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Zuführ- oder Vorbank für Ziehbänke Die Erfindung betrifft Ziehbänke
mit Zugschlitten zum Ziehen von Rohren oder Stangen durch einen Ziehring, bei denen
.die Rohre oder Stangen mittels einer Zuführ- oder Vorbank zugeführt werden.
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Erfindungsgemäß enthält die Zuführ- oder Vorbank zwei oder mehr Sätze
von Führungsgliedern, wobei jeder Führungsgliedersatz einen selbsttätigen Zuführmechanismus
auf-,veist, vermittels dessen in den Führungsgliedern gehaltene Stangen oderRohre
erfaßbar und in die Stellung unmittelbar vor die Ziehdüse oder die Ziehdüsen der
Zielbank oder an einen Druckverjüngungsmechanismus heranbringbar sind.
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Die Erfindung bringt den Vorteil, daß die Zuführbank mit Rohren beschickt
werden kann, während sich eine oder mehrere Rohre in Bearbeitung befinden. Zu dem
Zweck sind mindestens zwei Führungsgliedersätze so angeordnet, daß abwechselnd aus
dem einen Satz die Stangen oder RohredenZiehwerkzeugen zuführbar sind, während der
andere Satz neu beschickt werden kann. Dabei weist der erwähnte Zuführmechanismus
jedes Führungsgliedersatzes in Richtung der Ziehachse längs bewegliche Greifvorrichtungen
auf, und es sind Vorrichtungen vorgesehen, vermittels derer der Vorschub der Greifvorrichtungen
erst dann einschaltbar ist, wenn das Führungsglied oder die Führungsglieder sich
in der richtigen Stellung zu den Ziehwerkzeugen der Ziehbank befinden.
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Die Greifvorrichtungen können dabei ein- oder mehrfach vorhanden sein,
je nachdem, ob die Ziehbank für einfaches oder mehrfaches Ziehen eingerichtet
ist.
Üblich ist es, drei Ziehvorgänge gleichzeitig vorzunehmen.
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Bei der Verkörperung der Erfindung ist jede Greifvorrichtung für eine
Hinundherbewegung auf Führungen an der Vorbank eingerichtet. Außerdem sind Hilfsmittel
vorgesehen, um die Greifvorrichtung vorzuschieben oder zurückzuziehen, wenn sie
sich in zwangsläufigem Eingriff mit den Rohren befinden.
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Die Erfindung ermöglicht eine bessere und schnellere Zuführung zu
dem Ziehwerkzeug oder den Ziehwerkzeugen, d. h. zu den Ziehringen oder -düsen. Sie
ist besonders vorteilhaft für Verfahren, bei denen das Verjüngen von Rohren durch
Druckverjüngung erfolgt, d. h. bei der Rohrd@urchmesserverminderungdurch Eindrücken
des Rohrendes in einen Ziehring. Hierbei haben sich bisher häufig Schwierigkeiten
ergeben, wenn die Rohre aus Führungsgliedern bis zu den Greifvorrichtungen zu befördern
waren, durch welche die Rohre zum Verjüngen durch die Düse gedrückt werden. Bei
Verwendung von Klemmrollen für diese Beförderung der Rohre bis zu den Greifvorrichtungen
tritt nämlich bei Anwesenheit von Öl unkontrollierbarer Schlupf auf, sobald irgendein
Widerstand vorhanden ist. Dieser Nachteil wird durch .den verbesserten Zuführungsmechanismus
mit den zugehörigen Greifvorrichtungen beseitigt.
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An der Zuführ- oder Vorbank ist zweckmäßig eine in Richtung der Ziehachse
längs bewegliche und in Arbeitsstellung bringbare Querplatte angeordnet, .auf der
eine oder mehrere Greifvorrichtungen befestigt sind sowie Vorrichtungen zum Schließen
der das Werkstück umfassenden Greifvorrichtungen und zum Vorschieben der Querplatte
mit ,den Greifvorrichtungen in die Arbeitsstellung. Die Greifvorrichtungen werKlen
mittels Druckmitteln, vorzugsweise -durch Druckluft betätigt. Der Greifmechanismus
für eine Dreifachziehbank enthält beispielsweise eine längs bewegliche Querplatte,
welche durch mit ihr fest verbundene Führungsstangen :gleitend auf der Vorbank geführt
ist und auf der die Greifelemente, d. h. Greifbacken, angeordnet .sind.
