DE901563C - Funkenstreckenanordnung fuer Lichtbogenstromrichter, Schalter od. dgl. - Google Patents

Funkenstreckenanordnung fuer Lichtbogenstromrichter, Schalter od. dgl.

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DE901563C
DE901563C DEM7672D DEM0007672D DE901563C DE 901563 C DE901563 C DE 901563C DE M7672 D DEM7672 D DE M7672D DE M0007672 D DEM0007672 D DE M0007672D DE 901563 C DE901563 C DE 901563C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T11/00Spark gaps specially adapted as rectifiers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

  • Funkenstreckenanordnung für Lichtbogenstromrichter, Schalter od. dgl. Zur Umformung sehr hoher Spannungen sind bereits Anordnungen angegeben worden, in denen der zur Umformung nötige periodische Stromdurchlaß durch künstlich gezündete Lichtbogen zwischen Metallelektroden ermöglicht wird. Hierbei entstehen die Lichtbogen zwischen zwei Punkten der Elektrodenflächen und wandern durch eine Luftströmung zu den in der Mitte der Elektroden befindlichen Luftausströmöffnungen. Die Luftströmung treibt dann die Fußpunkte der Lichtbögen durch die Luftausströmöffnungen in ein Gebiet ohne elektrische Beanspruchung.
  • Die wichtigsten Gesichtspunkte für eine Einrichtung zur Hochspannungsumformung sind die mit dieser Einrichtung erzielbare Sperrfähigkeit und die bei der Umformung auftretenden Verluste. Bei den obenerwähnten Einrichtungen zur Umformung hoher Spannungen (Lichtbogenstromrichter) läßt sich die Sperrfähigkeit dadurch sehr hoch halten, daß die zwischen den Elektroden und vor allem in dem Gebiet, in dem ein Rückschlag zu erwarten ist, durch den Lichtbogen erzeugten Erscheinungen, nämlich Erwärmung und Ionisation, durch eine Gasströmung entfernt werden. Verbleiben erwärmte oder ionisierte Gasteilchen nach dem Verlöschen in dem Gebiet zwischen den Elektroden, dann wird durch diese die Sperrfähigkeit herabgesetzt. Es muß also die Gasströmung dafür sorgen, daß eine möglichst restlose und sofortige Reinigung des Überschlaggebietes ohne Erhöhung des gesamten Spannungsabfalles und damit der Verluste erfolgt.
  • Es ist nun bereits bei Schaltern bekannt, zum Zwecke des Löschens des Lichtbogens und der raschen Entionisierung des Lichtbogenraumes zwischen den Kontakten Platten vorzusehen, durch die eine Flüssigkeit oder ein Gas radial dem Lichtbogenraum zugeführt und dann axial auf die Kontakte zu aus dem Lichtbogenraum abgeführt wird. Die bekannte Anordnung hat aber den Nachteil, daß die Löschung des Lichtbogens nur von dem Gesichtspunkt der Entionisierung des Lichtbogenraumes und nicht von dem Gesichtspunkt der möglichst raschen Entfernung der Lichtbogenreste aus dem Lichtbogenraum betrachtet wird. Dementsprechend fehlen bei der bekannten Anordnung auch Maßnahmen, die in der Lage wären, innerhalb des Lichtbogenraumes und insbesondere in der Nähe der Lichtbogenfußpunkte eine hohe Strömungsgeschwindigkeit des Löschmittels zu erzeugen.
  • Die Erfindung vermeidet diese Nachteile der bekannten Lichtbogenstromrichter, Schalter od. dgl., insbesondere bei Funkenstreckenanordnungen, bei denen der annähernd mittelachsig brennende Lichtbogen durch eine oder mehrere Gasströmungen, die am Lichtbogen entlang strömen und ihn umhüllen, gelöscht wird. Die Erfindung besteht darin, daß an beiden Elektroden oder Elektrodenträgern Hauben aus leitendem oder nichtleitendem Stoff angebracht sind, die mit je einer Öffnung versehen sind, durch welche der Lichtbogen und die Gasströmung etwa in der Lichtbogenachsrichtung von einer Seite der Haube zur anderen hindurchtreten und die, gegebenenfalls unter Verwendung zusätzlicher Führungsteile oder Absauge- bzw. Einblasevorrichtungen, mit den den Lichtbogen in der Hauptsache führenden Elektroden so zusammenwirken, daß der konzentrierte Gasstrahl nach Durchlaufen des engsten Abströmquerschnittes bei möglichst rascher Verminderung der Gasgeschwindigkeit zerstört wird und die leitenden Gasteilchen nicht durch den Gasstrahl fortgeschleudert, sondern in die Nähe der Metallteile gedrückt werden und dabei eine gute Reinigung des Rückzündgebietes von Lichtbogenresten erzielt wird.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht, wobei der Einfachheit halber nur die zur Erklärung der Erfindung nötigen Teile einer Lichtbogenlöscheinrichtung dargestellt sind.
