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Ringventil Bei selbsttätigen Ringventilen für Verdichter ist es vielfach
üblich, sogenannte Ringfedern, zum Niederdrücken des Ventilringes bzw. der Ventilplatte
auf ihren Sitz zu verwenden. Eine solche Ringfeder hat etwa die Gestalt -eines Ganges
einer Schraubenfeder mit sehr flachem, rechteckigem Querschnitt. Diese Form kommt
so zustande, daß ein. Federblechring mit einem schmalen radialen Schlitz versehen
und, entsprechend aus der Ebene gebogen wird. Außerdem ist die Ringfeder an einem
Rande des Schlitzes mit einer in der Ringfläche liegenden Nase versehen, mit der
sie in eine entsprechende Ausnehmung des Ventilkörpers eingehängt und somit an,
einer Verdrehung verhindert wird. Eine zylindrische Führung am äußeren oder inneren
Ringrand verhindert ein Umkippen der Feder. Diese Ringfedern sind! koaxial zum Ringventil
angeordnet. Die Verwendung einer einzigen solchen Ringfeder scheidet aus, da diese,
auch wenn sie sich infolge des Spieles in der zylindrischen Führung schiefstellt,
doch immer stark einseitig auf den Ventilring bzw. die Ventilplatte drückt. !Eine
bessere Auflage wird durch eine Verwendung zweier Ringfedern, wobei die zweite Ringfeder
um 18o° in der Srhraubrichtung gegen die erste versetzt auf diese aufgelegt wird,
erzielt. Bei dieser Anordnung ist es vermieden,' daß eine Ringfeder zwischen den
Schlitzrändern-der anderen zu liegen kommt. Durch :geringes Schiefstellen der beiden
Ringfedern: wird erreicht, daß das Fedtrpaket sowohl auf dem Ventilring als auch
dem Fängerorgan an je zwei gegenüberliegenden Stellen zum
Anliegen
kommt. Die Federbelastung des Ventilringes bzw. der Platte jedoch wird an, den.
gegenr überliegenden Stellen verschieden sein. Beim Übereinanderschichten von mehr
als zwei solchen Federn ändert sich an den Auflageverhältnissen nichts, da ja immer
nur je eine Ringfeder mit der Ventilplatte bzw. mit dem Fängerorgan in Berührung
ist. Diese zweipunktige und außerdem durch ungleiche Andrückkräfte ausgezeichnete
Aufläge der Ventilplatte auf dem Federpaket bedeutet aber einen, Mangel dieser beschriebenen
Anordnung, da sich hierdurch die Ventilplatte nicht parallel zu sich selbst bewegt
und mit dem Rand auf Ventilsitz bzw. Fänger aufschlägt. Ist das Ventil so gebaut,
daß auch eine Strömung nach dem Inneren des Ringes erfolgt, so verlegen dlie Sicherungsnasen
den freien Durchströmquerschnitt.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Ringventil, dessen Ventilring bzw.
Ventilplatte von zwei oder mehr Ringfedern, die sich am Fängerorgan abstützen, gegen
den Ventitsitz gedrückt wird. Diese Ringfedern, von- denen eine die Grundform eines
flachen Ringes mit einer sektorförmigen Ausnehmung hat und die auf einem bestimmten
Teil des , Umfanges -eben belassen, auf dem übrigen Umfang schraubenartig aufgebogen
ist, sind' nach der Art von zwei- und mehrgängigen Schrauben angeordr net. Der eben
belassene Teil der Ringfeder liegt auf dem Fängerorgan auf, die Ansatzstelle der
Aufbiegung ist so gewählt, daß dort, wo die nächste Ringfeder beginnt, die vorhergehende
gerade noch auf deren Endkante aufliegt. Es hält also jede Ringfeder das Ende der
vorhergehenden nieder, das Ende der ersten wird- von der letzten niedergehalten:.
Es entsteht so ein System von sich gegenseitig abstützenden Federn, deren aufgebogene
Enden in gleichenAbständen in völlig gleichartiger Weise gegen die Ventilplatte
drücken. Würde die eben zusammengedrückte Ringfeder eine volle Kreisringfläche erfüllen,
so würden bei ganz zusammengedrücktem Federsystem am Fänger sowie am Ventilring
keilförmige Ringräume entstehen, die Höhe des zusammengedrückten Systems wäre .nun
die Dicke einer Ringfeder größer als der Anzahl der Ringfedern entspräche.
