DE894722C - Elektrisches Isoliermittel - Google Patents

Elektrisches Isoliermittel

Info

Publication number
DE894722C
DE894722C DED6835D DED0006835D DE894722C DE 894722 C DE894722 C DE 894722C DE D6835 D DED6835 D DE D6835D DE D0006835 D DED0006835 D DE D0006835D DE 894722 C DE894722 C DE 894722C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
oil
dielectric
mineral oil
distillation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED6835D
Other languages
English (en)
Inventor
Archibald Walter Thompson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dussek Brothers and Co Ltd
Original Assignee
Dussek Brothers and Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dussek Brothers and Co Ltd filed Critical Dussek Brothers and Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE894722C publication Critical patent/DE894722C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/20Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances liquids, e.g. oils
    • H01B3/22Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances liquids, e.g. oils hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description

  • Elektrisches Isoliermittel Die Erfindung betrifft eine als Isoliermittel oder Dielektrikum zu benutzende Masse, insbesondere eine solche für elektrische Hochspannungskabiel.
  • In der Kabelfabrikation war es bisher üblich, die Papierisolation von Kabeln mit Mischungen zu imprägnieren, welche z. B. ;aus Mineralöl, fettigen Ölen, gallertartigem Petroleum und Harz bestanden. Anfänglich wurde Harz =gesetzt, lediglich. um der dielektrische,n Masse die gewünschten mechanischen: Eigenschaften zu erteilen..
  • Mit dem Beginn der Hochspannungstechnik und dem hiermit verbundenen Fortschritt 2,n der Herstellung von Hochspannungskabeln trat das Bestreben ein, die elektrischen Eigenschaften ,der dielektrischen Massen. zu verbessern. So bat man z. B. gefunden, @daß die in der Raffinade von Mineralölen gemachten Fortschritte auch ähnliche Fortschritte ,in der dielektriscben Masse für Kabel mit sich brachten, wobei z. B. die Papierisolation mit dem Öl imprägniert wurde. Unglücklicherweise gehen. aber die .bei Mineralöl erzielten Fortschritte wieder verloren, wenn das Öl mit Harz zusammengebracht wird. In diesem Fall kann zwar das Öl gute elektrische Eigenschaften besitzen, indessen waren die bisher benutzten, aus Harz und derartigen Ölen zusammengesetzten: Massen,durchweg schlecht oder minderwertig. Es ist demnach nicht Überraschend, daß zur Beseitigung,dieser Schwierigkeit versucht wurde, überhaupt kein Harz zu benutzen. Die in dieser Richtung unternommenen Versuche haben indessen zu keinem Erfolg geführt, was hauptsächlich seinen 'Grund darin hatte, daß natürliches Harz infolge seiner chemischen Zusammensetzung und seiner in verhältnismäßig hohemGrald fehlenden Sättigung bei starker elektrischer Beanspruchung unterstützend auf die Verhinderung einer Gasbildung imölwirkt. Fernerwird dieWanderting der dielektrischen Masse im Kabel @durch Verwendung von natürlichem Harz dadurch verhindert, daß die Viskosieät der gesamten Masse erheblich größer ist als. ,die des Mineralöles.
