DE8807520U1 - Spritzvorrichtung für trockenkörnige Baustoffe und ähnliche Materialien - Google Patents
Spritzvorrichtung für trockenkörnige Baustoffe und ähnliche MaterialienInfo
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Description
Die Neuerung betrifft eine Spritzvorrichtung für im wesentlichen trockenkörnige, schüttfähige Materialien, wie
trockenes Betongemisch, Feuerfestmaterial oder ähnliche Materialien, nach dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1.
Eine Vorrichtung der betroffenen Art ist in der europäischen Patentanmeldung 88 100 582.1 beschrieben.
Wesentlicher Teil der dort angegebenen Vorrichtung ist eine Einschleusanordnung, die aus einem Materialaufgäbetrichter
mit einem Absperrschieber, einer unterhalb des Absperrschiebers angeordneten Vorkammer mit einem oberen
Eintrittsabsperrorgan für eine sich an dieses unten anschließende Schleusenkammer und aus einem am unteren Ende
der Schleusenkammer vorgesehenen unteren Austrittsabsperrorgan besteht, welches über eine
Anschlußstutzeneinrichtung mit einer horizontalen Spritzförderleitung verbunden ist, welche mit einem
Blasluftanschluß versehen iöt. Die Schleusenkammer selbst
verfügt über einen weiteren Blasluftanschluß. Die gesamte
Anordnung beste! c im wesentlichen aus Schlauchkammern, und
die Absperrorgane mit Ausnahme des Absperrschiebers unterhalb des Aufgabetrichters sind als
Schlauchquetscheinrichtungen ausgebildet. Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist derart, daß bei geschlossenem
Eintrittsabsperrorgan der Schleusenkammer der Absperrschieber unterhalb des Aufgabetrichters geöffnet
wird, um die oberhalb der Schleusenkammer befindliche Vorkammer durch die Wirkung freien Falls mit Material zu
füllen. Sodann wird der Absperrschieber geschlossen und das Eintrittsabsperrorgan geöffnet, um das Material aus der
Vorkammer in die Schleusenkammer fallen zu lassen. Nachdem das Eintrittsabsperrorgan der Schleusenkammer dann wieder
geschlossen worden ist, wird das Austrittsabsperrorgan am unteren Ende der Schleusenkammer geöffnet, um das Material
in die Spritzförderleitung fallen zu lassen. Dieser Vorgang wird dadurch unterstützt, daß kurzzeitig Blasluft über
einen entsprechenden Anschluß in die Schleusenkammer geleitet wird. Durch Betrieb von zwei gleichen Anordnungen
im Wechseltakt, die Material in eine zusammengeführte Blasleitung wechselweise ahgeben, kann die Kontinuität der
Materialförderung verbessert werden.
Die in der genannten europäischen Patentanmeldung beschriebene Vorrichtung ist sehr vorteilhaft, weil sie
keinen großen Konstruktionsaufwand erfordert, ohne rotierend bewegte Teile arbeitet und unter den in der
europäischen Patentanmeldung 88 100 582.1 beschriebenen Bedingungen fast staubfrei und daher umweltfreundlich
betrieben werden kann. In der europäischen Patentanmeldung ist weiterhin bereits beschrieben, daß die
Förderkontinuität weiterhin dadurch verbessert werden kann, daß man die Förderleitung unterhalb jeder
Schleusenanordnung an ihrem der Förderrichtung entgegengesetzten Ende mit einem gewissen Totraum versieht,
an dessen Ende sich der Blasluftanschluß befindet. Wird das untere Austrittsabsperrorgan der Schleusenkammer geöffnet,
gelangt ein Teil des herabfallenden Materials in den Totraum, dessen Blasluftanschluß zu diesem Zeitpunkt
geschlossen gehalten wird, während ein anderer Teil des Materials mit der der Schleusenkammer zugefiihrten Blasluft
unmittelbar in den Förderstrom gelangt. Nach Beendigung dieses Förderschubes und Schließen der Schleusenkammer kann
dann der Blasiuftanschluß am Totraum geöffnet werden, um
anschließend das in diesen gelangte Material in den Förderstrom zu blasen. Für bestimmte Materialien ist trotz
dieser Maßnahmen die Überführung des taktweise eingeschleusten Materials in einen kontinuierlichen
Förderstrom noch verbesserungsbedürftig.
Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art derart
weiterzubilden, daß auch bei schwierig zu handhabendem
• ■ ·»
Mat&rial und hohen Anforderungen an die Kontinuität des
Förderstromes zufriedenstellende Ergebnisse in der Arbeitsweise der Vorrichtung erreicht werden·
Diese Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst/ daß der Ubergangsbereich zwischen der Schleusenkammer und der
Förderleitung in einer Weise ausgebildet wird, wie dies im kennzeichnenden Teil des Schutzanspruches 1 angegeben ist.
Zweckmäßiy« bzw. vorteilhafts weiters Ausgestaltungen
dieser Lösung sind in den UnteransprUchen beansprucht.
Wesentlich bei der neuen Ausgestaltung ist, daß das Material nach öffnen des unteren Absperrorganes der
Schleusenkammer möglichst unmittelbar hinter diesem Absperrorgan durch Unterteilung des auf das untere
Absperrorgan folgenden Raumes in zwei nach unten fallende Teilströme aufgeteilt wird, von denen der eine unterstützt
durch die in der Schleusenkammer zugeführte Blasluft unmittelbar in die Blasleitung gelangt, der andere
Teilstrom dagegen im wesentlichen durch freien Fall in den Totraum jenseits der Trennwand in der Blasleitung. Dabei
hat es sich herausgestellt, daß es nicht notwendig ist, den Totraum gleichzeitig zu entlüften. Obwohl die in der
Schleusenkammer zugeführte Blasluft ausschließlich den anderen Weg unmittelbar in die Förderleitung nimmt, fällt
ein ausreichender Anteil des Materials aus der Schleusenkammer in den Totraum. Dieser Anteil sollte
natürlich etwa die Hälfte einer Schleusenkammerfüllung ausmachen, weswegen der Totraum und sein
Eintrittsquerschnitt entsprechend zu bemessen sind.
Nachdem die eine Hälfte des Materials aus der
Schleusenkammer unmittelbar in den Förderstrom in der Förderleitung gelangt ist, wird das untere Absperrorgan der
Schleusenkammer geschlossen und die Blasluft von der
Schleusenkammer auf den Blasluftanschluß im Totraum
umgeschaltet. Dies bewirkt, daß sodann unmittelbar die zweite Hälfte des Materials aus dem Totraum in die
Förderleitung geblasen wird. Da sich in der Förderleitung die beschriebene Trennwand befindet, muß das Material aus
dem Totraum erst wieder den Weg nach oben bis unter das untere Absperrorgan der Schleusenkammer nehmen, um dort die
Trennwand zu passieren bzw. in den anderen Verbindungsweg überzutreten, der nach unten gerichtet in die Förderleitung
führt. Der Abstand von der Oberkante der Trennwand zwischen den beiden Verbindungswegen bis zum geschlossenen
Austrittsabsperrorgan der Schleusenkammer bzw. der hier zur Verfügung stehende Strömungsquerschnitt für das überströmen
des Material-Luftgemisches von dem einen Verbindungsweg in
den anderen sollte noch ausreichend groß sein, um keine Strömungsbehinderung hier eintreten zu lassen.
Bei einer Vorrichtung in der AusfUhrungsform, wie sie in
der eingangs erwähnten europäischen Patentanmeldung beschrieben und auch in den hier anliegenden Zeichnungen
wiedergegeben ist, wird dir neue Anordnung am zweckmäßigsten derart ausgeführt, daß in den nach oben
gerichteten Anschlußstutzen der Förderleitung eine quer zur Förderrichtung verlaufende Trennwand eingepaßt wird, die
nach oben aus dem Anschlußstutzen heraus bis in das untere Schlauchende der Anordnung hinein, und zwar dort bis kurz
vor die untere Schlauchquetscheinrichtung verlängert ist. Aus Montagegründen wird diese Trennwand zweckmäßigerweise
zweiteilig ausgeführt, so daß sie in der Höhe der Oberkante des Anschlußstutzens zerlegt werden kann. Durch die
Trennwand werden der Anschlußstutzen an der Förderleitung und das untere Schlauchende praktisch in zwei parallele
Strömungsquerschnitte aufgeteilt, die in etwa gleiche Größe haben sollten. Um zu vermeiden, daß beim übergang des
Material-Luftgemisches von der so querschnittsreduzierten
Anschlußstutzeneinrichtung in die Förderleitung eine
Entspannung bzw. Geschwindigkeitsverminderung eintritt, die zum Ausfallen von schweren Materialteilchen führen kann,
wird die Förderleitung hinter der
Anschlußstutzeneinrichtung zweckmäßigerweise mit einem Querschnitt ausgeführt, der nicht größer ist als einer der
beiden Teilquerschnitte in der Anschlußstutzeneinrichtung. Da bei normalen Rohrtypen das Pörderrohr im Bereich des
Anschlußstutzens den gleichen Durchmesser aufweist wie der Anschlußstutzen selbst, ist hinter der
Anschlußstutzeneinrichtung eine Querschnittsverjüngung im
Förderrohr vorzusehen.