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Erfindungsgemäß erhält jede Ringfeder einen kreisringsektorförmigen
Ausschnitt. Die freien Enden jedes .einzelnen Ringes sind nun -imstande, das zwischen
ihnen liegende Federpaket S-förmig zu verbiregen. Diese zusätzliche Deformation
bewirkt ein starkes Ansteigen der Federkraft am Ende des Ventilhubes, was eine gute
Dämpfung des Öffnungsschlages zur Folge hat.
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Weiter kann jede, Ringfeder erfindungsgemäß an einem Ende an der-
radialen Kante mit einer rechtwinkelig gebogenen Nase versehen sein, die in eine
Ausnehmung in. der Auflagefläche des Fängerorganrs eingreift und so -eine Verdrehung
der Feder um die Ventilachse verhindert. -In der Zeichnung sind ein Einbaubeispiel
von zwei Ringfedern in einem Saugventil, ein einzelner Federring, ein perspektivisches
Bild des Zusammenbaues fdes Federsystems und ein geöffnetes Ventil mit zusammengedrücktem
Federpaket dargestellt.
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Es zeigt Abb. i ein Ringventil mit zwei in zwei Schraubengängen angeordneten
Ringfedern. Es bedeutet i den, Sitzkörper, 2 die Ventilplatte, 3 das Fängerorgan
mit einer zylindrischen Innenführung 4,der Ringfedern 5. Die Federn sind im ersten
Teil, wie aus Abb.2 zu ersehen ist, eben, im weiteren so gebogen, daß sie das Ende
der nächsten Feder niederhält und dann einen Teil einer ringförmigen Schraubenfeder
bildet, der dann auf die Ventilplatte 2 drückt. Der Anfang des ebenen Teiles kann
mit einer abgebogenen Nase 6 versehen sein, der in eine Ausnehmun'g 7 des Fängerorgans
3 greift und so das Weiterwandern der Ringfedern auf der Anlagefläche verhindert.
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Abb. 3 zeigt ein perspektivisches Bild eines Federpaketes mit drei
Ringfedern 5, aus dem die gegenseitige Abstützung der einzelnen Ringfeder, z. B.
an der Stelle 8, zu ersehen ist.
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Abb.4 zeigt ein geöffnetes Ringventil mit zusammengedrücktem Federpaket.
Es .sind io und i i die Enden ein und desselben Federringes, zwischen denen die
übrigen Federn im letzten Teil des Hubes S-förmig deformiert werden und, so am Ende
des Verntilplattenhubes eine gewünschte hohe Federkraft ergeben. Durch richtige
Bemessung des kreisringsektorartigen Ausschnittes zwischen io und i i kann-,die
richtige Federendkraft festgelegt werden.
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Aus Abb. 5 ist der kreisringsektorförmige Ausschnitt aus der Ringfeder
5 zwischen. den Federenden io und ii zu ersehen.-Der Vorteil der Erfindung besteht
darin, @daß die einzelnen Federn des Ringfedersystems mit gleichen Kräften gegen,
das Abschlußorgan drücken und daß besonders bei Systemen von. drei und mehr Ringfedern
eine stabile Führung des Abschlußorgans gewährleistet ist. Durch die kreisringsektorförmi.gen
Ausschnitte der Ringfedern, verbunden mit dem der Erfindung eigenen Zusammenbau
des Federsystems, wird eine gute Dämpfung des Öffnungsschlages erreicht. Die besondere
Ausbildung der Drehsicherungsnase6 nach Abb. 2 g°-währleistet eine ungestörte Durchströmung
des inneren Ringraumes. Die Erfindung kann auch sinngemäß bei Ventilen mit mehreren
konzentrischen nicht. zusammenhängenden Ventilringen und auch bei solchen mit geschlitzten
kreisförmigen Ventilplatten angewendet werden, indem man mehrere Federsysteme mit
verschiedenenDurchmessern konzentrisch einbaut.