DE896743C - Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schuetzenden Bewehrung versehener Gummischlauch - Google Patents
Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schuetzenden Bewehrung versehener GummischlauchInfo
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Description
- Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schützenden Bewehrung versehener Gummischlauch In der Industrie, in Bergwerken, beim Straßenbau usw. werden druckfeste Schläuche zur Leitung von Luft, Sauerstoff, Acetylen, Wasser und anderen Stoffen verwendet, die durch Schleifen auf Böden, Gestein, Straßenpflaster usw. und durch Einwirkung von Witterungseinflüssen besonders starken mechanischen und chemischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. -Diese Schläuche bestehen in der Regel aus einer Schlauchseele aus Gummi oder elastischen Kunststoffen, die zwecks Aufnahme der auftretenden Drücke mit Textilgeweben od. dgl. konfektioniert werden. Da diese Textilhüllen nicht befähigt sind, den Beanspruchungen durch Scheuerung, Regen, Sonnenbestrahlung usw. standzuhalten, hat man die Schläuche mit zusätzlichen Bewehrungen zu versehen. Hierbei handelt es sich im wesentlichen um folgende Schutzarten: a) äußerer Gummi mantel, b) Drahtgeflecht, c) Metallschlauch, d) Scheuerschutzwendel.
- Die Bewehrung durch einen Außenschlauch nach a) bietet zwar erhöhten Scheuerschutz, ist aber mit erheblichen Nachteilen verbunden. Das Gewicht des Schlauches wird durch die zumeist dicke Gummischicht erheblich erhöht; der Schlauch läßt sich infolge der Neigung des Gummis zum Radieren schwer nachziehen. Infolge der durch atmosphärische Einflüsse begünstigten Alterungserscheinungen werden die Schläuche vorzeitig rissig und brüchig. Noch weniger geeignet sind die unter b) und c) erwähnten Drahtgeflechte und Metallschläuche, die einerseits das Gewicht des Schlauches stark erhöhen, während andererseits die in Frage kommenden Metalle der Zerstörung durch Korrosion unterliegen. Bei Verwendung von Drahtgeflechten besteht die Gefahr, daß einzelne Drähte des Geflechtes brechen und die abstehenden Drahtenden störend wirken und zu empfindlichen Handverletzungen Veranlassung geben können.
- Metallschläuche haben noch den Nachteil, daß die Rippen des Schlauches das Nachschleifen erschweren, der Biegungsradius begrenzt und die Knickgefahr verhältnismäßig groß ist.
- Es ist auch bekannt, Schläuche mit einer Wendef aus Kunststoff zu umgeben. Hierbei handelte es sich um fest verlegte Leitungen, die gegen Scheuern infolge Vibration geschützt werden sollen. Für bewegliche Schläuche, wie sie vielerorts benötigt werden, ist die bekannte Schutzwendel nicht geeignet. Zwischen den Gängen setzen sich Fremdkörper fest, die bei beweglichen Schläuchen den angestrebten Schutz verhindern.
- Darüber hinaus entstehen zwischen den Gängen der Wendel bei Biegungen des Schlauches Zwischenräume, mit der Folge, daß der mit einer Wendel versehene Schlauch sich in die Zwischenräume klemmt, die Wendel noch weiter anseinanderdrückt und unmittelbar auf den rauhen Unterlagen reibt.
- Die Wendel kann sich auch leicht von ihrer Befestigungsstelle lösen. Schließlich wirkt die lose Wendel Widerstand bietend wie eine Schaufel oder ein Widerhaken.
- Es ist bekannt, Schläuche mit einer Innen- und Außenpanzerung aus Drahtgeweben oder -geflechten zu versehen, wobei vorgesehen ist, für die Gewebe oder Geflechte an Stelle von Metall einen steifen Kunststoff zu verwenden. Bei diesen bekannten Schläuchen dient die Außenbewehrung dazu, die rnnenbewehrung gegen Strecken in Längsrichtung zu sichern und damit ihre Quersteifigkeit zu gewährleisten. Die Außenbewehrung braucht also nicht so beschaffen zu sein, daß sie einen Schutz für die unter ihr befindlichen Schlauchteile bildet.
- Es ist auch bekannt, ein Gewebe oder Geflecht aus Kunststoff und durch Verkleben als dichtes Rohr herzustellen. 'Einem solchen Gebilde mangelt es aber an Biegsamkeit und Druckfestigkeit.
- Diesen bekannten Schläuchen gegenüber wird mit der Erfindung ein druckfester, mit einer gegen Scheuerung schützenden Bewehrung versehener Schlauch gemäß der Erfindung dadurch geschaffen, daß der mit keiner sonstigen Bewehrung versehene Schlauch von einem Geflecht aus bandförmigem Kunststoff, wie Superpolyamid, Polyurethan od. dgl., unmittelbar umgeben ist.