Um Materialablagerungen im Totraum zu vermeiden und zu erreichen, daß jeweils die gesamte im Totraum befindliche
Materialcharge bei einem Fördertakt ausgeblasen wird, wird der Blasluftanschluß am Ende des Totraumes
vorteilhafterweise an dessen Unterseite angeordnet und
tangential eingeführt, so daß ein schraubenförmiger
Luftstrom im Totraum entsteht, der sämtliches hier befindliche Material über die Trennwand hinweg mitnimmt.
Durch die beschriebene Ausführung im Austrittsbereich der Vorrichtung wird für sämtliche üblicherweise zu
verarbeitenden Materialien mit spezifischen Massen zwischen
0,4 und 3,0 eine ausgezeichnete Gleichmäßigkeit des Förderstromes insbesondere dann erreicht, wenn zwei der
genannten Vorrichtungen im Wechseltakt als eine Einheit pa-rallel betrieben werden und die Blasseiten so abgestimmt
werden, daß für das Fördern einer halben Schleusenkammerfüllung jeweils ein Viertel des
Gesamtarbeitstaktes der zusammengesetzten Vorrichtung ausgenutzt wird. Um die neue Anordnung wie beschrieben
ausführen zu können, können zwei der genannten Schleusenanordnungen nicht hintereinander auf ein und die
gleiche Förderleitung arbeiten, es müssen vielmehr für beide Anordnungen getrennte Förderleitungen mit je einem
* · &Lgr; ti
Totraum vorgesehen werden, die dann in Förderrichtung iweckmäßigerweise hosenrohrartig zu einer gemeinsamen
Leitung zusammengefügt werden. Diese Gesamtleitung soll
keinen größeren Querschnitt aufweisen als jede der Einzelförderleitungen, da ja nicht zu gleicher Zeit zwei
Materialströme zusammengeführt werden, sondern beide
Anordnungen wechselweise in die vereinigte Förderleitung einspeisen.
Im folgenden wird die neue Anordnung in Anwendung auf die Ausführungsform einer vorrichtung beschrieben, wie sie sieh
auch bereits der eingangs erwähnten europäischen Patentanmeldung entnehmen läßt. Die neue Anordnung ist
jedoch allgemein immer dann verwendbar, wenn es gilt, taktweise aus einem Absperrorgan zumindest unter Mitwirkung
von freiem Fall austretende Schüttgutmengen zu einem kontinuierlichen, pneumatisch geförderten Strom zu
vergleichmäßigen.
In den Zeichnungen steilen dar:
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Spritzvorrichtung in Seitenansicht, und
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Zusammenführung der Förderleitungen einer
Vorrichtung mit zwei parallelen Einschleusanordnungen.