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Die Vorschubvorrichtung für die Querplatte kann eine deren Vorschub
erst nach erfolgtem Schließen der Greiferbacken freigebende Sperrvorrichtung aufweisen.
Die Greifelemente können aus paarweise angeordneten Ober- .und Unterbacken bestehen
die im allgemeinen auf Hebelarmen angeordnet sind, wobei ein Antrieb für jedes Backenpaar
vorgesehen ist. Sie sind z. B. ,d,rehbar zwischen oberen und -unteren Paaren von
Hebelarmen gelagert. Dabei ist die obere Reihe der Arme mit einer oberen Welle verkeilt
oder verschweißt, während -die Arme der unteren Reihe freidrehbar auf einer unteren
Achse gelagert sind. Welle und Achse befinden sich dabei an der Querplatte.
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In bevorzugter Ausführung sind die Greiferbacken vermittels durch
Federkraft betätigter Mittel in ihre Lösestellung rückführbar. Zu diesem Zweck kann
mit der oberen. Welle noch ein Hebel verkeilt sein, welcher durch eine Spannschraube
mit einer Ausgleich- oder Rückführfeder gekuppelt ist. Diese Rückführfeder ist vorgesehen,
um die Greifersätze zu öffnen, wenn die Druckluft aus den Zylindern herausgelassen
ist. Sie soll auch das Gewicht der oberen Backen und ihres Antriebes aufnehmen.
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Bei einer Mehrzahl von Führungsrohren als Führungsgliedern können
die Klemmbacken jeder Greifvorrichtung auf Hebelarmen befestigt sein, die auf gemeinsamen,
auf der Querplatte angeordneten Wellen bzw. Achsen befestigt oder frei drehbar gelagert
sind'. Die einstellbaren federbetätigten Mittel .sind dabei mit den Wellen verbunden.
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Vorzugsweise weist jeder Greiferantrieb einen Zylinder und einen Kolben
auf, welcher an dem Hebelarm befestigt ist, der die eine Backe trägt, während der
Zylinder durch Verbindungsglieder mit dem Hebelarm gekoppelt ist, der die andere
Backe trägt. Zu jedem Paar Ober- und Unterbacken gehört also ein sie betätigender
Kolben und Zylinder, die mit dem oberen Lund unterenArm verbunden sind. Zu diesem
Zweck istdie obere Backe mit einer runden Brücke versehen, welche in das offene
Ende des Zylinders paßt, mit dem die Brücke an der Backe festgelegt ist, während
der Kolben sich mit der Brücke im Eingriff befindet. An :den unteren Backendrehbar
angelenkte Zugglieder umfassen. mit ihrem hakenförmigen oberen Ende Drehzapfen an
-den Zylindern.
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Wenn in jeden der Spannzylinder Luft eingelassen wird, hebt sich der
Zylinder und hebt,dabei die untere Backe an, während der Kolben abwärts geht und
dabei die obere Backe niederdrückt, bis beide Backen mit Odem Rohr in Berührung
kommen. Die Kolben und Hebelarme bewegen sich übereinstimmend, weil die Hebelarme
mit der oberen Welle durch Verkeilung oder Verschweißung fest verbunden sind. Dagegen
bewegen sich die unteren Backen unabhängig voneinander, weil sie mit den Zylindern
gekuppelt sind, welche voneinander unabhängig sind, da sich jedes Hebelpaar für
jede Unterbacke unabhängig auf der unteren Achse drehen kann. Diese Unabhängigkeit
der Bewegung gibt den erforderlichen Ausgleich, damit jedes Spannbackenpaar sein
Rohr unabhängig von dem Zustand der beiden .anderen Rohre erfassen kann. Dies ist
notwendig, .da die Rohre nur selten gerade und auch nicht immer ,ganz rund sind.
