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Garn-Gassengmaschine Die Erfindung betrifft eine Garn-Gassengmaschine,
insbesondere einte solche, bei welcher &r Faden vom Eintritt in den Brenner
bis zur Aufwickelspule in einem vom Absaugeluftstrom erfaßten abgeschlossenen: Raum
verläuft.
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Gemäß ,der Erfindung ist. für den Antrieb der Fadenverlegungsvorrichtungen,
z. B. Schlitztrommeln, für den Antrieb der mit den Brennerdeckeln und, den Spulenhaltern
zusammenwirkenden umlaufenden Abstellwelle sowie für den Antrieb des Exhaustors
je ein besonderer Antriebsmotor vorgesehen.
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Die hierdurch gewährte Unabhängigkeit der Antnisbe unter sich läßt
jedes Übertragungsmittel, wie Riemen,, Ketten oder Zahnräder, in Fortfall kommen,
.so daß im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen, eine gedrungenere Bauweisse,
einfache Bedienung,, Betriebssicherheit und Geräuschlosigkeit der Maschine gewährleistet
ist. Auch bringt -die Unabhängigkeit der Antriebe unter sich gewisgse betriebliche
Vorteile, wie dies aus der Beschreibung eines -,I#,.usfüh.rungsbeüspneles der Erfindung
hervorgeht.
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Fig. i.ist eine Seitenansicht,der Gassengmaschine mit der seitlichen
Blechverklendung, Fig. a eine Seitenansicht mit abgenommener Verkleidung und Fig.
3 eine Stirnansicht der Antriebsseite.
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Der von den Vorratsspulen i kommende Faden läuft über die üblichen
Einrichtungen, wie Schlitzreiniger,
Bremseinrichtung 4, Fadenwächter,
Brenneranomdnung 6 und die Schlitztrommel fo, zur Aufwickelspule i i. Der Absaugraum
ist von den Blechen 12, 13, 14 verkleidet. Die Bleche 13 und 14 haben, in der Brennermitte
einen schmalen Schlitz 21, durch den der Faden beim Einrichten ider Maschine durch
Zuklappendes schwenkbaren Brennerdeckels selbsttätig in seine Arbeitslage gebracht
wird. Die Gaszuführung erfolgt über das Verteilungsrohr i9, ;die Absaugung über,das
Rohr 18.
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Die Schlitztrommeln fo sitzen auf den beeiden Wellen 34, die zur Erzielung
eines bestimmten Senggrades unabhängig für jede Maschinenseite mit verschiedener
Drehzahl müssen betrieben werden können. Die !bisher üblichen Stufenscheibentriebe
oder Zahnradstufent.riebesind nur eine .unvollkommene Lösung. Zellwollgarne erfordern
zudem eine weit genauere Anpassung an die zulässige Geschwindigkeit, soll das Garn
nicht zu stark beansprucht werden. Es ist aus. diesem Grunde die stufenlose Regelung
der Geschwindigkeit durch je ein Reibkegelgetriebe (P. K.-Trieb) 39, 4o, 41 vorgesehen"
das ohne jeden Zwischentrieb die Trommelwelle 34 treibt. .Der Antriebsmotor 35 ist
,dabei verschiebbar auf der Motorplatte 36 angeordnet und, kann durch Handrad! -37
mittels Ge-
windespindel 38 verstellt werden;. Der auf der Motorwelle sitzende:
Reibkegel 39 treibt über dem Innenkonus 4o .der Schwinge 41 unmittelbar die Trommelwelle
34. Von dieser Welle aus. erfolgt dann über Zahnritzel und Zwischenwelle 42 der
Antrieb des, auf der Frontseite des. Antriebsgestells angebrachten Tachometers-43,
an. dem die eingestellteDrehzahl abgelesen werden kann. DasTachometer weist außerdem
eine Skala für die zu jeder Drehzahl gehörendeAufwickelgeschwindigkeit auf. Es ist
durch diese Anordnung möglich, jed'e'm Garn den gewünschten Senggrad und,die angepaßte
Aufwic1e1geschwindigkeit unabhängig für jede Seite zu geben oder auch nur auf einer
Seite zu arbeiten. Zur Betätigung der Abstelleinrichtung, die bei Fadenbruch oder
abgelaufener Vorratsspule in Tätigkeit tritt, dienen die Abstell'welle 44 und der
A.bstellfiügel 45. Der Antrieb (der Abstellwellen 44 erfolgt ebenfalls unabhängig
für jede Maschinenseite mit konstanter Geschwindigkeit durch den Getriebemotor 46,
der auf einer Konsole 47 sitzt. Der für die Absangung erforderliche Exhaustor 48
.ist .im Antriebsbeil der Maschine untergebracht und: wird durch Iden Motor 49 angetrieben.