Die in Figur 1 in schematischer Seitenansicht dargestellte
Einechleusvorrichtung weist eine Materialzuführeinrichtung
2 mit einem Materialaufgabetrichter 4 auf, der an seinem unteren Ende durch einen Absperrschieber 6 verschließbar
ist, welcher mit einem pneumatischen Arbeitszylinder 8 air
Betätigungsmittel versehen ist. Ober eine Dichtanc^. ..«ig 10
tritt der Absperrschieber 6 in das untere Ende des
Aufgabetrichters 4 ein und kann somit den Austrittsquerschnitt 12 der Materialzuführeinrichtung 2
verschließen. Mittels eines Rohrstutzens 14 als Übergangsstück schließt sich unten an die
Materialzuführeinrichtung 2 ein erster oberer Schlauchabschnitt 16 an, der mittels einer bekannten,
lösbaren Schlauchanschlußverschraubung 18 mit dem Übergangsstück 14 verbunden ist. An das untere Ende des
Schlauchabschnittes 16 schließt sich ein Zwischenstück 20 an, auf das ein zweiter, unterer Schlauchabschnitt 22
folgt, der in etwa die gleichen Abmessungen wie der obere Schlauchabschnitt 16 aufweist. Beide Schlauchabschnitte 16
und 22 sind mit dem Zwischenstück, welches wie die Materialzuführeinrichtung gestellfest angeordnet ist, über
Schlauchanschlußverschraubungen 24 und 26 verbunden. Das untere Ende des unteren Schlauchabschnittes 16 ist
schließlich über eine Schlauchanschlußverschraubung 28 mit einem Anschlußstutzen 30 verbunden, der in eine
pneumatische Spritzförderleitung 32 mündet.
Etwa in der Mitte des oberen Schlauchabschnittes 16 ist eine erste, obere Schiauchquetscheinrichtung 34 vorgesehen,
die mittels eines pneumatischen Arbeitszylinders 36 betätigbar ist. Entsprechend ist etwa in der Mitte des
unteren Schlauchabschnittes 22 eine zweite, untere Einrichtung 38 vorgesehen, die mittels eines pneumatischen
Arbeitszylinders 40 betätigbar ist.
Der zwischen dem Absperrschieber 6 und der oberen Schlauchquetscheinrichtung 34 liegende Innenraum des
Rohrstutzens 14 und des oberen Schlauchabschnittes 16 bildet eine Vorkammer 42. Der zwischen der oberen
Schlauchquetscheinrichtung 34 und der unteren Schlauchquetscheinrichtung 38 liegende Innenraum der
Schlauchabschnitte 16 und 22 sowie des Zwischenstückes 20 bildet eine Schleusenkammer 44.
Die Schlauchquetscheinrichtungen 34 und 38 weisen je zwei
längliche und abgerundete Quetschelemente 46 und 48 auf. Die Quetschelemente 46 sind über Gabelarmpaare 50 bzw. 52
mit den Gehäusen 54 bzw. 56 der Arbeitszylinder 36 bzw. 40 verbunden, während die Quetschelemente 48 mit den
Kolbenstangen 58 bzw. 60 der Arbeitszylinder 36 bzw. 40 verbunden sind. Um eine symmetrische Schließbewegung der
Schlauchquetscheinrichtungen zu gestatten, wie dies am Beispiel der unteren Schlauchquetscheinrichtung 38 in Figur
1 dargestellt ist, sind die Gehäuse 54 und 56 der Arbeitszylinder 36 und 40 axial verschiebbar im (nicht
dargestellten) Rahmen der Vorrichtung gelagert.
Die Schleusenkammer 44 ist am Zwischenstück 20 mit einem Luftanschluß 62 versehen, in dem ein Staubfilterelement 64
angeordnet ist, welches bei Entlüften der Schleusenkammer zum Abbau des Staudruckes unmittelbar vor deren Befüllen
mitgerissenen Staub zurückhält und somit eine Umweltbelästigung vermeidet. Die Rückhaltefunktion des
Filters tritt auch ein, wenn der Luftanschluß mit dem Sauganschluß verbunden wird.
Im Punkt 66 ist die Luftanschlußleitung 62 mit einem Blasluftanschluß 68 und einem Vakuum- bzw. Sauganschluß 70
versehen. Im Punkt 66 sind (nicht dargestellte) Umschaltventile, vorzugsweise Dreiwegeventile, angeordnet,
mit denen sich der Luftanschluß 62 wahlweise verschließen, entlüften oder auf den Blasluftanschluß 68 oder den
Sauganschluß 70 schalten läßt.
