DE897243C - Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat

Info

Publication number
DE897243C
DE897243C DEM3085D DEM0003085D DE897243C DE 897243 C DE897243 C DE 897243C DE M3085 D DEM3085 D DE M3085D DE M0003085 D DEM0003085 D DE M0003085D DE 897243 C DE897243 C DE 897243C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium
sodium carbonate
stage
decomposition
takes place
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM3085D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Behrens
Karl Ebner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imtech Deutschland GmbH and Co KG
Original Assignee
Rud Otto Meyer GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rud Otto Meyer GmbH and Co KG filed Critical Rud Otto Meyer GmbH and Co KG
Priority to DEM3085D priority Critical patent/DE897243C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE897243C publication Critical patent/DE897243C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat Nach dem Verfahren des Patentes 74q.817 wird geschmolzenes Glaubersalz bei Temperaturen über zooo° in ein reduzierendes Kohlendioxyd und gegebenenfalls noch Wasserdampf enthaltendes Gasgemisch eingestäubt und dadurch aus Natriumsulfat letzten Endes Natriumcarbonat gewonnen. Bei diesem Verfahren hat es sich als zweckmäßig erwiesen, nunmehr die Durchführung in zwei Phasen vorzunehmen.
  • Es ist zwar schon bekannt, sulfatische Verbindungen zweistufig aufzuspalten, indem in einer Stufe die thermische Zersetzung erfolgt und in der zweiten Stufe die Entwässerung bzw. die Überführung der behandelten Sulfate in ein wasserfreies, leicht voluminöses Pulver stattfindet. Hierbei findet aber in dem zweiten Raum nur die Zersetzung statt.
  • Demgegenüber wird erfindungsgemäß in dem zweiten Raum durch Einblasen von hocherhitztem Wasserdampf eine weitere thermische Umsetzung des Zersetzungsproduktes zu einer neuen chemischen Verbindung vorgenommen, insbesondere derart, daß hocherhitzter Wasserdampf nicht am oberen Ende des Zersetzungsraumes, wo die höchsten Temperaturen herrschen, eingeblasen wird, sondern erst dort, wo die Zersetzung der zweiten Stufe bereits vollendet ist.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung besteht demnach in einer weiteren Ausbildung des Verfahrens des Patentes 744 817 dadurch, daß das Verfahren des Hauptpatentes in zwei Stufen durchgeführt wird, wobei in der ersten Stufe unter Zuhilfenahme der Abwärme die Glaubersalzschmelze in ein leicht voluminöses Pulver, enthaltend Natriumsulfat und Natriumsulfid, übergeführt wird, während dann in der zweiten Stufe im Gleichstrom derart verblasen wird, daß im oberen Teil die restliche Umsetzung zu Nag S stattfindet und dann anschließend auf das umgewandelte Nag S hocherhitzter Wasserdampf zur Umformung in Natronlauge bzw. Natriumcarbonat zur Einwirkung gebracht wird.
  • Im einzelnen wird das Verfahren wie folgt ausgeübt: Nach dem Patent 744 817 wird die Aufarbeitung von Natriumsulfat in Natriumcarbonat bewirkt, wobei geschmolzenes Glaubersalz in ein reduzierendes, kohlensaure- und wasserstoffhaltiges Gas eingestäubt wird, so daß bei Temperaturen von 150o bis iooo° die Umsetzung erfolgt. Aus dieser Glaubersalzschmelze entwickelt sich hierbei Wasserdampf, der erwünscht ist, da für die Umwandlung des zuerst entstehenden Natriumsulfides in Natriumhydroxyd und Schwefelwasserstoff Wasserdampf notwendig ist. Im weiteren Verlauf des Prozesses soll gemäß dem Patent 744 817 dann das Natriumhydroxyd mit dem Kohlendioxyd der Verbrennungsgase zu Natriumcarbonat reagieren. Da der Prozeß der Natriumsulfidbildung höhere Temperaturen erfordert als die Umwandlung des Natriumsulfides in Natriumcarbonat, ist es vorteilhaft, den Prozeß in zwei Phasen durchzuführen, und zwar gemäß der vorliegenden Erfindung derart, daß in einem Raum aus der Natriumsulfatschmelze bei niedrigen Temperaturen, gegebenenfalls unter Verwendung der Abwärme, durch Zerstäubung dieser Schmelze das Kristallwasser verdampft wird, wobei gegebenenfalls eine Natriumsulfidbildung eintreten kann. Man erhält dadurch ein leicht voluminöses Pulver, das anschließend in einem zweiten Raum im Gleichstrom mit Gasen zwischen 1500 und iooo° derart in Berührung gebracht wird (das Pulver wird eingestäubt), daß der vollkommene Aufschluß in Natriumsulfid eintritt und anschließend die Umsetzung zu Natriumhydroxyd und Natriumcarbonat. In dem zweiten Raum soll nun hocherhitzter Wasserdampf eingeblasen werden, soweit er erforderlich ist für die Umwandlung von NazS in 2 NaOH. Es ist zweckmäßig, diesen Wasserdampf erst dann einzublasen, wenn die Umsetzung zu Nag S vollendet ist. Dadurch erreicht man einmal, daß die Verdampfungswärme des Wassers nicht durch die hohen Gastemperaturen gedeckt werdennnuß, außerdem braucht der Wasserdampf nicht bis auf 150o° erhitzt zu werden. Da die Abgase aus dem zweiten Zersetzungsraum iooo° besitzen, kann deren Wärme nutzbringend wieder verwertet werden für das Austreiben des Wasserdampfes aus der Natriumsulfatschmelze. Gleichzeitig kann die Gasmenge für den zweiten Zersetzungsraum reduziert werden, wodurch eine höhere Konzentration dieser Gase entsteht, so daß sich daraus leichter der Schwefelwasserstoff, oder, besser gesagt, der Schwefelinhalt wieder verwerten läßt. Auch wird dadurch die Apparatur für die höchsten Temperaturen wesentlich kleiner, da die Gasmengen bedeutend geringer werden.
  • Der Vorteil des Verfahrens der Erfindung besteht darin, daß man in sehr zweckmäßiger Weise die Abwärme ausnutzen kann und andererseits nur für einen Teil des Verfahrens mit den betriebstechnisch schwierigeren hohen Temperaturen bis zu i5oo° zu arbeiten hat, indem in der ersten Stufe weit niedrigere Temperaturen, die sich technisch leichter beherrschen lassen, zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat aus Glaubersalz durch Einwirkung von Kohlensäure in Gegenwart von Wasserdampf und Reduktionsmitteln nach Patent 744 817, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren in zwei Stufen durchgeführt wird, indem in der ersten Stufe mit Hilfe von Abwärme die Glaubersalzschmelze in ein pulveriges Gemisch von Natriumsulfat und Natriumsulfidübergeführt wirdund danninder zweiten Stufe im Gleichstrom derart verblasen wird, daß im oberen Teil des Reaktionsraumes die restliche Umsetzung zu Nag S stattfindet und an einer tiefer gelegenen Stelle des Zersetzungsraumes, da, wo die Zersetzung zu Na, S vollendet ist, hocherhitzter Wasserdampf eingeblasen wird und die Umwandlung zu Natronlauge bzw. Natriumcarbonat stattfindet.
DEM3085D 1943-07-25 1943-07-25 Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat Expired DE897243C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM3085D DE897243C (de) 1943-07-25 1943-07-25 Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM3085D DE897243C (de) 1943-07-25 1943-07-25 Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE897243C true DE897243C (de) 1953-11-19

