DE901705C - Hilfsstoffe fuer Kautschuk und Kunststoffe - Google Patents
Hilfsstoffe fuer Kautschuk und KunststoffeInfo
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- DE901705C DE901705C DED3784D DED0003784D DE901705C DE 901705 C DE901705 C DE 901705C DE D3784 D DED3784 D DE D3784D DE D0003784 D DED0003784 D DE D0003784D DE 901705 C DE901705 C DE 901705C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
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-
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Description
- Hilfsstoffe für Kautschuk und Kunststoffe Naturkautschuk, Kunstkautschuk und Kunststoffe verdanken ihre ausgedehnte Anwendung der Erkenntnis, daß es durch Zugabe gewisser Hilfsstoffe gelingt, ihre technischen Eigenschaften so zu veredeln, daß man sie differenzierten Anforderungen bestimmter Anwendungszwecke anpassen kann.
- So setzt man z. B. bei Natur- und Kunstkautschuk sowie bei vielen Kunststoffen Rückstandsprodukte von der Destillation von Erdölen in Form von Bitumen bzw. Mineralrubber zu, wofür man in der Regel geblasene Erdölasphalte verwendet, die z. B. bei Kautschuk unter anderem auch dadurch günstig wirken, daß sie bei der Vulkanisationstemperatur etwas Schwefel binden. Im übrigen wirken aber solche Stoffe in der Regel als echte Weichmacher und Plastifizierungsmittel, indem sie die Kautschukteilchen quellen und auf diese Weise deren Zähigkeit vermindern. Von technischer Wichtigkeit ist sehr oft die chemische Indifferenz des Bitumens, wodurch Kunststoffe und Kautschuk, bei gleichzeitiger Erhöhung der Undurchlässigkeit für Gase und Flüssigkeiten, widerstandsfähiger gegen Säuren und Alkalien gemacht werden können.
- Bitumenartige Erdölrückstände bestehen in der Regel aus benzinunlöslichen Asphaltenen sowie benzinlöslichen Maltenen, Harzen und ölartigen Stoffen. Für einen großen Teil der Anwendungsgebiete obengenannter Stoffe stören die Asphaltene nicht nur infolge ihrer Benzinunlöslichkeit, wenn z. B. die Kunststoffe in Benzinlösung oder nach dem Spritzverfahren verarbeitet werden sollen, sondern sie vermindern auch sehr oft das Ausmaß der Weichmachung.und Plastifizierung.
- Es ist nun gefunden worden, daß man obige LNlachteile vermeiden kann, wenn man von vornherein asphaltenfreieRückstandsprodukte verwendet oder asphaltenhaltige vorher von den Asphaltenen befreit und nur die benzinlöslichen Malten-, Harz-und Ölanteile zusetzt. Praktisch asphaltenfreie Rückstandsprodukte erhält man z. B. bei der Destillation gewisser Erdöle, z. B. von Miriölen, oder von Extrakten, die bei der Extraktion von Mineralölen mit Lösungsmitteln, wie S 02, Furfurol usw., anfallen. Auch,die Rückstandsprodukte, die man durch Destillation der organischen Anteile von Abfallsäuren, wie sie bei der Raffination von Mineralölen mit Schwefelsäure anfallen, erhält, sind in der Regel asphialtenarm. Will man z. B. asphaltenreiche oder geblasene Rückstände, wie sie bei der Destillation von Mineralölen anfallen, verwenden, befreit man dieselben von den Asphaltenen, indem man sie in einem überschuß an asphaltenfällenden Lösungsmitteln, z. B. Benzin, löst, den .asphaltenhaltigen Rückstand abtrennt und nach Abdampfen des Lösungsmittels nur die in Benzin gelösten Erdölharze und Ölanteile verwendet. Den Ölgehalt solcher Anteile kann man .durch Zusatz von Mineralölen noch erhöhen, auch kann man andere die Weichmachung und Plastifizierung steigernde Stoffe, wie z. B. Extrakte, die bei der Extraktion von Mineralölen mit Lösungsmittel anfallen, zusetzen. In ähnlicher Weise kann man auch die asphaltenähnlichen, benzinunlöslichen Anteile aus Destillationsrückständen von Kohle entfernen. Im allgemeinen kommen für den Zweck der Erfindung Rückstandsprodukte der Verarbeitung irgendwelcher Öle mineralischer Herkunft, d. h. aller Öle, welche nicht als pflanzliche oder tierische Öle zu betrachten sind, welche ,den gestellten Anforderungen mit Bezug auf den Asphaltengehalt entsprechen, in Betracht.