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Das Druckmittel kann,den Zylindern durch Rohr-oder Schlauchleitungen
aus einer Verteilerkammer zugeführt werden, -die man zweckmäßig :unmittelbar aus
der Druckluftzuführung für den Hauptvorschubzylinder speist. Zu -diesem Zweck ist
dessen Kolben hohl und mit einer Verteilerkammer verbunden.
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Um zu verhüten, .daß sich die Querplatte vorzeitig in Bewegung setzt
und die vorher aus dem Magazin in die -Führungsrohre eingeführten und mit ihren
Enden daraus hervorstehenden Rohre vorzeitig vorschiebt, hat .die Einrichtung zweckmäßig
eine aus einem an der Querplatte befestigten Sperrfinger bestehende Sperrvorrichtung,
bei der in den Sperrfinger ein unter Federkraft. stehender Riegel eingreift, der
entgegen dieser Federkraft aus dem
Sperrfinger selbsttätig zurückziehbar
ist, wenn die Greifervorrichtungen das Werkstück völlig umfassen. Es sind zweckmäßig
ein Hauptantrieb für den Vorschub der Querplatte und Antriebe für die Greifervorrichtungen
vorgesehen, welche beide an ein @gemeinsames Druckleitungssystem angeschlossen sind,
wobei der den Sperrfinger festhaltende Riegel in Gestalt eines Kolbens selbsttätig
zurückgezogen wird, wenn der Druck in der Leitung einen vorherbestimmten Mindestwert
erreicht, welcher ausreicht, um die Greiferv orrichtungen zu betätigen. Ein solcher
druckempfindlicher Regler in der Zuleitung zwischen den beiden Antrieben verhindert,
:daß sich der Vorschubkolben unterhalb eines bestimmten Druckes in Bewegung setzt.
Dieser Druck läßt sich einstellen, um den Greifelementen die erfor:derliche Einspannkraft
gegenüber den Rohren zu verleihen.
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Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung,
auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll.
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Fig. i zeigt schematisch., von: der Seite gesehen, eine mit einer
Vielfachziehbank zusammenarbeitende Zuführ- oder Vorbank; die Ziehbank enthält,
was nicht besonders gezeichnet ist, eine Einrichtung zum Verjüngen von Rohren mittels
Druckverjüngung, während die Vorbank den Zuführmechanismus gemäß Erfindung zum Heranbringen
der Rohre oder Stangen an die Ziehwerkzeuge enthält; Fi.g.2 zeigt den Zuführmechanismus
und die Greifereinrichtung in Draufsicht; Fig. 3 stellt den Zuführ- und Greif ermechanismus
nach Fig. 2 in Seitenansicht dar; Fig. q. ist ein senkrechter Teilschnitt nach der
Linie IV-IV in Fig. 6, welcher .in vergrößertem Maßstab die Greifbacken des Zuführmechanismu:s,
die ihn tragende Querplatte und den Druckluftantrieb zeigt; Fsg. 5 ist eine Schnittansicht
nach Linie V-V in Fig. 6 und zeigt im einzelnen .die Einrichtung mit der Rückführfeder
zum Lösen der Greifbacken der Zuführeinrichtung; Fig. 6, 7 und 8 sind, Schnittdarstellungen
nach den Linien VI-VI,VII-VII und VIII-VIII in Fig. 3 ; Fi,g. 9 und io sind Einzelschnittdarstellungen
der Querplattensperrung nach der Linie IX-IX in Fig. 2 und Linie X-X in Fig. 6.
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In Fig. i der Zeichnungen ist D eine Ziehbank. Parallel zu :ihr liegt
ein Magazin M, in dem die Rohre oder Stangen gestapelt sind, bevor sie durch nicht
gezeichnete Klemmrollen od. dgl. in :die Zuführ- oder Vorbank B befördert werden.
Diese schematisch bei B angedeutete Vorbank trägt mehrere Führungsglieder G, die
in zwei Sätzen, bei S1 und S2 angedeutet, angeordnet sind; jeder Satz enthält drei
Führungsglieder, die in der dargestellten beispielsweisen Ausführung aus Rohren
bestehen, in die -die zu bearbeitenden Rohre oder Stangen eingeführt werden können,
während sich .die im anderen Satz liegenden, Rohre oder Stangen in Bearbeitung befinden.