- Hierdurch wird bei etwa gleicher Druckfestigkeit mit den bekannten Schläuchen eine beträchtliche Material- und Gewichtsersparnis erzielt, da die Schläuche kleinere Außendurchmesser aufweisen können. Sie sind auch auf rauher Unterlage leicht beweglich. Sie weisen eine hohe Reißfestigkeit, geringe Dehnung, hohe Abriebfestigkeit auf, sie sind leicht zu handhaben und besitzen auch bei -hohen Beanspruchungen große Widerstandsfähigkeit, die mit ihrer Unempfindlichkeit gegen atmosphärische und chemische Einflüsse eine lange Gebrauchsdauer gewährleisten.
- Es hat sich gezeigt, daß Schläuche, die erfindungsgemäß mit Geflechten aus Superpolyamidbändern oder Polyurethanbändern bewehrt sind, einerseits befähigt sind, die praktisch auftretenden Drücke aufzunehmen, so daß sich die sonst übliche Konfektionierung mit Textilien erübrigt, und außerdem noch erhebliche Vorteile im Vergleich zu den bisher gebräuchlichen Schlauchbewehrungen bieten. Das Hantieren mit derartigen Schlauchleitungen ist durch die Gewichtsverminderung erleichtert. Infolge der sehr glatten Oberfläche des aus Kunststoffbändern bestehenden Geflechtes ist der Widerstand beim Ziehen der Schläuche über Fußböden, Gestein usw. auf ein Mindestmaß herabgesetzt.
- Die zur Herstellung des Bewehrungsgeflechtes dienenden Kunststoffe bzw. Kunststoffbänder werden vorteilhaft mit kennzeichnenden Farben durchgefärbt. Es ist bekanntlich in der Technik oft notwendig, Druckleitungen für Gase, wie Acetylen, Sauerstoff, Wasserstoff usw., äußerlich durch Anfärben zu kennzeichnen, um Verwechslungen und dadurch bedingte Störungen oder gar Unglücksfälle zu vermeiden. So bietet z. B. die Einführung von acetylen in einen vorher mit Sauerstoff beschickten Schlauch (oder umgekehrt) Explosionsgefahr. Um derartige Verwechslungen zu verhindern, hat man bisher die Schläuche äußerlich durch Lackanstriche gefärbt oder den Außengummi eines aus mehreren Schichten bestehenden Schlauches eingefärbt. Erfahrungsgemäß sind aber bereits nach verhältnismäßig kurzer Gebrauchsdauer derartige Anstriche abgescheuert und die Schläuche infolgedessen ihres kennzeichnenden Merkmals beraubt. Auch dieser Nachteil wird mit der Erfindung behoben. Es ist ohne weiteres möglich, die Kunststoffe so mit kennzeichnenden Farben durchzufärben, daß die Farbwirkung auch nach Dauergebrauch intensiv (leuchtend) in Erscheinung tritt, und zwar auch dann, wenn die Geflechte einen gewissen Oberflächenabrieb erlitten haben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schützenden Bewehrung versehener Gummischlauch, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit keiner sonstigen Bewehrung versehene Schlauch von einem Geflecht aus bandförmigem Kunststoff, wie Superpolyamid, Polyurethan od. dgl., unmittelbar umgeben ist.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 6ei 440, 672 398, 719264, 636 I97; französische Patentschrift Nr. 897 837; L u e g e r, Lexikon der gesamten Technik, In04, S.248 und 705; »Kunststoffe«, Bd. 37, 1947, 5. I99 und 204.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1948P0023114 DE896743C (de) | 1948-11-30 | 1948-11-30 | Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schuetzenden Bewehrung versehener Gummischlauch |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1948P0023114 DE896743C (de) | 1948-11-30 | 1948-11-30 | Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schuetzenden Bewehrung versehener Gummischlauch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE896743C true DE896743C (de) | 1953-11-15 |
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ID=581195
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| DE1948P0023114 Expired DE896743C (de) | 1948-11-30 | 1948-11-30 | Druckfester, mit einer gegen Scheuerung schuetzenden Bewehrung versehener Gummischlauch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE896743C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921240C (de) * | 1952-11-05 | 1955-01-17 | Int Galalith Ges Ag | Formkoerper in Form von Roehren, Schlaeuchen u. dgl. |
| DE1007125B (de) * | 1953-08-04 | 1957-04-25 | Mannesmann Kokerei Ag | Kunststoff-Mehrfachrohr |
Citations (5)
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|---|---|---|---|---|
| DE601440C (de) * | 1934-08-20 | Carl Otto Raspe & Co | Schmiegsame Betriebsstoffleitung aus nichtmetallischem Werkstoff mit innerer Versteifung und mit oder ohne aeusserer Bewehrung | |
| DE636197C (de) * | 1932-10-22 | 1936-10-05 | Vorwerk & Sohn | Verfahren zur Herstellung einer farbigen fortlaufenden Musterung ueber die ganze Laenge von Gummibahnen |
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-
1948
- 1948-11-30 DE DE1948P0023114 patent/DE896743C/de not_active Expired
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