zur Herstellung beliebig geformter, vorzugsweise nach einer Raumkurve verlaufender Bördelränder an Blechteilen od. dgl.
- Es sind Bördeleinrichtungen für geradlinige Blechteile bekannt, bei denen der gesamte Blechrand in einer entsprechenden Presse unter Druck verformt wird. Eine derartige Einrichtung ist jedoch bei gebogenen Blechteilen nicht verwendbar, da hierbei für jede vorkommende Krümmung ein besonderes Verformungswerkzeug erforderlich wäre.
- Es sind ferner Bördeleinrichtungen bekannt, bei welchen die Bördelung mittels eines maschinell betriebenen greiferartigen Schwenkhehels erfolgt. Mit dieser Einrichtung ist es möglich, auch in einer Ebene gebogene Blechränder zu bearbeiten, doch ist eine Bördelung beliebig geformter, d. h. raumkurvenartig verlaufender Blechränder mit dieser Einrichtung nicht möglich, da der greiferartige Schwenkhebel nur in einer Schwingungsebene arbeitet. Man hat sich auch damit beholfen, daß man die betreffenden Blechbeile von Hand gebördelt hat, was jedoch einen erheblichen Arbeibs-und Zeitaufwand zur Folge hatte. Außerdem ist die Bördelung von Hand nicht immer ausreichend, zuverlässig und genau, so daß verhältnismäßig viel Ausschußteile entstehen. Bei der großen Zahl beliebig geformter Blechteile ist jedoch aus den oben geschilderten Gründen eine maschinelle Bearbeitung dringend erforderlich.
- Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Bördelung ein entsprechend geformter stößelartiger Hammer verwendet wird, unter welchem ein verstellbarer Amboß angeordnet ist, und daß der Hammer oder der Amboß mit einem verstellbaren Anschlag versehen ist, gegen welchen der zu bearbeitende Blechrand zu liegen kommt. Durch diese Maßnahme werden die oben geschilderten Nachteile beseitigt und eine zuverlässige und einwandfreie Bördelung erzielt.
- In weiterer vorteilhafter Ausbildung des Erfindungsgedankens wird vorgeschlagen, an Stelle des einen die Bördelung bewirkenden Hammers deren zwei oder mehrere vorzusehen, von denen der eine keilförmig ausgebildet ist und das zu bördelnde Blech über eine am Amboß befestigte Abkantleiste beaufschlagt, während der oder die anderen Hämmer mit einer dem Endzustand oder einem Zwischenzustand der Bördelung entsprechenden nutenartigen Aussparung versehen sind. Auf diese Weise ist .es möglich, die Börde-Jung in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen schrittweise vorzunehmen. Durch den erstgenannten keilförmigen Hammer wird der Blechrand über die unter dem Hammer befindliche Abkantleiste so weit verformt, daß er durch die Beaufschlagung des zweiten oder dritten Hammers seine endgültige Form erhält. Infolge der geringen Hammerbreite ist es möglich, auch stark gekrümmte Blechteile zu bördeln. Zur Bearbeitung verschieden starker Bleche können Hammerausschlag und Amboßeinstellung beliebig einstellbar gestaltet sein. Auch kann der Amboß mit einem Anschlag versehen sein, welcher von dem Hammer greiferartig umschlossen wird und gleichzeitig als Hammerführung dient. Befindet sich der Anschlag am Hammer selbst, so kann dieser zweckmäßig mit einem zahnartigen Fortsatz versehen sein, der in einer Führungsnut des Ambosses gleitet. Der Antrieb des Hammers erfolgt in bekannter Weise durch einen Kurbelantrieb, Exzenter od. dgl. Der Hammer kann auch schwingend gelagert sein und durch einen entsprechenden mechanischen oder elektrischen Schwingungserreger in Schwingung versetzt werden. In diesem Fall ist es zweckmäßig, den Hammer mit seiner Eigenschwingungszahl zu betreiben und hierdurch die Vorteile .der Resonanz nutzbar zu machen. So kann der Hammer z. B. als Kern eines mit Wechselstrom gespeisten Elektromagneten ausgebildet sein; wobei dieEigenfrequenz des Hammers zweckmäßig auf die Schwingungszahl des Wechselstromes abgestimmt ist.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig. i die erfindungsgemäße Bördeleinrichtung mit keilförmigem Hammer in Seitenansicht, Fig.2 den keilförrmigen Hammer mit zugehörigem Amboß in Seitenansicht, Fig.3 dein nutenartigen Hammer in Seitenansicht, Fig. q. die Bördeleinrichtung mit elektromagnetisch gesteuertem schwingendem Hammer in Seitenansicht, Fig.5 die Bördeleinrichtung in Vorderansicht in perspektivischer Darstellung. ' Die Bördeleinrichtung setzt sich aus dem Hammer i, dem Amboß 2 und dem Anschlag 3 zusammen. Der Hammer i ist an seinem Ende zweckmäßig keilförmig ausgebildet und durch die Verstellvorrichtung q. in seinem Ausschlag verstellbar. Der Antrieb des Hammers i kann in bekannter Weise durch eine Kurbelwelle, Exzenter od. dgl. erfolgen. Der Amboß 2 ist an seinem freien Ende mit einer Abkantleiste 5 versehen, gegen welche das zu verformende Blech 6 zu liegen kommt. Die Abkantleiste 5 befindet sich in Blechabstand unter dem nach unten ausgefahrenen Hammer i und ist gleichermaßen wie dieser abgeschrägt. Der Anschlag 3 ist zweckmäßig auf dem Amboß 2 angeordnet und wird von dem Hammer i greiferartig umschlossen.
