-
Zange zum Herstellen von Kerbverbindungen an elektrischen Leitungen
Für die Herstellung der Kerben bei Kerbverbindern zum Verbünden. elektrischer Leitungen.
verwendet man, seitdem diese Verbinder vor fast 30 Jahren in die Technikeingeführt
worden sind, Kerbzangen:, bei denen' .der Kerbdruck durch eine Schraubenspindel
erzeugt wird, die an einem an dem festen Zangenschenkel schwenkbar gelagerten Halter
sitzt. Solange die Kerbrverbinder verhältnismäßig kurz waren" die Anzahl der für
jede Verbindung herzustellenden Kerben also. klein., war der Zeitaufwand; für das
Kerben mit Hilfe einer Spindel tragbar. Dazu kommt, .d,aß das Gewicht der Kerbzange
durch eine Spinde-1 nur unerheblich vergrößert wird, so, daß man auch eben auf denn
Mast verhältnismäßig leicht damit arbeiten kann. Durch. die Einführung insbesondere:
der Stahl-Aluminium-Leitungen mit ihren großen Querschnitten ist die Länge ,der
Kerbverbinder erheblich gewachsen, und die Zahl der für jede Verbindung herzustellenden
Kerben hat beträchtlich. zugenommen. Wähnend man vor jener Zeit bei Querschniten
biss etwa 2:q.0 mm2 höchstens hiis zu zwölf Kerben: für jeden Verl)!inder von etwa
400 mm Länge herzustellen hatte, sind seitdem Kerbverbinder mixt Ouerschnitten von
,q.50 mm2 bis zu dreißig Kerben, und einer Länge des Verbinders von etwa, i2ooim,m
keine Seltenheit mehr. Die Herstellung dieser großen Anzahl von Kerben bei großen'
Seilquerschnitten erforidert nun aber einen b.eträchtli.chen Zeitaufwand. Für einen
einzelnen
Verbinder von. .dreißig Kerben beträgt die Zeit etwa 9o
Minuten. Während dieser Zeit sind zwar die mit- der Herstellung der Kerben. Beschäftigten
tätig. Eine weit größere- Anzahl der im Leitungsbau Beschäftigten ruß .dagegen warten,
biss die Kerbverbindung hergestellt ist, weil erst .dann das Seil weitergezogen
werden kann. Für diese Arbeiter fällt also die Arbeitszeit während des Kerbens vollständig
aus. Bei der Montage von Seilen mit größeren Querschnitten sind dies bis zu zwanzig
Arbeiter. Es liegt also ein dringendes 'Bedürfnis vor, den Aufwand an Arbeitszeit
für .das Kerben herabzusetzen; nicht nur damit der Aufwand an. Arbeit für die mit
diem Kerben unmittelbar Beschäftigten geringer wird, sondern insbesondere wegen
der während des Kerbens zur Arbeitspause gezwungenen Arbeiter.
-
Nach der Erfindung wird eine Verminderung des Zeitaufwandes für das
Herstellen von. Kerbverbindungen: dadurch erreicht, daß die Preßvornichtung aus
einem zweiarmigen. Hebel mit einem langen und einem kurzen. Hebeldarm und einem
Druckübertragungsstück besteht, das am freien Ende des kurzen Hebelarmes liegt.
-
In der Zeichnung sind verschiedene-Ausführungsformen (der Erfindu.ngdargestellt.
-
In Fi.g. i und 2 ist die Kerbzange auf einem Brett i montiert. 2 isst
der feste und 3 der um den Drehpunkt q. bewegliche Schenkel der Zange. Das andere
Ende des festen Schenkels 2 ist .durch den Bolzen 5 unter Vermittlung von Laschen.
