DE8809064U1 - Polygonaler Körper aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt, in Form einer Platte oder eines Pflastersteines - Google Patents

Polygonaler Körper aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt, in Form einer Platte oder eines Pflastersteines

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DE8809064U1
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    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F15/00Flooring
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    • E04F15/08Flooring or floor layers composed of a number of similar elements only of stone or stone-like material, e.g. ceramics, concrete; of glass or with a top layer of stone or stone-like material, e.g. ceramics, concrete or glass
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Hermann Hofmann
RieunnstraSe 1 85 022 Z/fr
6336 Soles-Niederbiel 14. JuIi 1988
Polygonaler Körper ans eine» Natorsteimtaterial, vorzugsweise Basalt
Die Neuerung betrifft einen polygonalen Körper aus Einern Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt, Säulenbasalt, Blockbasalt, Plattenbasalt, Diabas-Material oder Granit, für einen Fußbodenbelag.
Ein vorbekannter Körper dieser Art kann dadurch erhalten werden, daß das Ausgangsmaterial gespalten wird. Bei dieser Art der Bearbeitung wird über eine scharfe Kante, beispielsweise eine Diamantkante, ein hoher Druck auf das zu spaltende Material ausgeübt. Die durch den Spaltungsvorgang entstehende Trennfläche verläuft im allgemeinen nicht längs einer Ebene und ist darüber hinaus sehr unregelmäßig. Eine einigermaßen gerade Trennfläche entsteht nur dann, wenn der Abstand zwischen den beiden gegenüberliegenden Oberflächen, an denen die Spaltwerkzeuge angreifen, relativ klein ist. Das vorbekannte Spaltverfahren eignet sich also nicht zur Herstellung von Körpern für eine,i Fußbodenbelag, wenn diese Körper aus einem Ausgangsmaterial mit relativ großen Abmessungen wie insbesondere Säulenbasalt hergestellt werden sollen.
Man kann die für den Fußbodenbelag zu verwendenden Körper auch von Hand herstellen. Dies ist jedoch sehr zeitaufwendig und teuer. Weiterhin kann diese Arbeit nur von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden.
Aufgabe der Neuerung ist es, einen polygonalen Körper aus einem Natursteinmaterial der eingangs angegebenen Art zu schaffen, der besonder; rutschfest ist, also eine verbesserte Fußläufigkelt
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aufweist.
Gemäß der Neuerung wird diese ^fgabe dadurch gelöst, daß mindestens eine Oberfläche des Körpers gesägt ist und gebrannt, geflammt, gestuckt, geschliffen und/oder sandgestrahlt ist. Hierdurch wird eine ebene, regelmäßige Bearbeitungsfläche erhalten, die die gewünschte Oberflächeneigenschaft aufweist.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der polygonale Körper aus Säulenbasalt besteht. Säulenbasalt ist eine basische schwarze Ergußgesteinsart mit hexagonalem Kristallsystem und großer Zähigkeit. Die einzelnen Basaltsäulen haben überwiegend etwa 200 bis 550 mm Durchmesser und 800 bis ca. 4000 mm Länge. Bisher wurden aus Säulenbasalt folgende Körper hergestellt,· Würfelförmiges Kopfsteinpflaster, Begrenzungssteine in Gemarkungsfluren und Schottereinlagen bei Flächenbefestigung· Wenn aus derartigem Säulenbasalt beispielsweise würfelförmiges Kopfsteinpflaster hergestellt werden soll, ergeben sich aufgrund der relativ großen Abmessungen des Ausgangsmaterials Schwierigkeiten. Es ist möglich, den Säulenbasalt von Hand zu bearbeiten; die.s ist jedoch schwierig und kostenintensiv; es erfordert die Arbeit qualifizierter Fachkräfte; die heute nicht mehr vorhanden sind. Weiterhin kann man den Säulenbasalt spalten. Dies geschieht dadurch, daß der Säulenbasalt-Rohling zwischen zwei aus Diamantschneiden bestehende Spaltwerkzeuge gebracht wird und anschließend durch diese Diamantschneiden ein hoher Druck auf den Rohling ausgeübt wird. Wenn dieser Druck hoch genug ist, wird das Ausgangsmaterial gespalten. Die durch das Spalten erzeugte Trennfläche verläuft jedoch nicht eben und ist weiterhin äußerst unregelmäßig. Wenn anschließend an den Spaltvorgang die würfelförmigen Kopfsteinpflastersteine hergestellt werden sollen, entsteht aufgrund der nicht-ebenen, unregelmäßigen Trennfläche ein hohes Maß an nicht-nutzbarem Material. Aus diesem Grund wurden bisher aus Säulenbasalt hergestellte Steine lediglich zu den
oben erwähnten Pflaster- und Grenzsteinarten verarbeitet.
Durch einen polygonalen Körper gemäß der Neuerung wird hier Abhilfe geschaffen. Der Körper wird dadurch erhalten, daß der Säulenbasalt-Rohling zunächst quer, vorzugsweise senkrecht, zur Säulenrichtung gesägt wird. Dieser Sägevorgang erfolgt Vorzugsweise durch eine Kreissäge. Durch den Sägevorgang entstehen aus dem Säulsnbasaltrohling einzelne Basaltplatten. Die von den durch das Sägen gebildeten Trennflächen gebildeten Oberflächen sind eben und relativ regelmäßig. Wenn die Basaltplatten im Inneren eines Gebäudes verwendet werden sollen, wird die durch das Sägen erreichte Oberfläche anschließend geschliffen oder sandgestrahlt. Wenn die gesägten Platten im Freien verwendet werden sollen, wird die durch das Sägen erzeugte Oberfläche gebrannt oder gestuckt. Durch das Sandstrahlen, Brennen und Stucken wird die vom Sägen relativ glatt erzeugte Oberfläche aufgerauht, um eine bessere Griffigkeit bei der Fußläufigkeit zu erreichen. Weiterhin wird durch den Oberflächenbehandlungsvorgang das Aussehen der Oberfläche verbessert, wodurch ein besonderes architektonisches Bauelement für die Erhaltung historischer Bausubstanz geschaffen wird.
Die durch das Sägen des Säulenbasalts erhaltenen Platten können als solche als Bodenbelag verwendet werden. Wenn etwa würfelförmige Kopfsteinpflastersteine hergestellt werden sollen, werden die Platten erneut gesägt oder gespalten. Da die Platten wesentlich dünner sind als das Aösgangsmaterial (Säulenbasalt), genügt die bei einem Spaltungsvorgang erreichbare Oberfläche. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Körper aus Säulenbasalt besteht. Es ist aber auch möglich, daß der Körper aus Blockbasalt, Plattenbasalt, Diabas oder anderem Hartgestein besteht.
Die Neuerung betrifft erstmals Basaltplatten mit einer Dicke von etwa 10 Ban bis ca. 160 mm. deren Oberflächen nach der Abtrennung
oder Aufspaltung der Basaltsäulen quer zur Säulenachse geschlif fen, gebrannt oder sandgestrahlt sind, damit sie anschließend als Natursteinpflaster oder Bodenplatten zur Herstellung eines Fußbodenbelages genutzt werden können, wobei die einzelnen Platten verklebt, eingemörtelt oder lose verlegt werden, und Natursteinpflaster jedoch in herkömmlicher Weise verbreitet wird. Die derart hergestellten Fußbodenbeläge zeichnen sich aus durch hohe und dauerhafte Festigkeit, Sicherheit und natürlich harmonische Schönheit. Weiterhin sind die derart hergestellten Bodenplatten überraschenderweise außerordentlich rutschfest. Das Natursteinpflaster zeichnet sich besonders durch eine gute Fußläufigkeit aus, die man bei hand- oder maschinengeschlagenem Natursteinpflaster nicht kennt.
Beim Vorgang des Stuckens wird ein mit vielen Erhebungen ver-
sehenes Werkzeug auf die zur bearbeitende Oberfläche aufgedrückt
und wieder abgehoben und anschließend erneut an einer anderen &igr; Stelle der Oberfläche aufgedrückt. Dies kann beispielsweise is dadurch erreicht werden, daß die zu bearbeitende Oberfläche unter einem auf- und abgehenden Stuckwerkzeug längsbewegt wird.
;> Die Zeichnung zeigt in der
:: einzigen Fig;ur eine polygonalen Körper
gemäß der Neuerung in einer perspektivischen
Darstellung.
Die oben dargestellte Oberfläche 1 des Körpers ist gesägt und gebrannt. Diese Oberfläche 1 bildet beim späteren Fußbodenbelag die Begehungsfläche. Die der Oberfläche 1 gegenüberliegende, nicht in der Figur zu sehende Fläche ist gesägt und sonst nicht behandelt. Die Seitenflächen 2 sind entweder die ursprünglichen Flächen des Säulenbasalts oder gespaltene Seitenflächen.

