DE897443C - Distanzschutzeinrichtung fuer Netze mit mehreren parallelen Leitungen - Google Patents

Distanzschutzeinrichtung fuer Netze mit mehreren parallelen Leitungen

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DE897443C
DE897443C DEA7968D DEA0007968D DE897443C DE 897443 C DE897443 C DE 897443C DE A7968 D DEA7968 D DE A7968D DE A0007968 D DEA0007968 D DE A0007968D DE 897443 C DE897443 C DE 897443C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/26Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
    • H02H7/267Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured for parallel lines and wires

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Distanzschutzeinrichtung für Netze mit mehreren parallelen Leitungen Die Erfindung betrifft eine Dnstanzschutzeinrichtung für Netze, welche aus mehreren parallelen Leitungen bestehen. Es ist üblich, bei diesen Netzen jede Leitung für sich am Anfang und am Ende mit Distanzschutzrelais und den dazugehörigen Leistungsschaltern zur Unterbrechung der Überströme, insbesondere von Kurzschlußströmien, auszurüsten. Das ergibt jedoch einmal eine verhältnismäßig große Anzahl von Relais und damit einen großen Kostenaufwand, andererseits bedingt die große Anzahl von Relais selbst wieder eine mögliche Störungsquelle für das zuverlässige Arbeiten der Distanzschutzeinrichtung.
  • Durch die Erfindung sollten diese Nachteile vermieden werden. Zu diesem Zweck wird die Anordnung so getroffen, daß bet parallelen Leitungen jeweils am Anfang und am Ende der Leitungen nur eine für alle parallelen Einzelleitungen gemeinsame Schutzeinrichtung vorgesehen ist, die vorzugsweise vom Summenstrom erregt wird. Diesle Relaiseinrichtungen steuern die für jeden der parallellen Leitungen getrennt vorgesehenen Leistungsschalter. Insbesondere hat die Erfindung für Bahnnetze Bedeutung.
  • Nachsstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung in einigen Ausführungsbedspielen noch näher erläutert.
  • In Fig. 1 ist zunächst die bekannte Netzschutzanaordnung dargestellt. Es handelt such dabei um eine Doppelleitung zwischen den Leitungsknotenpunkten A und B. Jede Leitung besitzt den Widers,tandswert U und ist für sich an dien beiden Enden mit Leistungsschaltern 1 bis 4 und Distanzschutzeinrichtungen 5 bis 8 ausgerüstet. Die Distanzschutzeinrichtungen schützen richtungsempfindlich mit ihrer ersten Stufe den Impedanzwert Z und mit ihrer zweiten Stufe den Impedanzwert 2 .Z.
  • Eine wesentliche Vereinfachung wird nun gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß, wie Fig.2 zeigt, das aus den beiden parallelen Leitern bestehende Netz nur durch zwei Distanzschutzeinrichtunigen 9 und 1 o geschützt wird, die vorzugsweise vom Summenstrom, der in den Leitern fließt, erregt werden. Damit ergibt sich der Schutzbereich zwischen den beiden Knotenpunkten A und B nach Fng. 2 für die Distanzrelais in der ersten Stufe zu Z und in der zweiten Stufe zu Z. Die Distanz-2 schutzeinrichtung 9 steuert hierbei gleichzeitig die beiden Schaltier 1 und 2 und die Schutzeinrichtung 1o die Schalter 3 und 4 der parallelen Leitungen. Entsteht auf einer Leitung ein Kurzschluß, dann werden sämtliche Leitungen zwischen A und B abgeschaltet.