  • In der Fig. i ist die Gasströmung durch Pfeile angedeutet. Der Lichtbogen entsteht periodisch zwischen den nächstliegenden Teilen der Elektroden T, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Elektrodenhauben ausgebildet sind. Der Lichtbogen wird durch die Gasströmung mitgenommen, und seine Fußpunkte werden durch die beiden AusströmöfFnungen der Elektrodenhauben hinausgeblasen. Hierbei ist zu beachten, daß die Gasströmung sich nicht von der Elektrodenoberfläche ablöst, wie dies bei den bereits bekannten Hohlelektroden für Stromrichter, bei denen die Mittelelektroden D nicht vorhanden waren, der Fall war. Löst sich die Gasströmung nämlich in dem Gebiet, in dem sich die Abströmöffnungen wieder erweitern, ab, dann schießt die Gasströmung als konzentrierter Strahl mit großer Geschwindigkeit durch den engsten Querschnitt der düsenförmigen Elektroden hindurch. Der Querschnitt dieses in rascher Bewegung befindlichen Gasstrahles erweitert sich nur ganz allmählich, und es können sich infolgedessen zwischen diesem Gasstrahl und den Elektroden Gebiete mit Wirbeln bilden. Die beiden Enden des Lichtbogens, die durch die düsenförmigen Öffnungen an den Elektrodenhauben I hinausgeblasen werden, sind zunächst dem in sehr rascher Bewegung befindlichen Gasstrom ausgesetzt. Ein Lichtbogen wird bekanntlich außerordentlich leicht durch Gasströmungen mitgenommen. Andererseits hat er das Bestreben, einen möglichst kurzen Weg zwischen den Elektroden einzuschlagen. Werden hier keine besonderen Mittel angewandt, um die große Geschwindigkeit des durch die Ausströmöffnungen der Elektroden hindurchströmenden Gases rasch herabzusetzen, dann tritt eine starke Längung und eine durch größere Wärmeabfuhr bedingte Erhöhung der mittleren Feldstärke des Lichtbogens hinter dem engsten Querschnitt der Ausströmöffnungen ein. Beides bewirkt eine starke Erhöhung des gesamten Spannungsabfalles und damit der Verluste. Erfindungsgemäß wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß man den konzentrierten Gasstrahl nach dem Durchlaufen des engsten Ausströmquerschnittes zerstört und zugleich die Gasgeschwindigkeit möglichst rasch vermindert. Das kann beispielsweise dadurch geschehen, daß dem Gasstrom ein fester Körper (Gegenkörper) entgegengestellt wird (s. die Körper D in Fig. i). Durch das Aufprallen des Luftstromes auf den Gegenkörper werden die Geschwindigkeit der Luft und ihre Richtung so geändert, daß die Erhöhung des Spannungsabfalles nicht mehr oder nur noch in geringem Maße eintreten kann. Dies wird noch besonders dadurch unterstützt, daß die leitenden Gasteile nicht durch den Luftstrahl fortgeschleudert werden, sondern in die Nähe der Metallteile, aber außerhalb des eigentlichen Lichtbogenraumes, gedrückt werden. Die Form des Gegenkörpers D ist den jeweiligen Betriebsbedingungen anzupassen.
  • Der Gegenkörper D oder ein der Ausströmöffnung gegenüber befindlicher Teil des Gegenkörpers D kann erfindungsgemäß aus Metall bestehen, das mit der Elektrodenhaube T leitend verbunden ist. In diesem Fall wird dann der Lichtbogen, der mit den leitenden Gasteilen gegen die Gegenkörper D geschleudert wird, auf dem Gegenkörper D Fuß fassen und ohne wesentliche Verlängerung von der Mittelachse aus nach außen wandern. Eine derartige Anordnung hat im übrigen den besonderen Vorteil, daß dem Lichtbogen zu beiden Seiten seines Kanals Gelegenheit gegeben ist, sich an Metall anzuschmiegen. Der Gegenkörper D wird damit zu einem Teil der Elektrode J.
