DE893545C - Schmelzeinsatz des D- und ND-Systems - Google Patents

Schmelzeinsatz des D- und ND-Systems

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Publication number
DE893545C
DE893545C DES8594D DES0008594D DE893545C DE 893545 C DE893545 C DE 893545C DE S8594 D DES8594 D DE S8594D DE S0008594 D DES0008594 D DE S0008594D DE 893545 C DE893545 C DE 893545C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fusible link
melt channel
cartridge body
fusible
seals
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Expired
Application number
DES8594D
Other languages
English (en)
Inventor
Eugen Hollstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES8594D priority Critical patent/DE893545C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE893545C publication Critical patent/DE893545C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/041Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges characterised by the type
    • H01H85/044General constructions or structure of low voltage fuses, i.e. below 1000 V, or of fuses where the applicable voltage is not specified

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  • Fuses (AREA)

Description

  • Schmelzeinsatz des D- und ND-Systems Die Schmelzeinsätze des D- und ND-Systems sind bisher stets mit einem besonderen Löschmittel im Schmelzraum versehen worden. Dieses Löschmittel, das von Sand, Pcarzellanmehl od. idgl. gebildet ist, war notwendig, um in dem weiten Schmelzraum ein sicheres Abschmelzen, in.sbeson--dere beii Kurzschlüssen, zu erreichen. Die Verwendung dieses Löschmittels verhindert die vollautomatische Fabrikation von Schmelzeinsätzen des D- und ND-Systems. Dies liegt daran, daß das Löschmittel stark streut und die automatisch arbeitende Maschine derart verschleißt, daß die Anwendung einer solchen Maschine unwirtschaftlich ist.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, .die Schmelzeinsätze des D- und ND-Systems so auszubilden, daß sie ohne Aufgabe der Kurzs:chlußsicherheit vollautomatisch herstellbar sind. Erfindungsgemäß wird dies durch folgernde Ausbildung der Schmelzeinsätze erreicht: Der Patronenkörper bildet als Schmelzraum für den Schmelzleiter einen luftgefüllten Kanal, der einen kleinen Querschnitt hat, gegebenenfalls stellenweise zusätztich verengt ist. Der Patronenkörper ist zum dichten Abschluß des Schmelzkanals mit Abdichtungen versehen, die in einem plastischen oder teigigen Zustand beim Aufziehen der Kontaktkappe im wesentlichen in den Schmelzkanal gedrückt sind und darin verbleiben. Durch die Erfindung ist das die automatisch .arbeitende Maschine verschleißende Löschmittel in .dem Schmelzkanal vermieden.. Infolge des kleinen 0uerschnitts hat der Schmelzkanal einen sehr kleinen Luftinhalt, so daß nur eine geringe Menge Sauerstoff für den Abschmelzliichtbogen zur Verfügung steht. Durch die in tlen Schmelzkanal eingedrückten Abdichtungen wird der Lichtbogen von den Kontaktkappen ferngehalten Das zur Abdichtung des Schmelzkanals dienende Abdichtungsmittel verhindert nicht die Anwendung der vollautomatisch arbeitenden Maschine, da es infolge seines plastischen oder teigigen Zustandes zusammenhält und nicht wie der bisher verwendete Sand od. Ügl. streut und dadurch die Maschine verschleißt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele "der Erfindung .dargestellt.
  • Die Fg. i zeigt einen Schmelzeinsatz mit einem aus Glas bestehenden Patronenkörper i. Der Patronenkörper ist ein Rohr, dessen Länge gleich. .ist der üblichen Länge der Schmelzeinsätze (des D-ibzw. ND-Systems. Er hat eine enge als Schmelzkanal dienende Bohrung 2. Der Schmelzkanal enthält lediglich einen Schmelzleiten3. Zusätzliche Löschmittel sind in dem Schmelzkanal nicht vorhanden. Der Schmelzkanal ist nur mit Luft versehen. Die Enden des Schmelzleiters sind an -den Stirnseiten des Rohres urigelegt rund' gegen den Außenmantel des Rohres gebogen. Einen Kennmelderdraht besitzt der in Fig. i dargestellte Schmelzeinsatz nicht, da :infolge der Durchsichtigkeit des Patronenkörpers ein. besonderer Kennmelder nicht notwendig ist. Der Schmelzkanal ist an beiden Enden mit Abdichtungen q. versehen.. Die Abdichtungen bestehen aus einem Material, das zumindest beim Zusammenbau des Schmelzeinsatzes plastisch ist. Als Abdichtungsmaterial eignet sich unter anderem Bakelit mit Schlämmkreide. Die Abdichtungen `werden vor dem Aufziehen der Kontaktkappen 5, 6 in Form von Tabletten oder Kugeln in die Kontaktkappen eingelegt. Beim Aufziehen der Kontaktkappen drücken sich die Ahd'ichtungen in den Schmelzkanal: ein und schließen somit den Schmelzkanal: völlig gegen die Kontaktkappen ab. Die Abidch-tungen, die auch aus teigigem Baustoff bestehen können, können nach dem Aufziehen der Kontaktkappen erhärten. Wichtig ist, daß sie während :des Auf-.ziehens der Kontaktkappen 5, 6 und- bei Erwärmung des Schmelzleiters nicht wegfließen. 7 ist ein Futter zur Führung des rohrförmigen Patronenkörpers in einen ND-Sicherungssockel.