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In der beispielsweisen Konstruktion nach Fig. i werden .die Rohre
aus :dem Magazin Min Richtung des Pfeiles x in den oberen Satz S1 von Führungsgliedern
G eingeschoben.
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Die beiden Führungsgliedersätze S1 und S2 sind so angeordnet, daß
sie: durch revolverartiges Drehen oder Pendeln abwechselnd koaxial zu der Ziehbank
D gebracht werden können, wo dann die zuvor eingebrachten Rohre oder Stangen in
Richtung des Pfeiles y bis an die Eintrittsseite der Düsen vorgeschoben werden.
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F1 und F2 sind :die Zuführmechanismen der Führungsglieder S1 und S2.
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Diese Zuführmechanismen F1, F2 sind ganz in die Vorbank eingebaut,
und da sie an der Revolver-oder Pendelbewegung der beiden Führungsgliedersätze teilnehmen,
so sind, sie völlig unabhängig und können selbstzentrierend gemacht werden. Die
Rohre oder Stangen gehen auch beim Einführen aus dem Magazin in die leeren Führungsglieder
durch die Zuführmechanismen hindurch und bleiben dort in einer Lage, in der sie
durch die Greifer gepackt und, in Richtung .des Pfeiles y an die Düse herangeführt
werden, um :dort entweder verjüngt oder gezogen zu werden.
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Aus den Fig. 2, 3 und 7 geht hervor, daß in der beispielsweise dargestellten
Vorbank jeder Führungsgliedersatz drei Führungsrohre enthält, und zwar zwei äußere
(i) und ein mittleres (2). Da es auf einer Dreifachziehbank meistens zweckmäßig
ist, eine große, zwei mittlere oder. drei kleine Röhren gleichzeitig bearbeiten
zu können, so ist das mittlere Führungsrohr 2, :daß .das :große Einzelrohr aufzunehmen
hat, im Durchmesser .größer gehalten, wie Fig. 2 zeigt.
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Die Führungsrohre i werden in seitlichem Böcken 3A geführt, von denen
nur das vordere Paar (Fi:g. 8) dargestellt ist. Sie sind an die :senkrechten Flansche
eines waagerecht liegenden I-Trägers angeschraubt, der durch einen Quersteg 3B mit
senkrechten Verlängerungen für .diesen Zweck erweitert ist. Mit dem vorderen Ende
des Trägers q. und dem mittleren Führungsrohr 2 ist ein Quersteg 3 (Fig. 2) fest
verbunden, der eine zentrale Öffnung 3' aufweist, um -das in das Führungsrohr 2
einzuführende Rohr hindurchgehen zu lassen. Der Steg 3 trägt auch das Gehäuse 5
für die Sperrung (vgl. Fig. 9 und io).
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Vor dem Steg 3 befindet sich eine quer stehende Stützplatte, d. h.
eine Querplatte 6 für die Zuführmechanismen F1, F2. Diese Querplatte ist mit den
äußeren Führungsrohren i starr verbunden und parallel zu: der Achse der Führungsglieder
-längs beweglich angeordnet. Die äußeren Rohre erfüllen somit den doppelten Zweck,
einmal den Ziehdorn zu stützen und gleichzeitig als Führung für den Zuführmechanismus
zu dienen, indem sie gleitend in den Böcken 3A abgestützt sind. Von diesen Böcken
finden sich auf jeder Seite zwei in einem solchen Abstand, daß in der vordersten
Stellung des Zuführmechanismus das hintere Ende der Führungsrohre noch innerhalb
der hinteren Führungsböcke liegt. Die Querplatte 6 wird durch einen Kolben betätigt,
dessen Zylinder 7 in Böcken 8 und 9, die rittlings auf ,dem mittleren Rohr 2 sitzen,
gehalten
wird. Der Kolben ist durch eine Stange io mit Hilfe zweier
Muttern i i (Fig. 2 und 4) mit der Querplatte verbunden.
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Die Greifer bestehen aus oberen und unteren Backen 2o, :2i (Fig. 4),
die ,gelenkig zwischen je einem oberen und .unteren Paar Hebelarme 16, i6' und 15,
15' angeordnet sind. Die oberen Hebelarme 16, z6' sind mit einer oberen Welle 14
verkeilt oder verschweißt, während die unteren Hebelarme 15,15' frei drehbar auf
einer unteren Achse 13 gelagert sind.