  • Der Gegenkörper D kann, sofern er ganz oder teilweise aus Metall besteht, erfindungsgemäß als Hauptelektrode verwendet werden. Es sind dann die bekannten Mittel zur Verminderung des Abbrandes auf den Gegenkörper D anzuwenden. Zum Beispiel kann auf dem Gegenkörper D die eigentliche Lichtbogenlauffläche aus einem ringförmig gebogenen Rohr bestehen, das von einem Eisenstab getragen wird. Dieser Eisenstab kann zugleich zur Führung eines magnetischen Ablenkflusses benutzt werden. Der bisherige Elektrodenteil J dient dann nur zur Zündung und zur Schirmung der heißen Hauptelektrode (Gegenpolelektrode D), die damit dem Feld der zu sperrenden Spannung entrückt ist. Der Elektrodenteil J wird dann nur sehr kurzzeitig durch den Lichtbogen beansprucht und braucht unter Umständen nicht durch besondere Mittel vor Abbrand geschützt zu werden. Man kann die Schirmelektrode J nunmehr auch aus Isolierstoff herstellen. Sofern die Schirmelektrode J gleichzeitig zur Zündung des Lichtbogens verwendet werden soll, muß allerdings wenigstens ein Teil der Schirmelektrode J aus Metall bestehen.
  • Wie Fig. i zeigt, stehen die Mittelelektroden D in einem Abstand von den Hauben J, der etwa ebenso groß ist wie der Durchmesser der Ausströmöffnungen in den Hauben J. Wenn dieser Abstand zu groß ist, kann die oben beschriebene Wirkung der Zerteilung und Ablenkung des Gasstromes nicht eintreten. Ferner wird bei einem zu großen Abstand die Gasgeschwindigkeit in der Nähe der Lichtbogenfußpunkte, auf die es besonders ankommt, nicht genügend hoch. Wie Fig. i sowie die noch zu beschreibenden Fig. 2 und 3 zeigen, liegt der kleinste für die Gasströmung zur Verfügung stehende Querschnitt in den Durchströmöffnungen der Elektrodenhauben vor. An diesen Stellen besteht dementsprechend auch die höchste Gasgeschwindigkeit, so daß das Gas in der Nähe der Lichtbogenfußpunkte besonders rasch strömt. Schließlich würde ein zu großer Abstand zwischen den Mittelelektroden während der Lichtbogenlöschung auch eine unnötig hohe Lichtbogenspannung zur Folge haben, da ja die Lichtbogenspannung annähernd proportional der Lichtbogenlänge ist. Wie bereits ausgeführt wurde, ist es besonders wichtig, die Lichtbogenspannung während der Löschung klein zu halten, um die Löschfähigkeit der Anordnung zu erhöhen und die Verluste klein zu halten.
  • Ein weiteres Mittel, um die Strömungsgeschwindigkeit des Gases zu vermindern und dadurch unnötige Spannungsabfälle und Verluste zu vermeiden, besteht erfindungsgemäß darin, daß dort, wo der Strömungsquerschnitt sich stark erweitert und wo sich Wirbel bilden, eine Grenzschichtabsaugung oder ein Wegblasen dieser Grenzschicht vorgenommen wird. Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß Absauge- oder Einblasevorrichtungen an den gefährdeten Stellen vorgesehen.
  • Um die notwendige Regelmäßigkeit bei der Wanderung des Lichtbogens zu erzielen, ist es zweckmäßig, daß das zuströmende Druckgas von allen Seiten gleichmäßig zum eigentlichen Lichtbogenraum wandert. Eine solche gleichmäßige Strömung läßt sich erfindungsgemäß durch den Führungsteil A sowie durch Siebe B erzielen. Diese Teile müssen natürlich so aufgestellt werden, daß durch sie die Durchschlagspannung zwischen den Elektroden nicht oder nur in sehr geringem Maße herabgesetzt wird. Bringt man diese Teile A und B nicht an, so kann es gegebenenfalls vorkommen, daß durch unregelmäßige Gaszuführung zu den Elektroden der Lichtbogen von der Mittelachse der Anordnung fortgetrieben wird und daß dadurch Rückzündungen erleichtert werden.
  • Es hat sich ferner als besonders wichtig herausgestellt, daß in der Gasströmung Wirbel vermieden werden, weil solche Wirbel Gebiete geringeren Druckes darstellen, in denen unter Umständen Lichtbogenreste zurückbleiben. Hierdurch werden Rückzündungen oder auch Zündungen an ungewollten Stellen erleichtert.