  • Die Fig. 2 zeigt einen Schmelzeinsatz gemäß der Erfindung mit einem aus unidurchsichtigen Baustoff, z. B. Keramik, bestehenden Patronenkörper i. Dieser Patronenkörper hat von vornherein die Form eines ND-Schmelzeinsatzes. Er besitzt wieder einen engen nur mit Luft gefüllten Schmelzkanal 2. Der Schmelzkanal: enthält nicht nur einen Schmelzleiter 3, sondern auch, da 'infolge . der Undurchsichtigkeit .des Patronenkörpers ein Kennmelder notwendig ist, einen Kennmelderdraht B. Bei diesem Schmelzeinsatz ist lediglich die Fußkontaktkappe 5 mit einer Abdichtung q. verseben, die wie die Abdichtungen .des in Fig. i dargestellten Schmelzeinsatzes beim Aufziehen der Kontaktkappen im plastischen oder teigigen Zustand in .den Schmelzkanal: eingedrückt ist. Die Verwendung einer gleichen Abdichtung an der Stirnkontaktkappe 6, ist bei dem in Fig. 2 dargestellten Schmelzeinsatz nicht möglich, da sonst der Kennmelder beim Ansprechen des. Schmelzeinsatzes nicht in Tätigkeit treten kann. Um einen weitgehenden Schutz der Stirnkontakikappe 6 gegen den Lichtbogen zu erhalten, ist der Schmelzkanal: in der Nähe der Stirnkontaktkappe stark verengt. Es können Lichtbögen schwer zu der Stirnkontaktkappe 6 -durchtreten. Selbst wenn die Kontaktkappe durch den Lichtibogen beschädigt wird; so ist die Gefahr eines Stehfeuers an .dem Schmelzeinsatz nicht vorhanden, da die Stirnkontaktkappe sich nicht in der Nachbarschaft des anderen Poles des Sicherungssockels befindet. An dem Kennmelder--draht 8 ist ein an sich bekanntes Kennplättchen 9 befestigt. Es steht im Gegensatz zu den bekannten Schmelzeinsätzen nicht unter der Wirkung einer Springfeder. Eine solche ist nicht notwendig, da beim Ansprechen des Schmelzeinsatzes der Kennmelderdraht 8 so weit verbrennt, .daß das Kennplättchen abfällt. Das Fortlassen der Spingfeder unter dem Kennplättchen erleichert weiter (die vollautomatische Fabrikation des Schmelzeinsatzes.
  • Der Schmelzeinsatz gemäß der Erfindung kann auch die Form der bekannten Schmelzeinsätze des D-Systems haben.
  • Die Erfindung hat außer dem Vorteil, daß sie eine vollautomatische Herstellung der Schmelzeinsätze ermöglicht, den weiteren Vorzug, daß der Schmelzeinsatz einen kleineren Aufwand an Baustoffen besitzt als die bekannten- mit Löschmitteln verS-ehen,n.Schmelz-einsätze-des D-und ND-Systems. Dies trägt weiter dazu bfei, die vollautomatische Fabrikation der Schmelzeinsätze wirtschaftlich durchzuführen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schmelzeinsatz des D- oder ND-Systems, ,dadurch gekennzeichnet, tdaß der Patronenkörper (i) als Schmelzraum für den Schmelzleiter-(3) einen mit Luft versehenen Kanal (2) bildet, (dier einen kleinen Querschnitt hat, gegebenenfalls stellenweise zusätzlich verengt ist, und zum dichten Abschluß des Schmelzkanals mit Abdichtungen (q.) versehen ist, die im plastischen oder teigigen Zustand beim Aufziehen '.der Kontaktkappen (5; 6) im wesentlichen in den Schmelzkanal (2) gedrückt sind und darin verbleiben.
  2. 2: Schmelzeinsatz nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Glas der Patronenkörper außer einem Schmelzleiter (3) keinen Kennmelderdraht enthält und an beiden Enden mit ,in den Schmelzkanal eingedrücktenAbdichtungen(q.) versehen ist (Fig. i).
  3. 3. Schmelzeinsatz nach Anspruch i, idadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von un-,durchsichtigem Baustoff (keramischem Material) der Patronenkörper (i) in an sich bekannter Weise außer einem Schmelzleiter (3) einen Kennmelderdraht (8) enthält und lediglich an der Fußkontaktkappe (5) mit einer in den Schmelzkanal (2) eingedrückten Abdichtung (4) versehen ist, während der Schmelzleiter in der Nähe (der Stirnkontaldkappe (6) durch eine Verengung des Schmelzkanals durchgeführt ist.
  4. 4. Schmelzeinsatz nach Anspruch r und 3, dadurch ,gekennzeichnet, daß an dem aus undurchsichtigem Baustoff bestehenden Patronenkörper (z) der Kennmelderdraht (8) mit einem federlosen Kennplättchen (g) versehen ist (Fig. 2). Angezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 22 377.
DES8594D 1943-12-30 1943-12-30 Schmelzeinsatz des D- und ND-Systems Expired DE893545C (de)

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DE893545C true DE893545C (de) 1953-10-15

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ID=7472801

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DE (1) DE893545C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH22377A (de) * 1900-09-11 1902-01-31 Schaufelberger Dr Wilhelm Elektrische Sicherung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH22377A (de) * 1900-09-11 1902-01-31 Schaufelberger Dr Wilhelm Elektrische Sicherung

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