DE89608C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE89608C DE89608C DENDAT89608D DE89608DA DE89608C DE 89608 C DE89608 C DE 89608C DE NDAT89608 D DENDAT89608 D DE NDAT89608D DE 89608D A DE89608D A DE 89608DA DE 89608 C DE89608 C DE 89608C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- yarn
- brush
- machine
- brushes
- bristles
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000009499 grossing Methods 0.000 claims 1
- 238000004513 sizing Methods 0.000 claims 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 230000008602 contraction Effects 0.000 description 1
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 description 1
- 235000020777 polyunsaturated fatty acids Nutrition 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02J—FINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
- D02J3/00—Modifying the surface
- D02J3/04—Modifying the surface by brushing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
im
KAISERLICHES
PATE N TAMT.'>
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. August 1895 ab.
Das aus der sogen. Schlichte gekommene Strähngarn wird bisher meistens so behandelt,
dafs es, gespannt über Walzen gehend, gelockert und gerade, gezogen wird, während
• dabei durch eingreifende Bürsten die Unebenheiten, wie Härchen, Knötchen und dergl.,
entfernt und so das Garn schön gereinigt und geglättet werden soll. In dieser Hinsicht sind
aber alle bisherigen für diesen Zweck ersonnenen Vorrichtungen unvollkommen, denn entweder
lassen sie eine Bürste fortwährend im Garn arbeiten, was zu Verschlingungen, Zerrungen
und Garnbrüchen führt, oder sie arbeiten mit nur zeitweilig eingreifenden Bürsten,
ohne indessen dabei Vorsorge zu treffen, dafs das Garn dabei nicht zurückweichen oder sich
so verdrehen kann, dafs die Knötchen nicht von den Borsten gefafst werden.
Letzteren Uebelständen wird gerade . durch
die Vorliegende Maschine Rechnung getragen und so ein möglichst reinliches, glattes Garn
erzielt.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Maschine, und zwar stellt Fig. 1 eine Seitenansicht
derselben mit theilweisem Schnitt, Fig. 2 dagegen eine Oberansicht dar.
Die letztere ist hier als Doppelmaschine gebaut, d. h. es sind an einem Gestell zwei
unabhängig von einander arbeitende Maschinen angebracht, so dafs der Arbeiter im Stande
ist, zwecks neuer Auflegung von Material abwechselnd die eine Maschine zum. Stillstand
zu bringen, die andere aber weiter arbeiten zu lassen.
Die Einrichtung der Maschine ist folgende:
Auf dem Maschinenrahmen α liegen vier Wellen b, welche die zum Schlagen bezw.
Schütteln des Garnes dienenden Walzen c von kreuzförmigem Querschnitt tragen.
Die beiden äufseren Paare dieser Walzen sind zwecks leichten Auflegens der. Garnsträhne,
sowie zum Anspannen derselben verschiebbar gelagert. ■.'.-.
Zwischen jedem Paar zugehöriger Walzen, sind nun zwei Bürsten g gh so angeordnet,
dafs zwischen ihnen die unterhalb der Walzen liegende Garnsträhnhälfte hindurchpassiren mufs,
und zwar für gewöhnlich . ohne eine der Bürsten zu streifen, während dann von Zeit
zu Zeit (etwa 200 Mal in der Minute) die eine Bürste in das Garn eingreift1 und dieses
auch in die andere Bürste hineindrückt. Letztere ist die obere Bürste g, welche fest am
Maschinenrahmen mit den Borsten nach abwärts gelagert ist, während die untere Bürste gv
mit den Borsten nach oben gerichtet, derart beweglich geführt ist, dafs sie sich in gleichmäfsigen
Zwischenräumen abwechselnd der oberen Bürste bis- zum Eingriff nähert und
dann sich wieder davon-entfernt.