  • Schließlich ist es sehr wichtig, daß sich bei der Gasströmung auch innerhalb des Lichtbogenraumes keine Ablösung des Gasstromes von den Elektrodenoberflächen einstellt. Eine solche Ablösung kann bekanntlich eintreten, wenn die Gasströmung an gekrümmten Flächen entlang geführt wird und wenn die Wandungen in der Strömungsrichtung zu stark gekrümmt sind. Löst sich bei den Lichtbogenelektroden der Gasstrom von der Elektrodenoberfläche ab, dann bleibt der Lichtbogenfußpunkt auf der Elektrode stehen, während der Gaskanal des Lichtbogens weiter mitgenommen wird. Es wird daher sowohl eine Herabsetzung der Sperrspannung wie eine Vergrößerung der Lichtbogenverluste hervorgerufen, weil diese Verluste der Lichtbogenlänge proportional sind. Solche Unregelmäßigkeiten, Wirbel oder Gasablösungen lassen sich also erfindungsgemäß, beispielsweise durch den Einbau von Führungskörpern oder Sieben, vermeiden. Die gleichmäßige Gestaltung des Gasstromes und die Verhinderung von Wirbeln und Gasablösungen lassen sich ferner dadurch erzielen, daß die Gasströmung spiralförmig gestaltet wird. Es läßt sich das beispielsweise durch Führungsstücke erreichen, die den Leitschaufeln bei Turbinen ähneln.
  • Es ist klar, daß die Strömungsgeschwindigkeit in dem mittleren Gebiet zwischen den Elektroden besonders klein ist. Die Teile des Lichtbogens, die sich dort bei seinem Verlöschen befinden, werden also nicht beseitigt und die Sperrspannung herabsetzen. Man kann diese Erscheinung erfindungsgemäß durch einen Rotationskörper vermeiden, der sich in der Mitte zwischen den Elektroden befindet (C in Fig. i).
  • Andererseits kann der Luftstrom aber auch erfindungsgemäß so geleitet werden, daß er auch dieses mittlere Gebiet reinigt. Hierzu können beispielsweise Ringe aus Isoliermaterial, z. B. die Teile L in Fig. 2, verwendet werden. Der Luftstrom bewegt sich dann im wesentlichen von der Mittelebene aus nach beiden Elektrodenöffnungen hin und reinigt damit den ganzen Raum sicher. (Die Gegenkörper D sind der Einfachheit halber in Fig.2 nicht eingezeichnet.) Um hierbei auch den Raum unmittelbar über den Elektroden, besonders in der Nähe der Auflage der Ringe L, mit Sicherheit zu reinigen, können dort Aussparungen <1I vorgesehen werden, die die hierfür erforderliche Luftströmung ermöglichen. Die Form dieser Führungskörper I_ muß jeweils der Betriebsstromstärke, der zu erzielenden Sperrspannung, der Elektrodenform, dem Druck usw. angepaßt werden. Der Zweck der Führungsstücke L ist also einerseits, die Luftströmung so zu gestalten, daß eine möglichst lückenlose Reinigung des Elektrodenzwischenraumes von Lichtbogenresten erfolgt, andererseits aber nach Möglichkeit keine Erniedrigung der Sperrspannung eintritt. Die Teile L müssen also so gebaut sein, daß sie die Sperrspannung nur wenig erniedrigen (zur Erzielung einer hohen Sperrspannung wird meist eine kegelförmige Gestalt günstiger sein als die in Fig. oben dargestellte zylindrische Gestalt). Die Teile L müssen ferner so gebaut sein und aus einem solchen Material bestehen, daß sie nicht verbrennen. Weiterhin muß bei der Formgebung der Teile L darauf geachtet werden, daß die Lichtbogenverluste durch die Teile L nicht zu stark erhöht werden. Um solche verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten anzudeuten, ist der Teil L in Fig. 2 unten mit einem ebenen Ring versehen. Auf diese Weise kann man erreichen, daß durch den Teil L gegebenenfalls die Sperrspannung nicht nur nicht verringert, sondern sogar erhöht wird, weil der Teil I_, der ja, wie oben erwähnt, aus Isolierstoff bestehen kann, die Elektronen daran hindert, zu den Elektrodenteilen K und D zu gelangen, und ferner dazu dienen kann, eine günstige elektrische Feldverteilung hervorzurufen.