- Durch eine anschließende Destillation im Vakuum, mit Wasserdampf oder mit beiden ist es möglich, die obengenannten Hilfsstoffe in ihren physikalischen Eigenschaften einem bestimmten Verwendungszweck anzupassen. Obige Stoffe können nicht nur als Weichmachungs- und Plastifizierungsmittel dienen, sondern stellen sehr oft ein wertvolles Streckmittel für Kautschuk, Kunstkautschuk und Kunststoffe dar. Von den bekannten Zusatzprodukten, welche aus Trinidadasphalt od. dgl. durch Abtrennung des in Benzin unlöslichen Anteils gewonnen werden, unterscheidet sich der Hilfsstoff gemäß vorliegender Erfindung dadurch, daß er im wesentlichen aus Maltenen besteht und infolgedessen besonders günstige weichmachende und plastifizierende Eigenschaften aufweist. Bei den ebenfalls bekannten, durch Blasen von Erdölrückständen mit Luft erhaltenen Kautschukzusatzstoffen sind durch die Vorbehandlung gerade die maltenartigen Anteile in den asphaltenartigen Zustand übergeführt, so daß die mit den Hilfsstoffen gemäß vorliegender Erfindung erzielten Vorteile nicht erreicht werden. Gegenüber den vorstehend erwähnten. und ähnlichen Kautschukzusatzstoffen besteht das wesentliche Merkmal der neu vorgeschlagenen Hilfsstoffe darin, daß es sich um praktisch asphaltenfreie oder mindestens um asphaltenarme, dagegen maltenreiche Produkte handelt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:. i. Verwendung von aus Maltenen und daneben Harzen und Ölen bestehenden Rückstandsprodukten der M ineralölindustrie, die an sich asphaltenarm anfallen oder aus asphaltenreichen durch Befreiung von benzinunlöslichen Asphaltenen gewonnen worden sind, als Hilfsstoffe für Kautschuk, Kautschuknachfolgestoffe und Kunststoffe.
- 2. Verwendung von Rückstandsprodukten gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d@aß man von Rückstandsprodukten, wie sie bei der Destillation von Mineralölen oder von aus Mineralölen mit Lösungsmitteln erhaltenen Extrakten anfallen, ausgeht.
- 3. Verwendung von Rückstandsprodukten gemäß Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß man -die bei der Destillation von Kohlen anfallenden Destillationsrückstände von benzinunlöslichen asphaltenähnlichen Anteilen befreit. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 558 894 566 72q., 702 411, 7o2 66o; französische Patentschriften Nr.812 450, 848786, 857 8.92; USA.-Patentschriften Nr. 1751 848, 2 185 952; Marzahn, Materialienkunde für den Kautschuktechniker, 192o, S. 55 und 56.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3784D DE901705C (de) | 1941-05-03 | 1941-05-03 | Hilfsstoffe fuer Kautschuk und Kunststoffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3784D DE901705C (de) | 1941-05-03 | 1941-05-03 | Hilfsstoffe fuer Kautschuk und Kunststoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE901705C true DE901705C (de) | 1954-01-14 |
Family
ID=7030687
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED3784D Expired DE901705C (de) | 1941-05-03 | 1941-05-03 | Hilfsstoffe fuer Kautschuk und Kunststoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE901705C (de) |
Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1941
- 1941-05-03 DE DED3784D patent/DE901705C/de not_active Expired
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