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Mit Anlaßwiderstand zusammenwirkende Anlaßvorrichtung für elektrische
Geräte Die Erfindung bezieht sich auf eine mit einem Anlaßwiderstand zusammenwirkende
Anlaßvorrichtung für solche (motorisch angetriebene) elektrischen Geräte, die im
Anlaßaugenblick erhöhte Stromaufnahme haben.
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Beim Anlassen gewisser elektrischer Geräte, insbesondere Gleichstromgeräte,
wird der Anlaßstrom so groß, daß er störende Spannungsabfälle im Leitungsnetz verursacht.
Es ist nun bekannt, bei elektrisch angetriebenen Haushaltsgeräten mit verhältnismäßig
hohem Stromverbrauch, wie Staubsaugern, Bohnerapparaten od. dgl., die genannten
Störungen dadurch zu verhindern, daß das Gerät mit einem Anlaßwiderstand versehen
wird, wodurch der im Anlaßaugenbl@ick auftretende Stromstoß verringert wird. Bei
diesen bekannten Ausführungen muß der Widerstand jedoch von Hand durch einen sogernannten
Stufenschalter eingeschaltet werden, der danach ebenfalls von Hand in die normale
Betriebslage des Apparates umgeschaltet wird. Da Geräte hier in Frage stehender
Art oft von Laien bedient werden, ist ein derartiges Schaltverfahren unzweckmäßig.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil durch einen neuen 'Schalter
beseitigt, der im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, daß das Schaltelement
aus einer mit dem Schaltglied und den Schaltern zusammenwirkenden und mit dem ersteren
zweckmäßig
gelenkig verbundenen Kippvorrichtung besteht, die in
der einen Endlage des Schaltgliedes umgeschaltet wird, so daß nach jeder zweiten
vollständigen Bewegungsphase (Eindrücken und Rückführung) des Schaltgliedes der
Motorstromkreis geöffnet ist.
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Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine auf den Schaltteil
wirkende Federkraft vorgesehen, gegen deren Einwirkung der Teil beim Anlassen des
Gerätes verschoben wird und die ihn bei Ausschaltung des Anlaßwiderstandes in die
Ausgangslage zurückführt. Die Schaltvorrichtung gemäß der Erfindung kann zweckmäßig
zwei Schalter umfassen, die so miteinander zusammenwirken, daß der Motorstromkreis
ausschließlich durch den Anlaßwiderstand längere Zeit geschlossen gehalten werden
kann, als durch die Schalttätigkeit selbst bedingt ist. Vorzugsweise ist die Anordnung
mit einem mit dem Schaltteil zusammenwirkenden Glied versehen, das beim Eindrücken
des Teiles selbsttätig in eine solche Anfangslage übergeführt wird, daß bei einer
darauffolgenden Verschiebung des Elementes von Hand der Motorstromkreis unterbrochen
wird.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen in Ausführungsbeispielen dargestellt,
bei deren Beschreibung weitere die Erfindung kennzeichnende Merkmale angegeben werden.
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Fig. i zeigt einen Staubsauger mit daran- angeschlossener Anlaßvorrichtung
gemäß der Erfindung, die in diesem Fall in den Kabelanschluß verlegt ist; Fig.2
zeigt den hinteren Teil eines ähnlichen Staubsaugers, wo jedoch die Anlaßvorrichtung
mit dem Gerät selbst zusammengebaut ist; Fig. 3 zeigt in Draufsicht die eine Hälfte
einer Kapselung für die Anlaßvorrichtung mit sämtlichen Einzelteilen der letzteren;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 mit geschlossener Kapselung;
Fig. 5 zeigt ein Schaltschema der Anlaßvorrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel;
in Fig. 6 und 7 sind Einzelteile der Anordnung in verschiedenen .Schaltlagen gezeigt.
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In Fig. i bezeichnet io das Gehäuse des Staubsaugers, i i seinen vorderen
Deckel und 12 eine an den hinteren Teil des Gehäuses angeschlossene Kappe. Zwischen
dem Gehäuse io und der Kappe 12 ist ein Ring 13 vorgesehen, mit dessen oberem Teil
eine Schutzhaube 14 für die Kontaktstifte des Gerätes verbunden ist.
