DE891311C - Verfahren zur Herstellung von Luminophoren auf Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Grundlage - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Luminophoren auf Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Grundlage

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DE891311C
DE891311C DEB10618D DEB0010618D DE891311C DE 891311 C DE891311 C DE 891311C DE B10618 D DEB10618 D DE B10618D DE B0010618 D DEB0010618 D DE B0010618D DE 891311 C DE891311 C DE 891311C
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Germany
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titanium dioxide
magnesium oxide
luminophores
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mixtures
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DEB10618D
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Erich Dr Tiede
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Osram GmbH
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Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/08Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/67Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials containing refractory metals
    • C09K11/671Chalcogenides

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Luminophoren auf Maanesiumoxvd-Titandioxvd-Grundlacte Die Verwendung der Luminophore, insbesondere in Gasentladungslampen bzw. -röhren und Fernsehröhren, stellt besondere Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit dieser Körper. Sie sollen sowohl der Einwirkung der Bestrahlung sowie auch thermischen und chemischen Einflüssen standhalten, ohne an Leuchtintensität oder -farbe einzubüßen. Die Erfüllung dieser Forderungen stößt naturgemäß auf große Schwierigkeiten, da gerade der besonders feine strukturelle Aufbau der Luminophore sie zu empfindlichen Stoffen macht. Es braucht hier nur auf die Verfärbungen hingewiesen zu werden, die die an sich schon chemisch wenig beständigen Sulfid-Luminophore allein unter der Einwirkung der Bestrahlung erleiden und die zu einer starken Verminderung ihrer Leuchtkraft führen. Aber auch selbst die chemisch so widerstandsfähigen Silicat-Luminophore erleiden in Entladungsröhren Veränderungen, die ihre Leuchteigenschaften schädigen und ihre Anwendung beschränken.
  • Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das die Herstellung von Luminophoren ermöglicht, die die genannten Mängel einer zu geringen Widerstandsfähigkeit gegen die zerstörenden Einflüsse während ihrer Benutzung nicht aufweisen. Gemäß dem neuen Verfahren werden Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Mischungen unter Zugabe eines aktivierenden Fremdmetalls geglüht. Es hat sich herausgestellt, daß eine Mischung von 5o Gewichtsprozent Magnesiumoxyd mit 5o Gewichtsprozent Titandioxyd besonders vorteilhaft ist. Als aktivierendes Fremdmetall hat sich Mangan am besten bewährt,- und zwar vorzugsweise in Mengen von 0,o8 bis i,g@ mg auf = g Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Mischung. Der günstigste Mangangehalt beträgt 0,5 mg Mangan auf i g des Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Gemisches. Es werden so rot leuchtende Körper erhalten, die insbesondere zur Farbverbesserung von Entladungslampen und -röhren bestens geeignet sind.
  • Sofern keine Schmelzzusätze angewendet werden, hat sich eine Glühtemperatur von i2oo° als am günstigsten erwiesen. Durch die Zugabe von Schmelzmitteln kann sie bis auf etwa goo° :erniedrigt werden. Werden schmelzmittelfreie Mischungen bei etwa i5oo° geglüht, so entstehen Produkte von der Beschaffenheit keramischer Massen. Die Mischungen lassen sich vor dem Glühen glich wie keramische Ausgangsstoffe mannigfach verformen, und da sie während des Glühens formbeständig sind, gelingt es leicht, auf diese Art die verschiedensten Gegenstände, wie z. B. Platten, Stäbe, Röhren, aus dem leuchtenden Material herzustellen.. Je nach der Stärke können diese auch mehr oder weniger durchscheinend erhalten werden. Gerade. die Eigenschaft der neuen Luminophore, sich wie keramische Massen verarbeiten zu lassen, ermöglicht ihre vielseitige Verwendung und macht sie für die Herstellung von Leuchtröhren und Entladungslampen besonders wertvoll.
  • Erwähnung muß in diesem Zusammenhang noch das britische Patent 487 520 finden. Den Gegenstand des genannten Patentes bildet eine Gasentladungslampe in Verbindung mit einer leuchtfähigen Masse von keramischer Beschaffenheit, die durch Zusammensintern einer Mischung von Magnesiumoxyd und Titandioxyd gegebenenfalls unter Zusatz von i bis 5 °/fl Berylliumoxyd und/oder o,i °/p Chrom erhalten wird. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung berührt das fragliche Patent nicht, denn das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Gemische bewußt mit einem aktivierenden Fremdmetall versehen werden und erst dadurch technisch brauchbare Luminophore erhalten werden.. Im Gegensatz dazu werden gemäß dem britischen Patent 487 52o die Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Mischungen ohne Zusatz eines Aktivators geglüht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung von Luminophoren auf Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Grundlage, dadurch gekennzeichnet, daß Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Gemische unter Zusatz eines aktivierenden Fremdmetalls geglüht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise ein Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Gemisch aus 5o Gewichtsprozent Magnesiumoxyd und 5o Gewichtsprozent Titandioxyd angewendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als aktivierendes Fremdmetall Mangan benutzt wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mangan in Mengen zwischen 0,o8 bis 1,97, mg, vorzugsweise in einer Menge von 0,5 mg auf i g Magnesiumoxyd-Titandioxyd-Gemisch verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmischungen bei einer Temperatur von etwa i2oo° geglüht werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß den Ausgangsmischungen Schmelzmittel zugesetzt werderi und eine bis auf goo° herabgesetzte Glühtemperatur angewendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmischungen, gegebenenfalls nach Verformung zu verschiedensten Gegenständen, durch Glühen bei etwa 150o° in Massen von keramischer Beschaffenheit übergeführt werden.
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