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Übergangsschutz für Schienenfahrzeuge, insbesondere Triebwagen Der
Übergangsschutz an der Verbindungsstelle zweier Eisenbahuwagen,b:eispielsweiseD-Zugwagen,
wird in den meistenFällen durch zwei Balgenhälften bewilrkt, die an den Wagenenden
befestigt sind und im ausgezogenen Zustand miteinander verbunden werden. Die Verbindung
der beiden Balgenhälften ist jedoch verhältnismäßig schwierig, da diiesie an mehreren
Stellen erfolgen muß.
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Es wurde -deshalb vorgeschlagen, die zusammenstoßenden Enden zweier
Wagen mit je einer Hälfte eineszwe@iteilligeuhüllenförm igenÜbergangsschutzes zu
versehen, die bei gekuppelten Wagen mittels eines Reißverschlusses verbunden werden
und so einen von Staub, Regen, Zug u. dgl. geschützten: Übergang für Fahrgäste und
Zugpersonal von Wagen zu Wagen ermöglichen sollen. Diesen -bekanntgewordenen. Anordnungen
haftet der große Nachteil an, daß die Hüllenhälften des. Übergangsschutzes nicht
in sich geschlossen um die Wagenenden herumgeführt sind und die Abdilchtung nur
nach drei Seihen: erfolgt.
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Eine Abdichtung des Übergangsschutzes, nach unten erfolgte bisher
überhaupt nicht, oder sie war nur sehr unvollkommen, obwohl gerade von unten Zugluft-
und Staubentwicklung sehr groß sind. Die bekannten Anordnungen sind daher als in
höchstem Maße unvollkommen anzusehen. Die zu vorliegender erfindungsgemäßen Anordnung
führenden Entwicklungsarbeiten hatten die Aufgabe, hierin Abhilfe zu schaffen. und
gleichzeitig eine unbedihgt windschlüpfige Form des. aus, mehreren Wagen zusammenges,etztenZuges
zu gewährleisten. Weiterhin
wurde die Forderung erhoben., denübergangsschuttz
bei solchen Wagen anwenden zu können, die einen großen Drehgesbellabstand haben.
Solche Wagen haben den Vorteil großer Länge und damiilt großen Fassungsvermögens.
Diie Drehgestelle solcher langen Wagen sind von den Wagenstirnseiten her eiin beträchtliches
Stück eingerückt, so, daßsich die beim Fahren auf gerader Strecke zueinander parallelen
Wagenstirniflächen beim Durchfahren eher Kurve beträchtlich zueinander neigen. Hierdurch
wird der Übergangsschute zwischen zwei Wagenenden erheblich beansprucht, abgesehen
davon, d'aß die geschilderten Verhältnitsse eitnen relativ großen Abstand der gekoppelten
Wagen voneinander erforderlich machen, was der Schaffung. eines: befriedigenden
Übergangsschutizes weiterhin ,erschwerend en.tgegenstteht. Weiter wurde die Forderung
erhoben, die einzelnenWagenschnell und sicher miteinander kuppeln und entkuppeln
zu können, um die zur Zusammenstellung eines Zuges benötigte Zeih soweit wie möglich
her2bdriicken zu können. Eiarie diesen Anforderungen Jn. hohem Maße gerecht werdende
Anordnung ist erfindungsgemäß darin zu sehen, daß an den zusammenstoßenden Enden
zweier Wagen am ganzem, Umfang Hüllenhälften des, Übergangsschutzes befestigt sind,
die an den freien Enden mit den Gliederketten zweier geteilter Reißverschlüsse versehen
und unten durch Steckverschlüsse miteinander kuppelbar sind.
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An den freien Enden der Hüllenhälften des Übergangsschutzes werden
zweckmäßig elasibischei D'i'chtungsleisben vorgesehen, die die Gliederketten des
geschlossenen Reiißverschlusses überdecken, damit Staub und Regen von diesen abgehalten
werden.
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In der Zeichnung eist ein Ausführungsbeilspiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt
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Fng. z eine Seitenansicht der Enden zweiter Wagen eines, Triebwagenzuges.,
die durch den Übergangsschutz verbunden Bind,
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Fig. 2 einen Schnitt nach der LiniteII-II in: Felg: z, Fig. 3 eine,
Draufsicht auf die Steckverschlüsse zum Kuppeln der beiden Hüllenhälften; mit dem
Schlotß des Reinßverschlus-ses und
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Fig. 4. eine Draufsicht auf die unteren Stoßstellen der beiden Hüllenhäliben.