  • Fig. 3 stellt wiederum eine Anordnung dar, bei der zwei Gegenkörper F so geformt sind, daß der Lichtbogen zwischen diesen Gegenkörpern, sofern sie ganz oder teilweise aus Metall bestehen; möglichst ungefähr in der Mittelachse der Anordnung stehenbleibt, auch wenn ständig eine Gasströmung durch die ringförmigen Öffnungen der Elektrodenteile H stattfindet. Dieses Verbleiben des Lichtbogens in der Mittelachse erreicht man besonders leicht, wenn der Lichtbogen durch eine schraubenförmige Gasströmung umgeben ist. Die Elektrodenteile H, zwischen denen der Lichtbogen gezündet wird, führen bei dieser Elektrodenform den Lichtbogen nur sehr kurze Zeit, da dieser nach seinem Entstehen rasch auf die Teile F überspringt. Für die Lichtbogenlöschung sind jedoch die Teile H äußerst wichtig, weil durch sie das elektrische Feld an den Lichtbogenfußpunkten nach dem Verlöschen des Lichtbogens sofort herabgesetzt wird. Die Elektrodenteile H können, sofern sie ganz oder teilweise aus Metall bestehen, mit dem zugehörigen Teil F leitend verbunden werden. Sie stellen dann für die Lichtbogenlöschung leitende Schirme dar, die den starken Einfluß der Lichtbogenfußpunkte auf die Rückschlagspannung vermeiden.
  • Aber auch selbst dann, wenn die Elektrodenteile H aus Isolierstoff bestehen, können sie eine günstige elektrische Feldverteilung hervorrufen.
  • An Stelle der Ausführung einer leitenden Verbindung zwischen den Teilen H und F kann auch zwischen diesen Teilen eine bestimmte gleichbleibende oder periodisch veränderliche Spannung angelegt werden, um zusätzliche günstige elektrische Wirkungen zu erzielen.
  • Die Strömungsrichtung in Fig. 3 kann entweder nach den in Fig. i und z eingetragenen Pfeilen gewählt werden, oder sie kann über die Mittelelektroden hinweg, dann durch die Durchströmöffnungen in den Hauben nach der Symmetrieebene der Elektrodenanordnung hin verlaufen. In beiden Fällen wird das durch die Erfindung erreichte Ziel erfüllt, nämlich hohe Gasgeschwindigkeit auf dem Lichtbogenweg, besonders in der Nähe der Lichtbogenfußpunkte, Zerteilung und Ablenkung der Gasströmung nach Durchströmen der Öffnungen in den Hauben, Kurzhalten des Lichtbogens und dadurch Kleinhalten der I.icbtbogenspannung.
  • Es ist nicht notwendig, daß die beiden Elektroden sowie die besonderen Mittel zur Steuerung der Gasströmung an beiden Elektroden gleichartig gestaltet sind. Die Erscheinungen an den Lichtbogenfußpunkten der Anode und Kathode sind voneinander verschieden. Man kann diesen bestehenden Unterschieden durch verschiedene Formgebung der Elektroden und der Hilfsteile Rechnung tragen, so daß bei gegebener Stromrichtung sowohl bezüglich der Sperrspannung wie bezüglich der Lichtbogenverluste ein Optimum erreicht wird.
  • Die Erfindung ist natürlich nicht nur auf die dargestellten und beschriebenen Elektrodenformen beschränkt, sondern kann in jedem Fall zweckmäßige Verwendung finden, wo Lichtbogenlöschungen vorgenommen werden und hohe Sperrspannungen erzielt werden sollen. In jedem Fall ist bei der Lichtbogenlöschung die Erzeugung großer Wärmemengen von Nachteil. Die Erfindung kommt daher ebenso in Frage bei Verwendung von bewegten Elektroden zur einmaligen oder periodischen Lichtbogenlöschung. Sie ist ferner verwendbar im Zusammenhang mit periodischen Änderungen der Gasdrücke, der Strömungsquerschnitte usw., wie sie zur weiteren @'erlaeinerung der Verluste, zur Verhinderung des Abbrandes und zur Gasersparnis denkbar sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Funkenstreckenanordnung für Lichtbogenstromrichter, Schalter od. dgl., bei der der annähernd mittelachsig brennende Lichtbogen durch eine oder mehrere Gasströmungen, die am Lichtbogen entlang strömen und ihn umhüllen, gelöscht wird, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Elektroden oder Elektrodenträgern Hauben aus leitendem oder nichtleitendem Stoff angebracht sind, die mit je einer öffnung versehen sind, durch welche der Lichtbogen und die Gasströmung etwa in der Lichtbogenachsriehtung von einer Seite der Haube zur anderen Seite hindurchtreten und die, gegebenenfalls unter Verwendung zusätzlicher Führungsteile oder Absauge- bzw. Einblasevorrichtungen, mit den den Lichtbogen in der Hauptsache führenden Elektroden so zusammenwirken, daß der konzentrierte Gasstrahl nach Durchlaufen des engsten Abströmquerschnittes bei möglichst rascher Verminderung der Gasgeschwindigkeit zerstört wird und die leitenden Gasteilchen nicht durch den Gasstrahl fortgeschleudert, sondern in die Nähe der Metallteile gedrückt werden und dabei eine gute Reinigung des Rückzündgebietes von Lichtbogenresten erzielt wird.