  • Normalerweise ist das zur Zeit in als Dielektrikum zu benutzenden Massen verwendete Harz (Gummiharz) nicht naffiniert, d. h. es. befindet sich im Zustand, wie eis von den Bäumen kommt, wobei nur das Terpentin entfernt wind. Da verschiedene Proben des Harzes verschiedene Güte aufweisen, muß man dafür Sorge tragen, daß nur Harz hoher Güte verwendet wird. Es ist den Erfindern bekannt, dhß Versuche gemiacht wurden, Harz, welches unterschiedlich von dem gewöhnlichen aus lebenden Bäumen gewonnenen Gummiharz aus Baumstümpfen, also gewissermaßen totem Baummaterial, gewonnen wird und unerwünscht rot gefärbt ist, einer Reinigung zu unterziehen. Im allgemeinen, beruhen die-hauptsächlich zur Beseitigung der roten Farbe dienenden Reinigungsverfiahren sauf einer Behandlung ides rohen Harzes mit einem Ldsungsm:ittel oder mit einer reduzierend oder oxydierend wirkenden Substanz. Diese auf Oxydation oder Reduktion beruhenden Verfahren ergaben aber in elektriischer Hinsicht keine wesentlichen Fortschritte und können bestenfalls zur Verbesserung der Farbe benutzt werden. Andererseits sind die auf Lösung beruheniden Verfahren zur Erzeugung reiner Abietinsäure oder ihrer Isomere mit dem erheblichen Nachteil verbunden, däß diese Säuren in Mineralöl verhältnismäßig unlöslich sind. Praktisch zeigt sich dieser Nachteil darin, d:aß die durch Lösungsmittel raffinierten Harze leicht aus der Lösung des Mineralöles: auskristallisieren.; in der Tat kristallisierten einige Proben unmittelbar nach Kühlung aus der Lösung aus. Diese Eigentümlichkeit allein genügt :aber, um derartige Harze z. B. zur Imprägnierung der Papierisolation von Kabeln gänzlich unbrauchbar zu machen.
  • Das Patent 646 275 beschreibt die Entfernung flüchtiger Verunreinigungen, z. B. von Polyterpenen, aus dem Harz und die Verwendung des Rückstandes für die Herstellung eines Dielektrikums aus einer Harz-Öl-Mas'se.
  • Erfindungsgemäß werden zur Herstellung derartiger Massen unreine Harze einer Destillation unter verringertem Druck :unterworfen. Hierdurch wird ein Rückstand abgesondert, der Metallkomponenten und Oxydationsprodukte enthält, die in der Auswirkung wesentliclh ,s,chädlicher sind als .die nach idem Verfahren ides Patents 6¢6 275 lediglich entfernb-aren flüchtigen Verunreinigungen. Im Ansehluß an den Destillationsprozeß würden die flüchtigen Venunreini.gungen von dem Harz durch fraktionierte Kon@denisation entfernt. Das raffinierte Harz als Teil des Destillates wird sodann mit einem Mineralöl zu einer dielektrischen Tränkmasse vermengt.
  • Die vorliegende Erfindung ist .begründet auf der Verwirklichung der Tatsache, daß jeder Versuch zur Verbesserung der elektrischen Eigenschaften von Harz zwecks Verwendung in Kohlenwasserstofföl enthaltenden dielektrischen Masgen, bei dem eineReiniggun.gsbehandlung stattfindet, so beschaffen ,sein muß, daß nicht nur unerwünsohte Bestandteile aus !dem handelsüblichen Harz entfernt werden, sondern @daßauch die öllöslichkeit des Ausgangsstoffes nicht beeinträchtig wird,.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt das Isoliermittel für elektrische Anlagen ein Mineralöl, das in Lösung ein ggsreini@gtes Harz enthält, welches durch Behandlung eines unreinen Harzes mittels Schnelldestillation runter verringertem Druck behandelt worden isst, so daß eine f_Tberhitzung und Zersetzung das Destilliergutes vermieden wird. Es ist ein wesentliches Merkmal dies gemäß der Erfindung verwendeten gereinigten Harzes, daß dieses eine hohe Löslichkeit in Kohlenw asserstoffölen, insbesondere aus rohen naphthenischenGrundstoffen gewonnenen Ölen, besitzt und daß dieses eine optische Aktivität aufweist, die im wesentlichen gleich derjenigen des rohen Harzes ist.