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Gemäß Fig. 2 ist die Anlaßvorrichtung mit dem Staubsauger zusammengebaut.
Dabei ist die in der Fig. i angegebene, mit dem Ring 13 verbundene Haube 14 durch
die Kapselung der Anlaßvorrichtung ersetzt, die mit Kontaktstiften versehen ist;
die in entsprechende Kontakthülsen in dem Anschlußkontakt 16 des mit 15 bezeichneten
stromführenden Kabels passen.
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In der Fig. 3 (s. auch die Fig. 4.) ist die Anlaßvorrichtung gemäß
der Erfindung in der Lage gezeigt, die ihr einen Druckknopf 34 aufnehmendes Schaltglied
einnimmt, wenn der Strom zum Antriebsmotor des Staubsaugers unterbrochen ist. Die
beweglichen Teile der Anlaßvorrichtung werden von einer Brücke 17 getragen, deren
Enden aufwärts gebogene Seitenteile iä bzw. rg bilden. Mit der unteren Seite der
:Brücke sind zwei Schalter 2o und 21 vermittels Schrauben 22 verbunden. Für die
Schalthebel 23 und. 24 dieser Schalter sind Öffnungen 25 in der Brücke 17 vorgesehen.
In den Kapselteilen 26 (Fig. 4) und 27 der Anlaßvorrichtung sind zweckmäßig zylinderförmige
Vertiefungen angeordnet, in denen eine Widerstandsspule 29 angebracht ist. An jeder
Seite der Brücke io sind in den Kapselhälften weitere Hohlräume vorgesehen, in denen
.Kontakthülsen 30 und 3o' bzw. eine Entlastungsvorrichtung für das einlaufende
Kabel 15 angebracht sind. Diese Entlastungsvorrichtung besteht aus einem in dem
Kapselteil 27 angeordneten Bett 31 und einer Klemme 32, die vermittels zweier Schrauben
33 das Kabel 15 festhält.
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Das auf der Brücke 17 gelagerte Schaltglied besteht in der Hauptsache
aus drei Teilen, dem Druckknopf 34, einem Lagerbock 35 und einer Kippvorrichtung
36. Der Druckknopf 34, der durch eine Öffnung in dem Kapselteil 26 herausragt,
ist vermittels einer Schraube 37 mit dem Lagerbock 35 verbunden, an dem auch die
Kippvorrichtung 36 mittels eines Zapfens 56 beweglich angebracht ist. Dieser Lagerbock
35 ist so geformt, daß er einerseits den Druckknopf 34 in seiner einen Endlage hält
und andererseits die Bewegung der Kippvorrichtung 36 begrenzt. Diese letztgenannte
Vorrichtung besteht aus zwei miteinander durch Niete 38 vereinten Teilen, von denen
der eine (obere) Teil 39 mit zwei Paar nach unten abgebogenen Lappen 40 und 41 versehen
ist, die bei der - Bewegung des 'Schaltgliedes die Schalthebel 23 und 24 der Schalter
20, 21 fangen bzw. durch Druck beeinflussen. Der genannte obere Teil 39 der Kippvorrichtung
ist mit einer Zunge od. dgl. 42 versehen, an der zwei in verschiedenen Farben ausgeführte
Markierungsfelder vorgesehen sind. Die Zunge ist durch eine Öffnung 43 in dein Kapselteil
26 zu sehen. Diese Markierungsanordnung bezweckt, der den Apparat betätigenden Person
zu ermöglichen, die :Stellung der Anlaßvorrichtung von außen zu beobachten.
