DE894249C - Verfahren zur Herstellung von Eisen bzw. Stahl im elektrischen Ofen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisen bzw. Stahl im elektrischen Ofen

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DE894249C
DE894249C DEO147A DEO0000147A DE894249C DE 894249 C DE894249 C DE 894249C DE O147 A DEO147 A DE O147A DE O0000147 A DEO0000147 A DE O0000147A DE 894249 C DE894249 C DE 894249C
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DE
Germany
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iron
furnace
silicate
lime
reduction
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Expired
Application number
DEO147A
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English (en)
Inventor
Petri Baldur Dipl-Ing Bryk
Johan Wilhelm Dipl-Ing Ryselin
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Outokumpu Oyj
Original Assignee
Outokumpu Oyj
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/52Manufacture of steel in electric furnaces
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Eisen bzw. Stahl im elektrischen Ofen Die Eisenproduktion der Welt wird größtenteils aus Eisenoxyden gewonnen, wobei als Rohstoff ent-,veder Eisenoxyderze natürlichen Ursprungs oder aber Eisenoxyde verwendet werden, die beim Rösten von Sulfid- bzw. Carbonaterz-en gewonnen werden.
  • Die Erfindung bezieht sich vor allem auf die, Reduktion von Eisensilicatein in einem elektrischen Ofen. Als Ausgangsstoff für das Reduktionsverfahren gemäß der Erfindung ist unter anderem das beim Schmelzen von Kupfererz bzw. Kupferschlick zum Rohstein und Schlacke entstehende Eisensilicat besonders geeignet. Bisher ist es nicht gelungen, das Eisen in wirtschaftlich lohnender Weise aus einem Rohstoff dieser Art zu gewinnen, der jährlich in großen Mengen anfällt. Dies beweisen die Schlackenberge, die sich in der Nähe jeder Kupferschmelzhütte befinden.
  • Die Reduktion eines Rohstoffeis dieser Art ist ein interessantes Probleim, besonders weil ohne Grubenbetrieb oder Anreicherungsarbeit ein geeigneter Rohstoff zur Verfügung steht, der dazu noch in geschmolzenem Zustand erhalten werden kann. Ist der Eisengehalt des Rohstoffes z. B. 40 °/o", so ist der Wärmeinhalt des geschmolzenen Silicats etwa 3oo bis 320 Kcal/kg Silicat.
  • Da 250o kg Eisensilicat zur Herstellung von iooo kg Eisen erforderlich sind, so beträgt der Wärmeinhalt des geschmolzenen Silicats etwa 775 000 Kcal. Wenn die Reduktion gemäß der Erfindung im elektrischen Ofen durchgeführt wird, entspricht dieser Wärmeinhalt theoretisch etwa 9oo kWh. In Anbetracht des- thermischem Wirkungsgradeis des elektrischen Ofens ist dieser Wert in der Praxis viel größer. Dieses, Beispiel zeigt somit, daß gemäß der Erfindung vorzugsweise ein Ausgangsstoff zu verwenden ist, dar sich bereits in geschmolzenem Zustand befindet, wie z. B. die Schlacke der Kupfe@rschmelzöfen.
  • Gemäß der Erfindung wird der elektrilsche Ofen zuerst mit Eisensilicat beschickt. Zur Reduktion des geschmolzenen Silicats wird darauf eine im wesentlichen aus einer Mischung von Kohle und Kalk od. dgl. bestehende Beschickung zugeführt bzw. gebildet, deren Mengenverhältni,ss,e vorzugsweise im voraus 'berechnet worden sind. Bei an sich bekannten richtigen Betriebsbedingungen, vorteilhaft unter Verwendung von Elektroden und elektrischer Spannung, durch die ein auf die Reduktionsbeschickung einwirkender Lichtbogen im Ofen erzielt wird, wird hierbei durch Einwirkung der elektrischen Energie eine heftige Reaktion stattfinden, und zwar einerseits zwischen den Komponenten der Reduktionsmdkhung, anderseits zwischen den dabei entstehenden, aus Calciumkarbid bzw. diesem ähnlichen Stoffen bestehenden Reaktionsprodukten und dem geschmolzenen Eisensilicat. Unter Bindung von Kalk aus der Reduktionsbeschickung an die Kieselsäure das Eisensilicats wird durch die genannten Karbide bzw. karbidähnlichen Stoffe gleichzeitig eine in überraschender Weise beschleunigte und vollständige Reduktion des Eisens bewirkt, welches freigegeben wird und infolge seines, spezifischen. Gewichts auf den Boden des Ofens unterhalb des geschmolzenen und gleichzeitig als Schutzschicht dienenden Rohstoffes sinkt.