  2. 2. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem eigentlichen Lichtbogengebiet Siebe und auf den Elektroden oder in dem Gebiet zwischen den Elektrodenhauben Leitstücke so angeordnet sind, daß die Gasströmung gleichmäßig gestaltet und unter Umständen spiralförmig geleitet wird.
  3. 3. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß leitende oder nichtleitende Körper, beispielsweise auf die Elektroden oder Elektrodenhauben aufgesetzte Ringe, im eigentlichen Lichtbogenraum derart vorgesehen sind, daß eine Anhäufung von Lichtbogenresten in diesem Gebiet nicht möglich ist.
  4. 4. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe (L) eine derartige Form, beispielsweise eine Kugel- oder Scheibenform, besitzen, daß sie die Sperrspannung mindestens nicht erniedrigen.
  5. 5. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtbogenumhüllenden, an jeder Elektrode entgegengesetzt gerichteten Gasströmungen in Richtung der Lichtbogenachse und über die Elektrode hinweg nach der Mittelebene hin gerichtet sind.
  6. 6. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden konzentrierten Gasstrahlen nach Durchlaufen der engsten Querschnitte der Elektrodenhauben zerteilt bzw. abgelenkt werden und daß dadurch ihre Geschwindigkeit verringert wird.
  7. 7. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelelektroden einen größeren Durchmesser besitzen als die Gasdurchtrittsöffnungen in den Elektrodenhauben. B. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerteilung bzw. Ablenkung der konzentrierten Gasstrahlen durch Aufprallen auf die entgegengestellten Elektrodenteile, die zum Teil aus Isolierstoff bestehen können, erzielt wird. g. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Hohlelektroden innerhalb der Hohlelektroden mit diesen fest verbundene Hilfskontakte vorgesehen sind, auf welche der Lichtbogen unter dem Einfluß des Druckgasstromes übertritt. io. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die Gas- bzw. Luftströmung den Lichtbogen so umgibt, beispielsweise schraubenförmig, daß der Lichtbogen möglichst gerade in der Achse der Anordnung gehalten wird und seine Fußpunkte auf denjenigen Elektrodenteilen verbleiben, die in der Mittelachse der Gasdurchströmöffnungen vorgesehen sind. i i. Verfahren zur Zündung der Lichtbögen bei Funkenstreckenanordnungen für Lichtbogenstromrichter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Zünd-bzw. Schirmelektroden (J bzw. H) entstehende Lichtbogen zwischen die Hauptelektroden (D bzw. F) bewegt wird. 12. Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Zündlichtbogens durch eine Gasströmung erfolgt. 13. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Absauge- oder Einblasevorrichtungen in dem Gebiet hinter dem engsten Querschnitt der Durchströmöffnungen der Elektroden, in dem eine Gasablösung von der Elektrodenoberfläche zu befürchten ist, die Grenzschicht absaugen oder wegblasen. 14. Funkenstreckenanordnung nach Anspruch i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestalt der Elektroden, der Elektrodenhauben, der Führungskörper, der Absauge- oder Einblasevorrichtungen zur Beeinflussung der Gasströmung an Anode und Kathode entsprechend den an beiden Elektroden bestehenden Verschiedenheiten in Abbrand, Temperatur, Verlusten und Wanderungsgeschwindigkeiten verschieden bemessen ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 554 797; schweizerische Patentschrift Nr. 83 039; französische Patentschrift Nr. 681 256; britische Patentschriften Nr. 278 764, 324 892, 370 385 das Buch von Marx: »Lichtbogen-Stromrichter«, 1g32.
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