  • Unter dem Ausdruck Schnelldestillation wird! eine Destillation verstanden, wie sie in einem Schichtverdampfer ad. dg1. erhalten wird, so z. B. wie im nachstehenden beschrieben, bei der die Wirkung @derhydrastatis chen1Hitze im Destälationsapparat beseitigt ist. In einer derartigen Apparatur wird das Harz bei Erreichung des Siedepunktes innerhalb äußerst kurzer Zeitdauer, so z. B. innerhalb weniger Sekunden, in Dampf verwandelt.
  • Beider Herstellung eines gereinigten Harzes aus handelsüblichem Naturharz für idie Zwecke der Erfindung soll .die Destillation ides Naturharzes so ausgeführt werden, d"a.ß sie bei oder geringstmöglichen Temperatur beendet isst. (Diese Temperatur hängt natürlich ab von,dem verringerten Druck, der in dem Destxllationssystem aufrechterhalten wird, wobei idieser Druck so gering sein soll, wie dieses in der Praxis wirtschaftlich idurchführbar ist.) Es wurde nunc. gefunden, daß das so gereinigte Harz praktisch vollkommen frei von. Rück staudsterpenen, die als leichte Kondensate entfernt werden" und frei von Harzoxyden ist, die einen Teil :des: Rückstanides in (dem Destillationsapparat bilden. Der Gehalt :der Terpene im Produkt beträgt dann nicht mehr als etwa a Gewichtsprozent Das gereinigte Harz liefert bei -der Einverleibung in ein gereinigtes Mineralöl eine dielektri@sche Masse, idie sichdurch (dielektrische Eigenschaften auszeichnet, wie sie bisher bei keiner anderen (Harz-:Mineralöl-M-asse erhalten worden sind. Der dielektrische Verlust in oder neuen Masse beträgt nur ungefähr ein Zehntel des- dielektrischen Verlustes in. den hisher benutzten, aus Harz und Mineralöl bestehenden Massen.
  • Vorzugsweise wird "idas einem; Bestandteil der als Dieletrikum zu benutzenden Masse bildende Mineralöl aus einem Rohöl auf Naphthenhasis abgeleitet, und seine Viskosität beträgt vorzugsweise Zoo Sekunden Redwood bei So' C oder höherer Temperatur. Hochgesättigte Paraffinöle sind schlechte Lösungsmittel für Harz unrd ebentfalls für je-gliche Harzoxyde, welche durch Oxydation des Harzes in der öielektrischen Masse während des Betriebes entstehen können. Andererseits oxydieren aromatische Kohlenwasserstoffe zu leicht und haben sieh auch in anderer Beziehung als ungeeignet erwiesen. Die aus den sogenannten Naphthenrohölen abgeleiteten Naphthenöle werden als Ideale-Lösungsmittel für dien vorliegenrden Zweck betrachtet.
  • Im nachstehenden wird-einbevorzugtes Verfahren sowie die Mittel zur Herstellung des erfindungsgemäß zu benutzenden Harzesbeschrieben.
  • Die zur Destillation dienende Anlage besteht aus einer Destillierblase, einer Schaumkammer oberhalb der Blaise, zwei Kondensatoren in Reihe mit den zugehörigen Pumpen für das Kondensat, einer hochwi-rksamen Vakuumpumpe oder besser einer Reihe von durch eine wasserumflutete Vakuumpumpe betätigten Dampfstrahlen und einem Kocher oder einer ähnlichen Heizvorrichtung zur Zuführung von Wärme in die umlaufende Flüssigkeit. Es hat seich als wichtig gezeigt, daß dieAnlage aus einem Metall hergestellt wird, das durch Harz nicht wesentlich angegriffen wird. Eisen und Stahl können als Material für die Anlage wohl benutzt werden, für dessen sind Materialien, wie rostfreier Stahl, emailliertes Eisen oder emaillierter Stahl oder Aluminium, vorzuziehen.