  • In der Regel wird aber dieser Zustand nur vorübergehend sein; denn isst z. B. die Leitung mit den Schalbern 2 und 4 von einem Kurzschluß betroffen, so besteht kein Hindernis, die andere Leitung mit den Schalbern 1 und 3 so gleich wieder in Betrieb zu nehmen. Zu diesem Zweck werden nach der weiteren Erfindung die Schalter 1 bis 4 mit Abfallverzögerungsrelais versehen, die beim Wiedereinschalten von Hand oder selbsttätig durch die Bewegung des Schalters gesteuert werden und die Distanzrelais mit ihrer zweiten Stufte erregten. Infolgedessen wird beim Wiedereinschalten der bei-'den, parallelen Leitungen durch den angeschalteten Distanzschutz nur noch die kranke Leitung sofort wieder ausgeschaltet. Die Wiedereinschaltung der Einzelleitungen erfolgt dabei selbsttätig und zeitlich nacheinander. Häufig werden die parallelen Leistungen zwischen den Knotenptnkten A und B (Fig.2) durch Kupplungsschalter verbunden. Um nun einerseits die Distanzschutzmessung sowie die Bestimmung der kranken Leitung zu ermöglichen, isst es erforderlich, die Kupplungsschalter zeitlich mach der ersten Stufe bespielsweise auf Überstrom auszuschalen. Der Kupplungsschalter wird erst nach Inbetriebnahme des gesamten Leitungsnetzes wieder eingelegt.
  • Fig.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für das Abfallverzögerungsrelais i i, das über einen Vorwiderstand 12 und einen Schließkontakt 13 an die Gleichspiainnu ingsquelle 14 isst. Ein Kondensator 1 5 ist zur Erreichung der Abfallverzögerungszeit dem Relais 1 1 parallel geschaltet. Hierbei wird der Schleißkontakt 13 von der Schalterbewegung in der Art gesteuert, daß der Kontakt in der »Aus«- und »Ein«-Stellung des Leistungsschalters geöffnet, während der Schalterbewegung jedoch geschlossen ist. Die Abfallverzögerungszeit ist so bemessen, daß das Distanzrelais 16 ungehindert seine Schutzwirkung ausüben kann. Das. Verzögerungsrelais schaltet mittels des Umschaltkontaktes 17 während des Ansprechens die zweite Stufe für das Distanzrelais beispielsweise dadurch ein, daß der Leitungsstrom zur Speisung des Distanzrelais durch den Übersetzumgswlandler 18 erhöht wird. Hierbei wird der Leitungsstrom übler den Stromwandler 1 9 Lund den dazu parallel geschalteten Shunt 2o der betreffenden gemeinsamen Zuführungsleitung 21 des Leitungsnetzes entnommen.
  • Fig. 4. zeigt die beiden Schaltermagnete 22 und 23 des Lemtungsnetzes, Fig.2 beispielsweise der Schalter 1 und 2, die vorzugsweise als Haltemagnete ausgebildet sind. Beide Magnete werden von den Kontakten 24 und 25 der Distanzeinrichtung 9 dadurch gesteuert, daß der leine Kontakt dem Richtungsglied und der andere dem Impedanzglied zugeordnet isst.
  • Fig.5 stellt die Schaltung zur selbsttätigen Bestimmung der vom Kurzschiuß betroffenen Leitung durch Wiedereinschalten der Leistungsschalter dar. Hiernach besitzt das Zeitrelais 26 die Kontakte 27, 28, 29 und 30 und ist über die Kontakte 31, 32 und 33 an das Gleichspannungsnetz 14 angeschlossen. 33 ist ein Handschalter, während die Korntakte 31 und 32 entweder vom Distanzrelais oder von den beeiden Leistungsschaltern, beispielsweise 1 und 2 (Fig. 2), gesteuert werden. 34 und 35 bedeuten die Einschaltmagnete der Schalter. Nach erfolgtem Kurzschluß wird daher das Zeitrelais beispielsweise durch die Schalterkontakte 3 1 (bzw.32) in Betrieb genommen, während das Re-1ails nacheinander die Einschaltmagnete 3 4 und 3 5 mittels der Kontakte 29 und 30 betätigt. Der Kontakt 27 (bzw. 28) hat nun die Aufgable, das Zeitrelais sofort außer Betrieb zu setzen, wenn beispielsweise die gesunde Leitung zuerst wieder eingeschultet wurde. zDer Kontakt unterbricht also kurzzeitig den Stromkrens des Zeitrelais vor den Einschalten der zweiten kranken Leitung. Erfolgt die Einschaltung in umgekehrtem Senne, dann ist der geöffnete Kontakt 31 (bzw. 32) wiederum geschlossen und das Relais übernimmt auch die zweite Wiedereinschaltung für die zweite Leitung, während der Kontakt 28 (bzw. 27) dann das außer Betrieb setzt. Die Zeitrelais im Knotenpunkt A und B laufen hierbei gleichzeitig und in gleicher Leistungsfolge ab.
