DE890150C - Fliehkraftkupplung - Google Patents

Fliehkraftkupplung

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Publication number
DE890150C
DE890150C DEM9320A DEM0009320A DE890150C DE 890150 C DE890150 C DE 890150C DE M9320 A DEM9320 A DE M9320A DE M0009320 A DEM0009320 A DE M0009320A DE 890150 C DE890150 C DE 890150C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flyweights
bolts
release
centrifugal
locking
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Expired
Application number
DEM9320A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Muehlbeyer
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MERZ WERKE Gebr MERZ
Original Assignee
MERZ WERKE Gebr MERZ
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE890150C publication Critical patent/DE890150C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D43/00Automatic clutches
    • F16D43/02Automatic clutches actuated entirely mechanically
    • F16D43/04Automatic clutches actuated entirely mechanically controlled by angular speed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description

  • Fliehkraftkupplung Die bisher bekannten Reibungskupplungen, Lamellen- und Konuskupplungen haben den Nachteil, daß ihre Einschaltung und Auslösung mittels eingebauter Aggregate, wie Hebeleinrichtungen, elektrische Relais od. dgl., erfolgen muß. Diese Hilfseinrichtungen sind bei allen Arten dieser Kupplungen außerhalb der einzuschaltenden Riemenscheibe, des Zahnrades od. dgl. standfest angeordnet.
  • Die Erfindung schaltet diese Art von Hilfseinrichtungen aus. Erfindungsgemäß ist eine Fliehkraftkupplung, bei welcher zwei durch Federn zusammengehaltene Fliehgewichte im Innern eines Reibungszylinders angeordnet sind, mit einer die Fliehgewichte zunächst fesselnden und dann durch eine axiale Schaltbewegung bei beliebiger Drehzahl von Hand oder bei bestimmter Drehzahl selbsttätig freigebenden Auslösungsvorrichtung ausgerüstet. Die Kupplung hat zwei miteinander verbundene Bolzen, von denen jeder achsparallel in einem der Fliehgewichte geführt ist und Ausschnitte trägt, denen Ansätze der Führung im Fliehgewicht entsprechen, die bei bestimmter Bolzenstellung die Fliehgewichte für den Reibungsschluß freigeben. Für die Sperrstellung der Bolzen sorgt eine Feder. Die Ausschnitte und Ansätze sind derart ausgebildet, daß die Bolzen nach Freigabe und nach erfolgtem Ausschwenken der Fliehgewichte in der Freigabestellung durch die ausgeschwenkten Fliehgewichte festgehalten werden. Es ist eine selbsttätige Fliehkraftsteuerung für die sperrenden Bolzen vorgesehen. Diese besteht z. B. aus zwischen zwei gegeneinander offenen, flachen Hohlkegeln angeordneten Kugeln, wobei ein Hohlkegel axial verschiebbar und mit dem sperrenden Bolzen fest verbunden ist. Außerdem kann die von Hand freizugebende Auslösung bei fliegendenRiemenscheiben oder sonstigen Rädern mit eingebauter Kupplung mittels einer kugelgelagerten, gefederten Andruckscheibe am freien Wellenende zum Verschieben der die Fliehgewichte sperrenden Bolzen erfolgen.
  • Die näheren Einzelheiten der Erfindung sind in der Beschreibung und Zeichnung in Ausführungsbeispielen erläutert. Die Fig. i zeigt die Ausführungsform für die Auslösung von Hand im Axialschnitt, teils in Ansicht, die Fig. 2 dieselbe in der Seitenansicht von rechts bei abgenommener Bordscheibe; in der Fig. 3 ist die Ausbildung der Kupplung für selbsttätig freigebende Auslösung im Axialschnitt veranschaulicht.
  • In Fig. i und 2 bedeutet i den Stumpf der Motorwelle, auf welchem ein scheibenförmig ausgebildeter Mitnehmer 2, welcher Naben 3 besitzt, aufgekeilt ist. Die beiden Naben tragen unter Zwischenschaltung von Kugel- oder Wälzlagern q. eine Riemenscheibe, welche hier aus zwei Bordscheiben 5 und dem Mantel 6 besteht und daher hohl ist. Der Mitnehmer 2 trägt in seinem mittleren, scheibenförmigen Teil zwei diametral angeordnete verschiebbare Bolzen 7, welche an einer Seite durch einen gemeinsamen Ring 8, der unter dem Einfluß einer auf einer der Naben 3, angeordneten Feder 9 steht, gehalten werden. Diese Feder ist bestrebt, den Ring und daher beide Bolzen 7 in der Richtung der Wellenachse zu verschieben, wobei ein an einer der Bordscheiben 5 angebrachter Anschlag io die Verschiebung begrenzt.
