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Schmelzeinsatz des D- und ND-Systems Die Schmelzeinsätze des D- und
ND-Systems sind bisher stets mit einem besonderen Löschmittel im Schmelzraum versehen
worden. Dieses Löschmittel, das von Sand, Pcarzellanmehl od. idgl. gebildet ist,
war notwendig, um in dem weiten Schmelzraum ein sicheres Abschmelzen, in.sbeson--dere
beii Kurzschlüssen, zu erreichen. Die Verwendung dieses Löschmittels verhindert
die vollautomatische Fabrikation von Schmelzeinsätzen des D- und ND-Systems. Dies
liegt daran, daß das Löschmittel stark streut und die automatisch arbeitende Maschine
derart verschleißt, daß die Anwendung einer solchen Maschine unwirtschaftlich ist.
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Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, .die Schmelzeinsätze des
D- und ND-Systems so auszubilden, daß sie ohne Aufgabe der Kurzs:chlußsicherheit
vollautomatisch herstellbar sind. Erfindungsgemäß wird dies durch folgernde Ausbildung
der Schmelzeinsätze erreicht: Der Patronenkörper bildet als Schmelzraum für den
Schmelzleiter einen luftgefüllten Kanal, der einen kleinen Querschnitt hat, gegebenenfalls
stellenweise zusätztich verengt ist. Der Patronenkörper ist zum dichten Abschluß
des Schmelzkanals mit Abdichtungen versehen, die in einem plastischen oder teigigen
Zustand beim Aufziehen der Kontaktkappe im wesentlichen in den Schmelzkanal gedrückt
sind und darin verbleiben. Durch die Erfindung ist das die automatisch .arbeitende
Maschine verschleißende Löschmittel in .dem Schmelzkanal vermieden.. Infolge des
kleinen 0uerschnitts hat der Schmelzkanal einen sehr kleinen Luftinhalt, so daß
nur eine geringe Menge Sauerstoff für den Abschmelzliichtbogen
zur
Verfügung steht. Durch die in tlen Schmelzkanal eingedrückten Abdichtungen wird
der Lichtbogen von den Kontaktkappen ferngehalten Das zur Abdichtung des Schmelzkanals
dienende Abdichtungsmittel verhindert nicht die Anwendung der vollautomatisch arbeitenden
Maschine, da es infolge seines plastischen oder teigigen Zustandes zusammenhält
und nicht wie der bisher verwendete Sand od. Ügl. streut und dadurch die Maschine
verschleißt.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele "der Erfindung .dargestellt.
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Die Fg. i zeigt einen Schmelzeinsatz mit einem aus Glas bestehenden
Patronenkörper i. Der Patronenkörper ist ein Rohr, dessen Länge gleich. .ist der
üblichen Länge der Schmelzeinsätze (des D-ibzw. ND-Systems. Er hat eine enge als
Schmelzkanal dienende Bohrung 2. Der Schmelzkanal enthält lediglich einen Schmelzleiten3.
Zusätzliche Löschmittel sind in dem Schmelzkanal nicht vorhanden. Der Schmelzkanal
ist nur mit Luft versehen. Die Enden des Schmelzleiters sind an -den Stirnseiten
des Rohres urigelegt rund' gegen den Außenmantel des Rohres gebogen. Einen Kennmelderdraht
besitzt der in Fig. i dargestellte Schmelzeinsatz nicht, da :infolge der Durchsichtigkeit
des Patronenkörpers ein. besonderer Kennmelder nicht notwendig ist. Der Schmelzkanal
ist an beiden Enden mit Abdichtungen q. versehen.. Die Abdichtungen bestehen aus
einem Material, das zumindest beim Zusammenbau des Schmelzeinsatzes plastisch ist.
