DE893756C - Kraftwagen mit verringerbaren Breitenabmessungen - Google Patents
Kraftwagen mit verringerbaren BreitenabmessungenInfo
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Description
- Kraftwagen mit verringerbaren Breitenabmessungen Die Erfindung bezieht sich auf einen Kraftwagen, und zwar einen Kraftwagen mit veränderbarem Radabstand.
- Der Posten Garage ist bei den Kosten eines Kraftwagens eine wesentliche Größe, und dieser Pasten ist es auch, der der wirklich allgemeinen Verbreitung des Kraftwagens im Wege steht. Nur wenige Einzelhäuser besitzen Tore, durch die das Kraftfahrzeug in das Haus eingefahren werden könnte. Dagegen sind beinahe alle derartigen Häuser mit einem Hof oder Garten ausgestattet, in dem eine Garage aufgestellt werden könnte. Gegenstand der Erfindung ist ein Kraftwagen, dessen Radabstand und infolgedessen dessen Platzbedarf derart verringert werden können, daß -der Wagen durch den Gang bzw. Durchtritt üblicher Wohnungen bzw. Häuser durchgeht. Der Kraftwagen gemäß der Erfindung kann einen Sitzplatz ,oder mehrere aufweisen. Er besteht aus einer Karosserie in Schalenform von derartiger Breite, daß er die Fahrenden. aufnehmen kann, ohne eine- Breite aufzuweisen, die beträchtlich größer als der Platzbedarf einer Person in der Breite ist, wobei die Sitze hintereinander angeordnet sind und der Radabstand durch Schwenken der Räder unter die Schale verringert werden kann.
- Die Schale kann zwei Radpaare mit verringerbarem Radabstand oder ein Radpaar mit verringerbarem Radabstand vorn und ein Rad oder mehrere Räder hinten oder auch ein Radpaar mit verringerbarem Abstand hinten und ein Rad vorn aufweisen.
- Wenn ein Radpaar "benutzt wird, dessen Abstand nicht verringerbar ist, so ist der Abstand der Räder dieses Paares nicht größer als- die maximale Breite der Schale.
- Der das Fahrzeug treibende Motor kann vorn oder hinten im Fahrzeug angeordnet sein. Das Radpaar oder dieRadpaare mitverringerbaremAbstand bestehen aus unabhängig voneinander an schwenkbaren Lenkerparallelogrammen derart geführten Rädern, daß durch Anheben des Fahrzeuges die Räder sich unterhalb der Schale anordnen, wobei eine zwischen der Schale und,dem einen der Arme des Lenkerparallelogramms angeordnete Feder nur dann zur Wirkung kommt, wenn das Lenkerparallelogramm die Stellung des größten Radabstandes eingenommen hat.
- Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf die Arten der Verbindung der Schale des Fahrzeuges mit den vorderen und hinteren die Räder tragenden Einrichtungen: Die oberen und unteren Arme des Lenkerparallelogramms sind an einem Träger angelenkt, der senkrecht zur Achse der Schale liegt, die auf diesem Träger ruht. Jede Seite dieses Trägers ist so ausgebildet, daß sie eine große Kontaktfläche mit der Schale bildet.
- Der hintere Teil der Schale endet in vertikalen Rippen, an denen zwei Verlängerungsstücke befestigt sind, die die hinteren Räder tragen und auf denen der Motor befestigt ist.
- Die Erfindung bezieht sich auch auf die Anbringung der Aufhängefedern, die auf dem unteren Arm des einklappbaren Lenkerparallelogramms befestigt sind, wobei sich,das freie Ende dieser Feder in der normalen Fahrlage auf einem an dem Träger und der Schale befestigten Winkelstück abstützt und sich in der eingeklappten Radstellung zwischen Felge und Bremstrommel legt.
- Die Verbindung zwischen der Zahnstange und den Lenkhebeln wird durch zwei Stangen gesichert, die einerseits an der Zahnstange und andererseits an einer festen vertikalen Achse angelenkt sind, die fest an den Lenkhebeln sitzt. Diese Stangen bestehen aus zwei aneinander angelenkten, gemäß einer Achse parallel zur Fahrtrichtung des Wagens angelenkten Teilen; die Ausbildung ist so getroffen, daß die Kupplungsstangen der Räder das Einklappen der Räder nicht hindern. Die Parallelführung wird !bewirkt durch Einwirken auf die Länge der Teile der Stangen, .die den Lenkhebeln direkt benachbart sind.
