DE89932C - - Google Patents

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DE89932C
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    • B42D15/02Postcards; Greeting, menu, business or like cards; Letter cards or letter-sheets
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
As ;
Briefbogen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Januar l8g6 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Briefbogen B, welcher mit einem seitlichen Lappen A im Zusammenhang steht, wobei an der einen Seite h η des Lappens über den Briefrand ein gummirter Streifen übersteht. Dieser vorspringende Streifen, der nach der verlängerten Randlinie des Briefbogens perforirt sein kann, legt sich beim Zusammenfalten über einander und bildet zusammen mit dem dreieckähnlichen Lappen A den Verschlufs des Briefes. Beim Oeffhen wird der vorspringende Streifen des Lappens nach der Randlinie des Briefes abgetrennt, wodurch der Verschlufs entfernt wird und der Briefbogen aus einander gefaltet werden kann.
Fig. ι stellt einen solchen Briefbogen B sammt Lappen A in der Vorderansicht und Fig. 2 in der Rückansicht dar.
Fig. 3 giebt die Ansicht des Briefes, nachdem man den Briefbogen B zuerst nach der Linie a-b, dann nach o-p bezw· c-d und dann nach l-m ein jedes Mal : nach rückwärts zusammengefaltet hat.
Fig. 4 zeigt den Brief, nachdem man den Lappen A nach der Linie l-h bezw. der Verbindungslinie zwischen Lappen und Briefbogen ebenfalls nach rückwärts hinuntergeschlagen hat, während in Fig. 5 der Brief durch Heraufschlagen des Lappens A nach der Vorderseite und Zusammenkleben des gummirten Streifens vollkommen geschlossen erscheint.
Die Seite nil des Lappens A hat einen S-förmigen Schnitt, wodurch im Verein mit der gekennzeichneten Art der Faltung bewirkt wird, dafs die im Briefe als Anrede geschriebene Adresse auf dem geschlossenen Briefe in der richtigen Lage und Form wieder zum Vorschein kommt, so dafs ein zweimaliges Schreiben der Adresse vermieden wird, und dafs aufserdem auch das Postwerthzeichen mit dem Poststempel, welche sonst auf der Adrefsseite des Briefcouverts angebracht werden, auf dem eigentlichen Briefbogen selbst oberhalb der Anrede angebracht werden können.
Nach der. Faltung ist der Brief auf allen vier Seiten geschlossen, so dafs der ganze Briefbogen auf der Vorder- und Rückseite mit Ausnahme eines entsprechenden Streifens auf der Vorderseite, welcher für die Adresse reservirt ist und dessen Gröfse von der Faltung abhängt, als Schreibraum benutzt werden kann, was in Fig. 1 und 2 durch die schraffirten Flächen ersichtlich gemacht ist. Der Lappen A kann auch eine andere zweckdienliche Form erhalten, wodurch das Wesen der Erfindung keine Aenderung erfährt.
Der Briefbogen trägt bei g und ρ zwei kleine Lappen, welche, wie aus Fig. 3, 4 und 5 ersichtlich ist, nach der Faltung zwischen dem vorstehenden Streifen des Lappens A zu liegen kommen und beim Oeffhen ebenfalls abgetrennt werden. Diese Lappen sind angebracht, um den Verschlufs sicherer zu machen.
Die Faltung der Breite und Länge nach kann einmal und mehrmals geschehen; die Höhe und Breite des Lappens A bezw. dessen besondere Form richtet sich nach der Faltung.
Es wurde schon erwähnt, dafs durch das Oeffhen der vorspringende Streifen des Lappens A, sowie auch die kleinen Lappen bei g und ρ entfernt werden; man .kann den Lappen A aber auch längs der Verbindungslinie l-h mit
dem Briefbogen perforiren, so dafs man nach der Oeffhung des Briefes auch den noch anhaftenden Lappen A leicht abtrennen kann und der Briefbogen eine vollkommen unverletzte Form bekommt.
Fig. 6 bis io zeigt eine Ausführungsform der im Vorstehenden gekennzeichneten Einrichtung, welche im wesentlichen dem ersten Briefverschlufs gleichkommt, sich aber dadurch unterscheidet, dafs der obere Theil des dreieckähnlichen Lappens A parallel der Verbindungslinie des Lappens mit dem Briefbogen abgenommen ist, während der gegen den Briefrand vorstehende Streifen des Lappens A je nach der Art der Faltung bis zu einer· gewissen Stelle des Briefbogenrandes herab verlängert ist. Die Faltung und der Verschlufs geschieht wie bei Fig. ι bis 5 und ist in Fig. 8 bis 10 dargestellt. Der gegen den Briefrand vorstehende Streifen des Lappens A ist gummirt; behufs sicheren Verschlusses kann auch der obere Rand des Lappens A gummirt sein, was in Fig. 7 durch den schraffirten Theil des Lappens A kenntlich gemacht ist. Die Höhe und Breite des Lappens A bezw. dessen Form richtet sich hier gleichfalls nach der Faltung.
Der Lappen A wird gewöhnlich so hoch gelassen, dafs er beim Umschlagen mit einem in Fig. 9 ersichtlichen schraffirten Theil kirn über den verschlossenen Brief hervorsteht, der nach aufwärts gebogen und zugeklebt werden kann. Das Oeffnen geschieht durch Abtrennung des vorstehenden Streifens von Lappen und Briefbogen, welcher Streifen sich beim Falten über einander gelegt hat, und durch Ablösen des event, angeklebten oberen Theiles r nik des Lappens A.
Wie bei Fig. 1 bis 5 kann auch der Lappen A in Fig. 6 bis 10 nach der Verbindungslinie l-h mit dem Briefbogen perforirt sein; zweck mäfsigerweise versieht man auch diesen Lappen nach der Linie des Buges i-k mit einer Perforation, um den Lappen A nach der Oeffnung vom Briefe abtrennen zu können, so dafs nur der obere Theil r nik des Lappens A nach der Öffnung am Briefbogen auf der Vorderseite unterhalb der Adresse haften bleibt.
Auch in Fig. 1 bis 5 kann behufs Sicherung des Verschlusses der Lappen A längs der Hypothenuse gummirt und eine Perforation längs der Linie i-k angebracht sein, und geschieht dann die Oeffnung auf gleiche Weise, wie oben gesagt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Briefbogen, gekennzeichnet durch einen Lappen (A) am Bogen (B), welcher bei der Faltung des letzteren, und zwar nach den Linien (l-m, c-d, a-b, o-p, l-h) als Verschlufsklappe dient, so dafs beide Seiten des Briefr bogens für den Inhalt vollständig ausgenutzt werden können und die auf dem Felde (I hp) angebrachte Anrede des Briefes gleichzeitig die Adresse desselben bildet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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