  • Kennzeichnend für die Erfindung ist somit, daß als Reduktionsbeschickung oberhalb des geschmolzenen Rohstoffes eine Ün wesentlichen aus Kohle und Kalk od. dgl. bestehende Mischung vorgesehen wird, und zwar unter Aufrechterhaltung solcher Betriebsbedingungen im Ofen, daß dadurch die Komponenten dieser Mischung zur Reaktion miteinander gebracht werden, wobei die entstehenden Reaktionsprodukte dib Reduktion des Eisens aus der Schmelze bewirken bzw. beschleunigen. Es kann nämlich angenommen werden, daß bei der Reduktion gleichzeitig auch die Kohle als Reduktionsmittel teilnehmen wird, wobei die Reaktionsgeschwindigkeit aber durch Einwirkung der durch Reaktion zwischen Kohle und Kalk entstehenden Produkte erhöht wird.
  • Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung kann schon durch Berechnung der zugeführten Reduktionsbeschickung der im Eisen zurückbleibende Kohlegehalt geregelt werden. In der Praxis ist bei diesem Verfahren Stahl in flüssiger Form mit einem Kohlegehalt unter o, i °/a C erhalten worden.
  • Die zur Verwendung kommenden Silicatrohstoffe enthalten gewöhnlich keinen Phosphor, weswegen man in der Lage sein wird, gemäß dem Verfahren nach der Erfindung hochwertiges Eisen herzustellen. Wird, als Rohstoff die bei Kupferherstellung anfallende Eisensilicatschlacke verwendet, so kann die im Rohstoff enthaltene Menge an Kupfer, Nickel oder Kobalt zur Verbindung mit dem Eisen gebracht worden.
  • Will man gemäß dem Verfahren der Erfindung Eisen aus beispielsweise kupferhaltiger Eisensilicatschlacke herstellen, deren Kupfergehalt in bezug auf das gewünschte Endprodukt zu groß ist, so kann der Rohstoff vor der eigentlichem Reduktion in einem besonderen Raffimierungsofen behandelt werden. Hierbei ist es vorteilhaft, das Kupfer bis zum erwünschten Kupfergehalt durch Behandeln des geschmolzenen Silicatrohstoffes in einem elektrischen Ofen zu entfernen, derarty daß auf die Silicatschmelze Eisensulfid, z. B. Pyrit@ zugeführt wird.
  • Beim Schmelzen des Eisensulfids und bei dessen Sinken durch die Silicatschmelze nimmt das Sulfid unter anderem Kupfer, Nickel, Kobalt und edle Metalle auf. Eine solche Raffinierung kann zweckmäßig sein auch in dem Fallei, wo der Gehalt deis Rohstoffes an edlen Metallen größer als normal ist.
  • Bei Herstellung von Eisen ist es von großer Bedeutung, ein möglichst schwefelfreies Eisen zu erhalten. Insbesondere, wenn als Ausgangsstoff bei dem Verfahren nach der Erfindung Schlacke verwendet wird, die aus den Kupferöfen anfällt, ist das Entfernen des Schwefels eine wichtige Aufgabe, weil der Ausgangsstoff als Rohstoff zur Eis=enherstellung verhältnismäßig sehr schwefelhaltig ist. Das Reduktionsverfahren gemäß der Erfindung soll vorteilhaft unter basischen Bedingungen in bezug auf die Schlacke durchgeführt werden. Dadurch werden schon an und für sich vorteilhafte Bedingungen für das Entfernen de!s Schwefels geschaffen, die durch erhöhten Kalkzusatz noch weiter verbessert werden. Vorzugsweise wird die Kalkbeschickung derart gewählt, daß ein Silicatgrad kleiner als 2 erhalten wird. Während der Anfangsperiode der Reduktion wandert der Schwefel der Schmelze hauptsächlich in das Eisen. Beim Sinken des Fe0-Gehalts beginnt aber das Rückwandern des Schwefels in die Schlacke, was um so früher eintritt, je größer der Kalkgehalt ist. Nach beendigter Reduktion des Eisens wird bei dem Verfahren nach der Erfindung ein offenbar karbidhaltiges Calciumsilicat erhalten, das sich als ein außerordentlich wirksamer Schwefelentferner erwiesen hat. Durch Fortsetzung des Verfahrens während einer gewissen Zeit nach beendigter Reduktion des Eisens wird das letztere in einer praktisch schwefelfreien Form erhalten.