  • Die Destillierblase besteht aus einem BünrCel von. senkrechten, an jedem Ende flüseigkeitsdicht in einer Platte eingelassenen Rohren, welche zusammen mit ,den Plattem in einem beiderseits geschlossenen rohzförmigenBehälter untergebracht sind.DieErhitzung der Rohre kann z. B. durch sauf diesen sich kondensierenden Dampf oder idurch eine um die. Rohre herumfließende Flüssigkeit erfolgen. Unmittelbar unterhalb des unteren Endfes des ROhrbündiels ist eine mechanisch angetriebene Pumpe od. dg4. mit passend angeordneten Leitflächen. vorgesehen, um die Flüssigkeit aufvväTts durch die Rohre zu treiben und abwärts durch die äußeren Rohre abzuziehen. Der Behälter dehnt sich oberhalb der Rohre aus und ist von genügender Länge, um den während der Destillation entstehenden Schaum aufzunehmen. Am Auslaßende:,der Schaumkammer ist ein Spritzfänger od. dgl. angebracht, um zu verhindern, daß das Rohmateriral in das zur Kondensation dienende System hinüberfließt. Die gesamten Leitungen zwischen der Destillationblase und der Vakuumpumpe sind reichlich bemessen und frei von Verengungen, welche eine unerwünschte Erhöhung des zwischen der Blase und der Pumpe herrschenden absoluten Druckes zur Folge haben könnten.
  • Das Betriebsverfahren ist wie folgt: rdie Heizflüssigkeit, welche im vorliegenden Fall ein Diphenyloxy:d ist, wird unter einem konstanten, vorbestimmten Druck entsprechend einer Temperatur ungefähr zwischen 3oo und 400'C im Kocher gekocht und (der außerhalb (der Rohre befindliche Dampf kondensiert. Die kondensierte umlaudende Flüssigkeit wird in-den Kocher zurückgeführt und wieder erhitzt. Die Anlage wird mittels einer Vakuumpumpe unter Vakuum gehalten und die Charge aus .geschmolzenem natürlichem Harz bei einer Temperatur von ungefähr z6oP C in die Destillation@sblase eingesaugt. Das einfließende geschmolzene Harz wird in schraubenförmigem Wege nach einemechrägen Trog geleitet, was durch einen scbrawbenfö:rmigen Leitgang an den Wänden der Schaumkammer erreicht wird. Das Harz fließt längs (dieses Leitganges in einem dünnen Film nach dem Destillationsapparat und wird @dabei in wirkungsvoller Weise entgast. Die anfängliche Charge genügt gerade, um idie Enden der Rohre zu überdecken. Der Flüssigkeitsspiegel wind während (der Destillation durch periodische Zugabe von frischer Charge: im wesentlichen konstant gehalten.
  • Nach Eingabe der Charge in den Destill;ationsapparat wird die Flüssigkeitspumpe angelassen und das geschmolzene Harz kontinuierlich durch :die Rohre hindurchgeführt, wobei aus dem Diphenyloxyddampf, welcher außen an -dIen Rohren kondensiert sitzt, Wärme absorbiert und nach dem Kocher zurückgeleitet wird. Die Geschwindigkeit, mit welcher (das Harz (durch die Rohre fließt, beträgt ungefähr 1,5, m je Sekunde, keinesfalls aber weniger als z m je Sekunde.
  • Um ein Spalten des Materials zu vermeiden, sollen die Temperaturen im .Destillatio:nsapparat nicht über 300° C, vorzugsweise ungefähr 225 bis 235' C, betragen. Eine solche Temperatur genügt zur Destillation, falls ein Druck von 3 mm Quecksilbersäule aufrechterhalten werden kann.
  • Sobaild dias Material in dem Destillations'apparat im wesentlichem nur noch. Rückstandsmaterial ist, wird: die Destillation und die Zufuhr von neuer Charge zeitweise eingestellt und wiederaufgenommen, sobald der Rückstand. in einen vorher evakuierten Behälter ausgelaufen ist.