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Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die obere Welle 14 in Böcken 17 gelagert,
die an der Querplatte 6 angeschraubt sind. Zwischen diesen Lagerböcken 17 befinden
sich Stützböcke 12 mit offenen Führungsschlitzen 12', in denen die Welle 14 ruht.
Für die untere Achse 13 ist eine ähnliche Fixierung vorgesehen.
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Mit der Welle 14 verkeilt ist noch ein Hebel 22 (Fig. 5) mit einem
Gabelende 23, an dem mittels ,des Bolzens 24 das eine Ende einer mittels Schraube
einstellbaren Zugstange 25 angelenkt ist. Wie Fig. 5 erkennen läßt, ist,in die Querplatte
6 eine Buchse 27 mit Bund eingeschraubt, durch die die Zugstange 25 frei hindurchgeht;
auf dem hinteren Ende der Buchse befindet sich ein Teller 28 mit Zenti-ieransatz
für die Rückführfeder 29. In dem anderen Ende der Feder sitzt ein ebensolcher Teller
30. Mutter und Gegenmutter 31 dienen dazu, den Zug (Pfeilrichtung z) der Stange
25 zu regulieren. Die obere Welle 14 strebt also nach einer Drehung im Gegensinn
.des Uhrzeigers und damit nach einer Bewegung der Greifer in ihre offene oder Leerstellung.
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Zur Betätigung der Greifer dient, wie aus Fig. 2 und 6 erkennbar ist,
für jedes Backenpaar ein Druckluftmech.anismus, bestehend .aus Zylinder 35 und Kolben
37. Der Zylinder 35 sitzt normalerweise auf einer Brücke 36 auf, die mit jedem oberen
Hebelpaar 16,16' fest, z. B. durch Schweißurig, verbunden ist. Im Zylinder 35 spielt
ein Kolben 37, der auf .der Brücke 36 durch die Schraube 38 befestigt ist. Das Druckmittel,
z. B. :die Druckluft, wind dem oberen Ende -des Zylinders 35 durch eine Rohr- oder
Schlauchleitung zugeführt, .die bei 39 durch strichpunktierte Linien angedeutet
ist; sie führt zu einer Verteilerkammer 40, wie weiter unten erläutert wird. In
Fig. 4 ist der Kolben 37 abgesetzt, damit die Ringfläche 41 den Hub des Kolbens
im Zylinder begrenzen kann.
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Zu beiden Seiten des Zylinders 35 befinden sich Drehzapfen 42, in
die die hakenförmigen Enden 43 ,der Zugglieder 44 eingreifen; diese sind an ihrem
anderen Ende durch die vorstehenden Enden der Zapfen 45 an .das untere Hebelpaar
15, 15' angelenkt. Die Hebel 15, 15' sind miteinander durch eine Brücke 46 zu übereinstimmender
Bewegung gekuppelt. An dem Bolzen 45 ist auch die untere Greifbacke 21 drehbar gelagert,
während die obere Backe 2o in ähnlicher Weise an einem Bolzen 47 ,der Hebelarme
16, 1(5' hängt.
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Wenn nun Druckluft in die Zylinder 35 eingelassen wind, so verursacht
sie eine Relativbewegung der Kolben 37; und da diese auf der Brücke 36 festsitzen,
so hebt sich jeder der Zylinder 35 und übt mittels der doppelt vorhandenen Zugglieder44
einen Aufwärtszug auf die unteren Greifbacken 21 aus; diese bewegen sich gegen die
oberen Backen 2o und fassen das nicht gezeichnete Rohr oder d ie Stange zwischen
sich. Die Backen 2o, 2i sind mit gebogenen oder V-förmigen Spannflächen ausgestattet,
um die in )dem Führungsglied der Vorbank liegende Stange oder Rohr zu fassen, und
zu zentrieren. Die Zugglieder 44 des mittleren Paares sind zweckmäßig gekrümmt,
um zu dem Führungsrohr 2 zu passen.