- In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsformen gemäß der Erfindung veranschaulicht. Fig. i zeigt ein Schema der allgemeinen Anordnung der Fahrzeugteile; Fig: 2- ist eine Ansicht des Fahrzeuges von vorn, teilweise im Schnitt, in der normalen Stellung der Räder; Fig. 3 ist eine Ansicht des Fahrzeuges von vorn in dem Zustand der Einklappung der Räder; Fig. 4 zeigt im Schema die allgemeine Anordnung der Teile bei einer anderen Ausführungsform; Fig. 5 ist eine Teilansicht des Fahrzeuges von vorn; Fig. 6 zeigt den Träger und seine Verbindung mit der Karosserie bzw. Schale in einem Schnitt gemäß der Linie I-I der Fig. 5, wobei die Arme des Lenkerparallelogramms abgenommen gedacht sind; Fig. 7 zeigt in Seitenansicht den hinteren Teil des Wagens; Fig. 8 zeigt die hinteren Rippen der Schale; Fig. 9 ist 'ein Schnitt gemäß der Linie II-II der. Fig. 7 ; F'ig. io und ii sind Aufsicht und Ansicht eines Teils des Parallelführungssystems der Räder; Fig. 12- ist ein Schnitt durch die Federachse und zeigt die Ausbildung des Lenkerparallelogramms; Fig. 13 ist eine Ansicht des oberen Arms; Fig. 1q. ist eine Ansicht des unteren Arms.
- Fig. i zeigt ein Röhrenchassis i; vorn sind schwenkbare Lenkerparallelogramme 2 für die Radführung angelenkt. Die Lenkeinrichtung besteht aus einer Lenksäule 3, anderen Ende ein Zahnrad sitzt, das mit der Zahnstange 5 kämmt, die mit den Lenkstücken 6 durch angelenkte Stangen 7 verbunden ist.
- Am hinteren Teil ides Wagens sind Räder 8 vorgesehen, die am Ende eines Arms 9 angebracht sind, der um die Achse io schwingt, und deren Bewegung von den Federn i i aufgenommen wird.
- Der Motor 12. ist zwischen den beiden Hinterrädern angebracht. Er treibt eines der Hinterräder mittels Ketten 13 und der Querwelle 14 an.
- Fig. 2 und 3 zeigen, daß die vordere Radaufhängung aus zwei schwenkbaren Lenkerparallelogrammen besteht, die von den Armen 2, den Radträgern 15 und den Federn 16 gebildet werden.
- Die Arme :2 sind bei i an -den Längsseiten des Chassis angelenkt und bei 17 an dem oberen Teil der Radträger 15.
- Die Federn 16 sind bei 18 an den unteren Teil der Radträger 15 und bei i9 an das Rohrquerstück 20 angelenkt. Ein Anschlag 2i verhindert die freie Veränderung des Lenkerparallelogramms über eine bestimmte Stellung hinaus, da dann die Feder 16 zu arbeiten beginnt.
- Wenn man den Radabstand vorn am Fahrzeug (Fig. 3) verringern will, so genügt es, den vorderen Teil des Fahrzeuges anzuheben; die Räder ordnen sich dann infolge ihres Gewichtes unter dem Fahrzeug an. Verriegelungsvorrichtungen können zur Feststellung des Systems in der einen oder der anderen seiner Stellungen vorgesehen sein.
- Die Kugelgelenke 22 gestatten der Parallelführungsstange, den Abstandsänderungen des vorderen Radpaares zu folgen.
- In Fig. .4 ist eine zweite mögliche Ausführungsform des Fahrzeuges dargestellt, bei der das Radpaar mit verringerbarem Abstand hinten am Fahrzeug angeordnet ist und das Fahrzeug vorn durch ein einzelnes Rad 23 getragen wird, das in einer j lenkbaren Gabel 24 gelagert ist, die als Teleskopgabel oder als Parallelogrammgestänge ausgebildet sein kann. Bei dieser Ausführungsform kann der das Fahrzeug treibende Motor vorn angebracht sein und direkt auf das Rad 2.3 wirken, wobei der Motor j mit -der Gabel 24 bewegbar ist. Die Blattfedern, die bei den beschriebenen Ausführungsformen erwähnt sind, sind nur als Beispiel genannt, und man kann, ohne dadurch den Erfindungsgedanken zu ändern, entweder Schraubenfedern oder Torsionsstäbe verwenden, wobei der untere Arm des Lenkerparallelogramms dann von einem starren Arm gebildet wird.