  • Über dem scheibenförmigen Mittelteil des Mitnehmers 2 sind an den Bolzen 7 zwei hohl ausgebildete, mit Seitenwandungen, sogenannten Ansätzen i i, versehene Fliehgewichte i2 gelagert und mit Reibungsbelag 13. versehen, wobei beide Fliehgewichte 12 mittels Federn 14 als Ganzes über dem Mitnehmer gehalten und infolge ihrer dem Mitnehmer angepaßten Gestaltung leichte Lagerung haben.
  • Eine der Bordscheiben 5 trägt drei Stifte r5, welche mit ihren in das Gehäuse der Riemenscheibe ragenden und mit Rollen 16 versehenen Enden gegen den Ring 8 gedrückt werden können, während auf dem abgewendeten Ende der Stifte Federn 17 angeordnet sind. Diese Federn beeinflussen eine den Stiften gemeinsame Andruckscheibe 18 oder eine sonstige Platte, die unabhängig von der Welle i am Gehäuse der Riemenscheibe seitlich eingebaut und unter Verwendung von Kugellagern leicht drehbar ist.
  • Die Bolzen 7 haben Ausschnitte i9, deren Entfernung voneinander jener der beiden Ansätze il der Fliehgewichte 12 gleich ist.
  • Im Zustande der Ruhe der Kupplung sind ,die . Ausschnitte infolge der Wirkung der Feder 9 aus dem Bereich der Ansätze ii gerückt. Die Fliehgewichte sind dadurch gesperrt. Nach dem Ingangsetzen der Antriebsvorrichtung steigt die Drehzahl der Welle bis zur Nenndrehzahl des Motors an. Da die Ausschnitte aus dem Bereich der Fliehgewichte herausgerückt sind, verhindern die Bolzen zunächst noch das Ausschwingen der Fliehgewichte. Erst wenn nachfolgend von Hand durch Druck auf die Andruckscheibe 18 die Ausschnitte über die sogenannten Ansätze der Fliehgewichte 12 gerückt werden, ist die Sperrwirkung aufgehoben, die Fliehgewichte schwingen aus und legen sich mit dem Reibbelag gegen die Riemenscheibe. Demnach findet erst bei normaler Drehzahl das Einkuppeln statt.
  • Bei der geschilderten Ausbildungsform erfolgt das Einrücken der Bolzen in die Kupplungsstellung von Hand, und zwar- durch Druck auf die Andruckscheibe bzw. die Stifte. Die Beeinflussung der Sperrmittel kann jedoch auch selbsttätig erfolgen. Eine solche Einrichtung zeigt Fig. 3 im Schnitt.
  • Die mit vorgeschilderter Ausführungsform übereinstimmenden Teile dieses zweiten Beispieles sind mit denselben Bezugszeichen versehen. An Stelle der Feder 9 nach Fig. i ist eine Feder 2o vorgesehen, die bestrebt ist, die Bolzen aus dem Mitnehmer 2 herauszudrücken. Das aus dem Mitnehmer herausragende Ende der Bolzen ist an einem Ring 21 angeschlossen, dessen Stirnfläche konisch abgeschrägt ist. Mit diesem wirkt ein zweiter, ebenfalls auf seiner Stirnfläche abgeschrägter Ring 22 unter Zwischenschaltung von Kugeln 23 zusammen, wobei der Ring 22 mit seinem Ansatz 24 auf einer der Naben 3 des Mitnehmers angeordnet ist. Die Verschiebung der Bolzen 7 durch die Feder 2o wird durch die zusammenwirkenden Ringe 21 und 22 begrenzt. Anstatt der Kugeln 23 können auch Keilstücke, Spiralfedern oder ähnlich wirkende Schwungkörper eingebaut sein.