  • Eine weitere Vervollkommnung dieser Schaltordnung wird durch die Anwendung der an sich bekannten mechanischen oder elektrischen Kurzschlußfortschalteinrichtungen erreicht. Die Wirkungsweise muß jedoch insbesondere in der Art erfolgen, daß auch hier erfindungsgemäß die Wiedereinschaltung der Einzelleitugen nacheinander vorgenommen wird. Daher erhält das Zeitrelais 26 mach Fig. 6 die Kontakte 29, 30, 36 und 37. zDer Kontakt 36 ist den beiden Einschaltkontakten des Zeitrelais 31 und 32 parallel gesdhaltet und gewährleistet einen vollkommenlen Ablauf (Vornahme zweier Wiedereinscha:ltungen nach Fig.2). Am Ende des Ablaufs schalstet sich das Relais ;durch -den Kontakt 36 selbsttätig ab. Zu ;diesem Zweck hqgt parallel zur Wicklung ein Verzögerungskondensiator 38. Dieir Kontakt 37 hat die Aufgabe, den Haltemagnet 22 während -der Einschakung der zweiiteig Kurzschlußfortschaltung in seiner eventuellen »Ein«-Stellung zu halten, indem er beispielsweise die Kontakte 24 und 25 kurzschließt. Um dies zu ermöglichen, sind die Konitakte 24 und 25 nach Fig. 4 in je zwei (24 und 24', 25 und 25') aufgeteilt, wobei ein jedes Paar den Haltemagnet eines Schalters betätigt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Distanzschutzeinrichtung für Netze mit mehreren parallelen Leitungen, insbesondere Bahnanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß am Anfang und am Ende der parallelen Einzelleitungen je nur eine gemeinsame Distanzschutzeinrichtung (9 bzw. 1o) vorgesehen isst, durch welche die in jeder Einzelleitung angeordneten Leistungsschalter (1, 3 bzw. 2, 4) gesteuert werden.
  2. 2. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für alle Einzelleitungen gemcinsamen Distanzschutzeinrichtungen (9 bzw. 1o) von dem Summenstrom der parallelen Leiter erregt werden.
  3. 3. Distanzschutzeinrichtun g nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeschalteten Einzelleitungen sofort wieder eingeschaltet werden, wobei die gemeinsamen Distanzschutzeinrichtungen auf die einzelnen Leitungen nacheinander zur Einwirkung gebracht werden.
  4. 4. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Wiedereinschalten der Leitung en die Distanzschutzeinrichtung mit der zweiten Stufe eingeschaltet werden.
  5. 5. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Distanzschutzeinrichtungen lauf die zweite Stufe bei der Wiedereinschaltung der parallellen Leitungen von einem Zeitrelais, insbesondere einem Abfallverzögerungsrelais, vorgenommen wird.
  6. 6. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungsschalter (1 bis 4) mit einer Kurzschlußfortschalteinrichtung ausgerüstet sind.
  7. 7. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wiedereinschalten von zwei Zeitrelais aus erfolgt, die in gleicher Leitungsfolge ablaufen und insbesondere von den Leistungsschaltern bzw. von den Schutzeinrichtungen in Betrieb genommen werden. B.
  8. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter mit mechanischenoder elektrischen Kurzschlußfortschalteinrichtungen versehen sind und insbesondere die Wiedereinschaltungen der Einzelleittungen nacheinander erfolgen.
  9. 9. Distanzschutzeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß beim Wiedereinschalten bei der Kurzschlußfortschaltung die Haltemagnetisierung der bereits betätigten Haltemagnete beim weiteren Ablauf der Kurzschlußfortschalteinrichtung erhalten bleibt, insbesondere dadurch, daß die Steuerkontakte des Haltemagnets vom Zeitrelais kurzgeschlossen werden. io. Distanzsichutzeinrichtungnach Anspruch i, dadurch igekennzeichnet, daß die Kupplungsschalter im Kurzschlußfall zeitlich verzögert nach der Bersten Stufe des Distanzrelais auslösen.
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