Als Abdichtungsmaterial eignet sich unter anderem Bakelit mit Schlämmkreide. Die
Abdichtungen `werden vor dem Aufziehen der Kontaktkappen 5, 6 in Form von Tabletten
oder Kugeln in die Kontaktkappen eingelegt. Beim Aufziehen der Kontaktkappen drücken
sich die Ahd'ichtungen in den Schmelzkanal: ein und schließen somit den Schmelzkanal:
völlig gegen die Kontaktkappen ab. Die Abidch-tungen, die auch aus teigigem Baustoff
bestehen können, können nach dem Aufziehen der Kontaktkappen erhärten. Wichtig ist,
daß sie während :des Auf-.ziehens der Kontaktkappen 5, 6 und- bei Erwärmung des
Schmelzleiters nicht wegfließen. 7 ist ein Futter zur Führung des rohrförmigen Patronenkörpers
in einen ND-Sicherungssockel.
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Die Fig. 2 zeigt einen Schmelzeinsatz gemäß der Erfindung mit einem
aus unidurchsichtigen Baustoff, z. B. Keramik, bestehenden Patronenkörper i. Dieser
Patronenkörper hat von vornherein die Form eines ND-Schmelzeinsatzes. Er besitzt
wieder einen engen nur mit Luft gefüllten Schmelzkanal 2. Der Schmelzkanal: enthält
nicht nur einen Schmelzleiter 3, sondern auch, da 'infolge . der Undurchsichtigkeit
.des Patronenkörpers ein Kennmelder notwendig ist, einen Kennmelderdraht B. Bei
diesem Schmelzeinsatz ist lediglich die Fußkontaktkappe 5 mit einer Abdichtung q.
verseben, die wie die Abdichtungen .des in Fig. i dargestellten Schmelzeinsatzes
beim Aufziehen der Kontaktkappen im plastischen oder teigigen Zustand in .den Schmelzkanal:
eingedrückt ist. Die Verwendung einer gleichen Abdichtung an der Stirnkontaktkappe
6, ist bei dem in Fig. 2 dargestellten Schmelzeinsatz nicht möglich, da sonst
der Kennmelder beim Ansprechen des. Schmelzeinsatzes nicht in Tätigkeit treten kann.
Um einen weitgehenden Schutz der Stirnkontakikappe 6 gegen den Lichtbogen zu erhalten,
ist der Schmelzkanal: in der Nähe der Stirnkontaktkappe stark verengt. Es können
Lichtbögen schwer zu der Stirnkontaktkappe 6 -durchtreten. Selbst wenn die Kontaktkappe
durch den Lichtibogen beschädigt wird; so ist die Gefahr eines Stehfeuers an .dem
Schmelzeinsatz nicht vorhanden, da die Stirnkontaktkappe sich nicht in der Nachbarschaft
des anderen Poles des Sicherungssockels befindet. An dem Kennmelder--draht 8 ist
ein an sich bekanntes Kennplättchen 9 befestigt. Es steht im Gegensatz zu den bekannten
Schmelzeinsätzen nicht unter der Wirkung einer Springfeder. Eine solche ist nicht
notwendig, da beim Ansprechen des Schmelzeinsatzes der Kennmelderdraht 8 so weit
verbrennt, .daß das Kennplättchen abfällt. Das Fortlassen der Spingfeder unter dem
Kennplättchen erleichert weiter (die vollautomatische Fabrikation des Schmelzeinsatzes.
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Der Schmelzeinsatz gemäß der Erfindung kann auch die Form der bekannten
Schmelzeinsätze des D-Systems haben.
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Die Erfindung hat außer dem Vorteil, daß sie eine vollautomatische
Herstellung der Schmelzeinsätze ermöglicht, den weiteren Vorzug, daß der Schmelzeinsatz
einen kleineren Aufwand an Baustoffen besitzt als die bekannten- mit Löschmitteln
verS-ehen,n.Schmelz-einsätze-des D-und ND-Systems. Dies trägt weiter dazu bfei,
die vollautomatische Fabrikation der Schmelzeinsätze wirtschaftlich durchzuführen.