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Da,die oberen Hebelpaare mit der oberen Welle 14 undrehbar verbunden
sind, so. bewegen sie sich mit den auf ihnen sitzenden Kolben ganz übereinstimmend;
die unteren Hebel dagegen, die mit den voneinander unabhängigen Zylindern gekoppelt
und auf der unteren Achse frei drehbar gelagert sind, bewegen sich unabhängig voneinander.
Diese unabhängige Beweglichkeit ermöglicht den erforderlichen Ausgleich, .damit
jede Backe ihr Rohr ohne Rücksicht auf den Zustand der anderen beiden Rohre erfassen
kann. Dies ist notwendig, weil die Rohre nur selten gerade und auch nicht immer
rund sind.
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Die Rückführfeder 29 .ist vorgesehen, um die drei Greiferpaare zu
öffnen, wenn ,die Druckluft aus den Zylindern,abgelassen wird, und sie nimmt das
Gewicht der oberen Greifer und -ihres Antriebs auf.
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'Die Druckluft kommt zu den Zylindern 35 durch Rohr- oder Schlauchleitungen
39, die direkt oder indirekt über ein Verbindungsstück zu der Verteilerkammer 40
führen. Diese ist nach Fig. 4 an das Ende eines Rohres 49 angeschlossen, das teleskopartig,
wie bei 5o allgemein angedeutet, in einem äußeren Rohr verschieblich, geführt ist.
Das Rohr 5o wird in Böcken 51 gehalten, die oben auf :dem Hauptvorscchubzylinder
7 befestigt sind.
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Auf der Querplatte 6 befinden sich (vgl, Fig. 2 und 3) Stehbolzen
52', die an ihrem vorderen Ende eine Querstütze für darauf befestigte trichterförmige
Führungsstücke 53 tragen; falls also eine Stange oder ein Rohr im Magazin ein wenig
aus .der Richtung gekommen ist, so wird es beim Eintritt @in,die Teile 53 -zentriert,
so -daß es in die Führungsrohre i und 2 ohne Schwierigkeit eintreten kann.
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Um zu verhindern, @daß der Vorschub der Querplatte 6, aus der die
Enden der zuvor aus dem Magazin in die Führungsrohre eingeführten Röhren herausragen,
seinen Anfang nimmt, bevor die Greifer in Aktion getreten sind, ist mit der Querplatte
eine Sperrung verbunden, -wie die Fig. 9 und io zeigen. Diese Sperrung verhindert
die Vorwärtsbewegung der Querplatte 6 gegen die Ziehringe so lange, bis -die Greifzylinder
35 die Backen 2o, 21 um die Stangen oder Rohre fest geschlossen haben. Diese Sperrung
besteht z. B. aus einem in einer Bohrung der Querplatte 6 sitzenden und,durch eine
Mutter 61 gehaltenen Sperrfinger 6o mit einem verkleinerten Enddurchmesser; er wird
normalerweise in einer Bohrung 63 des Blocks 5 ;gehalten (vgl. Fig. io).
Wie
aus Fig. io ersichtlich, trägt der Finger 6o eine Kerbe 62, in die das abgeschrägte
Ende 64 eines bei 5' im Gehäuse 5 geradegeführten zylindrischen Riegels 65 eingreift.
Der Druck, den der Riegel 65 ausübt, hängt von einer Feder 66 ab, deren Spannung
mittels der Mutter 67 einer Spannschraube 68 geregelt werden kann.
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Die Freigabe des Sperrfingers 6o erfolgt, wenn der von der Querplatte
6 infolge der Vorschubkraft aus dem Hauptantrieb io ausgeübte Zug ausreicht, um
die durch den Riegel 65 übertragene Federkraft zu überwinden.
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Der Hauptantrieb 7 und d ie Greiferantriebe sind in einer gemeinsamen
Druckleitung zusammengeschlossen. :,Tur wenn der Druck in den Greifern einen bestimmten
Wert erreicht, der zum Schließen der Backen an dem Werkstück ausreicht, wird der
Druck genügend stark werden, um den. Riegel 65 mit seinem abgeschrägtenEnde64 zurückzuschieben
und damit den Sperrfinger 6o freizugeben, so daß sich nun die Querplatte 6 unter
der Wirkung der Hauptstange io vorwärts bewegen kann. Die Flächen der Kerbe 62,
in die das Riegelende 64 eingreift, sind leicht abgeschrägt. Wenn also eine genügend
große Triebkraft mach vorn wirkt, wird der Federriegel 65 entgegen seiner Feder
66 zurückgedruckt werden.