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Nach Fig. z, 2 und 4 isit an den Stirnseiten zweier Wagen r, 2 eines
Trileb@wagenzuges, ja enhe Hüllenhälfte 3, 4 des Übergangsschutzes mittels Winkel
5 und Schrauben 6 befestigt. Diese aus Gummibuch bestehenden Hüllenhälften sind
unten in Wagenmitte bei 7 gestoßen und nach der Erfindung durch zwei, geitaiiIte
Reißverschlüsse 8 miteinander verbunden. Bevor jedoch diese geischlossen werden
können., müssen die beiden Hüllenhälften an ihren unteren Stoßstellen durch zwei
besondere Steckverschlüsse 9 miteinander gekuppelt werden.
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In Fig. 3 und 4 sind diese Steckverschlüsse dargestellt: Sie sind
an siech bekannt und daher nicht Gegenstand der Erfindung. Beim Zusammensetzen.
von; Zelten mit geteilten Reißverschlüssen werden sie ebenfalls verwendet. Jeder
Steckverschluß 9 besteht aus einem Teil zo mit einer Öffnung ir und einem Teil r2
mit einem Steckbolzen 13. Der Steckbolzen 13 paßt indie Öffnung II hinein. Beide
Teile sind mit einem bügelartigen Handgriff 14 versehen und am Rand der unteren
Stoßstelle jeder Hüllenhälfte 3, 4 durch Niete befestigt. Von den unten: im Wagenmiltte
befindlichen; Stoßstellen7 der Hüllenhälften 3, 4 ab sind diese am Außenrand mit
den Gliederketten 15 des. Reißverschlusses. versehen, auf dehnen bis oben in, Wagenmitte
je ein Schloß 16 an einem Ring 17 verschoben werden kann.
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Die Verbindung und dass Lösen der Hüllenhälften des Übergangsschutzes
geht ih folgender Weise vor sich: Bei der Verbindung werden, nachdem die beiden
Wagen z, 2 zusammengeschoben und miteinander verbunden, sind, zunächst die Hüllenhälften
3, 4 an, ihren: Stoßstellen unten ih Wagenmitte mifttels; deir Steckverschlüsse
9 miteinander gekuppelt. Zu diesem Zweck werden die Teile zo, 12 eines Steckverschlusses
9 an ihren Handgriffen; 14 erfaßt, nachdem vorher das betreffende Schloß 16, das
sich auf der Gliederkette 15 der Hüllenhälfte 3 befindet, bis an den Teil
zo herangeschoben worden ist, und der Teifl 12 durch Zurückziehen hinter diäs Schloß
gebracht. Dann. wird er unter diesem vorgeschoben und hierbei die Gliederkette der
Hüllenhälfte 4 ih das Schloß eingefädelt, was durch die an sich bekannte, besondere
Ausbildung desselben möglich ist. Zuletzt wird der Steckbolzen 13 in dile Öffnung
z z des Teilest ro eingeschoben und in dieser festgezogen. Die Kupplung miittiels
des zweiten Steckverschlusses geht in derselben: Weiise vor seich.
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Nach Herstellung der beiden Steckverschlüsse werden die Schlösser
16 auf den Gliiederketten bis oben in Wagenmitte und diese fest miteinander verbunden.
Die aneinander anlitegend'en Schlösser werden zweckmäßig selbsttätig gesichert.
Beim Lösen der beidem Hüllenhälften wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen.
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Um die Gliederketten des geschlossenen Reißverschlusis.es vor Staub,
und Regen zu schütizen, sitn.d nach Fig. 4 an den freien Enden der Hüllenhälften
3, 4 des Übergangsschutzes elastische Dichtungsleisten 17 vorgesehmen, die
sie überdecken. Die aus Gummi, bestehendem. Hüllenhälften können in derselben Weise
such den veränderten. Längenverhältnissen bei Kurvenfahrt anpassen wie die bekannten
Balgen.. Der Übergangsschutz nach der Erfindung ist daher auch für D-Zugwagen geeilgnet,
obwohl er für die Wagen eines Triebwagenzuges, die unter Umständen enger aneinanderstehen,
ih erster Linie in Frage kommt.