DE893157C - Schutzraumfilter - Google Patents
SchutzraumfilterInfo
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- DE893157C DE893157C DED10795D DED0010795D DE893157C DE 893157 C DE893157 C DE 893157C DE D10795 D DED10795 D DE D10795D DE D0010795 D DED0010795 D DE D0010795D DE 893157 C DE893157 C DE 893157C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B13/00—Special devices for ventilating gasproof shelters
-
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Description
- Schutzraumfilter Schutzraumfilter sind im allgemeinen gegen Wasser empfindlich, @d. h. sie werden durch Feuchtigkeit in ihrer Wirkung beeinträchtigt. Es muß also dafür Sorge betragen werden, die Filter vor übermäßiger Beladung mit Feuchtigkeit bzw. vor Wassereinbruch zu schützen, dies besonders dann, wenn der Schwebstoffilterteil als allgemein gebräuchliches Faserstoffilter ausgebildet ist. Derartige Faserstoffilter sind gegen .Wasser viel empfindlicher als -die zum Zurückhalten der schädlichen Gase normalerweise verwendeten, aktive Kohle enthaltenden Gasfilter. Während ein durchnäßtes Kohlefilter verhältnismäßig leicht und schnell regenerierbar ist, ist dies im allgemeinen mit einem völlig durchnäßten Schwebstoffilter nicht möglich: Da die Schwebstoffilter fast ausnahmslos vor die meist Aktivkohle enthaltenden Gasfilter in den Luftstrom eingeschaltet sind, sind sie dem in das Filter eindringenden Wasser in erster Linie ausgesetzt. Da die Schutzraumfilter im allgemeinen in Kellerräumen untergebracht sind und dort die Luft aus baulichen Gründen nahezu von oben nach unten geführt wird, sind Schutzraumfilter normalerweise ebenfalls so konstruiert, daß die zuströmende Luft von oben nach unten durch das Filter hindurchstreicht. Dies bedingt, daß das Filter nicht nur durch das verdampfte und -das feinzerstäubte Wasser der Außenluft, sondern diaß es auch durch größere Wassertropfen bzw. bei einem Wassereinbruch gefährdet ist. Man hat zwar schon in den Ansaugleitungen Prallfilter und-Wasserabscheider eingebaut, deren Ablauf mit einem Hahn versehen ist und die demzufolge einer besonderen Wartung bedürfen. Aus diesem Grunde sind diese Anlagen nachteilig, außerdem auch aus dem Grunde, da die Schutzrauminsassen nicht ohne weiteres feststellen können, ob bzw. wieviel Wasser sich abgesetzt hat. Weiterhin wird durch die bekannten Abscheidevorrichtungen insbesondere das Kondenswasser nicht erfaßt, daß sich bei gegebenen atmosphärischen Bedingungen, z: B. bei warmer feuchter Außenluft und niedriger Temperatur des Schutzraumes, in den Rohrleitungen bzw. in dem Filter selbst abscheidet. Mit Hilfe einer der bekannten Vorrichtungen wird das Eindringen von Wasser in das Schutzraumfilter nicht in gewünschtem Maße verhindert.
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu beseitigen, und besteht aus einem Schutzraumfilter, bei .dem unmittelbar vor bzw. in dem Luftverteilungsraum an der Lufteintrittsseite, vorzugsweise an der tiefsten Stelle; ein gasdichtes; selbsttätiges Wasserablaßventil oder mehrere solche Ventile angeordnet sind. Sammelt sich unmittelbar vor bzw. in dem Luftverteilungsraum an der Lufteintrittsseite des Filters Wasser an, so wird .dieses durch das selbsttätige Ablaßventil abgelassen, das, solange kein Wasser vorhanden ist, gasdicht schließt. Das Wasserablaßventil kann auf der Abflußseite unmittelbar durch eine besondere Leitung mit- der Luftaustrittsöffnung des Schutzraumfilters verbunden sein. Wesentlich ist also, daß das ausgeschiedene Wasser einen anderen Weg als die zu reinigende Luft geführt wird.
- Vorteilhaft sind von den gasdichten, selbsttätigen Wasserablaßventilen Abflußleitungen aus dem Schutzraumfilter nach äußen geführt. Das Wasser fließt in .diesem Falle ,beispielsweise seitlich aus dem Filter heraus und kann dann,aufgefangen werden.
- Besteht das Schutzraumfilter aus einem Schwebstoffilter und einem gasbindenden Filter, dann kann das selbsttätige Wasserablaßventil zwischen dem Luftverteilungsraum an der Lufteintrittsseite und dem Raum angeordnet sein, der das gasbindende Filter enthält. Dies ist dann zweckmäßig, wenn bei der Anlage nur ein verhältnismäßig geringer Wasseranfall vorhanden ist. Außerdem ist diese Bauart besonders vorteilhaft, .da bei einer geringen Uridichtigkeit des an sich gasdichten, selbsttätigen Wasserablaßventils die geringen, Giftstoffe enthaltenden Luftmengen, die bei geschlossenem Ventil durch dieses hindurchgehen, nicht unmittelbar in den Schutzraum, sondern zunächst in die beispielsweise aktive Kohle enthaltende Filterschicht treten. Diese Anordnung vermeidet mit Sicherheit einen Durchtritt schädlicher Gase. Dabei wird eine geringe Durchfeuchtung der Kohle in Kauf genommen, die jedoch nicht so nachteilig ist, da die Kohle verhältnismäßig schnell durch nachströmende Luft regeneriert wird.
- Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform mündet die Luftzuführungsleitung innerhalb des Filters oberhalb der tiefsten Stelle des vorzugsweise sackartig ausgebildeten Luf'tvertei.lungsraumes. Diese Anordnung vermeidet mit Sicherheit, daß nicht nur das xnit der zuströmenden Luft eingeführte Wasser in flüssiger Form, sondern auch das in der Leitung bzw. in der Zuführung des Filters selbst sich bildende Kondenswasser an die Filtermasse, vor .allem an das Faserstoffilter herangelangen kann.
- Als selbsttätiges Wasserablaßventil kann jedes bekannte ,gewählt werden. Nach einer besonders einfachen Ausführungsform besteht das Wasserablaßventil aus einem mit dem Ventilteller verbundenen bzw. diesen bildenden Schwimmkörper, der auf dem Ventilkrater ruht. Der Schwimmkörper kann aus einem Metallhohlkörper bzw. Glashohlkörper oder aus einem sonstigen Stoff gebildet sein. Der Ventilkrater besteht zweckmäßig aus einem nachgiebigen Baustoff, vorzugsweise Gummi.
- In der Zeichnung ist in Abb. i schematisch der Aufbau eines Schutz raumfilters und in den Abb. 2 und 3 eine Bauform des selbsttätigen Wasserablaßventils ebenfalls schematisch dargestellt.
- In dem Filtergehäuse i ist auf der Oberseite das kreisringförmige, etwa radial durchströmte Schwebstoffilter 2 und im Unterteil das Aktivkohle enthaltende Filter i i angeordnet. Das Schweibstofffilter 2 ist auf seiner Unterseite durch eine Kreisplatte 3 abgeschlossen, die in der Mitte eine sackartige Vertiefung 4. trägt. Dabei wird in der Achse des Schwebstoffilters der zylindrische Luftverteilungsraum 13 an der Lufteintrittsseite gebildet. In der sackartigen Vertiefung q, ist das selbsttätige Ablaßventil5 angeordnet, das aus einem Metallhohlkörper als Schwimmkörper 6, dem Ventilteller 7 und dem in die sackartige Vertiefung q. eingelassenen Ventilkrater 8 besteht. Von der Unterseite .der sackartigen Vertiefung q. führt eine Wassera;blaßleitung 9 aus dem Filtergehäuse i nach außen. Oberhalb des Ventils mündet die den Luftverteilungsraum 13 durchsetzende Luftzuführungsleitung io. Die Luftaustrittsseite des Filters ist mit 1.2 bezeichnet.
- In der Abb.2 ist das Ventil in geschlossener Stellung, in Abb. 3 in geöffneter Stellung gezeigt, wobei in Abb. 3 das sich ansammelnde Wasser das Ventil s gerade geöffnet hat und nunmehr durch die.Leitung 9 abfließt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schutzraumfilter, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar vor bzw. in dem Luftverteilungsraum (i3) an der Lufteintrittsseite, vorzugsweise an der tiefsten Stelle, ein gasdichtes, selbsttätiges Wasserablaßventil (5) oder mehrere solche Ventile angeordnet sind.
- 2. Schutzraumfilter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von den gasdichten, selbsttätigen Wasserablaßventilen (5) Abflußleitungen (9) aus dem Schutzraumfilter (i) nach außen geführt sind.
- 3. Schutzraumfilter nach Anspruch i oder 2, das aus einem Schwebstoffilter und einem gasbindenden Filter besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das ;selbsttätige Wasserablaßventil zwischen dem Luftverteilungsraum auf der Lufteintrittsseite und dem Raum angeordnet ist, der das gasbindende Filter enthält.
- Schutzraumfilter nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzuführungsleitung (io) innerhalb des Filters oberhalb der tiefsten Stelle (4.) des vorzugsweise sackartig ausgebildeten Luftverteilungsraumes (i3) mündet.
- 5. Schutzraumfilter nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das selbsttätige Wasserablaßventil (5) aus einem mit dem Ventilteller (7) verbundenen bzw. diesen bildenden Schwimmkörper (6) besteht, der auf dem Ventilkrater (8) ruht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED10795D DE893157C (de) | 1942-11-20 | 1942-11-20 | Schutzraumfilter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED10795D DE893157C (de) | 1942-11-20 | 1942-11-20 | Schutzraumfilter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE893157C true DE893157C (de) | 1953-10-12 |
Family
ID=7033481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED10795D Expired DE893157C (de) | 1942-11-20 | 1942-11-20 | Schutzraumfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE893157C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136897B (de) * | 1960-09-23 | 1962-09-20 | Auergesellschaft Gmbh | Filter fuer Luftschutzraeume |
-
1942
- 1942-11-20 DE DED10795D patent/DE893157C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136897B (de) * | 1960-09-23 | 1962-09-20 | Auergesellschaft Gmbh | Filter fuer Luftschutzraeume |
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