- Fig. 5 und 6 zeigen den Träger, gebildet durch U-Profile 26 und 27, die durch Blechplatten bzw. Metallplatten 28 miteinander verbunden sind.
- Die Konstruktion 26, 27 und 28 ist an der Schale 29@ mittels Schrauben 3o befestigt, die durch Schweißungen bzw. Schweißpunkte ersetzt sein können.
- Die Arme 31 des Lenkerparallelogramms, die die Räder tragen, sind an dem Träger bei 32 angelenkt. Fig. 7, 8 und 9 zeigen die Verbindung der Schale mit dem hinteren Radpaar. Die Schale 29 endet in einem Boden, bestehend aus den beiden Teilen 33; jedes dieser Teile ist nach hinten albgebogen zur Schaffung der Rippen 38.
- Die beiden Rippen 38 sind mittels U-förmiger Bleche 3.4 und 35 verbunden, wobei diese Bleche vertikal verlaufen und die beiden Längsstücke 36 einfassen bzw. einklemmen, die den Motorträger bilden. Diese Befestigung wird durch Schrauben 39 unterstützt unter Zwischensetzen von rohrförmigen Ouerstücken. Einer der die Räder tragenden Arme ist hinten an den Längsstücken 36 angelenkt. Der andere Arm ist bei .4o auf einem Querstück angelenkt. Diese Konstruktion schafft eine große Starrheit bzw. Steifigkeit des hinteren Teils der Schale und ihrer Verbindung mit dem Motor und dem hinteren Radpaar. Die Verfestigung der verschiedenen Elemente des Bodens wird durch Punktschweißung gesichert.
- Fig. io und i i zeigen das Lenksystem mit der Zahnstange 50, an deren Ende mittels eines Kugelgelenks die Stangen 51 angelenkt sind. Die Verbindung zwischen den Armen 51 und den Lenkliebeln 52 geschieht mittels Stangen 53, die mit den Stangen 51 durch eine Kupplung 54 verbunden sind, wobei die Gelenkachse parallel der Achse der Fahrbewegung des Wagens ist.
- Die Regelung der Parallelführung der Räder wird bewirkt durch Einschrauben des Stückes 53 in seinen Gelenkkopf 55; die Sicherung wird durch die Gegenmutter 56 bewirkt.
- Die Aufhängung des Fahrzeuges wird mittels Schraubenfedern geschaffen. Fig. 12 zeigt, daß die Feder 57 zwischen dem unteren Arm 58 des Lenkerparallelogramms und einem Stück 59 angeordnet ist, das an dem Träger 27 und an der Verbindungsplatte 6o zwischen Träger und Sehale befestigt ist. Das untere Ende der Feder 57 ist an der Platte 61 befestigt, die an dem unteren Arm 58 sitzt. Das andere Ende der Feder ist frei, und die Feder nimmt eine praktisch horizontale Lage ein, wenn sich das Fahrzeug in zusammengeklapptemZustandbefindet; das freie Ende der Feder legt sich dann zwischen die Felge und dieBremstrommeldesbetreffendenRades.
- Fig. 13 zeigt den oberen Arm von oben gesehen. Er besteht aus zwei durch OOuerstücke 62 versteiften Rohren; die Enden der Rohre bilden eine Fassung, in die das Radtragstück bzw. der Radzapfen 63 eingelenkt ist. Dieser Arm ist ebenfalls an dem Träger 27 angelenkt.
