DE893119C - Braunfaerbendes, holzschuetzendes Anstrichmittel - Google Patents

Braunfaerbendes, holzschuetzendes Anstrichmittel

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Publication number
DE893119C
DE893119C DED1287D DED0001287D DE893119C DE 893119 C DE893119 C DE 893119C DE D1287 D DED1287 D DE D1287D DE D0001287 D DED0001287 D DE D0001287D DE 893119 C DE893119 C DE 893119C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wood
brown
coloring
salts
paints
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Expired
Application number
DED1287D
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dipl-Chem Dr Roessler
Willy Dipl-Chem Dr Scholles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cavity GmbH
Original Assignee
Deutsche Solvay Werke GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D15/00Woodstains

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Braunfärbendes, holzschützendes .Anstrichmittel Gegenstand d:r Erfindung ist ein braunfärbendes, holzschützendes Anstrich@mittel, das aus chemisch aufgeschlossener Braunbohle sowie Metallsalzen oder Metallsalzkomplexen, z. B. Salzen des Zinks, Aluminiums, Eisens, Chroms, Arsens, als Beiz- und Fixiermittel besteht. Das erfindungsgemäße Anstrichmittel kann zusätzlich bekannte pilz- und insektenwidrige Stoffe, wie wasserlösliche Verbindungen von Phen olen, Kresolen oder deren Abkömmlinge, und feu-erhemmrI-nde Mittel enthalten.
  • Die Verwendung von Braunkohlen zu. Anstrichzwecken ist an sich bereits bekannt. Kasseler Braun, eine erdige Braunkohle, wird z. B. als Pigmentfarbstoff in wäßriger Aufschwemmung oder aber mit trocknenden Ölen oder Leim verwendet. Wegen ihrer ,geringen Licht- und Wetterbeständigkeit kommen solche Anstrichfarben aber nur für Innenanstriche in Betracht.
  • Auch durch Anreiben von gemahlener Braunkohle mit Alkal-ilaugen,- Soda oder Filüo,riidilösungen sind schon wasserlösliche Farbstoffe; insbesondere als Nußibau;mhe-iize für die Möbelbehaäd!Du:ng, hergestellt worden. Da solche Holzanfärbungen unter den Einflüssen der Witterung schnell zum Vergrauen neigen, kann auch hier von einer licht- und wetterfesten Anfärbunig nicht gesprochen werden.
  • Die üblichen Lasur- und Deckanstriche sind grundsätzlich anders aufgebaut als die Anstrichmittel der Erfindung und scheiden daher für einen Vergleich aus. Es ist bisher auch nicht gelungen, die bekannten, in wäßriger Lösung angewendeten Holzschutzsalze; wie z. B. Fluoride, Arsen- und Chromsalzgemische, chlorierte Phenolate, Kresolate oder deren Homologe, die von der Holzfaser fixiert werden und einen sicheren Dauerschutz bewirken, so mit geeigneten Farbstoffen zu kombinieren, daß dadurch das Holz gleichzeitig eine .dauerhafte, lichtechte Anfärbung erfährt. Die behelfsmäßige Nachbehandlung von mit auslaugbaren Salzen geschütztem Holz durch filmbildende Anstriche hat sich ebenfalls praktisch nicht bewährt. Zudem sind Holzoberflächen, die Anstrichfilme tragen, einer Nachbehandlung mit Schutzsalzlösungen nicht mehr zugänglich.
  • Diesem Mangel an licht- und wetterbeständigen, holzschützenden Anstrichen steht zweifellos ein erheblicher Bedarf der Technik gegenüber, der insbesondere bei der steigenden Bedeutung des Holzbaues bisher nicht in. der geeigneten Weise gedeckt werden konnte, zumal neben den erwähnten Eigenschaften auch ein ansprechender Farbton sowie eine weitgehende Anpassung an die durch die Natur gegebenen Landschaftsfarhen gefordert wird.
  • Die Erfindung füllt diese Lücke aus.
  • Es wurde glzfunden, daß aus mit Alkalilaugen, Fluori-dlösungen, Soda oder anderen Alkalisalzen schwacher Säuren oder organischen Basen aufgeschlossener Braunkohle durch Zusatz abgestimmter Mengen von gelösten Metallsalzen oder Metallsalzkomplexen, z. B. Salzen idies Eisens, Zinks, Chroms, Aluminiums, Arsienis tisw., Anstriche gewonnen werden können, die die geforderten Eigenschaften hinsichtlich der Licht- und Wetterbeständigkeit, des Farbtons und des Holzschutzes in vollem Maße besitzen. Diese überraschend günstige Wirkung beruht wahrscheinlich auf einer Reihe von physikalisch-chemischen Vorgängen zwischen der Holzfaser, den aus der Braunkohle stammenden Huminsäuren, den Metallsalzen und den Atmosphärilien.