6 ebenfalls auf dem Brett i gelagert. An dem Bolzen 5 sind ferner Laschen 7 aasgelenkt,
die den Schenkel 3 umfassen. und an ihrem Ende einen um,den Bolzen 8 drehbaren Hebel
mit einem langen Arm 9 und einem kurzen Arm io tragen. Der lange Arm wird zweckmäßig
als. Rohr ausgebildet und mit dem anderen Teil verschraubt oder vernietet. Der kurze
Arm io. hat an seinem freien Ende einen Bolzen i i, der in. eine Rinne 12 eines
an: .dem beweglichen Schenkel 3 eingeschraubten DruckübertragungsstÜckes. 13 eingreift.
Dadurch, daß das Druckübertragungsstück am freien; Ende des kurzen Hebelarmes sitzt,
erhält man einen, möglichst großen Weg für einen bestimmten Drehwinkel des langen
Hebelarmes. Damit ;die Kerbvorrichtung auch sm Bedarfsfall in der früher üblichen
Weise mit einer Spindel betrieben werden kann, ist in dem Druckübertragungsstück
13 eine Pfanne 1q. angebracht, in welche die Spindel eingreift. Bei 15 werden die
Kerbeinsätze eingesetzt.
-
Um die Kerbzange zu öffnen,. wird der lange Hebelarm nach rechts,
geschwenkt, bis er etwa senkrecht bzw. etwas nach außen. steht. Dabei werden die
Laschen. ? nach außen bewegt, so daß der bewegliche Schenkel 3 der Zange geöffnet
werden kann. Nach. .dem Einlegen der zu kerbenden Verbindung wird der lange Hebelarm
g nach links gelegt und dabei, der bewegviche Zangenschenkel 3 nach unten gepreßt,
so ,daß ein Kerbdruck ausgeübt wird. Die Bahn des Hebels für die Ausübung des Kerbdruckes
verläuft also über ,den Zangenschenkeln, so .daß der beim Kerben entstehende Gegendruck
aufgenommen wird und die Vorrichtung sich nicht von ihrer Unterlage abheben kann.
Die Kerbdrücke können sehr schnell aufeinanderfolgen, da die Ausübung des Kerbdruckes
gegenüber einer Spindel einen ganz wesentlich geringeren Zeitaufwand erfordert.
Er ist e twa auf den sechsten Teil herabgesetzt. Durch das Verstellen des Druckübertrabggungsstückes
a3 oder durch Ändern der Länge des kurzen.Hebelarmes kann die Tiefe der Kerbung
geregelt werden:. Man kann aber auch durch Ändern der Entfernung des Drehpunktes
5 Arom Drehpunkt 8, d. h. dier Länge der Lasche 7, die Regelung der Kerbtiefe erzielen.
Ferner kann bei Abnutzung -im Gelenk der Zange das Spiel durch dieselben Mittel
ausgeglichen werden.
-
Bei der -dargestellten Anordnung werden Druck# übertragungselemente
an einem Bolzen, 5 befestigt, der in einer Bohrung des.'festen Zangenteils 2 sitzt.
Bei Kerbzangen mit Druckübertragung durch eine Spindel ist diese Bohrung zur Aufnahme
des Spdndelkasterns bereits vorhanden. Dagegen ruß an dem beweglichen Zangenschenkel
3 für d,as Druckübertragungsstück 13 -ein Loch gebohrt und Gewindegeschnitten
werden.
-
Bei der Ausführungsform nach Fi.g. 3 ist auch diese, zusätzliche Arbeit
entbehrlich.
-
In Fig. 3 ist der laschenartige Zwischenteil ? etwas anders geformt.
Der kurze Arm io greift mit seinem fingerartig ausgebildeten Ende 16 in eine Pfanne
17 am beweglichen Zangenteil ein. Diese Pfanneist:bei Kerbzangen mit Spind@elantrieb
bereits vorhanden, da hier das Ende. der Spindel eingreift. Die neue Anordnung kann
also auch bei Kerbzangen mit Spindelantrieb- nachträglich angebracht werden, ohne:
diaß sonst Änderungen an der Kerbzange vorgeno@mm@en°werden müssen.