- Bei der Ausführung gemäß Fig.3 ist der Hammer 7 mit einer Nut $ versehen, welche dem durch den Hammer i vorgekrümmten Blechrand seine endgültige Form verleiht.
- Die Hämmer i und 7 können in einem gemeinsamen Gestell 9 vereinigt sein. Sie können jedoch auch jeder für sich betrieben werden, auch können noch mehrere den verschiedenen Arbeitsvorgängen entsprechende Hämmer vorhanden sein. Bei der Ausführung gemäß Fig.3 befindet sich der Anschlag 3 zweckmäßig am Kopf des Hammers 7: Der Anschlag 3 ist hierbei zweckmäßig zahnartig ausgebildet und gleitet längs einer Führung io des Ambosses ii.
- Die Hämmer i und 7 können auch in dem Gehäuse 9 schwingend gelagert sein. In diesem Fall sind sie zweckmäßig mit Federn 12 versehen, welche sie gegenüber dem Gehäuseteil 13 abstützen. Der Antrieb der Hämmer i und 7 kann hierbei in bekannter Weise durch einen mechanischen oder elektrischen Schwingungserreger, z. B. eine Umwucht od. dgl. erfolgen. Die Hämmer i und 7 können auch unmittelbar als beweglicher Kern eines Elektromagneten 14 ausgebildet sein und durch diesen in Schwingung versetzt werden. Zweckmäßig wird die Feder 12 hierbei so bemessen, daß der Hammer i oder 7 mit der Schwingungszahl des Elektromagneten i¢ in Resonanz steht.
- Naturgemäß sind im Rahmen der Erfindung die verschiedensten Ausführungsarten möglich, von denen die hier gezeigten lediglich als Ausführungsbeispiele zu werten sind.
Claims (1)
- PATE NTANSPRIJGHE: i. Bördeleinrichtung zurHerstellung beliebig geformter, vorzugsweise nach einer Raumkurve verlaufender Bördelränder an Blechteilen od. dgl., gekennzeichnet durch die Verwendung eines der Bördelung entsprechend geformten stößelartigen Hammers und eines unter diesem angeordneten, mit einer Abkantleiste versehenen verstellbaren Ambosses sowie eines an dem Hammer oder dem Am@boß befestigten Anschlages. z. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Hämmer vorgesehen sind, von denen der eine keilförmig ausgebildet ist und das zu bördelnde Blech über die am AmboB befestigte Abkantleiste beaufschlagt, während die anderen Hämmer (7) mit einer dem Endzustand oder Zwischenzustand der Bördelung entsprechenden nutenartigen Aussparung versehen sind. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB der Ausschlag der Hämmer (i und 7) und die Amboßstellung beliebig einstellbar sind. .4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB der AmboB (2) mit einem Anschlag (3) versehen ist, welcher von dem Hammer (i) greiferartig umschlossen wird. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB der Anschlag (3) gleichzeitig als Führung für den Hammer (i) dient. 6. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB der Hammer (7) mit einem zahnartigen Fortsatz versehen ist, der an einer Führung (i o) des Ambosses (i i) gleitet. 7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daB der Antrieb der Hämmer (i und 7) in bekannter Weise durch einen Exzenter od. dgl. erfolgt. B. Einrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hämmer (i und 7) an dem Gehäuseteil (i3) schwingend gelagert sind und durch eine periodisch gesteuerte Wechselkraft betrieben werden. g. Einrichtung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daB die Hämmer (i und 7) den Kern eines mit Wechselstrom gespeisten Elektromagneten bilden. io. Einrichtung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Eigenschwingungszahl der Hämmer (i und 7) mit der Erregerfrequenz des Antriebes in Resonanz steht.
Priority Applications (1)
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| DEE4620D DE910405C (de) | 1943-08-11 | 1943-08-11 | Boerdeleinrichtung zur Herstellung beliebig geformter Boerdelraender an Blechteilen od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE910405C true DE910405C (de) | 1954-07-19 |
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Family Applications (1)
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| DEE4620D Expired DE910405C (de) | 1943-08-11 | 1943-08-11 | Boerdeleinrichtung zur Herstellung beliebig geformter Boerdelraender an Blechteilen od. dgl. |
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1943
- 1943-08-11 DE DEE4620D patent/DE910405C/de not_active Expired
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