Family

ID=7292028

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM3085D Expired DE897243C (de) 1943-07-25 1943-07-25 Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE897243C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014086B (de) * 1956-04-23 1957-08-22 Karlsruhe Augsburg Iweka Verfahren zur Gewinnung wasserfreien, pulverfoermigen Natriumcarbonats aus geschmolzenem Natriumnitrat unter gleichzeitiger Gewinnung nitroser Gase als Nebenprodukt

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014086B (de) * 1956-04-23 1957-08-22 Karlsruhe Augsburg Iweka Verfahren zur Gewinnung wasserfreien, pulverfoermigen Natriumcarbonats aus geschmolzenem Natriumnitrat unter gleichzeitiger Gewinnung nitroser Gase als Nebenprodukt

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2208102C3 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefeldioxid aus einem schwefeldioxidhaltigen Gas
DE68904521T2 (de) Verfahren zur entsorgung eines natriumsulfat enthaltenden rueckstands.
DE2440544C2 (de)
DE897243C (de) Verfahren zur Gewinnung von Natriumcarbonat
DE2613101A1 (de) Verfahren zur gewinnung von reiner natronlauge und reinem natriumchlorid
DE897647C (de) Verfahren zur Rueckgewinnung der Chemikalien aus Zellstoffablaugen
DE1112053B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Alkaliphosphaten
DE900088C (de) Verfahren zur Umwandlung waessriger Natriumsulfidloesungen in Natriumsalze der Kohlensaeure
DE2721878A1 (de) Verfahren zur rauchgasentschwefelung
DE1492916C3 (de) Verfahren für das Ausscheiden von Kalium aus industriellen Nebenprodukten
DE2741613C2 (de)
DE322601C (de) Verfahren zur Herstellung von kohlensaurem Natrium und Ammoniumsulfat
DE1767896A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Metallchloridsalzen
DE458998C (de) Verfahren zur Gewinnung von Chlor und Alkalisulfat aus Alkalichlorid, Schwefeltrioxyd und Luft
DE730464C (de) Verfahren zur Herstellung von chlorhaltigen aliphatischen Sulfonsaeuren
DE405311C (de) Gewinnung von Alkalisulfiden
DE708059C (de) Verfahren zur Reinigung und Aufsaettigung des Elektrolyten bei der Chloralkalielektrolyse
DE2231755C2 (de) Verfahren zum Abscheiden von konzentriertem Schwefelwasserstoff aus sulfidhaltigen Lösungen
DE492884C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalicarbonaten aus Alkalisulfaten im Schmelzfluss
DE945622C (de) Verfahren zur Gewinnung von reiner Kalimagnesia aus Na Cl-Kalimagnesia-Gemischen
DE352714C (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalihydroxyden aus Alkalisulfaten
DE925466C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus Kaliumchlorid und Calciumsulfat
DE906219C (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerde aus basischem Aluminiumsulfit
DE723496C (de) Herstellung von Alkalialuminat aus Tonerdesulfat und Alkalichlorid
DE702115C (de)