-
Eine etwas andere Ausbildung, insbesondere, des kurzen Hebelarmes
io, zeigt die Fig. q.. An Stelle des fingerartigen Endes. 16 nach Fig. 3 wird hier
ein eingesetzter Bolzen 16 verwendet. Dieser kann wegen seiner starken Beanspruchung
aus besonders widerstandsfähigem Baustoff bestehen, während der übrige Teil des
Armes io aus geringerwertigem Baustoff hergestellt .sein kann. Der mit Gewinde versehene
Bolzen, 16 ermöglicht eine Nachstellbarkeit für verschiedene Kerbhiefen bei Verbindern
verschiedener Größe und bei, Abnutzung im Zangengelenk.
-
Eine weitere Ausführungsform ist in Fig: 5 dargestellt. Hier isst
der kurze Hebeldarm als Zahnsegment ausgebildet. Er stützt sich an einer am festen.
Zangenschenkel 2 angebrachten Zahnstange 7 ab. Der zweiarmige Hebel ist an einem
am beweglichen Zangenschenkel 3 angeordneten Druckübertragungsstück 2 1 bei 8 gelagert.
Diese Anordnung macht infolge ihrer an sich vorhandenen AnpassunbsfähWI<eit an
verschiedene Kerbtiefen, verschiedenve Kerbverbindergrößen und Zangenungenauigkeiten
infolge Abnutzung des Gelenkes eine Nachstell.barkei.t des Druckübertragungsstückes
entbehrlich.
-
Es ist nun aber nicht nur erwünscht, beim Herstellen Ader Kerbverbindungen
möglichst schnell
arbeiten zu können und den erforderlichen. Preßdruck
mit geringem Kraftaufwand zu erzeugen, ohne daß der lange, Hebelarm das zulässige
Maß überschreitet, sondern es ist auch vo,rte,ilhaft, den kleinen Hebelarm möglichst
kurz zu halten, weil der Preßdruck um so größer wird, je kle ine:r dieser Hebelarm
isst. Hier sind aber gewisse Grenzen gesetzt, da eine bestimmte Kerbtiefe erreicht
w >erden muß, die bis zu 6o. mm gehen kann. Dieser Umstand verlangt also wieder
eine größere Länge des kleinen Hebelarmes. Um nun diese sich widersprechenden Forderungen
zu erfüllen, erhält der zweiarmige Hebel bei der Anordnung nach Fig.6 und 7 zwei
Drehpunkte, die nacheinander wirksam werden und von denen jeder die Abstützung des
Hebels für einen Teil der Kerbtiefe überniimmt. Infolgedessen kann .der kleine Hebelarm
kurz gehalten. werden. An dem feisten Zangenschenkel 2 sind zwei Laschen 22 angelenlzt.
Am oberen Ende der Laschen sind bei 23 weitere Laschen 24 angesetzt, an denen der
zweiarmige Hebel im Drehpunkt 25 gelagert ist. Die Laschen 24 haben um den Drehpunkt
25 eine kreisförmige Aussparung 26, in welche Zapfen 27 am zweiarmigen Hebel eingreifen.
Um den Zapfen 28 ist das DTuckübertragungSMittel 29 am gabelförmigen Ende 3o des
kurzen Hebelarmes sicher gelagert.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung und; der Wechsel der Drehachse des
zweiarmigen Hebels sind in mehreren Stellungen, in, Fig. 8 bis i i dargestellt.