  • Aus dem Desti.llationsapparat verlaufen die Dämpfe @senkrecht nach unten durch den -ersten Kondensator, woselbst sie kondensiert und auf eine Temperatur von ungefähr &o° C abgekühlt werden; von hier werden die verbliebenen Dämpfe-, die die Terpene -und andere derartige leichte Verunreinigungen enthalten, in den zweiten Kondensator geführt, in: welchem sie auf ungefähr 20° C abgekühlt werden. Das Kondensat wird über die Kondensatpumpen abgeführt. Der von Brom ersten Kondenser abgeführte Anteil stellt .das gereinigte Harz gemäß (der Erfindung dar. Noch verbleibende Dämpfe werden zur Vakuumpumpe geleitet, mittels welcher ein Druck von ungefähr 5 mm Quecksilbersäule in der ganzen Anlage aufrechterhalten wird. Dieser Druck soll so niedrig als möglich sein und keinesfalls mehr als qo mm, vorzugsweise nicht mehr als zo mm Qu ecksil@bersäule betragen.
  • Im nachstehenden ist ein Beispiel einer erfin-,dungsgemäß hergestellten, als. Dielektrikum zu benutzenden: Masse beschrieben.
  • Kolophonium, welches mittels des oben beschriebenen bevorzugten Verfahrens erhalten wurde, wird vermischt mit einem raffinierten Mineralöl mit einer Viskosität von ungefähr 2do Sekunden Redwood bei 8o° C und aus dem vorgenannten Näphthenöl abgeleitet, um eine Lösung zu bilden. Die Masse kann ungefähr 5 bis 45 Gewichtsprozent des- raffinierten Harzes enthalten.
  • Das. Mineralöl kann vorteilhafterweise mittels eines Adsorptionsmittels behandelt wenden, z. B. mit aktiviertem Ton o(cler aktivierter Kohle, - unmittelbar bevor es mit dem Harz -in Verbindung gebracht wird. Hierdurch erhält man eine erhebliche Verbesserung der elektrischen Eigenschaften des Öles, was bei Abwesenheit des raffinierten Harzes nicht der Fall wäre. Offenbar übt das erfirvd`ungsgemäß benutzte raffinierte Harz eine stabilisierem:de Wirkung auf das behandelte Mineralöl aus. .
  • Bei der Bildung einer Lösung des Harzes und ides Mineralöls werden vorzugsweise diese Stoffe zusammen nicht weniger als 3@o Minuten lang bei. einer Temperatur von ungefähr 120 bis 115o° C- erhitzt und die Mischung umgerührt, um eine Stabilisierung fder Lösung herbeizuführen. Diese Vorsichtsmaßnahme ist zwar wünschenswert, aber nicht wesentlich, auch kann das Verfahren je nach :der Artdes Öles abgeändert werden..
  • Das besichriebene Verfahren ist indessen zu empfehlen, vorausgesetzt, daß das Öl selbst nicht derart ist, daß es ;während .der-Behandlüng eine erhebliche Oxydation erfährt.
  • Die auf diese Weise hergestellte die lektrische Masse zeichnet sich durch einen sehr geringen d'ielektrischen Verlust, eine. sehr- hohe spezifische dielektrisehe Widerstandsfähigkeit und hohe Widerstandskraft gegen Oxydation sowie gegen Bildung von Gas bei elektrischer Beanspruchung aus, ferner zeigt die Masse eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit gegen die Bildung von Kohlen-,vasser@stoffpolymeren mit hohem Molekulärgewicht, welches im Handel als Verbindung X oder sog. Käse bekannt ist.