- Fig. 14 zeigt den unteren Arm des Lenkerparallelogramms. D,ie beiden Rohre sind durch das Stück 61 versteift, an dem die Feder 57 befestigt ist, und durch das Que rrohrstück 64, um das der untere Teil des Radzapfens schwingt, der zu diesem Zweck entsprechend ausgebildet ist.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kraftwagen mit verringerbaren Breitenabmessungen, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Karosserie (Schale) von einer den Platzbedarf einer Person nicht übersteigenden Breite und mit hintereinander angeordneten Sitzen die Räder des in Fahrstellung eine größere Spurbreite als die Breite der Schale aufweisenden Radpaares bzw. mehrerer solcher Radpaare. am Ende von Lenkerparallelogrammen derart schwenkbar angeordnet sind, daß sie sich aus der normalen Fahrstellung mit dem maximalen Radabstand durch Anheben des Fahrzeuges unter das Fahrzeug in eine Stellung bringen lassen, deren Radabstand nicht wesentlich größer ist als die Breite der Schale.
- 2. Kraftfahrzeug gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Radpaar mit veränderbarem Radabstand und ein Rad bzw. ein Radpaar, dessen Radalbstand nicht größer ist als die Breite der Schale, an den Enden des Fahrzeuges angeordnet sind, wobei ein einzelnes vorn angebrachtes Rad als Lenkrad dienen kann.
- 3. Kraftwagen, gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Arm des schwenkbaren Lenkerparallelogramms des Radpaares mit verri.ngerbarem Radabstand von einer Blattfeder gebildet ist, die mit einem Ende an der Schale befestigt ist, wobei ein Anschlag ihre Bewegbarkeit begrenzt, wenn das Gelenkparallelogramm die Stellung des normalen Radabstandes erreicht hat. q.. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch Blattfedern, Schraubenfedern oder Torsions.stäbe zur Aufhängung des Fahrzeuges. 5. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch Aufhängung des Lenkerparallelogramms an einem -die Schale tragenden Träger, der durch U-förmige Metallstücke gebildet werden. kann, die, an: der Schale mittels Stücken befestigt sind, die an der Verbindungsstelle eine große Fläche aufweisen. 6. Kraftwagen gemäß Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Befestigung der Verbindung.sstücke an der Schale mittels Schrauben oder Punktschweißung. 7. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme und Befestigung des hinteren Radpaares die Schale in einem aus mehreren Teilen zusammengesetzten Boden mit in Fahrtrichtung sich erstreckenden Rippen endet, wobei diese Teile an jeder Seite der Schale mit dieser vereinigt und untereinander durch U-förmige Vertikalstücke verbunden sind, die mit den Rippen die Starrheit bzw. Steifigkeit des Bodens sichern. B. Kraftwagen gemäß Anspruch 7, gekennzeichnet durch hintere, den Motor tragende, an dem hinteren Teil der Schale angeschraubte Längsstücke unter Verstärkung der Befestigung durch die vertikalen Querstücke des Bodens der Schale. 9. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkstangen, die die Zahnstange mit den Lenkhebeln verbinden, eine Anlenkung aufweisen, die in einer Achse parallel zur Fahrtrichtung des Kraftwagens wirkt. io. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Parallelführung der Räder durch Einwirken auf die Länge der Teile der Lenkstangen geschieht; die von der Längsachse des Kraftwagens am weitesten entfernt sind. i i. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis ro, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme des Lenkerparallelogramms von gegeneinander verstrebten Rohren gebildet sind. 12. Kraftwagen gemäß Anspruch i bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Schraubenfedern bestehenden Aufhängefedern als Kompressionsfedern wirken, deren eines Ende an einer Verstrebung des unteren Arms befestigt ist und deren anderes Ende frei auf einem an dem Träger sitzenden Stück ruht.
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|---|---|---|---|
| FR893756X | 1950-05-10 |
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| DE893756C true DE893756C (de) | 1953-10-19 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH8439A Expired DE893756C (de) | 1950-05-10 | 1951-05-10 | Kraftwagen mit verringerbaren Breitenabmessungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE893756C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3909786A1 (de) | 2020-05-12 | 2021-11-17 | LÜÖND und CO. AG | Einrichtung zum verstellen der spur einer fahrachse eines wenigstens einachsigen strassen- und/oder geländegängigen fahrzeuges |
-
1951
- 1951-05-10 DE DEH8439A patent/DE893756C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3909786A1 (de) | 2020-05-12 | 2021-11-17 | LÜÖND und CO. AG | Einrichtung zum verstellen der spur einer fahrachse eines wenigstens einachsigen strassen- und/oder geländegängigen fahrzeuges |
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