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Die Druckluft wird in das dem Greifermechanismus entgegengesetzte
Ende des Hauptvorschubzylinders eingelassen und dringt gleichzeitig in das Teleskoprohr
5o ein, wo sie zu der Verteilerkammer 40 gelangt, die .am anderen Ende der Teleskopleitung
sitzt und diese mit der Querplatte 6 verbindet. Die biegsamen Leitungen 39 bringen
die Luft aus der Verteilerkammer zum oberen Ende jedes Greifzylinders, die einzeln
wirken und ,durch die Rückführfeder 29 über den Hebel 22 und die obere Welle 1q.
in ihre Ruhestellung zurückgeführt werden.
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Infolge der Sperrung 64 bis 6o wird der gesamte Greifmechanismus festgehalten,
bis der Luftdruck bis auf etwa q. kg/cm2 im Hauptzylinder 7 angewachsen ist. Infolgedessen
stellt sich in den Greifzylindern 35 derselbe Druck ein, bis die Sperrung überwunden
wird und der ganze Mechanismus geschlossen seinen Weg vorwärts beginnt. Sobald einmal
der Luftdruck die Sperrung überwunden hat, bewegt sich,die Querplatte 6 mit den
Greifern vorwärts und schiebt so das vordere Ende der Rohre durch .die Druckverjüngungsklauen
hindurch vorwärts, bis sie mit den Ziehdüsen der Ziehbank in Kontakt kommen. Dann
schließen sich die Druckverjüngungsbacken über den Rohren, die Zufüh; rungsklauen
öffnen sich, und der Zuführungsmechanismus wird zurückgezogen, damit er für den
nächsten Wechsel, nachdem der erste Satz von drei Rohren fertig gezogen ist, bereit
steht. Während dieses Ziehens bringt der Bedienungsmann die nächsten drei Rohre
in die drei Führungsrohre der Zuführbank, die sich in der gehobenen Stellung befinden,
und diese Rohre setzen sich durch den oberen Einführmechanismus in. Bewegung. Länge
und Lage des Mechanismus ist so bemessen, daß die Trichter 53 in der Nähe der Magazinklemmrollen
liegen. und die oberen Führungsdorne in dieser Stellung stützen, so .daß die Rohre
über die Dorne und durch die Trichter in die Vorbank ohne nennenswerte Handarbeit
eingebracht wenden können.
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Selbstverständlich kann der Zuführungsmechanismus, nach der vorliegenden
Erfindung auch an Ziehbänken verwendet werden, .die am Magazin einen Einsch.iebemechani.smus
an Stelle von Klemmrollenzuführung haben.
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In einer abweichenden Ausführung des Zuführungsmechanismus kann man
.auch drei selbständige Vorschubzylinder vorsehen. Es kann dann jedes Rohr unabhängig
vorwärts bewegt wenden, um mit Sicherheit jedes Rohrende richtig an die Düse heranbringen
zu können.
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Bei einem Mechanismus mit nur einem Vorschubzylinder, wie er vorher
beschrieben wurde, ist es möglich, daß ein Rohr bereits an seine Ziehdüse gelangt
ist, während die anderen Rohre ihre Düse noch nicht erreicht haben, da die Klemmrollen
oder Einschiebklauen am Magazin ,nicht immer alle Röhre in genau gleicher Länge
einführen. Um das auszugleichen, kann man die Spannkraft der Greifer so einstellen,
daß sie zwar die Rohre mitnehmen, d. h. zuführen, aber auf vorstehenden Rohren so
weit gleiten, bis alle Rohrenden ihre Ziehdüsen erreicht haben. Es handelt sich
dabei im Gegensatz zu einem unbestimmten Schlupf, wie er bei Klemmrollen auftritt,
um ein vorherbestimmbares einstellbares Gleitvermögender Greiferbacken.