Diese Bewegung kann, wie gezeichnet, von
der Scheibe i ^aus durch Rotation oder Excenterbewegung
auf die bei h drehbar befestigte und durch Stange k am Maschinenbock geführte
Bürste-g1 übertragen, oder durch andere Hülfsmittel
erreicht werden, doch bildet die Vorrichtiirrg
zur Bewegung der< Bürste g einen,
Theil der Erfindung. "'tvh
Das Garn wird bei dem zeitweiligen Eingreifen der Bürsten von oben und von unten
gleichzeitig bearbeitet, wobei ein Zurückweichen des Garnsträhnes, wie es sonst bei blofsem
Eingreifen der beweglichen Unterbürste ohne Anwesenheit der oberen Garnbürste eintreten
würde, unmöglich ist.
Aber auch hierbei ist immer noch ein Verdrehen der Fäden möglich, so dafs. ihre
Unebenheiten und Knoten glatt zwischen den Borsten herstreichen und nicht von diesen gefafst
werden, somit also eine ganz vollständige Reinigung noch nicht gesichert ist.
Zur Behebung dieses Uebelstandes dienen die Walzen c mit ihrem kreuz- oder sternförmigen
Querschnitt.
Da nämlich bei beiden Walzen infolge der Umdrehung das Kreuz im Querschnitt abwechselnd
in stehender und in liegender Form von dem Garnsträhn umgeben wird, so erfährt
letzterer abwechselnd eine Drehung und eine Zusammenziehung, und zwar sowohl in der
Längsrichtung, wie, wenn auch nur ganz gering, in der Breitenrichtung des Strähnes.
Hierbei machen also die einzelnen Fäden, aufser der durch das Drehen der Walzen an
sich erzeugten fortlaufenden Bewegung zwischen den Bürsten hindurch, noch fortwährend kurze,
ruckweise Längs- und Querbewegungen. Aufserdem aber wird durch das abwechselnde Dehnen
und Zusammenziehen des Strähnes jeder einzelne Faden abwechselnd straff gezogen und
wieder nachgelassen, wobei derselbe eine hin- und hergehende Verdrehung um seine Achse
ausführt. Dies zusammen wirkt dahin, dafs sich die einzelnen Fäden längs der einzelnen
Borsten der Bürsten verschieben und verdrehen, also den Borsten allmälig ihren ganzen
Umfang darbieten, so dafs alle Knötchen und sonstigen Unebenheiten mit Sicherheit von den
Borsten erfafst und entfernt werden.
Die kreuzförmig profilirten Walzen bieten fernerhin einen grofsen Vortheil bei Heizung
von innen behufs Trocknens der Garnsträhne. Sie bilden hierbei gleichsam Rippenheizkörper
mit vergröfserter Oberfläche und zudem wird jedesmal in den vom Garn ganz umschlossenen
Vertiefungen zwischen zwei Armen des Kreuzes eine auf kurze Zeit ganz von der Aufsenluft
abgeschlossene stagnirende Heifsluftschicht gebildet, also bei energischer Wirkung auf das
Garn ein zu schnelles Abgeben der Wärme nach aufsen verhindert. Hierdurch wird also
einerseits eine Beschleunigung des Trockenprocesses, andererseits eine Ersparnifs an Heizmaterial
erzielt.
Selbstredend könnten die Walzen, statt des kreuzförmigen, auch einen sonstwie vieleckigen
Querschnitt, jedoch stets mit hohlen, d. h. nach der Achse hin einwärts gekrümmten Seitenflächen
haben, so dafs also im Querschnitt von der Mitte nach jeder Ecke hin eine Art Arm gebildet wird.
Im übrigen ist die Einrichtung der Maschine folgende: Der Antrieb der Maschine geschieht
von der Hauptriemscheibe R aus, welche mit den Riemscheiben R1 R2 auf gleicher Welle
sitzt. Den Riemscheiben R1 R2 auf der Welle q
entsprechen auf der anderen Hälfte der Maschine bezw. unter der zweiten Bürstvorrichtung
die Riemscheiben S1 S2 auf der Welle qv
von denen S1 mit R1 verbunden ist.