Fig. 8 zeigt die Stellung beim Beginndes Kerbens. Der erste feste Drehpunkt
25 ist durch eine Schraffur besonders hervorgehoben. Der lange Hebelarm 9
liegt nach außen, von der Zange weg. Dreht man ihn nach oben in die Stellung nach
Fig. 9, so schlägt jetzt, der Zapfen 27, der an dem zweiarmigen Hebel sitzt, am
Ende der Aussparung 26 an. Der kurze Hebelarm io und damit auch das Drucküibertragungsstück
haben sich bei den ge-Wählten: Verhältnissen und einer Länge des kurzen Hebelarmes
von 20, mm um 25 mm ge!senlct. Jetzt: kann der Hebel 9, io mit den Laschen 24 sich
nicht mehr um den Zapfen 25 drehen, sondern jetzt wird die Drehung verlagert auf
den Zapfen 23 am oberen Ende: der Lasche 22 (Fig. io). Die Dreh iachse 23 ist auch
hier wieder durch Schraffur hervorgehoben. Der ,kurze Hebelarm io und damit das
Druckübertragungsstück haben sich während dieser Drehung um iomm gesenkt. In der
Schlußstellung der Kerbzange nach Fig. i i ist das Druckübertragungsstück um weitere
20 mm nach unten gegangen. Der Gesamthub des.Druckübertragungsstückes beträgt demnach
55 mm, was für die Mehrzahl aller Kerbungen ausreichen, dürfte. Mit "einem einzigen
Drehpunkt und unt-r Verwendung eines derart kleinen Hebelarmes wäre eine so tiefe
Kerbung nicht zu erreichen.
-
Die Anordnung nach Fig. 6 und 7 kann noch dadurch vereinfacht werden:,
d:aß die Aussparung 26 fortfällt. Statt .dessen wird, nach Fig. 12 und 13 zwischen
den Laschen 2d. ein fester Bolzen 31 angeordnet, gegen den der zweiarmige Hebel
bei der Bewegung anschlägt. Dadurch wird der Anschlag am Ende der Aussparung 2:6
ersetzt. Der weitere Vorgang vollzieht sich wie bei F g. 6 und. 7.
-
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1.4. und 15 wird der als Bolzen
31 ausgebildete feste Anschlag an den Laschen 24 bei Fig. 12 und 13 -durch eine
Brücke32 zwischen den Laschen ersetzt.
-
Um eine Abrutschen des Druckübertragungsstückes 29 beim Ausüben, dies
Kerbdruckes zu vermeiden, wird der Drehzapfen 2& im Verhältnis zur Druclcül)ertragüngs:stell-e
zum Drehpunkt der Zangenschenkel hin verlagert, wie dies in Fig. 6 zu erkennen ist
.
-
Die Anordnung nach Fig. 16 bis i$, die der Ausführungsform nach Fig.6
und 7 im wesentlichen entspricht, mit Änderung der Laschen, 2d. entsprechenid Fig.
12 urnd; 13, ist mit einer Einrichtung zur Einstellb:arkeit Ader Kerbtiefen versehen..
Zu diesem Zweck ist der an dem festen Schenkel 2 schwenkbar gelagerte Halter, bestehend
aus zwei Laschen 22, mit Ansätzen 3.4 und Ausprägungen 35 versehen. Außerdem liegt
dazwischen ein Langloch 36. ZwIs-chen 3.j und 35 ist ferner ein quadratsches Blechstück
37 mit einer Bohrung 38 gelegt, die als Lager für die Drehachse am festen Zangenschenkel
dient. Die Entfernung der Bohrung 38 ist von den, vier Kanten des qu.aidratischen
Blechstückes verschieden. Nach Fig. 18 z. B. io, 13,5, 16,5 und 20 mm. je ein Stück
dieser quadratischen Blechstücke wird gegen eine Lasche 22 gelegt, wie dies insbesondere
Fig. 16 und i9 erkennen, lassen. Je nach seiner Lage isst die Entfernung der Bohrung
von dem oberen Bolzen 23 der Laschen und damit auch von der Drehac se: 25 des zweiarmigen
Hebels verschieden. Dementsprechend ändert sich auch die Kerbtiefe, da mit der Änderung
der Achsenentfernung auch der Öffnungswinkel der Zange sich ändert.