Mit 72 ist eine mit dem Sauganschluß 70 verbundene Einrichtung zum kurzzeitigen Erzeugen eines Unterdruckes
bezeichnet. Die Unterdruckeinrichtung besteht aus einem gegen seine elastische Materialrückstellkraft mittels
Druckluft aufblasbaren Körper 74, der in einem mit der
• &igr;*· ··· at··
Saugleitung 70 verbundenen und mit einem (nicht gezeigten) Entlüftungsanschluß versehenen, geschlossenen Gehäuse 76
angeordnet ist. Der Körper 74 wird bei entlüftetem Gehäuse 76 Über einen Aufblasanschluß 78 aufgeblasen, worauf das
Gehäuse 76 verschlossen wird. Wird dann bei Erfordernis der Aufblasanschluß 78 zur Umgebung geöffnet, zieht sich der
Körper 74 unter seiner Eigenelastizität zusammen und erzeugt im Gehäuse 76 bzw. im Sauganschluß 70 einen
Unterdruck. Die Volumenänderung des Körpers 74 ist auf das erforderliche Ansaugvolumen aus der Schleusenkammer 44
abgestimmt.
Wie sich aus Fig. 1 ergibt, ist die Förderleitung 32 an der der Förderrichtung 80 entgegengesetzten Seite des
Anschlußstutzens 30 mit einem Totraum 92 versehen, der über ein Filterelement 94 mit einem Blasluftanschluß 96
verbunden ist.
Im Anschlußstu*-sen 30 ist eine quer zur Förderrichtung 80
verlaufende Trennwand 100 angeordnet, die sich bis auf den Boden der Förderleitung 32 erstreckt und diese in
Axialrichtung im wesentlichen vollständig abschottet (siehe Fig. 2). Wie aus Figur 1 zu entnehmen ist, ist die
Trennwand 100 nach oben verlängert und ragt von unten bis kurz vor die untere Schlauchquetscheinrichtung 38 in den
unteren Schlauchabschnitt 22 hinein. Die Trennwand 100 ist an der Stelle 102, welche sich in etwa auf der Höhe des
Flansches 104 des Anschlußstutzens 30 befindet, geteilt ausgeführt, wobei sich die beiden Teile der Trennwand 100
zur besseren Verbindbarkeit an dieser Stelle überlappen. Die Teilung, die aus MontagegrUnden zweckmäßig ist, bietet
aber auch den Vorteil, daß der obere Abschnitt der Trennwand 100 unterschiedlich hoch am unteren Teil
befestigt werden kann. Sollte dies auf Schwierigkeiten stoßen, kann er auch gegen einen Abschnitt anderer Höhe
ausgetauscht werden, falls dies aus Strömungsgründen
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erforderlich sein sollte.
Die Trennwand unterteilt den Anschlußstutzen 30 und das untere Ende des unteren Schlauchabschnittes 22 in zwei
parallele Verbindungswege in etwa gleichen Querschnitts, wie sich dies aus Figur 2 ergibt. Um
Geschwindigkeitsverminderungen im Förderstrom zu vermeiden, weist die Förderleitung 32 an der Stelle 106 eine
Verjüngung auf, so daß der Querschnitt der Förderleitung an der Stelle des Pfeiles 80 in etwa dem Querschnitt eines
Teilströmungsweges im Anschlußstutzen 30 entspric". l.
Wie den Zeichnungen weiter zu entnehmen ist, ist der Blasluftanschluß 96 am Ende des Totraumes 92 an dessen
Unterseite angeordnet und tangential in den Totraum eingeführt, so daß sich beim Ausblasen des Totrauraes dort
eine schraubenförmige Strömung ergibt, die sämtliches Material aus dem Totraum 92 über die Trennwand 100 hinweg
in die Förderleitung 32 hinein mitnimmt.
Ajs Figur 2 ist erkennbar, daß die beschriebene Vorrichtung
zwei Einschleusanordnungen gemäß Figur 1 nebeneinander aufweist, deren Förderleitungen 32 in Form eines
Hosenrohres 98 zusammengeführt sind.
Die Arbeitsweise im Austrittsbereich der Vorrichtung ist derart, daß, wenn die untere Schlauchquetscheinrichtung zum
Entleeren der Schleusenkammer 44 geöffnet wird, die Blasluft am Blasluftanschluß 96 des Totraumes abgeschaltet
ist und Blasluft über den Anschluß 62 an der Schleusenkammer zugegeben wird. Das aus der Schleusenkammer
44 nach unten austretende Material wird durch die Trennwand 100 unmittelbar unter der unteren
Schlauchquetscheinrichtung in zwei möglichst gleiche
Teilmengen aufgeteilt, von denen die eine im wesentlichen durch freien Fall in den Totraum 92 gelangt, während die
andere durch die Blasluft in die Förderleitung 32 geblasen wird. Nach Entleeren der Schleusenkammer 44 wird die untere
Schlauchquetscheinrichtung geschlossen und die Blasluft vom Anschluß 62 auf den Anschluß 96 am Totraum 92 umgeschaltet.