  • Die Anwendung der diele'ktrischen. Masse hängt natürlich von der besonderen Art der elektrischen Einrichtung ab, mit welcher sie benutzt werden soll. So kann z. B. im Fall eines ellektrischen-Hochspannungskabels jeder normale Vorgang befolgt werden; z. B. kann man Papier in- Streifen oider Plattenform erst um den Leiter herumwickeln und dann. mit ider oberbeschriebenen Masse vor der An.-bringung des üblichen Bleimantels' imprägnieren. Das auf diese Weise präparierte Dielektrikum hat eine sehr hohe thermische Stabilität, sehr geringe Leistungsverluste und auch eine :bessere Churakteristnk bezüglich des Alterns alls die bisher bekannten D ielektrika. -Die- Benutzung oder erfindungsgemäß hergestellten dielektrischen Masse verringert Iden Leistungsverlust im Dielektriküm des Kabels und damit auch wesentlich die Gefahr einer Zerstörung des Kabels; gleichzeitig aber-wind idie Herstellung von Kabeln für höhere Spannungen, als: es -bisher üblich war, ermöglicht; und weiterhin ergibt sich auch eine Verringerung -des Volumens der leitenden Teile des Kabels für eine gegebene-Belasturng: Auf diese-Weise wurden wesentliche Vorteile sowohl bezüglich des Sicherheitsfaktors als auch bezüglich ,der Wirtschaftlichkeit erreicht.
  • Die erfindungsgemäß erreichten wesentlichen Vorteile sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich, welche aus Vergleichsversuchen mit der neuen elektrischen- Masse und bekannten, gewöhnliches Harz enthaltenden Massen zur Feststellung des Leistungsfaktors und des spezifischen Isolationswiderstandes bei verschiedenen Temperaturen zusammengestellt wurde.
    Leistungsfaktor Spezifischer
    C I ° C I Isolationswiderstand
    A 8o 00153 ` 80 16,2 X 1o6 Ohm per cm3
    6o 00048 6o 52,3 x 10o - - -
    20 00008 20- 1070 X 106 - - -
    B 8o 00004 8o 6.7,0 X 06.
    - - -
    6o 00012 6o 290,0 x 106 - - -
    20 00003 20 2675_X I06 - - -
    C 80 00043 80 56;2 X 1o6
    6o . 0001q. 6o ' 233,o x 106 - - -
    20 00030 20 2675 x 1o6
    D 8o 0o371 80 4,1 X 106 - - -
    6o ooo76 6o 2o,oX=os -- - -
    20 - 00071 1_ 20 107 0 X I06__- - -
    In der vorstehenden Tabelle bedeutet A das benutzte, bereits gut raffinierte Öl, B das Öl Unmittelbar nach der Behandlung mittels eines zusätzlichen Raffinardeverfährens, wiej oben beschrieben wurde. In diesem Zustand bleibt das Öl nicht stabil und verwandelt sich innerhalb weniger Stunden in das Öl A. C ist das gleiche Ö1 wie B, unter Zugabe von a0 % des neuen raffinierten Harzes. Das Harz hat jetzt die Wirkung; @daß die Verbindung stabilisiert wird. 'Die Eigenschaften dieses Öles bleiben unbestimmte Zeit hindurch die gleichen, wie Versuche ergeben haben. D ist das gleiche Öl wie B unter Zugabe von 2@o@% gewöhnlichem, nicht raffiniertem Harz erstklassiger Güte. Das benutzte Harz soll ungefähr das beste im Handel erhältliche sein.
  • Aus (der Tatsache, d:aß der Leistungsfaktor ein Maß der Verlustenergie im Dielektrikum ist, ergibt sich, daß :das Ö.1 C zweifellos -erheblich besser ist als die bekannte Masse.D. Während bei ider Masse C der LeicGtungsfaktor im wesentlichen von- der gleichen Größenordnung im Temperaturbereich zwischen 2o und 8o° C ist, zeigte das Öl D einen fünffachen Zuwachs bezüglich des Leistungsfaktors, gegenüber ideenselben Temperaturbereich, und außerdem war selbst bei 2o° C der Leistungsfaktor bei der Masse D fast doppelt so groß -als der der Masse-C bei- 8o° C. In ähnlicher Weise, aber im umgekehrten Sinn, verhalten sich die spezifischen Isolationswiderstände zugunsten der Masse-C.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Elektrisches Isoliermittel für elektrische Anlagen, das aus .einer Harzlösung in Mineral--öl besteht, dadurch gekennzeichnet",. @d'aß das Harz durch Behandlung eines unreinen Harzes mittels Schnelldestillation unter verringertem Druck gewonnen worden ist, so,daß eine Überhitzung und eine Zersetzung dies Destilliergutes vermieden wind.