  • Die Huminsäuren liegen vorwiegend in molekulardisperser, teilweise in kolloidaler Form vor. Die als unlösliche Hydroxyde_(Fe (O H)3, Cr (O H) 3) oder als Chromate, Zinkate, Aluminate gelösten Metallsalze bilden mit den Huminsäuren Kolloidkomplexe, wodurch die ad- und absorptiven Neigungen verstärkt werden und ,damit auch idie Anfärbong- der Holzfaser intensiviert wird. Durch die molekwl;ardms#perseVerte,ilun#gider huininsauren Salze wird ein gutes Eindringen der gefärbten Lösung in die Holzfasern erreicht. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Beständigkeit der Holzfärbung nach erfolgter Ausfällung der Humate auf der Faser, wobei unter dem Einfluß der Luftkohlensjä(wre in und auf der Holzfaser unlösliche, tiefdunkel gefärbte Metallhumate gebildet oder die kolloid dispersen Huminsäureanteile irreversibel ausgefällt werden. Den gerbenden Eigenschaften der Huminsäuren wird `man in diesem Zusammenhang eine günstige- zusätzliche Wirkung für die feste Bindung der Farbstoffe an die Holzfaser zuschreiben .dürfen.
  • Als besonderer Vorteil erweist sich weiter die Tatsache, daß die in und zwischen den Holzfasern niedergeschlagenen Huminsäuren und Humate eine beachtliche Porenfüllung bewirken und idadurch ,die Auslaugung mit eingebrachter wasserlöslicher Schutzsalze, soweit sie nicht fixiert sein sollten, merklich unterbinden.
  • Anstrichmittel, die auf dem erfindungsgemäßen Wege hergestellt werden, zeigen, selbst bei Verwendung von ,an sich leicht au!s@lauiabane@n., feuerhemmenden Salzen, nicht nur eine sichere: und dauerhafte Holzschutzwirkung neben einer licht--und wetterbeständigen Anfärbung, sondern gewährleisten zusätzlich auch bei den Unbilden der Witterung ausgesetztem Holzwerk einen weitgehenden Schutz gegen Entflammung.
  • Anstriehmittel auf Grund der Erfindung können beispielsweise folgendermaßen zusammengesetzt werden
    I . 15 % mit NaOH aufgeschlossene Braunkohle
    (Auf schlußverhältnis 2 Teile Na O H auf
    i Teil Braunkohle),
    51/o Zinkoxyd,
    2% Chlorkresol,
    1% Aluminiumsulfat,
    7% Natriumhydroxyd,
    7o % Wasser; ,
    2. 1o0% Braunkohle mit Pyridin. aufgeschlossen
    (I : I),
    8% Pentachlorphenolnatrium,
    1% Aluminiumsulfat,
    1% Kaliumferrocyanid,
    8o% Wasser;
    3. 10% Braunkohle mit Kaliumfluorid aufge-
    schlossen (i : i),
    2% Zinksilicofluorid, _
    S % Kalilauge,
    8o % Wasser.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Braunfärbendes, holzschützendes Anstrichmittel, gekennzeichnet durch den Gehalt an chemisch aufgeschlossener Braunkohle und Metallsalzen oder Metallsalzkomplexen als Beiz-und Fixiermittel.
  2. 2. Anstrichmittel nach Anspruch i, gekennzeichnet durch den Gehalt an bekannten Holzschutzsalzen.
  3. 3. Anstrichmittel nach Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet .durch den Gehalt an feuerhemmenden Mitteln. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 228 513.
DED1287D 1944-01-04 1944-01-04 Braunfaerbendes, holzschuetzendes Anstrichmittel Expired DE893119C (de)

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DED1287D DE893119C (de) 1944-01-04 1944-01-04 Braunfaerbendes, holzschuetzendes Anstrichmittel

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DED1287D DE893119C (de) 1944-01-04 1944-01-04 Braunfaerbendes, holzschuetzendes Anstrichmittel

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Publication Number Publication Date
DE893119C true DE893119C (de) 1953-10-12

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ID=7029188

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DED1287D Expired DE893119C (de) 1944-01-04 1944-01-04 Braunfaerbendes, holzschuetzendes Anstrichmittel

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE228513C (de) *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE228513C (de) *

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