Der Exhaustorflügel sitzt ;direkt auf der Motorwelle, und das Gehäuse ist drehbar
am Flansch 50 angeschraubt. Dadurch ist es möglich, der Ausblasöffnung des
Exhaustors ohne zeitraubende Rückfragen die jeweils notwendige Richtung zu geben.
Ferner ist im Antriebsbeil noch die Gasmisch- und Verteilereinrichtung 51 untergebracht.
Aal jedes Gasgemischzuführungsrohr :ist ein Rohrstutzen angeschlossen, der mit dem
im Antriebsgestell eingebauten Manometer 52 .durch einen Gummischlauch in, Verbindung
steht. Das Absperrhähnchen 64 gestattet es, den Gasgemischdruck sowohl für !beide
Rohrleitungen als auch unabhängig für jede Rohr-Leitung zu prüfen. Die Tachometer
43, die Handrädler 37 und,der Manometer 52, ferner die Schalter 53 bis 56' für .die
Antriebsmotoren.d!er Trommelwellen: 34, der Abstellwellen 44 und .des Exhaustors.
48 sowie .eines außerhalb der Maschine angebrachten Frischluftventülators, ebenfalls
der Hauptschalter 57 Bund ;die beiden Gasabsperrhähne 58 sind sämtlich als E,irvb@auformen
in die Stirnseite des Antriebsgestelles eingebaut. Die Irr und, AußerbetriebIse'tzung
der Maschine kann. daher bequem und vollständig von, einer Stelle aus und in einer
Reihenfolge vor sich gehen, idie für einwandfreies Arbeiten erforderlich ist.
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Die Bedienung erfolgt in der Weise, daß zunächst der Hauptschalter
57 betätigt wird und dann .der Schialter 63 für den Exhaustor 48-und der Schalter
53 für,die Trommelwellen. 34 eingeschaltet werden, wobei, etwa noch in den Trommelaußenseiten
angesammelter Sen@gsbaub vor Arbeitsbeginn. abgesaugt wund. Darauf wird, der Schalter
54 für die Abstellwellen .eingeschaltet, wodurch gleichzeitig sämtliche B.rennerdeckel
aufklappen; und die Spulenhalter .abgehoben werden., so,daß sie zur Aufnahme neuer
Hülsen bereit sind. Es werden dann die Gasabsperrhähne 58 geöffnet und der Schalter
56 für das. Fnischluftgebläse eingeschaltet; der Gasmischhahn 58 wird langsam und
so, weit geöffnet, Ibis auf .dem Manometer 52 der einmal als nichtig festgestellte
und markierte Gasgemischdruck angezeigt wird. Daraufhin werden die Brenner angezündet,
und das Sengen. kann beginnen.
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Bei Arbeitsschluß wird wie folgt verfahren: Man läßt die Vorratsspulen
ablaufen oder reißt die Fädeni ab, so daß die Albstellvorrichtung :in Tätigkeit
tritt und damit die Beennerdeckel aufklappen, wodurch ungleiche Sengstellen vermieden
wenden. Alsdann wenden der Gasm:ischhahn 58 und gleichfalls. die Gasabsperrhähne
geschlossen; daraufhin. wird mit Odem Schalter 56 ,das Frischluftigebläse ausgeschaltet,
und. mit dem Schalter 54 werden die Abstellwellen .stillgesetzt. Beim Auslauf der
durch den Schalter 53 stillzusetzenden Trommehvellen fällt ;der an der Innenseite
der Trommelmäntel außerhalb des vom Faden durchlaufenen Trommelinneren angesetzte
Sengstaubzusammen und, wird durch idie Absaugung entfernt, worauf der Exhaustor
mit dem Schalter 63 stillgesetzt, der Hauptschalter 57 ausgeschaltet und die Brennerdeckel
geschlossen werden.
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Durch; die Antriebsaufteilung in. Eirr#zelantniebe wer-den urbeitstechnische
Vorteile erreicht, idie reit einem zentralen Antrieb nicht erzielt werden können.
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Die Antriebseinrichtungen der Maschine sind nach außen hin vollständig
abgeschlossen. Es ist das AntrieJbgestell 59 mit d cm Hauptgestell 6o oben und zu
beeiden Seiten .durch Blechplatten vollkommen verkleidet (Feg. 3). Beiderseits sind
oben zwei aufklappbare und verriegelbare Teile 61 vorgesehen, .die den Zugang zum
AnirieJbsmotoar 35 und zum Re.ibkegeligetniebe (P. K.-Trieb) ermöglichen. Die Seitenplatten
sind: mit je einer verriegelbaren Tür 62 versehen, die den Zugang zu den übrigen
im
Antrieb untergebrachten Teilen gestattet. Ferner sind die Türen
an der Innenseite zur Aufnahme sämtlichen für die Bedienung und Einstellung der
Maschine erforderlichen Zubehörs eingerichtet.