Hier im Totraum entsteht dann ein schraubenförmiger Luftstrom, der das dort befindliche Material mitnimmt und
Über die Trennwand 100 hinweg in die Förderleitung 32 bläst.
Es hat sich gezeigt, daß durch diese sehr einfache Anordnung, die kaum zusätzlichen Konstruktionsaufwand
erfordert, eine erstaunliche Vergleichmäßigung des taktweisen Materialanfalls, und zwar für körniges Material
unterschiedlichsten Schuttgewichtes erreicht werden kann.
Claims (6)
1. Spritzvorrichtung für im wesentlichen trockenkörnige, schuttfähige Materialien, wie trockenes Betongemisch,
Feuerfestmaterial oder dergl., mit einer
MaterialzufUhreinrichtung und mindestens einer Anordnung, bestehend aus einer stationär unterhalb der
MaterialzufUhreinrichtung angeordneten und durch freien Fall des Materials aus dieser beschickbaren
Schleusenkammer mit einem oberen Eintrittsabsperrorgan und einem unteren Austrittsabsperrorgan, einem an der
Schleusenkammer angeordneten ersten Blasluftanschluß und mit einer über eine Anschlußstutzeneinrichtung an
das Austrittsabsperrorgan angeschlossenen, im wesentlichen horizontal verlaufenden pneumatischen
Spritzförderleitung mit einem zweiten Blasluftanschluß, wobei an der der Förderrichtung entgegengesetzten Seite
der Anschlußstutzeneinrichtung zwischen dieser und dem zweiten Blasluftanschluß ein Totraum vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Förderleitung (32) im Bereich der Anschlußstutzeneinrichtung (22, 28, 30)
eine im wesentlichen quer zur Förderrichtung (80) verlaufende Trennwand (100) in der Förderleitung (32)
angeordnet ist, und daß die Anschlußstutzeneinrichtung (22, 28, 30) unmittelbar unterhalb des
Austrittsabsperrorganes (38) der Schleusenkammer (44) in zwei Verbindungswege aufgeteilt ist, von denen der
eine an einer Seite der Trennwand (100) unmittelbar in
die Förderleitung (32) und der andere an der anderen Seite der Trennwand (LOO) in den Totraum (92) mündet.
2. Spritzvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Anschlußstutzeneinrichtung aus einem sich aus der
Förderleitung nach oben erstreckenden Schlauchanschlußstutzen und einem mit diesem
verbundenen Schlauchende unterhalb eines als
Schlauchquetscheinrichtung ausgebildeten Austrittsabsperrorgans besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß die senkrecht zur Förderrichtung (80) verlaufende Trennwand (100) innerhalb des Anschlußstutzens (30) in
dis Förderleitung (32) eingepaßt ist und die zwei Verbindungswege dadurch verwirklicht sind, daß diese
Trennwand (LOO) nach oben durch den Anschlußstutzen (30) in das Schlauchende (22) hinein bis kurz vor die
Schlauchauetscheinrichtuna (38) verlängert ist.
3. Spritzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (100) etwa in der
Ebene der Verbindung zwischen Anschlußstutzen (30) und Schlauchende (22) geteilt (101) ausgeführt ist.
4. Spritzvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnt, daß der Querschnitt der
Förderleitung (32) in Förderrichtung hinter der Trennwand (100) dem Querschnitt der Verbindungswege
entspricht.
5. Spritzvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Blasluftanschluß (96) an dem der Förderrichtung abgewandten Ende des Totraumes (92) senkrecht zur
Förderrichtung (80) unten tangential in den Totraum (92) eingeführt ist.
6. Spritzvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet» daß sie zwei im
Hechseltakt betreibbare Anordnungen aufweist, deren Förderleitungen hosenrohrartig (98) vereinigt sind.
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Family Applications (1)
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| DE8807520U Expired DE8807520U1 (de) | 1987-07-07 | 1988-06-09 | Spritzvorrichtung für trockenkörnige Baustoffe und ähnliche Materialien |
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- 1988-06-09 DE DE8807520U patent/DE8807520U1/de not_active Expired
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