Claims (6)

1. Polygonaler Körper aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt, Säulenbasalt, Blockbasalt, Plattenbasalt, Diabas-Material oder Granit, in Form einer Platte oder eines Pflastersteines, für einen Fußbodenbelag, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Oberfläche des Körpers gesägt ist und gebrannt, geflammt, gestuckt, geschliffen und/oder sandgestrahlt ist.
2. Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper als 10 üim bis 140 mm dicke Platte ausgestaltet ist.
3. Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper als 3 mm bis 10 mm dicke Platte ausgestaltet ist.
4. Körper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Pflasterstein die Abmessungen 20 cm &khgr; 30 cm aufweist.
5. Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pflasterstein die Abmessungen 30 cm &khgr; 30 cm aufweist.
6. Körper nach einem der Ansprüche I1 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen des Pflastersteins gespalten sind.
DE8809064U 1987-07-14 1988-07-14 Polygonaler Körper aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt, in Form einer Platte oder eines Pflastersteines Expired DE8809064U1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8908510U1 (de) * 1989-02-16 1989-09-14 Hofmann, Hermann, 6336 Solms Pflasterplatte bzw. Pflasterstein aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8908510U1 (de) * 1989-02-16 1989-09-14 Hofmann, Hermann, 6336 Solms Pflasterplatte bzw. Pflasterstein aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt
EP0383343A1 (de) * 1989-02-16 1990-08-22 Hermann Hofmann Pflasterplatte bzw. Pflasterstein aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt

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