  • Die durch den verhältnismäßig großen Kalkzusatz bedingten Kosten des Verfahrens werden durch die erzielten Vorteile ausgeglichen. Hinsichtlich dieser Vorteile ist zu bemerken, daß als Rohstoff silicatreiche Eisenerze und Schlacke der Kupferöfen verwendet werden können, die früher als wertlos betrachtet wurden und in großen Mengen zur Verfügung stehen. Falls das Verfahren unter Verwendung von Kupferofenschlacke im Anschluß an die Herstellung des Kupfers durchgeführt wird, erhält man das Eisensilicat als solches fertig in geschmolzenem Zustand, wodurch dessen Wärme inhalt vollständig verwertet werden kann, was natürlich für die Wärmewirtschaft des Verfahrens von größter Bedeutung ist.
  • Die bei dem Verfahren erhaltene Endschlacke besteht aus basischem Kalksilicat und stellt als solches ein verkäufliches Produkt dar, welches unter anderem als LandwiTtschaftskalk oder als Rohstoff bei der Herstellung von Zement usw. verwendet werden kann. Bei geeigneter Zuammensetzung der Schlacke zerfällt spie, ohne gemahlen zu werden, von selbst in Pulverform.
  • Im Rahmen der Erfindung kann natürlich auch so verfahren werden, daß als Reduktionsmittel nebst bzw. anstatt der calciumkarbidähnlichen Reaktionsprodukte anderes gleichartige Produkte vorliegen, wie z. B. Bariumkarb.id od. dgl.
  • Das Verfahren kann entweder diskontinuierlich oder aber mehr oder weniger kontinuierlich durchgeführt werden, wobei man den geschmolzenen Rohstoff in den Ofen fließen läßt, während das Eisen und die Schlacke nach beendigter Redukttibn aus dem Ofen entweder kontinuierlich oder in geeigneten Zeitintervallen entfernt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Eisen bzw. Stahl oder deren Legierungen durch im elektrischen Ofen unter Zusatz von Kohlenstoff und Kalk od. dgl. durchgeführte Reduktion geschmolzenen, eisensilicathaltigen Rohstoffes, insbesondere eines beim Schmelzen von Kupfererz bzw. Kupfeirschlick zu Rohstein und Schlacke erhaltenen .Eisensilicats, dadurch gekennzeichnet, daß auf den in geschmolzenem Zustand befindlichen Rohstoff eine im wesentlichen aus Kohle und Kalk bestehende Mischung dem Ofen zugeführt bzw. im Ofen gebildet wird, deren Komponenten durch Aufrechterhaltung geeigneter Betriebsbedingungen miteinander zur Reaktion gebracht werden, unter durch Einwirkung der dabei entstehenden Reiktionsprodukte bewirkter Reduktion des darunterlnegenden Rohstoffes zu Eisen, wobei dieses Eisen auf den Ofenboden sinkt, um von dort entfernt zu werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Spannungen derart gewählt und Elektroden im Ofen so angebracht werden, daß ein Lichtbogen erzeugt wird, in dessen Wirkungskreis der Ofen mit der Mischung von Kalk und Kohle beschickt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung im Ofen eine Zeitlang nach beendigter Reduktion des Eilsens fortgesetzt wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch x, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kalkbeschickung so gewählt wird, daß ein Silicatgrad kleiner als 2 erhalten wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen z bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen des Eisens und der Schlacke kontinuierlich durchgeführt wird.
DEO147A 1947-05-02 1949-12-01 Verfahren zur Herstellung von Eisen bzw. Stahl im elektrischen Ofen Expired DE894249C (de)

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