Von der Riemscheibe i?2 führt ein Riemen
ohne Ende zunächst nach der Riemscheibe r der ersten Walze c, von da über eine durch
Federkraft beeinflufste Spannrolle T1 nach der
Antriebsscheibe r2 der zweiten Walze c und von dieser wieder zurück nach der Antriebsscheibe
R2. Diese Riemenverbindung wiederholt sich im anderen Theile der Maschine, wie
aus Fig. ι (rechts) hervorgeht.
Ein besonderer Riemen verbindet nun noch je eine mit den Riemscheiben r bezw. s auf
gleicher Achse sitzende Scheibe Rs bezw. 5g
mit den Scheiben r3 bezw. S3, die zum Antrieb
der Scheibe i (bezw. J1) dienen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zum Glätten von Strähngarn nach dem Schlichten, bei welcher eine schonende Bearbeitung des Garnes auf seiner ganzen Oberfläche dadurch herbeigeführt wird, dafs das für gewöhnlich zwischen einer festen Bürste (g) und einer beweglichen Bürste (gx) ohne Berührung hindurchgehende Garn von der beweglichen Bürste (gx) zeitweise erfafst und in die Gegenbürste (g) gedrückt, also auf kurze Zeit zwischen beiden Bürsten bearbeitet wird, während gleichzeitig die Spann- und Transportwalzen infolge ihres sternförmigen Querschnitts neben der Schaltbewegung eine abwechselnde Drehung und Lockerung der einzelnen Garnfäden herbeiführen, diese also allmälig die Unebenheiten und Knoten ihres gesammten Umfanges den Borsten zum Abstreichen darbieten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89608C true DE89608C (de) |
Family
ID=361413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89608D Active DE89608C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89608C (de) |
-
0
- DE DENDAT89608D patent/DE89608C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE89608C (de) | ||
| EP3643828B1 (de) | Stickmaschine und verfahren zum aufnadeln beim wellen eines stickbodens | |
| EP0107002B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Schrumpffreimachen von schlauchförmigem Textilgut | |
| DE2910706C2 (de) | Vorrichtung zum Waschen von breitgeführtem Textilgut | |
| DE633955C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Geweben in Strangform | |
| DE953786C (de) | Verfahren, bei dem die Maschenknoten von Netzen, insbesondere Fischnetzen, aus thermoplastischem Kunststoffgarn unter Einwirkung einer heissen wasserhaltigen Fluessigkeit verfestigt werden, und Vorrichtung zur Durchfuehrung desselben | |
| AT83567B (de) | Waschmaschine für Textilwaren, Kettengarn u. dgl. | |
| DE942087C (de) | Vorrichtung zum OEffnen und Aufrichten des Flors von gewebten Teppichen od. dgl. | |
| DE511405C (de) | Hechelmaschine | |
| DE69708046T2 (de) | Veredlungsmaschine mit pneumatischem Antrieb eines strangförmigen Gewebes | |
| DE584773C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut, insbesondere zum Walken, Filzen, Pressen, Strecken o. dgl. | |
| DE539396C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Eisengarn | |
| DE18591C (de) | Appretur-Maschine für Sammet und ähnliche Stoffe | |
| DE555539C (de) | Maschine zum Sortieren von Rosshaaren und Pflanzenfasern nach verschiedenen Laengen | |
| DE415132C (de) | Maschine zur Gewinnung der Fasern aus Pflanzenstengeln sowie Faserbast | |
| DE55168C (de) | Färb- und Waschmaschine | |
| DE531203C (de) | Maschine zum Nassbehandeln von Garnstraehnen | |
| DE4364C (de) | Kämm-Maschine | |
| DE228123C (de) | ||
| AT85164B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung der Textilfasern aus Bastpflanzen und zur Absonderung sonstiger Fasern. | |
| DE312923C (de) | ||
| AT220117B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Schrumpffesmachen von Maschenschlauchware | |
| DE616440C (de) | Vorrichtung zum Zufuehren von Fadengut als Schussfaden o. dgl. an Textilmaschinen, insbesondere Kettenwirkmaschinen | |
| DE94023C (de) | ||
| AT212256B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Spülen von Garnen und Geweben in Strähnen |