  • Im Ruhestand der Welle sind die Bolzen mit ihren Ausschnitten i9 aus dem Bereich der Seitenwandungen, sogenannten Ansätzen, wie im früheren Falle herausgerückt. Die beiden Fliehgewichte 12 können infolge der Sperrwirkung der Bolzen nicht ausschwingen. Dasselbe gilt auch während des Hochlaufens der Welle i. Erst beim Erreichen der Nenndrehzahl verschieben sich die Kugeln 23 in dem Keilraum zwischen 21 und 22 und überwinden die Feder 2o. Jetzt werden die Bolzen 7 eingerückt, und ihre Einkerbungen gelangen über die Ansätze der Fliehgewichte, wodurch sich diese an die Innenwand der Riemenscheibe anlegen. Der von der Drehzahl der Welle abhängige Einschaltvorgang erfolgt mithin selbsttätig.
  • Man kann auch nur einen Ausschnitt am Bolzen für die Sperrwirkung heranziehen, indem nur ein Ansatz der Fliehgewichte zur Wirkung kommt.
  • Die geschilderte Betätigungsvorrichtung ist für alle Kupplungsarten, wie Reibungs-, Lamellen-, Konuskupplungen, anwendbar. Sie wird vorteilhaft in dem Gehäuse einer Riemenscheibe, in der Nabe eines Zahnrades oder Schwungrades angeordnet; so kann z. B. bei einer Lamellen- oder Konuskupplung das Ringpaar 2i, 22 mit Kugeln 23 für die Kupplungsmaßnahmen herangezogen werden, indem der Ring 2i die Kupplungselemente betätigt. Der Ring 21 wird beim Nachlassen der Fliehkraft mittels elastischer Einrichtungen, wie z. B. Druckfedern, wie in Fig. 3 unter 2o bereits angegeben, zurückgeführt. Zur Ausübung des Druckes von Hand kann auch eine bekannte Bedienungseinrichtung mit Hebelanordnung seitlich der Riemenscheibe od. dgl. vorgesehen sein, falls die Muschel nicht verwendet werden sollte. Außerdem kann die Beeinflussung der Bolzen in ihrer Verschiebung durch Ausrückv orrichtungen vor sich gehen, die z. B. elektrisch betätigt werden und vom Kupplungsplatz entfernt liegen.
  • Der Einbau ist in Riemenscheiben, Naben von Rädern mit dem gleichen Ergebnis möglich.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fliehkraftreibungskupplung mit zwei als Reibkörper ausgebildeten, durch Federn zusammengehaltenen Fliehgewichten im Innern eines Reibzylinders, gekennzeichnet durch eine die Fliehgewichte (i2) zunächst fesselnde und dann durch eine axiale Schaltbewegung bei beliebiger Drehzahl von Hand oder bei bestimmter Drehzahl selbsttätig freigebende Auslösevorrichtung. "
  2. 2. Kupplung nach Anspruch i, gekennzeichnet, durch zwei miteinander verbundene Bolzen (7), von denen jeder achsparallel in einem der Fliehgewichte (12) >eführt ist und Ausschnitte (i9) trägt, denen Ansätze (ii) der Führung im Fliehgewicht entsprechen, welche bei bestimmter Bolzenstellung die Fliehgewichte (12) für den Reibungsschluß freigeben.
  3. 3. Kupplung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine die Bolzen in Sperrstellung haltende Feder (9,:2o) und durch eine derartige Ausbildung der Ausschnitte (i9) und Ansätze (ii), daß die Bolzen (7) nach Freigabe und nach erfolgtem Ausschwenken der Fliehgewichte (12) in der Freigabestellung durch die ausgeschwenkten Fliehgewichte festgehalten werden. q..
  4. Kupplung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Fliehkraftsteuerung für die sperrenden Bolzen (7), z. B. durch zwischen zwei gegeneinander offenen, flachen Hohlkegeln (21, 22) angeordnete Kugeln (23) wobei ein Hohlkegel axial verschiebbar und mit den sperrenden Bolzen fest verbunden ist.
  5. 5. Fliegende Riemenscheibe oder sonstige Räder mit eingebauter Kupplung nach Anspruch 3-, gekennzeichnet durch eine kugelgelagerte, gefederte Andruckscheibe (18) am freien Wellenende (i) zum Verschieben der die Fliehgewichte sperrenden Bolzen (7) mit der Hand während des Laufens.
DEM9320A 1951-04-27 1951-04-27 Fliehkraftkupplung Expired DE890150C (de)

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