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Der untere Teil der Kippvorrichtung ist mit 44 bezeichnet,
und seine iSeitenkanten bilden eine symmetrische keilförmige Kurve zu dem Zweck,
daß der genannte Teil bei der Verschiebung des Druckstabes nach innen an den Seiten
des freien Endes eines mit dem Seitenstück i3 der Brücke 17 schwenkbar angebrachten
Stabes .45 entlang gleiten i kann. Wenn dieser letztere in'Berührung mit einem Einschnitt
57 am innersten Teil der Kurve kommt, schwenkt die Kippvorrichtung in die entgegengesetzte
Richtung, wobei ihre vorerwähnten Lappen 40 den Schalthebel des entsprechenden Schalters
fangen. Der Stab 45, der in einer in -dem Seitenstück 18 fest angebrachten Ausnehmung
46 gelagert ist, ist seitlich beweglich, um besser mit der Kurve der Kippvorrichtung
zusammenwirken zu können. Zwischen der Ausnehmung 46 und einem von dem oberen Teil
der Kippvorrichtung nach unten angebogenen
Lappen 47 ist eine als
Schraubenfeder ausgebildete Rückführungsfeder 48 eingespannt. Um diese Feder während
der Bewegung des Schaltgliedes in ihrer Lage zu halten, ist eine dünne Blattfeder
49 in ihr angebracht und derart angeordnet, daß sie in der Ausnehmung 46 festgehalten
wird, jedoch freien Durchtritt durch eine Öffnung in dem Lappen 47 hat.
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Wie aus der Fig. 3 hervorgeht, ist der eine Leiter 5o des eingehenden
Kabels 15 an die eine Kontakthülse 3o' angeschlossen. Der andere Leiter 51 des Kabels
verläuft von der Entlastungsvorrichtung zu dem einen Schalter 2o, von dem zwei Leiter
52 und 53 zu der Widerstandsspule 29 bzw. dem zweiten Schalter 21 führen. Von diesem
letzteren und von dem Widerstand 29 verlaufen zwei Leiter 54 und 55 zu der zweiten
Kontakthülse 30.
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Fig.6 veranschaulicht das Schaltglied in seiner Lage vor dem Anlassen
des Apparates, wobei der eine Lappen 41 der Kippvorrichtung gegen den Schalthebel
24 des Schalters 2o anliegt. In der Fig. 7 dagegen wird das Schaltglied in seiner
anderen Endlage dargestellt, wobei sich der Schalter 2o in Schließlage befindet
und der Stromkreis geschlossen ist, und zwar nur über dem Widerstand 29. In dieser
Lage nimmt die Kippvorrichtung diejenige Lage ein, daß der eine Lappen 4o den Schalthebel
23 des Schalters 21 fängt, um ihn bei der selbsttätigen Verschiebung des Schaltgliedes
in die Ausgangslage umzulegen.
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Die oben beschriebene Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Wenn der
Staubsauger in Gang gebracht werden soll, wird der Druckstab 34 soweit wie möglich
nach innen gedrückt, wobei die Feder 48 zusammengedrückt wird. Hierbei beeinflußt
die Kippvorrichtung den Schalthebel des an den Widerstand 29 angeschlossenen Schalters
2o, so wie in der Fig. 6 angegeben, und schließt denselben. Dadurch wird der Strom
durch den Widerstand 29 zu der damit verbundenen Kontakthülse 30 fließen,
und der Stromkreis ist somit über den Widerstand geschlossen. Unmittelbar ehe der
Druckstab34 beim Eindrücken seine innerste Lage oder Bodenlage erreicht, hat jedoch
der Stab 45 den !Einschnitt 57 des Teiles 44 getroffen und die Kippvorrichtung in
die in der Fig. 7 dargestellten Lage umgeschaltet. Sobald der Druck auf den Stab
34 aufhört, wird auf Grund der Einwirkung der zusammengedrückten Feder 48 diese
zurückgeführt, wobei der eine Lappen 4o der Kippvorrichtung den Schalthebel 23 des
anderen Schalters 23 fängt und diesen Schalter schließt. Der Strom wird unter Umgehung
des Widerstandes 29 durch den Schalter 21 direkt zu der Kontakthülse 30 geleitet.
Beide Schalter 2o und 21 sind jetzt geschlossen. Der Widerstand 29 ist somit nur
während derjenigen Zeit eingeschaltet, die verfließt von dem Augenblick, wenn der
Schalter 20 geschlossen wird, bis die Kippvorrichtung den Schalter 21 schließt.
Wenn der Staubsauger ausgeschaltet werden soll, wird der Stab 34 erneut in die Bodenlage
gedrückt, wobei die Kippvorrichtung bei dieser Bewegung erst den Schalterei öffnet,
danach selbst in vorbeschriebener Weise umgeschaltet wird und bei dem Rückgang des
Druckstabes in die Ausgangslage den anderen Schalter 20 öffnet.