  2. 2. Isoliermittel nach Anspruch .i, dadurch gekennzeichnet, idaß die Schnellldestillation in einem Schichtverdampfer oder ebner entsprechenden Desti'llationsanfage ausgeführt worden ist, in fier die Wirkung der hydrostatischen Hitze in dem Destillationsapparat aufgehoben und das gereinigte Harz von den flüchtigen Verunreinigungen durch fraktionierte Kondensation abgetrennt wird.
  3. 3. Isoliermittel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Mineralöl einer Behandlung mit aktiviertem Ton oder aktivierter Kohle unmittelbar vor Odem Zusammenbringen mit dem gereinigten Harz unterworfen worden ist.
DED6835D 1939-01-25 1940-02-04 Elektrisches Isoliermittel Expired DE894722C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB894722X 1939-01-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE894722C true DE894722C (de) 1953-10-26

Family

ID=10668644

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED6835D Expired DE894722C (de) 1939-01-25 1940-02-04 Elektrisches Isoliermittel

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE894722C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1792629A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Fraktionierung von Talloel oder anderen organischen Mehrstoffgemischen
DE2642414A1 (de) Verfahren zur gewinnung von hochreinen fettsaeuren, harzsaeuren und sterinen
EP0101888A2 (de) Verfahren zum Desodorieren und/oder Entsäuern von Cacaobutter und Cacaobutter-Ersatzstoffen
DE4133716C1 (de)
DE1594421C3 (de) Isolieröl auf Mineralölbasis und Verfahren zur Herstellung eines Isolieröle auf Mineralölbasis
DE1917357B2 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von aktive Zusatzstoffe enthaltenden Altschmierölen vor der Regenerierung
DE894722C (de) Elektrisches Isoliermittel
DE697139C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Phenolen bei der Extraktion von OElen mit Phenolen
DE2128627A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Her stellung von elektrischen Wicklungen sowie deren Verwendung fur Transformator und Drosselspulen satze
CH221092A (de) Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Isoliermaterials.
DE704180C (de) Isoliermittel fuer elektrotechnische Zwecke
DE3323120C2 (de) Verfahren und Anlage zum Desodorieren und/oder Entsäuern von Cacaobutter und Cacaobutter-Ersatzstoffen
DE948809C (de) Verfahren zur selsktiven Extraktion von leichten Kohlenwasserstoffoelen mit hohem Gehalt an Aromaten und Olefinen
DE586801C (de) Verfahren zur Herstellung konzentrierter Essigsaeure
DE757556C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schmieroel aus Rueckstandsoel
DE1594487C3 (de) Diphenoxydiphenyle, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung
DE944968C (de) Verfahren zur Entfernung von Feuchtigkeit
DE727480C (de) Ausgussmasse fuer Durchfuehrungsisolatoren u. dgl.
DE2343515A1 (de) Verfahren zur loesungsmittel-entparaffinierung von mineraloelen
AT147353B (de) Elektrischer Wickelkondensator.
DE1645046C3 (de) Perfluorpolyäther und Perfluorcopolyäther sowie das Verfahren
DE415227C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren, oeligen Emulsionen von Wismutsalzen
DE1290614B (de) Fluessiges Dielektrikum
DD204493A1 (de) Verfahren zur reduzierung der fluechtigen saeure in wein oder most
DE579033C (de) Verfahren zur Herstellung einer Aufloesung von Kohle in Mineraloelen oder Teeren